Glück für Fürth, Pech für Paderborn

SC Paderborn - SpVgg Greuther FürthWir Greuther-Weiber  wollten eigentlich nach unserem 777. Blogbeitrag von gestern heute mit dem Kleeblatt einen Sieg feiern. Sah ja auch nicht so schlecht aus dafür bei einem Gegner wie den SC Paderborn, der zuletzt eine wahre Achterbahnfahrt der Befindlichkeiten hinter sich bringen musste. Manche munkelten, die Mannschaft könne nun endlich – befreit von Stefan Effenberg – wieder aufatmen und entsprechend aufspielen. Und sie sollten recht behalten. Denn der neue Trainer René Müller holte aus seinen Jungs raus, was rauszuholen war. Sie gaben alles, waren selbstbewusst und hochmotiviert von der ersten bis zur letzten Spielminute, auch wenn ihnen gegen Ende die Kraft ausging. Da war es auch kein Wunder, dass sie bereits in der 19. Minute durch einen Treffer des Dänen Nicklas Helenius in Führung gingen. Eine ganze Reihe von Chancen für die Ostwestfalen sollten folgen, von denen sie allerdings keine einzige mehr umsetzen konnten.

Ganz anders unser Kleeblatt. Verschlafen, abwartend, überrascht von der offenbar so überhaupt nicht erwarteten Präsenz der Hausherren in der Benteler-Arena hatten die Fürther in der ersten Spielhälfte kaum etwas vom Spiel. Erst nach ungefähr einer halben Stunde, als der SC Paderborn ein klein wenig in seiner Leistung nachließ, fand man ab und zu eine Lücke. Doch nichts ging über die Flügel, und schon gar nichts wirklich Gefährliches aufs gegnerische Tor.

Nach dem Seitenwechsel, als wir Fans hofften, dass eine sicherlich strenge Gardinenpredigt von Trainer Stefan Ruthenbeck unsere Elf wachgerüttelt haben müsste – nichts! Die 7800 Zuschauer (davon rund 200 Fans aus Fürth) mussten weiter eine Partie anschauen, bei der man sich zunächst fragte, ob die Fürther überhaupt schon aus den Katakomben zurückgekehrt waren. Paderborn wie im ersten Durchgang bissig und mit dem unbändigen Willen, endlich aus der Abstiegszone heraus und nach weiter oben in der Tabelle zu kommen. Die Ostwestfalen blieben Herr im eigenen Stadion. Kaum wiederzuerkennen, diese Mannschaft, wenn man sie mit den letzten Wochen vergleicht! Respekt, muss man da sagen, Hut ab!

Dass die Partie am Ende doch noch unentschieden mit 1:1 ausging, war einem Treffer von Ante Vukusic (links auf dem Foto) zu verdanken (83. Minute), der für Johannes Wurtz ins Spiel gekommen war. Ein glücklicher Treffer, aber Glück muss man schließlich auch mal haben, das gehört zum Fußball eben dazu. Trainer Ruthenbeck hatte außerdem Veton Berisha für Maurice Hirsch gebracht und Roberto Rodriguez für Zlatko Tripic. Doch der vermeintliche Joker Berisha blieb in seinen Aktionen zu ungenau, schoss die Bälle entweder zu weit oder zu flach – aber jedenfalls nicht in den Paderborner Kasten. In der letzten Phase war Paderborn mit seinen Kräften sichtlich am Ende und konnte dem Kleeblatt nichts mehr entgegensetzen, das die beeindruckende läuferische Leistung in diesem Spiel eindeutig besser wegsteckte. Durch das fulminante 4:0 von Union Berlin gegen den FSV Frankfurt bedingt, belegen die Fürther vorläufig Platz neun in der Tabelle der Zweiten Liga, während Paderborn, das den Sieg heute immer wieder schon fast in der Hand hatte, nicht aus der Abstiegszone herauskam. Schade eigentlich, der Mannschaft – wenn sie sich weiter so zeigt wie ausgerechnet heute gegen das Kleeblatt – ist auf jeden Fall der Verbleib in Liga zwei zu wünschen!

3:0 – Jetzt schlagen die Kleeblattherzen höher!

Es macht wieder Spaß, der Spielvereinigung zuzusehen. Heute gewann das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck souverän zu Hause im Ronhof gegen den SC Paderborn. Mit 3:0! Das war eine  fabelhafte Gesamtleistung, da war Passgenauigkeit genauso angesagt wie taktisch raffiniertes Spiel. Das Kleeblatt macht nach dem dritten Sieg in Folge den Eindruck, als ob es wieder zu einer Form gefunden hat, die man jahrelang vermisste.
Es gelang heute dem nach dem Abstieg völlig ausgebluteten SC Paderborn also nicht, beim neunten Spiel im Ronhof endlich einen Sieg hinzulegen. Dabei hatten die Gäste sogar durchaus gute Chancen. Aber der Fürther Keeper Sebastian Mielitz wird von Mal zu Mal zu einem richtig sicheren Torwart mit glänzenden Paraden. Ihm ist es primär zu verdanken, dass die gegnerische Mannschaft einfach keinen Stich machen konnte.

Tor Nummer 1:
Sebastian Freis entwickelt sich zum herausragenden Akteur bei den Kleeblättern. Er ist schnell, exakt und traut sich, aus aussichtsreichen Situationen auch wirklich etwas zu machen.SpVgg Greuther Fürth - SC PaderbornTor Nummer 2:
Tom Weilandt, der in der ersten Halbzeit fast zur tragischen Figur zu werden drohte, traf mit einem Traumtor zum 2:0 in der 59. Minute.

SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Tor Nummer 3:
Und Jurgen Gjasula, dem beim letzten Spiel gegen Union Berlin beide Treffer gelangen, machte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack zu.SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Die Stimmung bei den knapp 8500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg war dann natürlich überschwänglich. Leider schafften es aufgrund der schlechten Anstoßzeit (17.30 Uhr) nicht mehr Fans, in den Ronhof zu kommen. Das wird sich am kommenden Montag, 28. September, vielleicht ändern. Zwar nicht im Stadion, aber vor dem Fernseher. Denn da tritt die Spielvereinigung um 20.15 Uhr auswärts gegen Eintracht Braunschweig an. Mit anderen Worten: Da trifft der Viertplatzierte der Zweiten Liga gegen den (punktgleichen) Tabellenfünften. Das verspricht eine spannende Begegnung zu werden!

Kleeblattfans haben am Sonntag volles Programm

Am nächsten Sonntag ist nicht nur Muttertag. Nein, er wird für Kleeblattfans und viele Fürther Bürger ein besonders wichtiger Tag. Schon am Morgen um 10 Uhr hat man die Möglichkeit, sich in der St. Michael-Kirche zu treffen, um bei einem „Saisonabschluss-Gottesdienst“ den Tag gemeinsam zu beginnen. Der Titel lautet „Nicht mit Händen gemacht“, an der Orgel spielt Ingeborg Schilffarth. Bereits nach dem Aufstieg der SpVgg im Jahr 2012 hatten sich zahlreiche Kleeblatt-Anhänger in der ältesten Kirche der Stadt versammelt, um auf besinnliche Art und Weise die vergangene Spielzeit Revue passieren zu lassen. Fürths evangelischer Dekan Jörg Sichelstiel, selbst eingefleischter Kleeblattfan, wird die Predigt halten. Bei der weiteren Gestaltung des Gottesdienstes wirken die „Burning Bushes“ (Band der evangelischen Jugend Fürth) sowie der Kids Klub der Spielvereinigung mit. Außerdem tragen die Ronhof Racker mit einer kleinen musikalischen Einlage zum Gelingen des Vormittags bei. Eingeladen sind alle, die es mit dem Kleeblatt halten – egal, welcher Konfession und welchen Glaubens sie sind. Diese Bitte um den Beistand Gottes für den Wiederaufstieg erinnert mich dort sehr an Don Camillo (mit Peppone eine Hauptfigur mehrerer Romane von Giovannino Guareschi), der in bestimmten Situationen auch immer um die tatkräftige Hilfe Gottes gebeten hat.

Danach gehen Fans der Spielvereinigung ab 12 Uhr vom Fürther Rathaus aus gemeinsam zum Ronhof, um ab 15.30 Uhr das Herzschlagfinale gegen den SV Sandhausen anzusehen – das entscheidende letzte Spiel dieser Saison. Es gibt nur noch einige wenige Plätze in der Trolli Arena. Die Partie wird also auf jeden Fall vor vollem Haus stattfinden. Sollte die SpVgg das Spiel gewinnen, der SC Paderborn zeitgleich gegen den VfR Aalen verlieren oder unentschieden spielen, dann wäre das Kleeblatt aufgrund des besseren Torverhältnisses aller Voraussicht nach in der Saison 2014/15 wieder erstklassig. Im „worst case“ muss die SpVgg allerdings in die Relegation am 15. und 18. Mai – gegen welche Mannschaft auch immer.
Ist das Kleeblatt am Sonntag um 17.15 Uhr nach dem 1. FC Köln der zweite Bundesligaaufsteiger, wird in der Fürther Altstadt danach bestimmt gefeiert, was das Zeug hält. Ihr seht: Am 11. Mai 2014 tut sich einiges! Wer das Kleeblatt unterstützen will, der sollte sich das „Gesamtprogramm“ nicht entgehen lassen.

Fürs Kleeblatt ist noch alles drin!

Fußballspiele am Ostersonntag – das ist kein idealer Termin. Trotzdem ließen es sich 1500 Kleeblattfans heute nicht nehmen, den 400 Kilometer weiten Weg nach Paderborn anzutreten, um dort das extrem wichtige Spiel zwischen der Spielvereinigung und ihrem schärfsten Konkurrenten in Sachen Aufstieg – dem SC Paderborn – mitzuerleben.

Dass es heute in der Benteler-Arena um extrem viel gehen würde, war beiden Mannschaften klar, und das ließ die Atmosphäre auf dem Spielfeld auch besonders knistern. Von Anfang an ging es heute um alles oder nichts. Das erste Tor schossen dann prompt die Paderborner in der 36. Minute. Und erst eine Viertelstunde nach der Halbzeitpause konnte Ilir Azemi den Ausgleich erzielen. Doch noch einmal lagen die fränkischen Gäste zurück, als Marc Vucinovic in der 75. Minute das 2:1 erzielte. Nervenkitzel pur für alle Kleeblattfans im Stadion und an den TV-Geräten. Aber Ilir Azemi, der sich inzwischen zum wichtigsten Torschützen der SpVgg entwickelt hat, gelang in der Nachspielzeit der späte, aber glückliche Ausgleich mit einem Kopfballtor.
Ein hochdramatisches Spiel mit einem für beide Teams akzeptablen Endergebnis: 2:2. So hat die SpVgg ihren zweiten Tabellenplatz verteidigt, nach wie vor ist ihr jedoch der SC Paderborn hart auf den Fersen. Noch drei Spieltage müssen die Fürther absolvieren, um den ersehnten direkten Aufstiegsplatz zu schaffen. Schon am Freitag kommt 1860 München in die Trolli Arena, dann erwartet am 4. Mai Energie Cottbus die SpVgg, zuletzt begrüsst das Kleeblatt dann am 11. Mai den SV Sandhausen hier im Ronhof. Im Moment hat Fürth 54 Punkte, aber auch der 1. FC Kaiserslautern ist mit nur vier Zählern weniger nicht wirklich abgeschlagen.

Insgesamt bleibt es offensichtlich bis Saisonende spannend. Die Partie gegen die Münchner Löwen am Freitag, 25. April, um 18.30 Uhr wird vermutlich super besucht sein. Eine weitere Chance fürs Kleeblatt, den Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt zu machen.

2:1 gegen Aue – Der Wiederaufstieg rückt näher!

Ich bringe es gleich auf den Punkt: Die Spielvereinigung hat den direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga zurückerobert. Der schien nach dem gestrigen 2:1-Sieg des SC Paderborn beim FC Ingolstadt für einige Stunden in Gefahr. Aber durch die beiden Tore von Daniel Brosinski und Ilir Azemi dürfen die Fürther Fans wieder träumen.

Noch vier Spiele stehen auf dem Programm des Kleeblatts. Und obwohl der heutige Gegner – Erzgebirge Aue – ein vermeintlich schlagbarer war, muss man doch immer wieder zittern, wie sich ein Spiel (oft unvorhersehbar) entwickelt. Ich habe z.B. am letzten Montag vor der Begegnung mit dem FC Ingolstadt fest mit einem Sieg gerechnet – und es kam doch nur ein Punkt heraus. Der allerdings könnte am Ende dieser Saison ein entscheidender sein.

Heute begann es vor ca. 12 300 Zuschauern in der Trolli Arena aus Fürther Sicht eher verhalten, und auch die Gäste aus Aue zeigten nicht viele erfolgreiche Aktionen. Bis in der 17. Minute Filip Luksik einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld ins linke Eck des Fürther Tors traf – Keeper Wolfgang Hesl hechtete vergebens. Ab diesem Moment hatten die Kleeblätter offenbar „Hallo Wach“-Tropfen genommen. Die Partie wurde druckvoller, und so gelang Daniel Brosinski sieben Minuten vor der Pause mit einer Einzelaktion der verdiente Ausgleich.
Und wieder einmal war es Ilir Azemi, der später den wichtigen zweiten Treffer schoss: Nach einem weiten Pass aus der eigenen Hälfte setzte er sich gegen Gonzales durch, ließ mit einer Körpertäuschung auch den Gastkeeper Martin Männel stehen und katapultierte den Ball glücklich aus kürzester Distanz über die Linie (58. Minute). Dieses Ergebnis hielt die SpVgg bis zum Abpfiff. Aufatmen bei den Kleeblattfans und Trainer Frank Kramer, der vor Freude bei Spielende jubelte (Foto).
Wie gesagt: Noch vier Spiele, das nächste Auswärtsspiel am Ostersonntag gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten, den SC Paderborn. Diese Partei muss unbedingt gewonnen werden, um die Chance des Wiederaufstiegs nicht zu verpassen. Denn es wäre doch ein echter Feiertag, wenn ganz Fürth am 11. Mai um 17.15 Uhr mit der Spielvereinigung die Rückkehr in der Erste Liga feiern könnte! Im Ronhof, der Gustavstraße – oder wo auch immer!

Vielleicht ein wichtiger Punkt bei Saisonende?

Was vom Abend übrig bleibt? Die Beruhigung, dass der erspielte Punkt immerhin ein Zähler vor dem direkten Verfolger SC Paderborn ist. Und die Erkenntnis, dass die Spielvereinigung einfach keine konstante sportliche Leistung bringt. Obwohl sehr gute Ansätze da wären.

Aber man soll nicht allzu sehr schwarzmalen. Das Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt im Audi-Sportpark begann mit wunderbaren Paraden und Torchancen – aus Kleeblatt-Sicht leider für die falsche Mannschaft. Vier Torschüsse in zwölf Minuten. Da konnte die SpVgg von Glück reden, dass Keeper Wolfgang Hesl ausgezeichnet gehalten hat. Das oberbayerische Team von Trainer Ralph Hasenhüttel – der ja selbst mal zwei Jahre in Fürth gespielt hat – agierte dynamisch und angriffslustig. Das hatte zur Folge, dass die Kleeblätter kaum mal einen Spielzug konsequent aufbauen oder durchziehen konnten. Die Ingolstädter zerstörten Fürther Aktionen im Keim, umgekehrt war ihre Defensive gut und für die SpVgg nicht zu knacken.

Nur gut 7200 Zuschauer im Stadion sorgten trotz allem für eine tolle Stimmung. Schätzungsweise 2000 Kleeblattfans waren aus Fürth angereist, um in der Schlussphase dann noch Spannendes zu sehen: Niko Gießelmann flankte von links vor das Ingolstädter Tor, wo Roger Thomas Pledl von hinten umräumte. Schiedsrichter Harm Osmers entschied zu Recht auf Elfmeter. Nikola Djurdjic übernahm die Verantwortung, schoss den Elfer aber schwach und fast schon passgenau auf Torwart Ramazan Özcan. Der hielt den Ball (Foto), Djurdjic schoss nach, scheiterte aber erneut am Keeper. Dann setzte Azemi einen drauf, doch zum dritten Mal kam Özcan ran und Engel rettete letztlich auf der Linie (78.). Ärgerlich für Kleeblatt-Trainer Frank Kramer, der – wie immer – dem Elfmeterschuss den Rücken zugekehrt hatte.
Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal der FC Ingolstadt: Eine Flanke wehrte Mavraj zu kurz per Kopf ab. Von der Strafraumgrenze war Caiuby zur Stelle, zielte aber haarscharf neben den Pfosten (90.+1). Also blieb es bei der torlosen Punkteteilung. Was den FC Ingolstadt nicht juckt – er liegt sicher im Tabellen-Mittelfeld. Im Gegensatz dazu hätte den Kleeblättern heute ein Sieg gut zu Gesicht gestanden. Wie kommentierte ein Kleeblattfan so treffend:

„Da haben heute natürlich auch die Nerven mitgespielt …und ja, für die erste Liga ist diese Mannschaft zu schwach,… aber kein Zweitligaclub hat dieses Jahr eine konkurrenzfähige Mannschaft, die auch nur annähernd in der BuLi bestehen könnte.“

Am nächsten Freitag, 11. April, hat der FC Ingolstadt den härtesten Aufstiegs-Konkurrenten der SpVgg – den SC Paderborn  – zu Gast. Und die SpVgg empfängt am Samstag um 13 Uhr zu Hause die Mannschaft von Erzgebirge Aue.

Visionen einer Kleeblattanhängerin

Es geht allmählich in die Endphase dieser Fußballsaison. Die Spielvereinigung steht nach wie vor auf dem zweiten Tabellenplatz – punktgleich (49 Punkte) mit dem SC Paderborn. In den letzten sechs Spielen gibt es noch einige pikante, allerdings nicht unbezwingbare Gegner. Den Anfang macht morgen, 7. April, ab 20.15 Uhr der SC Ingolstadt, dann z.B. noch die 1860er und der SV Sandhausen. Und am Ostersonntag, 20. April, um 13.30 Uhr findet das wichtige, vielleicht alles entscheidende Auswärtsspiel in der Benteler-Arena gegen den SC Paderborn statt.

Weniger gute Chancen, in der Bundesliga zu bleiben, haben unsere „Freunde“ aus Nürnberg. Der Club hat gestern zu Hause die Partie gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:2 verloren und verharrt auf dem 17. Platz. Und heute hat der Tabellenletzte – Eintracht Braunschweig – das Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 überraschend mit 3:0 gewonnen. Nur jeweils einen Punkt entfernt ist Braunschweig noch vom Tabellenvorletzten aus Nürnberg und einen weiteren Punkt vom 15. oder 16. Platz. Pech für den 1. FCN, dass er bei den letzten Spielen in der Saison 2013/14 noch Gegner hat, gegen die Siege ernsthaft fast nicht möglich sind. Dazu gehören u.a. Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg, Mainz 05 und Schalke 04.

Heute war ich bei einem Damenfußballspiel in Baiersdorf und habe mich am Rande der Partie mit einer Zuschauerin unterhalten. Sie hofft auf einen sicheren Wiederaufstieg des Kleeblatts. Oder – von der Spannung her – auf das Relegationsspiel zwischen der Spielvereinigung und dem Club. „Und das gewinnen die Kleeblätter natürlich haushoch. Die Nürnberger fegen wir vom Platz, so schnell schauen die gar nicht“, meint sie. Auf meinen Einwand hin, dass bei diesen hochbrisanten Begegnungen oft Auseinandersetzungen zwischen Nürnberger und Fürther Fans drohen (z.B. auf dem Foto beim Frankenderby im November 2012, als die Polizei die Straßen in Fürth sperrte, damit die Fans des 1. FCN zum Stadion gehen konnten), machte der weibliche Kleeblattfan einen interessanten Vorschlag. „Die sollen im Relegationsspiel dann irgendwo im Geheimen spielen, ohne dass jemand davon weiß. So wäre das eine friedliche Partei.“ Warum eigentlich nicht? Das hätte was!

So kann es ruhig weitergehen!

Dass die Spielvereinigung heute mit 3:0 gegen den SC Paderborn gewonnen hat – Chapeau und Gratulation von den Greuther-Weibern. Wir waren schon ein wenig verzagt nach den drei Niederlagen, hatten ein gutes Gefühl beim Sieg letzte Woche. und können jetzt mit Nachdruck behaupten: Das Kleeblatt ist wieder „in der Spur“.

Beinahe genauso aufsehenerregend wie der heutige Sieg ist die Meldung, dass sich Vereinspräsident Helmut Hack in den Ruhestand verabschieden ließ. Nein, nicht beim Fürther Verein, sondern von seinem Arbeitgeber: „Umringt von vielen Wegbegleitern, einem Teil der Belegschaft sowie den beiden Firmenbossen Martin und Adolf Wedel nahm Hack im Herzen des Tee-Dorfs offiziell Abschied von der Martin Bauer Group, mit der sein rasanter Aufstieg vom 13-jährigen Lehrling zum innovativen Geschäftsführer eines weltweit tätigen Konzerns untrennbar verbunden war.“ So ist es in der „Nürnberger Zeitung“ zu lesen. Mehr hier.

Zurück zum sportlichen Aspekt des heutigen Tages: Trainer Frank Kramer ist meiner Ansicht nach auf dem richtigen Weg. Nachdem vor allem der Sturm der Mannschaft manchmal nicht effektiv genug agiert hat, ist der Coach mit der aktuellen Aufstellung gut beraten. Ognjen Mudrinski etabliert sich vorne. Und Zoltan Stieber entwickelt sich allmählich zum Joker im Team. So war Mudrinski maßgeblich am ersten Tor in der 30. Minute beteiligt, das Stieber einputten konnte. Und nur vier Minuten später kam er dann selbst zum Zuge: Niclas Füllkrug verlängert per Kopf auf Mudrinski. Der hat es nur noch mit Brückner zu tun, dreht sich um den Paderborner und schießt mit rechts. Keeper Lukas Kruse hat bei dem Flachschuss keine Chance. 2:0 für die Spielvereinigung.
So blieb es auch bis und nach der Halbzeitpause. Kurios die 74. und 75. Minute des Spiels: Vrancic foult Trinks auf Höhe der Mittellinie, Referee Patrick Ittrich schickt ihn mit einer Roten Karte vom Platz. Eine harte Entscheidung. Dann läuft Thomas Bertels auf den Schiedsrichter zu, zeigt ihm den Vogel und vergreift sich offenbar im Ton. Konsequenz: Auch er sieht Rot, und die Paderborner spielen nur noch zu neunt. Und da fackeln die Fürther nicht lange: Stieber trifft – in diesem Spiel zum zweiten Mal – ins Paderborner Tor und macht in der 83. Minute den Sack im Ronhof  zu (Foto).
Fazit: Der FC Kaiserslautern hat auch gewonnen  – 4:0 gegen den FSV Frankfurt. Aber die Spielvereinigung liegt erst mal mit 26 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und wartet jetzt ganz gelassen ab, wie sich Köln und Union Berlin in den nächsten Tagen so machen!

Das Kleeblatt auf dem Weg in den Fußball-Himmel!

Das Kleeblatt hat zur Zeit offenbar einen Lauf! Nationalspielerin Kim Kuhlig loste gestern im ZDF für die Spielvereinigung eine tolle Halbfinal-Begegnung im DFB-Pokal. Am 20. März wird das Kleeblatt in der Tolli ARENA den deutschen Meister Borussia Dortmund empfangen. Super! Und: Heute hat sich der Zugang von Gerald Asamoah als wahrer Glücksgriff fürs Team herausgestellt. Er schoss zwei Tore im Spiel gegen den SC Paderborn, das mit einem 5:1-Endstand, gleichzeitig dem 150. Sieg in der Zweitliga-Geschichte des Vereins Balsam für die Fürther Seele war.
Die Partie bei frostigen minus 12 Grad vor gut 9000 Zuschauern begann spektakulär. Nach der ersten Gelben Karte für die SpVgg trafen die Paderborner in der 5. Minute in den Kasten von Max Grün. Das machte sie erst mal glücklich, denn die SpVgg war bis zu diesem Moment ein echter Angstgegner: Das letzte Ligaspiel hatten sie gegen Fürth verloren, seitdem kein weiteres Spiel mehr. Nur im Pokal, da flogen sie mit 0:4 raus, auch wieder gegen Fürth. Aber heute sollte nur eine läppische Minute dauern, bis Asamoah sein Premierentor für das Kleeblatt landen konnte. Mike Büskens hat ihn ja vor allem als ruhigen Pol nach Fürth geholt. Und jetzt trifft der auch noch! Der Paderborner Tormann Lukas Kruse musste eine halbe Stunde später erfahren, dass Olivier Occean und Gerald Asamoah kompakte Gegner sind. Die beiden rumpelten massiv mit ihm zusammen, er ging erst mal k.o. Nach kurzer Erholungszeit dauerte es dann nur wenige Minuten, bis Asamoah sein zweites Tor schoss! (Als er in der 69. Minute vom Platz geht, brandet im Stadion tosender Applaus auf, standing ovations!)
Und auch die zweite Halbzeit startete spannend: Olivier Occean traf zum 4:1, kurz darauf Mavraj zum 5:1 – die Fürther Fans waren im siebten (Fußball-)Himmel. Man hatte den Eindruck, dass es sich im Ronhof um ein wahres Schützenfest handelte. Die Paderborner Spieler wirkten teilweise wie paralysiert, sie wurden förmlich vorgeführt.
Wenn das Kleeblatt in dem Stil weitermacht, dann ist in der Spielzeit 2011/12 alles für sie drin. Wir Greuther-Weiber sind begeistert, die Fürther Fans kommen gar nicht mehr runter. Sollte die „Unaufsteigbar-Tour“ etwa zu Ende gehen? Ein Clubfan hat mir heute verraten, dass er – sollte die Spielvereinigung das Halbfinale gewinnen – im Mai auf jeden Fall nach Berlin fährt. „80 000 Zuschauer im Stadion, Tausende Fürther Fans mittendrin. Das wäre doch ein Erlebnis, das man nie vergisst!“. Und dieses Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach (!) gewinnt das Kleeblatt dann auch noch! Warum nicht?

Reißt Euch mal zusammen, Jungs!

Jetzt geht das Gezittere schon wieder los! Ich komme gestern Abend nichtsahnend nach Hause, schalte den Fernseher ein, in den Nachrichten werden die Ergebnisse der Freitagsspiele eingeblendet, und: Der SC Paderborn hat gewonnen und liegt damit auf Tabellenplatz drei. Super, damit sind die Kleeblätter – zumindest bis Sonntag Nachmittag – auf den vierten Rang gerutscht. Für die Fürther Fans ist das eine altbekannte Situation. Man hangelt sich von Spiel zu Spiel, hat emotionale Höhen und Tiefen. Die schönen Wochen, als die Spielvereinigung jedes Spiel gewann und souverän die Tabellenspitze innehatte, sind leider vorbei.

Hilft da eine Gardinen-, sorry: „Kabinenpredigt“ von Trainer Mike Büskens – hier in der „NZ“ zu lesen – , der versucht, rechtzeitig seinen Profispielern zu kommunizieren, worum es beim Profi-Fußball primär geht? We hope so. Unterm Strich müssen sie einen sehr guten Tabellenplatz einnehmen, um dann am Tage X, also irgendwann im Monat Mai 2012, endlich, endlich in die erste Bundesliga aufzusteigen.

Aber machen wir uns heute keine überflüssigen Sorgen. Die Kleeblätter werden sich die harschen Worte ihres Coachs zu Herzen nehmen, spielen morgen dynamsich auf und erfreuen nicht nur die Herzen aller Fans, sondern vor allem die der Greuther-Weiber. Den FSV Frankfurt zu besiegen, dazu gehört ja wohl nicht so viel. Oder etwa doch?