Ein tolles Spiel – und doch verloren!

SpVgg Greuther Fürth - SC FreiburgEin sehr gutes, spannendes Spiel war das heute. Das Kleeblatt hat sich gegen den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg mit 2:3 geschlagen geben müssen. Aber die Mannschaft hat demonstriert, dass von ihr in nächster Zeit viel zu erwarten ist. Es hätte auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können. Torchancen gab es genug. Auf beiden Seiten. Und: Das Kleeblatt hat dem 1. FC Nürnberg erst mal die Suppe versalzen. Der Sieg von Freiburg hat dem Club zunächst den zweiten Tabellenplatz verwehrt.

Schockierend war das erste Tor des SC Freiburg nach – sage und schreibe – 101 Sekunden. Völlig unvermittelt traf Florian Niederlechner ins (weiß-grüne) Tor von Sebastian Mielitz. Es war ohnehin Ruhe im Ronhof, denn im Fanblock verzichteten die Fans während der ersten zehn Spielminuten auf Anfeuerungsaktionen und Gesänge. (Man wollte so gegen die unterschiedlichen Anstoßzeiten der Ligaspiele protestieren). Natürlich versuchten die Breisgauer, ihren Vorsprung zu halten, Protagonist Vincenzo Grifo probierte ein ums andere Mal, den Kleeblättern einen zweiten Treffer einzuschenken. Aber der SC machte die Rechnung ohne Sebastian Freis, der in der 24. Minute den Ronhof jubeln ließ: Ausgerechnet er, der Ex-Freiburger, ergatterte den Ball, zog ins Zentrum, ließ erst Höhn, dann Kempf stehen – und schoss flach in den Kasten des Freiburger Keepers Alexander Schwolow.
Das war Motivation pur für die Kleeblätter, die heute stark spielten. Mutig waren sie, gute Kombinationen gelangen ihnen – und sie witterten, dass sie heute gegen den vermeintlichen Favoriten SC Freiburg für eine Überraschung gut waren.

Nach der Halbzeitpause befürchtete man das obligatorische schnelle Gegentor – so oft hatten die Kleeblätter die Rückkehr aus der Kabine praktisch verschlafen gestartet. Heute war es anders. Robert Zulj traf nach fünf Minuten zum 2:2 (Foto). Der verdiente Ausgleich für einen hellwachen fränkischen Zweitligisten. Und der weiß-grüne Teil der fast 10 300 Zuschauer im Stadion begann zu träumen.

Bis dann doch der (von mir ) gefürchtete Grifo das 3:2 machte. Aber die SpVgg ließ sich heute nicht frustrieren und reagierte mit powervollem Spiel. Sie rannten – vom unermüdlichen Robert Zulj gepuscht – immer wieder gegen  den (vermutlichen) Wiederaufsteiger an und hatten einige supergute Möglichkeiten. Aber Veton Berisha scheiterte an Torhüter Schwolow (66. Minute) und traf unglücklich in der 71. Minute auch noch den Außenpfosten.

In der Endphase wäre noch alles möglich gewesen. Der Ausgleich durch Fürth, aber auch das 4:2 der Schwarzwälder Gäste. Aber es blieb beim 3:2 für Freiburg. Fazit: Eine ausgesprochen gute Leistung der Spielvereinigung, ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Und eine fußballerische Qualität der Fürther, die eine gute restliche Saison 2015/2016 verspricht.

Kaum verschnaufen können wir, da am kommenden Freitag, 8. April, die Spielvereinigung um 18.30 Uhr bei 1860 München antreten wird. Die Münchner sind nicht gerade unsere Lieblingsgegner. Aber nach der heutigen Leistung kann man optimistisch sein: Diese Partie gegen den Tabellensechzehnten müsste das Kleeblatt doch gewinnen!

Eine Klatsche, aber ein Ansporn fürs nächste Spiel

SC Freiburg - SpVgg Greuther FürthMuss ich, müssen Kleeblattfans im Allgemeinen, jetzt die Krise kriegen? Zum zweiten Mal in Folge hat die Spielvereinigung eine Partie hoch verloren. Bei beiden Spielen stand die „5“ auf dem Konto der Gegner, und das riecht verdammt nach einer Klatsche.

Wir haben in unserem Blog das 5:0 beim Kärwa-Eröffnungsspiel kommentiert.Und heute hat der SC Freiburg, der in der letzten Saison aus der Bundesliga abgestiegen ist, aber eigentlich Erstliga-tauglich agiert – das Kleeblatt mit 5:2 geschlagen. Das Tierorakel Daisy hatte optimistisch den Fürther Sieg vorhergesagt, aber auch Tiere können (mal) irren. Und das Spiel fing eigentlich auch vielversprechend an für die SpVgg. Sebastian Freis, der vom SC Freiburg kommt, und Jurgen Gjasula, der früher dort für die 2. Mannschaft auflief, hatten sich einiges vorgenommen. Wobei Gjasula in den ersten 30 Minuten keinerlei Präsenz zeigte. Dafür ging vom Freiburger Vincente Grifo höchste Gefahr aus. Immer wieder stürmte er mit schnellen und raffinierten Paraden aufs Tor von Sebastian Mielitz. Ich wunderte mich schon, dass er in der ersten Halbzeit nicht reintraf. Das gelang dafür in der Nachspielzeit Immanuel Höhn.

Pause – Atemholen und eine Strategie entwickeln. Das nahmen sie sich wohl vor, die Kleeblätter unter der trainerischen Führung von Stefan Ruthenbeck. Pustekuchen. Zwischen der 55. und der 61. Minute fielen Freiburger Tore quasi im Minutentakt: Philipp, Grifo, Grifo. Auf unserem Foto greift der Fürther Keeper Sebastian Mielitz vergeblich in die Luft, um Grifos Tor zu verhindern. Da war es dann fast schon eine Erleichterung, als Freis in der 66. Minute der Anschlusstreffer gelang. Das 4:1 – ein vorläufiges Resultat, das nicht der Leistung der Kleeblätter entsprach.

Doch es kam noch schlimmer: Nils Petersen machte das fünfte Breisgauer Tor. Aber – und das muss man der Spielvereinigung immer wieder hoch anrechnen: Die reagierte nicht mit Fouls und Angriffen unter der Gürtellinie, sondern versuchten mit ruhigem Spiel das Ergebnis kosmetisch aufzuhübschen. Und Veton Berisha belohnte dann die Mühe seiner Teamkollegen: Er übernahm eine Flanke von Niko Gießelmann und traf kurz vor dem Abpfiff zum 2:5 ins gegnerische Tor .

Fazit: Zum zweiten Mal sahen wir heute eine hohe Niederlage der Spielvereinigung. Sie liegt aktuell auf dem achten Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga. Der SC Freiburg ist vor dem VfL Bochum und RB Leipzig Tabellenführer. Die Breisgauer Fans träumen garantiert schon vom Wiederaufstieg in die Erste Liga. Das Kleeblatt empfängt am nächsten Freitag, 23.Oktober, den ungeliebten Gegner 1860 München zu Hause im Stadion am Laubenweg. Da geht der Spaß dann weiter.

Kein Heimsieg – Negativrekord des Kleeblatts!

Wie sehr haben die Kleeblattfans für heute einen Heimsieg im Ronhof herbeigesehnt: Das Spiel gegen den SC Freiburg war die letzte Chance für die Fürther, einen historischen Negativrekord zu vermeiden. Noch nie blieb bisher ein Bundesligist zu Hause eine ganze Saison lang sieglos. Doch die Fans wurden enttäuscht: Am Ende ist dem Kleeblatt genau das passiert.
Dabei fing die Partie super an. Nach drei Minuten traf Matthias Zimmermann (Foto) nach einer Vorlage von Edgar Prib das Freiburger Tor und katapultierte den Fürther Teil der 16 735 Stadionbesucher in den siebten Himmel. Der Vorsprung war bis über die Pause zu retten, es gab immer wieder gute Chancen für die Spielvereinigung, die sie aber nicht verwandeln konnte. Bei den Angriffen von Freiburg war Wolfgang Hesl der ruhende Pol und holte mehrere Male die Kohlen aus dem Feuer.

Nach der Pause kamen dann die Gäste immer besser ins Spiel. In der 49. Minute gab es eine umstrittene Entscheidung zugunsten des Kleeblatts: Ein Freiburger Eckball segelte vor das Tor von Wolle Hesl. Ginter köpfte in Richtung lange Ecke, der Ball sprang vom Pfosten zum Keeper, der ihn aus der Luft rausbaggerte. Schiedsrichter Siebert ließ weiterspielen und gab den Treffer nicht. Da hatten die Kleeblätter mehr Glück als Verstand. Doch in Minute 69 fiel dann doch das Ausgleichstor durch Jonathan Schmid. Erst mal kein Grund für die SpVgg, gefrustet zu sein, aber als nur neun Minuten später Kruse das 2:1 erzielte, spürte man, dass beim Kleeblatt der Optimismus den Bach runterging.
Kurz vor Schluss – nach dem Einwechseln von Nöthe und Park (Trainer Frank Kramer setzte jetzt auf noch mehr Offensive) – war zumindest der Ausgleich noch zum Greifen nahe: Nach einer hohen Flanke holte Torschütze Schmid Felix Klaus von den Beinen, und der Referée entschied auf Elfmeter. Nikola Djurdjic legte sich den Ball für den möglichen 2:2-Ausgleich zurecht. Aber Keeper Baumann wehrte erfolgreich ab. Damit rückte Freiburg der Europapokalteilnahme näher. Das Spiel endete 2:1 für die Breisgauer.
Die SpVgg spielte in der Trolli-Arena zehnmal torlos und holte gerade einmal vier Punkte aus 16 Spielen. Selbst Tasmania 1900 Berlin gelang 1965/66 mit umgerechnet neun Heimpunkten eine bessere Bilanz. Nächsten Samstag muss das Kleeblatt am letzten Spieltag zum FC Augsburg. Und für den Konkurrenten aus Bayern geht es ja immer noch um den Klassenerhalt …

War es das schon fürs Kleeblatt?

Dasselbe traurige Spiel wie jede Woche: Das Kleeblatt beginnt ein Spiel hoffnungsvoll und engagiert, kassiert dann innerhalb weniger Minuten – heute waren es genau 15 – das erste Gegentor. Und dann hechelt man für den Rest des Spiels dem Vorsprung des Gegners hinterher, ohne ihn aufholen zu können.
Gestern musste man noch bangen, ob die Partie in Freiburg gegen die Spielvereinigung würde stattfinden können. Man hatte einen halben Meter Schnee vorhergesagt. Aber das war dann doch kein Problem.
Das Team aus dem Breisgau war ja vor Jahren mal der Überflieger in der ersten Bundesliga und hielt sich lange Zeit super. Aber inzwischen haben die Freiburger auch immer wieder mit primär finanziellen und als Konsequenz auch sportlichen Problemen zu kämpfen. Sie belegen aktuell einen ganz guten Platz im Mittelfeld der Tabelle.
Also ein Gegner, vor dem das Kleeblatt nicht allzu sehr zu zittern hatte. Dachte man. Das Tor von Daniel Caligiuri (dem Bruder von Marco, der bis 2010 drei Jahre beim Kleeblatt war) nach einer Viertelstunde war dann frustrierend für die angereisten Fans der SpVgg.
Und so blieb die Stimmung bis zum Schluss. Die Fürther Mannschaft rappelte sich ab, aber sogar eine Superchance knapp zehn Minuten vor Abpfiff konnte von Christopher Nöthe nicht verwandelt werden. Der Ball ging an den Pfosten und das Kleeblatt – wieder einmal – leer aus. Enttäuschung auf ganzer Linie – so wie bei Baba nach dem Schlusspfiff.
Also: Ich bin auch bald mit meinem Latein am Ende. Am Samstag, 15. Dezember, tritt die SpVgg zu Hause im Ronhof gegen den FC Augsburg an: Die letzte Chance vor Weihnachten, die Rote Laterne in der Bundesliga an die Schwaben abzugeben. 8 Punkte an 16 Spieltagen, das ist einfach dürftig. Ich bin es allmählich schon leid wieder einmal zu sagen: Hoffen wir das Beste fürs letzte Spiel vor der Winterpause!