Saison-Ende: Kleeblatt rutscht unglücklich auf achten Tabellenplatz

Die Saison ist Geschichte. Das Kleeblatt beendet die Spielzeit 2016/17 mit 45 Punkten auf dem achten Tabellenrang. Und liegt zum ersten Mal seit 1953 (!) in einer Schlusstabelle vor dem Lokalrivalen, dem 1. FC Nürnberg.

Spektakulär war es nicht, das heutige Spiel gegen Union Berlin im mit gut 13 000 Zuschauern besetzten Fürther Ronhof. Trainer Janos Radoki hatte nach dem 1:1 gegen St. Pauli an fünf Positionen umgestellt. Serdar Dursun – mit neuer Frisur (Foto) – war in der Startelf. Der größte „Ackerer“ war heute mit Sicherheit Khaled Narey, der überall zu sein schien: vorne, hinten, in der Verteidigung oder im Angriff. Er wurde wiederholt von Robert Zulj angespielt, musste dann improvisieren, was er alleine so knapp vor dem Berliner Tor machen sollte. Und da war er im Abschluss einfach überfordert. Robert Zulj enttäuschte heute mit wenig Engagement und halbherzigen Aktionen. Vielleicht hat er sich geistig schon von der Spielvereinigung und Franken verabschiedet? Wer weiß?

Kurz vor der Halbzeitpause machte Kenny Prince Redondo dann das Tor für die Eisernen, sehr zur Freude der angereisten 3000 Unionfans. Sie hofften, dass es mit einem Sieg zur Verbesserung der miesen Bilanz zwischen dem Kleeblatt und der Union kommen könnte: Nur ein Sieg in 19 Spielen, jämmerlich.

In Minute 66 kam dann der Moment für Serdar Dursun, der nach einem Eckball den Ausgleich machte. Ein verdientes Tor, da sich die Zerfahrenheit und ungenauen Pässe der Fürther nach der Pause zum Besseren gewendet hatten. Ein paar Minuten später musste dann Schiedsrichter Thorben Siewer das Spiel unterbrechen: Im Gästeblock war gezündelt worden und dichter Rauch stieg aus der Unionecke auf. Rote Schwaden über dem Platz, unschön. Vielleicht war die Spielvereinigung daraufhin unkonzentriert? Lukas Gugganig foult Sebastian Polter bei der Ballannahme im Strafraum, und die Referee-Entscheidung ist eindeutig: Elfmeter. Den versenkte Polter im Tor von Sascha Burchert, der heute Balazs Megyeri ersetzte. Das Tor wurde nicht gegeben, aber auch bei der Wiederholung hatte Burchert, der sich in die falsche Ecke warf, keine Chance. 2:1 zu diesem Zeitpunkt. Kleeblattfans schielten immer wieder nervös auf ihre Handys, um zu sehen, wie sich die anderen Mannschaften der Zweiten Liga, die ja alle gleichzeitig spielen, schlugen. Trainer Radoki versuchte mit Spielerwechseln das Kleeblatt offensiver zu machen, aber man kam gegen die hochmotivierten Eisernen von der Berliner Union nicht an.

Abpfiff, 2:1 für die Gäste. Siebter Rang fürs Kleeblatt. Sollte man meinen. Aber da hatte man sich leider verrechnet. In der vierten Minute der Nachspielzeit trifft der FC Heidenheim zum 2:1 ins Tor von 1860 München. Damit schiebt sich Heidenheim in allerletzter Sekunde mit einem Punkt Vorsprung vor den FC St. Pauli und die Spielvereingung auf den sechsten Tabellenplatz. Und schwupps – das Kleeblatt ist nur Achter. Schade um die TV-Gelder!!!! Und: 1860 München ist auf dem Relegationsplatz.

Der einzige Trost für Kleeblattfans hat heute ein wenig mit Schadenfreude zu tun. Der 1. FC Nürnberg verliert gegen Kaiserslautern mit 0:1 und rangiert zu Saisonende auf dem 12. Rang. Zum ersten Mal nach 64 Jahren ist der vermeintliche Underdog aus Fürth in der Schlusstabelle der Zweiten Liga vor dem Club. Immerhin!

Jämmerlich: Gegen den Absteiger zu Hause verloren

Ganz sicher war ich mir heute, dass die Spielvereinigung gegen den schon feststehenden Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC nicht verlieren wird. Übermütig hatte ich mit einem 4:0-Sieg gerechnet. Von wegen! In der 89. Minute trafen die Karlsruher durch Rolim Yann ins Tor von Balazs Megyeri, und so hat das Kleeblatt mit der ersten Heimniederlage unter Coach Janos Radocki (Foto) die Möglichkeit, auf den fünften Tabellenplatz zu klettern, aus eigener Dummheit vergeigt.

Mit vielen Ausfällen musste Trainer Radoki heute seine Mannschaft zusammenflicken, die Youngster Daniel Steininger, Christian Derflinger, David Raum und Patrick Sontheimer waren z.T. in der Startelf und machten keine so schlechte Figur. Trotzdem verging eine halbe Stunde, bis die Kleeblätter durch Steininger (31./35./44.) und Gießelmann (39.) vielversprechende Möglichkeiten hatten. Aber Qualität auf dem Fußballplatz zeichnet sich vor allem durch Abschlüsse, sprich: Tore aus. Und davon war heute im Ronhof nichts zu sehen.

In den zweiten 45 Minuten vereitelte Fürths Keeper Megyeri Chancen des KSC, auf der Fürther Seite versuchten der eingewechselte Mathis Bolly (63./69.), der heute glücklose Serdar Dursun (64.) und Marcel Franke (67.), Möglichkeiten in einen Treffer und drei Punkte umzumünzen. Es klappte in einer niveauarmen Partie einfach nicht! Seelisch hatte ich mich (wie vermutlich die meisten der knapp 8300 Zuschauer) schon auf ein Unentschieden eingestellt, als es dann in der 89. Minute doch passiert: Dem Brasilianer Rolim Yann gelingt es, sich an der rechten Strafraumkante gegen drei Fürther durchzusetzen, er zieht ins Zentrum und schießt aus 16 Metern mit dem linken Fuß aufs Fürther Tor. Megyeri muss konsterniert mit ansehen, wie der Ball vom Innenpfosten in die Maschen geht. Mit diesem Treffer fährt der KSC nach acht sieglosen Spielen in Serie wieder einmal drei Punkte ein, die ihm allerdings nichts mehr nützen. Der Abstieg ist beschlossene Sache.
Am nächsten Sonntag, 14. Mai, fährt die Spielvereinigung nach Hamburg und wird im vorletzten Saisonspiel auf St. Pauli treffen. Ob das Kleeblatt dort gewinnen und dann auf den fünften Tabellenplatz kommen kann, hängt von einigen Faktoren ab: Der 1. FC Nürnberg darf zeitgleich nicht gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen. Und Dynamo Dresden muss gegen den heutigen Sieger, den Karlsruher SC, verlieren. Es wird also total spannend!!!

Gänsehaut zum Saison-Ende

SpVgg Greuther Fürth - SV SandhausenDie Spielzeit 2015/16 ist zu Ende. Das Kleeblatt traf heute im letzten Spiel zu Hause auf den SV Sandhausen und hat die Partie überlegen mit 3:1 gewonnen. Der versöhnliche Schluss einer durchwachsenen Saison, die ganz gut anfing, Höhen und Tiefen hatte und unterm Strich nicht optimal verlief. Ein emotionales Highlight war heute die Einwechslung von Ilir Azemi, der zehn Minuten vor Schluss aufs Spielfeld kam (Foto). Die Kleeblattfans begrüßten ihm lautstark mit „Azemi, Azemi-Rufen“ – Gänsehaut pur. Und eine sportliche Überraschung war Mark Flekken, der heute für Keeper Sebastian Mielitz das Kleeblatt-Tor (fast) sauber hielt.
Vor einem Jahr habe ich im Greuther-Weiber-Blog geschrieben: „Eine Saison mit vielen Tiefschlägen geht für die Spielvereinigung zu Ende. Der Verein ist letzten Endes mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt sollte man diese Spielzeit ganz schnell abhaken, sich erholen. Und bis zum Anpfiff der Spielzeit 2015/16 Ende Juli werden die Karten neu gemischt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Engagement eines guten Stürmers?“
Und wie entwickelte sich die Spielvereinigung dann tatsächlich? Nach 17 Abgängen und 2o Spieler-Einkäufen hatte der neue Trainer Stefan Ruthenbeck – der aus dem Rheinland stammt und vom VfR Aalen zum Kleeblatt kam – erst mal alle Hände voll zu tun, sich selbst in Fürth einzugewöhnen und Stallgeruch anzunehmen. Er versuchte, die Mannschaft von Grund auf neu zu strukturieren. Und die Bilanz der ersten neun Spiele sah gut aus: fünf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen schlugen sich in einem respektablen 4. Tabellenplatz nieder. Doch ausgerechnet am Kärwa-Eröffnungstag, dem 3. Oktober, musste das Kleeblatt gegen den VfL Bochum zu Hause eine 0:5-Klatsche einstecken. Und eine Woche später war das 2:5 gegen den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg der nächste Schlag in die Magengrube.
Ab diesem Moment krebste die Spielvereinigung vor sich hin, viele Remis, mal ein niedriger Sieg, sogar das Derby gegen den 1. FC Nürnberg Ende Februar ging nach langer Zeit der Siege mal wieder verloren. Dann fing sich das Kleeblatt noch mal, um zum Saisonende hin bei den letzten drei Spielen gegen Arminia Bielefeld, Heidenheim und den FC Kaiserslautern wieder Niederlagen einzufahren.
Die Stimmung bei den Kleeblattfans verschlechterte sich zusehends. Und auch die Spieler sparten – teils öffentlich – nicht an Selbstkritik. Natürlich sind Robert Zulj und Jurgen Gjasula vielversprechende Talente, die der Mannschaft Rückgrat geben. Klar, Kapitän Marco Caligiuri versucht engagiert, die Defensive effektiv zu gestalten und das Tor von Sebastian Mielitz sauber zu halten. Caliguiri hat gut damit zu tun, den „Laden“ zusammenzuhalten. Und auch Keeper Mielitz hat sich gut integriert, zeigt jedoch dazwischen immer wieder Schwächen, was 54 Gegentore belegen. Es fehlt jedoch – und da hat sich auch in dieser Saison nichts Wesentliches geändert – ein starker Stürmer, der Tore schießt.

Das Geunke von einigen , dass Trainer Stefan Ruthenbeck der falsche Trainer sei, weil er seine Spieler nicht erreiche, daran habe ich meine Zweifel. Denn sogar der – seit dem legendären Bundesligaaufstieg – Fürther Identifikationsfigur Mike Büskens, der in der letzten Saison als „Notnagel“ noch mal einsprang, ist es nur mit viel Mühe gelungen, den Klassenerhalt zu schaffen. Und Frank Kramer hatte es meiner Ansicht nach vorher geschafft, die Mannschaft auf einen guten Weg zu bringen.

Die Vereinspolitik von Präsident Helmut Hack, gute, talentierte Spieler zu verkaufen, um den Vereins-Etat ausgewogen zu halten, muss nicht unbedingt der richtige Weg sein. Denn auf diese Weise wird es jeder Trainer schwer haben, zu Saisonbeginn lauter neue Spieler zu trainieren, sie auf Linie zu bringen und aus ihnen ein erfolgreiches Team zu machen. Es ist für den Coach – egal, wie er heißen mag – jedes Mal mehr oder weniger wieder ein Neubeginn bei Punkt null, nicht – wie man sich es als Fan wünscht – ein Ausbau des vorhandenen Spieler-Potenzials.

Mal sehen, wer jetzt die Spielvereinigung verlassen wird. Man munkelt: Zulj, Gjasula, Berisha. Bleibt Keeper Mielitz? Was ist mit Stiepermann? Und könnte Marco Caligiuri einem lukrativen Angebot – wenn er denn eines bekäme – widerstehen? Fragen über Fragen, auf die wir in den nächsten Wochen Antworten bekommen werden. Und zwar hoffentlich fürs Kleeblatt positive!

Gemeinsam die Fußball-Saison abschließen

Abschlussgottesdienst 2014Morgen ist Pfingstsonntag und nachmittags ab 15.30 Uhr findet im Sportpark Ronhof das letzte Saisonspiel der Spielvereinigung statt. Gegner ist der SV Sandhausen. Schon am Morgen um 10 Uhr trifft man sich in der Fürther Altstadt in der Kirche St. Michael, um bei einem „Saisonabschluss-Gottesdienst“ den Tag gemeinsam zu beginnen. Wie auch in den letzten Jahren haben nicht nur Kleeblattfans zum Ende der laufenden Spielzeit die Gelegenheit, gemeinsam kurz innezuhalten. Die SpVgg und das Evangelische Dekanat laden dazu alle Fürther und Kleeblatt-Anhänger herzlich ein. Der Gottesdienst wird vom evangelischen Dekan Jörg Sichelstiel geleitet, der selbst eingefleischter Kleeblattfan ist. Bereits nach dem Aufstieg der SpVgg im Jahr 2012 und auch 2014 (aus dem Jahr stammt das Foto) hatten sich zahlreiche Kleeblatt-Anhänger in der ältesten Kirche der Stadt versammelt, um auf besinnliche Art und Weise die vergangene Spielzeit Revue passieren zu lassen. Ich erinnere mich noch gut an Dekan Sichelstiels Predigt, der mit seiner lockeren Art allen Gottesdienstbesuchern verdeutlichte, dass auch die Fans gegnerischer Mannschaften Menschen sind, denen man mit Respekt und Freundlichkeit entgegenkommen solle. Ungeachtet aller Rivalität im Sport.
Morgen sind alle – egal welcher Glaubenszugehörigkeit, ob Kleeblatt-Fan oder nicht – willkommen, an diesem offenen Gottesdienst in St.Michael am Kirchenplatz (unweit der Gustavstraße) teilzunehmen.

Mehr Glück als Verstand: Kleeblatt bleibt in der Zweiten Liga!

RB Leipzig - SpVgg Greuther FürthMeine aktuellen Gefühle zu beschreiben ist nicht schwer: Es ist vor allem Erleichterung über den Verbleib der Spielvereinigung in der Zweiten Liga. Das letzte Spiel einer nicht besonders erfolgreichen Saison 2014/15 endete heute mit einer verdienten 0:2-Auswärtsniederlage gegen RB Leipzig. Das Spiel war ein Abziehbild der meisten Begegnungen und symptomatisch für die sportliche Klasse des Kleeblatts und seine Form in dieser Spielzeit: Fehlpässe en masse, ein engagierter Stephan Schröck, dem im entscheidenden Moment ein Teamkollege zum Abspielen fehlt. Eine immer wieder ratlos wirkende Mannschaft, für die Pressing ein Fremdwort zu sein scheint: Man harrt der Dinge, die da kommen, und wirkt in manchen Szenen so, als ob man mit dem Geschehen auf dem Platz rein gar nichts zu tun hätte. Und: ein überragender Torwart Wolfgang Hesl. Ohne dessen Leistung die Spielvereinigung viel mehr Gegentore bekommen hätte. Und jetzt nicht auf dem schmeichelhaften 14. Tabellenplatz, sondern noch weiter unten stünde.
RB Leipzig war heute einfach die bessere Mannschaft und spielte den effektiveren Fußball. Als gegen Ende der zweiten Halbzeit klar war, dass das Kleeblatt nicht mehr siegen würde, richtete sich die Konzentration der angereisten 2000 Fürther Fans im RB-Stadion und der Kleeblattfans zu Hause vor den Fernsehern auf die Ergebnisse der anderen potentiellen Abstiegskandidaten in der Zweiten Liga. Denn nur dank der Resultate der Konkurrenz startet die SpVgg auch in der Saison 2015/16 in der Zweiten Liga. Zu meiner großen Freude schafft der SV Darmstadt außer dem FC Ingolstadt den direkten Aufstieg in die Bundesliga, der Karlsruher SC geht in die Relegation gegen den Hamburger SV. Und die Absteiger in der Zweiten Liga heißen VfR Aalen und Erzgebirge Aue. 1860 München, mit denen man als Kleeblattanhänger so manche Rechnung offen hat, muss ebenfalls in die Releagtion – gegen Holstein Kiel. Ich persönlich hätte nichts  gegen den Erfolg des norddeutschen Vereins.

Also: Eine Saison mit vielen Tiefschlägen geht für die Spielvereinigung zu Ende. Der Verein ist letzten Endes mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt sollte man diese Spielzeit ganz schnell abhaken, sich erholen. Und bis zum Anpfiff der Spielzeit 2015/16 Ende Juli werden die Karten neu gemischt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Engagement eines guten Stürmers?

Vielen Dank, Hertha! – Büskens zu St. Pauli?

Es ist immer eine Frage der Perspektive. Spielt das Kleeblatt gegen den Tabellenführer Hertha BSC, dann hofft man als Fan natürlich inständig, dass die Kleeblätter als Sieger den Platz verlassen. Gestern Abend war die Situation nun eine ganz andere. Im Spitzenspiel der zweiten Liga trat die „Alte Dame“ Hertha in Bochum an und gewann mit 2:0. Gott sei Dank. Denn die Bochumer liegen auf Platz drei der Tabelle, die Spielvereinigung nur knapp dahinter. Und da wäre jeder Punkt, den die Bochumer machen, ein weiterer Schritt weg vom Fürther Aufstieg in die Bundesliga. Der Tabellenführer setzte sich bei dem zuvor 15 Spiele lang unbesiegten Klub aus dem Ruhrpott durch – und bescherte so den Kleeblättern einen tollen Abend. Vier Punkte ist der aktuelle Abstand zwischen Bochum und der SpVgg. Und für die Berliner Elf ist es ein großer Schritt in Richtung Bundesliga, denn sie hat jetzt bereits sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Fünf Partien vor Saisonende müssen die Kleeblätter in den nächsten Wochen noch mal alles an Können und Motivation auffahren, was sie so in petto haben. Das beginnt mit dem Spiel am 17. April gegen Paderborn im Fürther Ronhof, weitere Heimspiele sind gegen Bielefeld und Düsseldorf zu bestreiten. Und auswärts hat es das Kleeblatt am Ostersamstag mit 1860 München und am 8. Mai mit Rot-Weiß Oberhausen zu tun. All diese Mannschaften bewegen sich derzeit in der zweiten Tabellenhälfte und sind – aus meiner Sicht – keine unüberwindbaren Gegner. Aber wie sagt der Franzose so treffend: „On verra“.

Seit Stunden kursieren neue Gerüchte in der deutschen Fußball-Szene. Trainer Holger Stanislawski soll den FC St. Pauli verlassen und nach Hoffenheim gehen. Und Bild.de meldet jetzt:  „Fürths Mike Büskens wird sein Nachfolger. So soll, so könnte es aussehen. Büskens: „Ich werde mich zu Gerüchten nicht äußern. Vor drei Wochen war ich bei Schalke, jetzt ist es St. Pauli. Ich habe mit meiner Familie alles besprochen, bin mit ihr im Klaren.“ On verra!

 

 

So schlecht standen wir lange nicht da!

büskensNein, das war nicht der von Trainer Mike Büskens erhoffte Abschluss der Saison. Fürth hat sich zwar gut geschlagen im Wildparkstadion beim KSC, aber wieder kamen die Kleeblätter nicht über ein Unentschieden hinaus: 1:1 hieß es diesmal am Ende durch einen Treffer von Nöthe in der 36. Minute. Das bedeutet Tabellenplatz 11 und damit das schlechteste Abschneiden der Kleeblätter seit ihrem Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga im Jahr 1997. Bislang hatten sie es immer auf einen einstelligen Tabellenplatz geschafft, der fünfte Platz war ihnen dabei besonders oft vergönnt.

Gut, bedenkt man, wie schlecht die Mannschaft im Winter dastand, bevor mit Mike Büskens ein junger, ehrgeiziger Trainer nach Fürth kam, kann man mit dem Saisonende noch zufrieden sein. Aber von der Form und den tollen Leistungen der jüngeren Vergangenheit sind unsere Jungs noch meilenweit entfernt. Vereinspräsident Helmut Hack dürfte „not amused“ sein.

Wir Greuther-Weiber hatten uns mehr erträumt, das muss hier mal gesagt werden. Zumindest hätten wir den Verein gerne wieder bei einem so spannenden Endkampf wie in den vorigen Jahren begleitet, als man immer um den Aufstieg in die erste Liga mitzittern durfte – selbst wenn es letztlich dann doch nie geklappt hat. Aber diesmal plätscherte es  in den letzten Wochen eher ruhig – und auch langweilig – dahin.

So geht man irgendwie unzufrieden in die bundesligalose Zeit. Ein wenig spannend wird es noch in Sachen 1. FC Nürnberg: Dürfen/müssen wir Fürther in der nächsten Saison in einer Liga mit dem Club konkurrieren und können uns auf Heimderbys freuen? Angesichts dessen, wie sich manche Club-Fans in Fürth aufführen, wenn sie – wie sie es nennen – in die „westliche Vorstadt“ einfallen, würden wir lieber darauf verzichten.

Bleibt am Ende nur noch der Hinweis auf das Fan-Fest am Dienstag um 17.30 Uhr im Ronhof. Zu feiern gibt es allerdings aus unserer Sicht nicht viel.

Darf oder kann Fürth nicht aufsteigen?

Nein, das ist keine Saison, wie ich sie mir als Greuther-Weib gewünscht habe. Sonst stand es in den vergangenen Jahren zu dieser Zeit ganz anders um unser Kleeblatt: In den letzten Spielen ging es jeweils um die Wurst, also um den Aufstieg in die erste Bundesliga. Mit Spannung habe ich – wie alle Fans – jedem Spiel entgegengefiebert. Und auch wenn ich am Ende doch wieder enttäuscht wurde und die Fürther zweitklassig blieben – man durfte doch immer davon träumen, wie schön es wäre, wenn…

20100404 BüskensGanz anders in diesem Jahr: Aufstieg unerreichbar, rien ne va plus. Im Prinzip ist es egal, ob die SpVgg die nächsten Spiele gewinnt oder nicht. Da kann Mike Büskens noch so hart mit den Jungs ins Gericht gehen und sie beim Training durchs Gelände hetzen, wenn sie mal keinen echten Einsatz gezeigt haben – das ist im Grunde alles nur Kosmetik. Klar soll die Elf einen respaktablen Tabellenplatz halten, aber ob sie jetzt Sechster oder Zwölfter wird – wen juckt das wirklich?

Für mich ist die Luft raus aus dieser Saison. (Und deshalb darf man als Greuther-Weib zu Ostern durchaus auch mal was anderes vorhaben, als die Kleeblätter nach Augsburg zu begleiten – das nur kurz auf den Kommentar von „Kräuter-Schneider“). Schade, dass alles so verquer gelaufen ist in den letzten Monaten. Aber vielleicht war es ja auch Taktik? Sonst wurde ja immer gemunkelt, die Fürther dürften nicht aufsteigen und müssten deshalb die entscheidenden Partien zum Saisonende vergeigen. Hat man diesmal schon vorher das Tempo rausgenommen, um gar nicht erst Gefahr zu laufen, wieder in die prekäre Situation zu kommen, dass es mit dem Oberhaus doch noch klappen könnte?
Und wisst Ihr was? Ich bin nicht die einzige, die diesen Verdacht hegt!