So kann es ruhig weitergehen!

Dass die Spielvereinigung heute mit 3:0 gegen den SC Paderborn gewonnen hat – Chapeau und Gratulation von den Greuther-Weibern. Wir waren schon ein wenig verzagt nach den drei Niederlagen, hatten ein gutes Gefühl beim Sieg letzte Woche. und können jetzt mit Nachdruck behaupten: Das Kleeblatt ist wieder „in der Spur“.

Beinahe genauso aufsehenerregend wie der heutige Sieg ist die Meldung, dass sich Vereinspräsident Helmut Hack in den Ruhestand verabschieden ließ. Nein, nicht beim Fürther Verein, sondern von seinem Arbeitgeber: „Umringt von vielen Wegbegleitern, einem Teil der Belegschaft sowie den beiden Firmenbossen Martin und Adolf Wedel nahm Hack im Herzen des Tee-Dorfs offiziell Abschied von der Martin Bauer Group, mit der sein rasanter Aufstieg vom 13-jährigen Lehrling zum innovativen Geschäftsführer eines weltweit tätigen Konzerns untrennbar verbunden war.“ So ist es in der „Nürnberger Zeitung“ zu lesen. Mehr hier.

Zurück zum sportlichen Aspekt des heutigen Tages: Trainer Frank Kramer ist meiner Ansicht nach auf dem richtigen Weg. Nachdem vor allem der Sturm der Mannschaft manchmal nicht effektiv genug agiert hat, ist der Coach mit der aktuellen Aufstellung gut beraten. Ognjen Mudrinski etabliert sich vorne. Und Zoltan Stieber entwickelt sich allmählich zum Joker im Team. So war Mudrinski maßgeblich am ersten Tor in der 30. Minute beteiligt, das Stieber einputten konnte. Und nur vier Minuten später kam er dann selbst zum Zuge: Niclas Füllkrug verlängert per Kopf auf Mudrinski. Der hat es nur noch mit Brückner zu tun, dreht sich um den Paderborner und schießt mit rechts. Keeper Lukas Kruse hat bei dem Flachschuss keine Chance. 2:0 für die Spielvereinigung.
So blieb es auch bis und nach der Halbzeitpause. Kurios die 74. und 75. Minute des Spiels: Vrancic foult Trinks auf Höhe der Mittellinie, Referee Patrick Ittrich schickt ihn mit einer Roten Karte vom Platz. Eine harte Entscheidung. Dann läuft Thomas Bertels auf den Schiedsrichter zu, zeigt ihm den Vogel und vergreift sich offenbar im Ton. Konsequenz: Auch er sieht Rot, und die Paderborner spielen nur noch zu neunt. Und da fackeln die Fürther nicht lange: Stieber trifft – in diesem Spiel zum zweiten Mal – ins Paderborner Tor und macht in der 83. Minute den Sack im Ronhof  zu (Foto).
Fazit: Der FC Kaiserslautern hat auch gewonnen  – 4:0 gegen den FSV Frankfurt. Aber die Spielvereinigung liegt erst mal mit 26 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und wartet jetzt ganz gelassen ab, wie sich Köln und Union Berlin in den nächsten Tagen so machen!

Nullnummer in Aachen

Edgar PribGut, es gibt Studien, die wollen herausgefunden haben, dass Trainerwechsel aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit meistens nicht wirklich etwas bringen. Ich erinnere da an eine Untersuchung einiger Forscher aus Münster und Kassel aus diesem Jahr, die sich mehr als 150 Trainerentlassungen zwischen 1963 und 2009 vorgenommen haben und dabei zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die meisten Mannschaften nicht im Geringsten davon profitieren.
Und doch konnte man bei der Partie der SpVgg in Aachen mal wieder sehen, dass sich Mannschaften unter neuem Coach zumindest kurzzeitig steigern können. Weitaus stärker als in den vergangenen Wochen  hat man die Aachener bei ihrer ersten Partie unter Interimstrainer Ralf Außem erlebt. Von einem Duell Tabellenführer gegen Schlusslicht war da jedenfalls nichts zu erkennen, im Gegenteil. Die Fürther hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie ohne Zähler die Heimreise hätten antreten müssen. So ist die Spielvereinigung nochmal mit einem blauen Auge – und einer ärgerlichen Roten Karte für Edgar Prib – davongekommen.