Was bleibt vom Fürther Kleeblatt übrig ?

Training 1.FC NürnbergIm Moment ist die Gerüchteküche rund um die Spielvereinigung am Brodeln. Gehen Abdul Rahman Baba und Nikola Djurdjic zum FC Augsburg? Und wie wird sich Niclas Füllkrug fühlen, der ab sofort ein Clubberer ist (auf dem Foto beim gestrigen Training mit Marek Mintal, dem Co-Trainer des 1.FC Nürnberg)? Und zu allem Überfluss erreicht uns jetzt die nächste Hiobsbotschaft:

Andreas Bornemann wird nicht wie geplant am 1. Juli neuer Sportdirektor beim Kleeblatt. Wie der Verein heute mitteilte, verzichtet der 42-Jährige „aus privaten Gründen“ auf den Antritt seiner neuen Tätigkeit. Die Spielvereinigung hat dem Wunsch Bornemanns entsprochen – was bleibt ihr auch anderes übrig? – und wird sich nun auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor machen müssen. Wir haben ja am 23. Mai noch im Greuther-Weiber-Blog über die Verpflichtung Bornemanns geschrieben.

„Der Wunsch von Andreas Bornemann kam für uns sehr überraschend. Dennoch haben wir Verständnis für seine Beweggründe und respektieren seine Entscheidung. Unsere Personalplanungen für die kommende Saison sind weit vorangeschritten, so dass es in dieser Frage zu keinen Beeinträchtigungen kommen wird“, so der Kommentar des SpVgg-Präsidenten Helmut Hack. Über die genauen Gründe für die kurzfristige Absage Bornemanns wurde nichts bekannt. „Aus Respekt vor der Privatsphäre“ Bornemanns bat der Verein um Verständnis für die Entscheidung, keine weiteren Aussagen zu diesem Thema zu treffen.

Bornemann hatte erst Ende Mai als Nachfolger des zu Werder Bremen abgewanderten Rouven Schröder beim Kleeblatt einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Bornemann war zuletzt als Sportlicher Leiter und Vize-Präsident bei Drittligist Holstein Kiel tätig. Davor arbeitete er fünf Jahre lang als Manager für den SC Freiburg, es folgte ein kurzes Intermezzo bei Alemannia Aachen.

Das Kleeblatt muss sich also jetzt wieder auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor machen. Da die Planungen für die Zweitligasaison 2014/15 schon auf Hochtouren laufen, will man eine überstürzte personelle Entscheidung vermeiden. Bis zur Präsentation des neuen Mannes werden deshalb neben Helmut Hack auch Geschäftsführer Holger Schwiewagner und der Leiter Lizenzbereich Martin Meichelbeck anfallende Aufgaben übernehmen.

Glück fürs Kleeblatt – Pech für den Club

Die Spielvereinigung hat derzeit im Großen und Ganzen Glück. Zwar hat der Wiederaufstieg in die Bundesliga nach zwei wirklich guten Relegationsspielen gegen den Hamburger SV nicht geklappt. Aber Trainer Frank Kramer hat sich entschieden, beim Kleeblatt zu bleiben. Im Gegensatz dazu geht’s dem 1. FC Nürnberg – der ja in die Zweite Liga abgestiegen ist – in Sachen Trainer-Nachfolge nicht allzu gut. Soeben wurde bekannt, dass Holger Stanislawski dem Club einen Korb gegeben hat.
Aber zurück zur SpVgg: Andreas Bornemann übernimmt das Amt des „Direktors Sport“ beim Kleeblatt. Der 42-Jährige hat in Fürth einen Zweijahresvertrag unterschrieben und tritt zu Beginn der Saison 2014/2015 sein neues Amt an. Andreas Bornemann war unter anderem fünf Jahre als Manager für den SC Freiburg tätig und arbeitete zuletzt als Sportlicher Leiter und Vizepräsident beim Drittligisten Holstein Kiel. Sein Vorgänger Rouven Schröder hatte ja in Fürth einen guten Job gemacht. Ihn zog es allerdings zurück in den Norden – zu Werder Bremen. SpVgg-Präsident Helmut Hack hat sich auf der Vereinswebsite zum Engagement von Bornemann geäußert:

„Wir sind froh, dass wir so zügig eine sehr gute Lösung finden konnten. Wir sind damit auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Wir haben ausführliche Gespräche mit Andreas Bornemann geführt, und die Chemie zwischen uns hat sofort gestimmt. Außerdem verfügt Andreas Bornemann über viele Jahre an Erfahrung und ein großes Netzwerk in der Fußballszene. Wir bedanken uns ausdrücklich bei Holstein Kiel für die Freigabe von Andreas Bornemann, trotz bestehenden Vertrages.“

Die Greuther-Weiber wünschen ihm ein erfolgreiches Arbeiten beim Kleeblatt. Zumindest von der Optik her ist er für die weiblichen Fans eine echte Bereicherung.

Wiedersehen im Sportpark Ronhof

Das wird eine rechte Wiedersehensfreude, wenn am kommenden Sonntag, 15. September, um 13.30 Uhr die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem VfL Bochum im Fürther Ronhof stattfindet. Drei jetztige Kleeblätter – Martin Meichelbeck, Rouven Schröder und Mirko Dickhaut – haben alle mal für den Ruhrpott-Verein gespielt und arbeiten nun gemeinsam für das Fürther Kleeblatt. Die ehemaligen VfL-Profis füllen hier inzwischen ganz wichtige Positionen aus (das Foto zeigt alle mit Frank Kramer auf der Trainerbank). Zwei Jahre lang, von 2000 bis 2002, waren Meichelbeck (36), Schröder (37) und Dickhaut (42) in Bochum Teamkameraden. Martin Meichelbeck arbeitet seit dem 1. Juli 2011 beim Kleeblatt als sportpsychologischer Coach, er leitet den Lizenzbereich und den Bereich Medizin/Sportpsychologie.
Rouven Schröder hat rund 140 Spiele für den VfL bestritten, darunter acht Partien in der Bundesliga sowie 16 in der Zweiten Liga. Ende Juni 2012 wurde Schröder bei der Spielvereinigung Greuther Fürth Koordinator der Lizenzmannschaft, am 4. Januar 2013 sportlicher Leiter. Nach der Beurlaubung des Cheftrainers Mike Büskens im Februar 2013 leitete Schröder an der Seite des Interimstrainers Ludwig Preis vorübergehend den Trainingsbetrieb der damaligen Bundesligamannschaft. Auf der Bochumer Vereins-Website ist ein gutes Interview mit Rouven Schröder – „Der VfL wird mich immer begleiten“- zu finden.
Last but not least: Im Juni 2013 unterschrieb Mirko Dickhaut einen Zwei-Jahres-Vertrag bei der SpVgg, er trat als Co-Trainer die Nachfolge von Ludwig Preis an und unterstützt an der Seite von Coach Frank Kramer die 1. Mannschaft.

Für riesige Wiedersehensfeiern wird am Sonntag aber nicht viel Zeit sein. Dem Kleeblatt ist ein Sieg und der Erhalt der Tabellenführung sehr wichtig. Und für VfL-Trainer Peter Neururer geht es am Sonntag in erster Linie darum, dass seine Spieler Druck erzeugen und die Fürther ins Schwitzen bringen. Das letzte Spiel gegen Paderborn hat Bochum zwar mit 4:2 gewonnen, die Mannschaft steht derzeit aber mit acht Punkten nur auf dem 10. Tabellenplatz. Und es würde ihnen gut zu Gesichte stehen, den Kleeblättern zu zeigen, wo es ihrer Ansicht nach im Fußball lang geht. In der Bilanz haben die Kleeblätter von zehn Spielen gegen den VfL Bochum vier gewonnen, eines verloren und fünf Mal unentschieden gespielt.
Unser Greuther-Weiber-Tipp lautet: Das Spiel endet 2:1 für die Spielvereinigung.