Kleeblattfans haben am Sonntag volles Programm

Am nächsten Sonntag ist nicht nur Muttertag. Nein, er wird für Kleeblattfans und viele Fürther Bürger ein besonders wichtiger Tag. Schon am Morgen um 10 Uhr hat man die Möglichkeit, sich in der St. Michael-Kirche zu treffen, um bei einem „Saisonabschluss-Gottesdienst“ den Tag gemeinsam zu beginnen. Der Titel lautet “Nicht mit Händen gemacht”, an der Orgel spielt Ingeborg Schilffarth. Bereits nach dem Aufstieg der SpVgg im Jahr 2012 hatten sich zahlreiche Kleeblatt-Anhänger in der ältesten Kirche der Stadt versammelt, um auf besinnliche Art und Weise die vergangene Spielzeit Revue passieren zu lassen. Fürths evangelischer Dekan Jörg Sichelstiel, selbst eingefleischter Kleeblattfan, wird die Predigt halten. Bei der weiteren Gestaltung des Gottesdienstes wirken die „Burning Bushes“ (Band der evangelischen Jugend Fürth) sowie der Kids Klub der Spielvereinigung mit. Außerdem tragen die Ronhof Racker mit einer kleinen musikalischen Einlage zum Gelingen des Vormittags bei. Eingeladen sind alle, die es mit dem Kleeblatt halten – egal, welcher Konfession und welchen Glaubens sie sind. Diese Bitte um den Beistand Gottes für den Wiederaufstieg erinnert mich dort sehr an Don Camillo (mit Peppone eine Hauptfigur mehrerer Romane von Giovannino Guareschi), der in bestimmten Situationen auch immer um die tatkräftige Hilfe Gottes gebeten hat.

Danach gehen Fans der Spielvereinigung ab 12 Uhr vom Fürther Rathaus aus gemeinsam zum Ronhof, um ab 15.30 Uhr das Herzschlagfinale gegen den SV Sandhausen anzusehen – das entscheidende letzte Spiel dieser Saison. Es gibt nur noch einige wenige Plätze in der Trolli Arena. Die Partie wird also auf jeden Fall vor vollem Haus stattfinden. Sollte die SpVgg das Spiel gewinnen, der SC Paderborn zeitgleich gegen den VfR Aalen verlieren oder unentschieden spielen, dann wäre das Kleeblatt aufgrund des besseren Torverhältnisses aller Voraussicht nach in der Saison 2014/15 wieder erstklassig. Im “worst case” muss die SpVgg allerdings in die Relegation am 15. und 18. Mai – gegen welche Mannschaft auch immer.
Ist das Kleeblatt am Sonntag um 17.15 Uhr nach dem 1. FC Köln der zweite Bundesligaaufsteiger, wird in der Fürther Altstadt danach bestimmt gefeiert, was das Zeug hält. Ihr seht: Am 11. Mai 2014 tut sich einiges! Wer das Kleeblatt unterstützen will, der sollte sich das “Gesamtprogramm” nicht entgehen lassen.

Fürs Kleeblatt ist noch alles drin!

Fußballspiele am Ostersonntag – das ist kein idealer Termin. Trotzdem ließen es sich 1500 Kleeblattfans heute nicht nehmen, den 400 Kilometer weiten Weg nach Paderborn anzutreten, um dort das extrem wichtige Spiel zwischen der Spielvereinigung und ihrem schärfsten Konkurrenten in Sachen Aufstieg – dem SC Paderborn – mitzuerleben.

Dass es heute in der Benteler-Arena um extrem viel gehen würde, war beiden Mannschaften klar, und das ließ die Atmosphäre auf dem Spielfeld auch besonders knistern. Von Anfang an ging es heute um alles oder nichts. Das erste Tor schossen dann prompt die Paderborner in der 36. Minute. Und erst eine Viertelstunde nach der Halbzeitpause konnte Ilir Azemi den Ausgleich erzielen. Doch noch einmal lagen die fränkischen Gäste zurück, als Marc Vucinovic in der 75. Minute das 2:1 erzielte. Nervenkitzel pur für alle Kleeblattfans im Stadion und an den TV-Geräten. Aber Ilir Azemi, der sich inzwischen zum wichtigsten Torschützen der SpVgg entwickelt hat, gelang in der Nachspielzeit der späte, aber glückliche Ausgleich mit einem Kopfballtor.
Ein hochdramatisches Spiel mit einem für beide Teams akzeptablen Endergebnis: 2:2. So hat die SpVgg ihren zweiten Tabellenplatz verteidigt, nach wie vor ist ihr jedoch der SC Paderborn hart auf den Fersen. Noch drei Spieltage müssen die Fürther absolvieren, um den ersehnten direkten Aufstiegsplatz zu schaffen. Schon am Freitag kommt 1860 München in die Trolli Arena, dann erwartet am 4. Mai Energie Cottbus die SpVgg, zuletzt begrüsst das Kleeblatt dann am 11. Mai den SV Sandhausen hier im Ronhof. Im Moment hat Fürth 54 Punkte, aber auch der 1. FC Kaiserslautern ist mit nur vier Zählern weniger nicht wirklich abgeschlagen.

Insgesamt bleibt es offensichtlich bis Saisonende spannend. Die Partie gegen die Münchner Löwen am Freitag, 25. April, um 18.30 Uhr wird vermutlich super besucht sein. Eine weitere Chance fürs Kleeblatt, den Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt zu machen.

2:1 gegen Aue – Der Wiederaufstieg rückt näher!

Ich bringe es gleich auf den Punkt: Die Spielvereinigung hat den direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga zurückerobert. Der schien nach dem gestrigen 2:1-Sieg des SC Paderborn beim FC Ingolstadt für einige Stunden in Gefahr. Aber durch die beiden Tore von Daniel Brosinski und Ilir Azemi dürfen die Fürther Fans wieder träumen.

Noch vier Spiele stehen auf dem Programm des Kleeblatts. Und obwohl der heutige Gegner – Erzgebirge Aue – ein vermeintlich schlagbarer war, muss man doch immer wieder zittern, wie sich ein Spiel (oft unvorhersehbar) entwickelt. Ich habe z.B. am letzten Montag vor der Begegnung mit dem FC Ingolstadt fest mit einem Sieg gerechnet – und es kam doch nur ein Punkt heraus. Der allerdings könnte am Ende dieser Saison ein entscheidender sein.

Heute begann es vor ca. 12 300 Zuschauern in der Trolli Arena aus Fürther Sicht eher verhalten, und auch die Gäste aus Aue zeigten nicht viele erfolgreiche Aktionen. Bis in der 17. Minute Filip Luksik einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld ins linke Eck des Fürther Tors traf – Keeper Wolfgang Hesl hechtete vergebens. Ab diesem Moment hatten die Kleeblätter offenbar “Hallo Wach”-Tropfen genommen. Die Partie wurde druckvoller, und so gelang Daniel Brosinski sieben Minuten vor der Pause mit einer Einzelaktion der verdiente Ausgleich.
Und wieder einmal war es Ilir Azemi, der später den wichtigen zweiten Treffer schoss: Nach einem weiten Pass aus der eigenen Hälfte setzte er sich gegen Gonzales durch, ließ mit einer Körpertäuschung auch den Gastkeeper Martin Männel stehen und katapultierte den Ball glücklich aus kürzester Distanz über die Linie (58. Minute). Dieses Ergebnis hielt die SpVgg bis zum Abpfiff. Aufatmen bei den Kleeblattfans und Trainer Frank Kramer, der vor Freude bei Spielende jubelte (Foto).
Wie gesagt: Noch vier Spiele, das nächste Auswärtsspiel am Ostersonntag gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten, den SC Paderborn. Diese Partei muss unbedingt gewonnen werden, um die Chance des Wiederaufstiegs nicht zu verpassen. Denn es wäre doch ein echter Feiertag, wenn ganz Fürth am 11. Mai um 17.15 Uhr mit der Spielvereinigung die Rückkehr in der Erste Liga feiern könnte! Im Ronhof, der Gustavstraße – oder wo auch immer!

Vielleicht ein wichtiger Punkt bei Saisonende?

Was vom Abend übrig bleibt? Die Beruhigung, dass der erspielte Punkt immerhin ein Zähler vor dem direkten Verfolger SC Paderborn ist. Und die Erkenntnis, dass die Spielvereinigung einfach keine konstante sportliche Leistung bringt. Obwohl sehr gute Ansätze da wären.

Aber man soll nicht allzu sehr schwarzmalen. Das Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt im Audi-Sportpark begann mit wunderbaren Paraden und Torchancen – aus Kleeblatt-Sicht leider für die falsche Mannschaft. Vier Torschüsse in zwölf Minuten. Da konnte die SpVgg von Glück reden, dass Keeper Wolfgang Hesl ausgezeichnet gehalten hat. Das oberbayerische Team von Trainer Ralph Hasenhüttel – der ja selbst mal zwei Jahre in Fürth gespielt hat – agierte dynamisch und angriffslustig. Das hatte zur Folge, dass die Kleeblätter kaum mal einen Spielzug konsequent aufbauen oder durchziehen konnten. Die Ingolstädter zerstörten Fürther Aktionen im Keim, umgekehrt war ihre Defensive gut und für die SpVgg nicht zu knacken.

Nur gut 7200 Zuschauer im Stadion sorgten trotz allem für eine tolle Stimmung. Schätzungsweise 2000 Kleeblattfans waren aus Fürth angereist, um in der Schlussphase dann noch Spannendes zu sehen: Niko Gießelmann flankte von links vor das Ingolstädter Tor, wo Roger Thomas Pledl von hinten umräumte. Schiedsrichter Harm Osmers entschied zu Recht auf Elfmeter. Nikola Djurdjic übernahm die Verantwortung, schoss den Elfer aber schwach und fast schon passgenau auf Torwart Ramazan Özcan. Der hielt den Ball (Foto), Djurdjic schoss nach, scheiterte aber erneut am Keeper. Dann setzte Azemi einen drauf, doch zum dritten Mal kam Özcan ran und Engel rettete letztlich auf der Linie (78.). Ärgerlich für Kleeblatt-Trainer Frank Kramer, der – wie immer – dem Elfmeterschuss den Rücken zugekehrt hatte.
Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal der FC Ingolstadt: Eine Flanke wehrte Mavraj zu kurz per Kopf ab. Von der Strafraumgrenze war Caiuby zur Stelle, zielte aber haarscharf neben den Pfosten (90.+1). Also blieb es bei der torlosen Punkteteilung. Was den FC Ingolstadt nicht juckt – er liegt sicher im Tabellen-Mittelfeld. Im Gegensatz dazu hätte den Kleeblättern heute ein Sieg gut zu Gesicht gestanden. Wie kommentierte ein Kleeblattfan so treffend:

„Da haben heute natürlich auch die Nerven mitgespielt …und ja, für die erste Liga ist diese Mannschaft zu schwach,… aber kein Zweitligaclub hat dieses Jahr eine konkurrenzfähige Mannschaft, die auch nur annähernd in der BuLi bestehen könnte.”

Am nächsten Freitag, 11. April, hat der FC Ingolstadt den härtesten Aufstiegs-Konkurrenten der SpVgg – den SC Paderborn  – zu Gast. Und die SpVgg empfängt am Samstag um 13 Uhr zu Hause die Mannschaft von Erzgebirge Aue.

Visionen einer Kleeblattanhängerin

Es geht allmählich in die Endphase dieser Fußballsaison. Die Spielvereinigung steht nach wie vor auf dem zweiten Tabellenplatz – punktgleich (49 Punkte) mit dem SC Paderborn. In den letzten sechs Spielen gibt es noch einige pikante, allerdings nicht unbezwingbare Gegner. Den Anfang macht morgen, 7. April, ab 20.15 Uhr der SC Ingolstadt, dann z.B. noch die 1860er und der SV Sandhausen. Und am Ostersonntag, 20. April, um 13.30 Uhr findet das wichtige, vielleicht alles entscheidende Auswärtsspiel in der Benteler-Arena gegen den SC Paderborn statt.

Weniger gute Chancen, in der Bundesliga zu bleiben, haben unsere “Freunde” aus Nürnberg. Der Club hat gestern zu Hause die Partie gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:2 verloren und verharrt auf dem 17. Platz. Und heute hat der Tabellenletzte – Eintracht Braunschweig – das Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 überraschend mit 3:0 gewonnen. Nur jeweils einen Punkt entfernt ist Braunschweig noch vom Tabellenvorletzten aus Nürnberg und einen weiteren Punkt vom 15. oder 16. Platz. Pech für den 1. FCN, dass er bei den letzten Spielen in der Saison 2013/14 noch Gegner hat, gegen die Siege ernsthaft fast nicht möglich sind. Dazu gehören u.a. Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg, Mainz 05 und Schalke 04.

Heute war ich bei einem Damenfußballspiel in Baiersdorf und habe mich am Rande der Partie mit einer Zuschauerin unterhalten. Sie hofft auf einen sicheren Wiederaufstieg des Kleeblatts. Oder – von der Spannung her – auf das Relegationsspiel zwischen der Spielvereinigung und dem Club. “Und das gewinnen die Kleeblätter natürlich haushoch. Die Nürnberger fegen wir vom Platz, so schnell schauen die gar nicht”, meint sie. Auf meinen Einwand hin, dass bei diesen hochbrisanten Begegnungen oft Auseinandersetzungen zwischen Nürnberger und Fürther Fans drohen (z.B. auf dem Foto beim Frankenderby im November 2012, als die Polizei die Straßen in Fürth sperrte, damit die Fans des 1. FCN zum Stadion gehen konnten), machte der weibliche Kleeblattfan einen interessanten Vorschlag. “Die sollen im Relegationsspiel dann irgendwo im Geheimen spielen, ohne dass jemand davon weiß. So wäre das eine friedliche Partei.” Warum eigentlich nicht? Das hätte was!

So kann es ruhig weitergehen!

Dass die Spielvereinigung heute mit 3:0 gegen den SC Paderborn gewonnen hat – Chapeau und Gratulation von den Greuther-Weibern. Wir waren schon ein wenig verzagt nach den drei Niederlagen, hatten ein gutes Gefühl beim Sieg letzte Woche. und können jetzt mit Nachdruck behaupten: Das Kleeblatt ist wieder “in der Spur”.

Beinahe genauso aufsehenerregend wie der heutige Sieg ist die Meldung, dass sich Vereinspräsident Helmut Hack in den Ruhestand verabschieden ließ. Nein, nicht beim Fürther Verein, sondern von seinem Arbeitgeber: “Umringt von vielen Wegbegleitern, einem Teil der Belegschaft sowie den beiden Firmenbossen Martin und Adolf Wedel nahm Hack im Herzen des Tee-Dorfs offiziell Abschied von der Martin Bauer Group, mit der sein rasanter Aufstieg vom 13-jährigen Lehrling zum innovativen Geschäftsführer eines weltweit tätigen Konzerns untrennbar verbunden war.” So ist es in der “Nürnberger Zeitung” zu lesen. Mehr hier.

Zurück zum sportlichen Aspekt des heutigen Tages: Trainer Frank Kramer ist meiner Ansicht nach auf dem richtigen Weg. Nachdem vor allem der Sturm der Mannschaft manchmal nicht effektiv genug agiert hat, ist der Coach mit der aktuellen Aufstellung gut beraten. Ognjen Mudrinski etabliert sich vorne. Und Zoltan Stieber entwickelt sich allmählich zum Joker im Team. So war Mudrinski maßgeblich am ersten Tor in der 30. Minute beteiligt, das Stieber einputten konnte. Und nur vier Minuten später kam er dann selbst zum Zuge: Niclas Füllkrug verlängert per Kopf auf Mudrinski. Der hat es nur noch mit Brückner zu tun, dreht sich um den Paderborner und schießt mit rechts. Keeper Lukas Kruse hat bei dem Flachschuss keine Chance. 2:0 für die Spielvereinigung.
So blieb es auch bis und nach der Halbzeitpause. Kurios die 74. und 75. Minute des Spiels: Vrancic foult Trinks auf Höhe der Mittellinie, Referee Patrick Ittrich schickt ihn mit einer Roten Karte vom Platz. Eine harte Entscheidung. Dann läuft Thomas Bertels auf den Schiedsrichter zu, zeigt ihm den Vogel und vergreift sich offenbar im Ton. Konsequenz: Auch er sieht Rot, und die Paderborner spielen nur noch zu neunt. Und da fackeln die Fürther nicht lange: Stieber trifft – in diesem Spiel zum zweiten Mal – ins Paderborner Tor und macht in der 83. Minute den Sack im Ronhof  zu (Foto).
Fazit: Der FC Kaiserslautern hat auch gewonnen  – 4:0 gegen den FSV Frankfurt. Aber die Spielvereinigung liegt erst mal mit 26 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und wartet jetzt ganz gelassen ab, wie sich Köln und Union Berlin in den nächsten Tagen so machen!

Das Kleeblatt auf dem Weg in den Fußball-Himmel!

Das Kleeblatt hat zur Zeit offenbar einen Lauf! Nationalspielerin Kim Kuhlig loste gestern im ZDF für die Spielvereinigung eine tolle Halbfinal-Begegnung im DFB-Pokal. Am 20. März wird das Kleeblatt in der Tolli ARENA den deutschen Meister Borussia Dortmund empfangen. Super! Und: Heute hat sich der Zugang von Gerald Asamoah als wahrer Glücksgriff fürs Team herausgestellt. Er schoss zwei Tore im Spiel gegen den SC Paderborn, das mit einem 5:1-Endstand, gleichzeitig dem 150. Sieg in der Zweitliga-Geschichte des Vereins Balsam für die Fürther Seele war.
Die Partie bei frostigen minus 12 Grad vor gut 9000 Zuschauern begann spektakulär. Nach der ersten Gelben Karte für die SpVgg trafen die Paderborner in der 5. Minute in den Kasten von Max Grün. Das machte sie erst mal glücklich, denn die SpVgg war bis zu diesem Moment ein echter Angstgegner: Das letzte Ligaspiel hatten sie gegen Fürth verloren, seitdem kein weiteres Spiel mehr. Nur im Pokal, da flogen sie mit 0:4 raus, auch wieder gegen Fürth. Aber heute sollte nur eine läppische Minute dauern, bis Asamoah sein Premierentor für das Kleeblatt landen konnte. Mike Büskens hat ihn ja vor allem als ruhigen Pol nach Fürth geholt. Und jetzt trifft der auch noch! Der Paderborner Tormann Lukas Kruse musste eine halbe Stunde später erfahren, dass Olivier Occean und Gerald Asamoah kompakte Gegner sind. Die beiden rumpelten massiv mit ihm zusammen, er ging erst mal k.o. Nach kurzer Erholungszeit dauerte es dann nur wenige Minuten, bis Asamoah sein zweites Tor schoss! (Als er in der 69. Minute vom Platz geht, brandet im Stadion tosender Applaus auf, standing ovations!)
Und auch die zweite Halbzeit startete spannend: Olivier Occean traf zum 4:1, kurz darauf Mavraj zum 5:1 – die Fürther Fans waren im siebten (Fußball-)Himmel. Man hatte den Eindruck, dass es sich im Ronhof um ein wahres Schützenfest handelte. Die Paderborner Spieler wirkten teilweise wie paralysiert, sie wurden förmlich vorgeführt.
Wenn das Kleeblatt in dem Stil weitermacht, dann ist in der Spielzeit 2011/12 alles für sie drin. Wir Greuther-Weiber sind begeistert, die Fürther Fans kommen gar nicht mehr runter. Sollte die “Unaufsteigbar-Tour” etwa zu Ende gehen? Ein Clubfan hat mir heute verraten, dass er – sollte die Spielvereinigung das Halbfinale gewinnen – im Mai auf jeden Fall nach Berlin fährt. “80 000 Zuschauer im Stadion, Tausende Fürther Fans mittendrin. Das wäre doch ein Erlebnis, das man nie vergisst!”. Und dieses Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach (!) gewinnt das Kleeblatt dann auch noch! Warum nicht?

Reißt Euch mal zusammen, Jungs!

Jetzt geht das Gezittere schon wieder los! Ich komme gestern Abend nichtsahnend nach Hause, schalte den Fernseher ein, in den Nachrichten werden die Ergebnisse der Freitagsspiele eingeblendet, und: Der SC Paderborn hat gewonnen und liegt damit auf Tabellenplatz drei. Super, damit sind die Kleeblätter – zumindest bis Sonntag Nachmittag – auf den vierten Rang gerutscht. Für die Fürther Fans ist das eine altbekannte Situation. Man hangelt sich von Spiel zu Spiel, hat emotionale Höhen und Tiefen. Die schönen Wochen, als die Spielvereinigung jedes Spiel gewann und souverän die Tabellenspitze innehatte, sind leider vorbei.

Hilft da eine Gardinen-, sorry: “Kabinenpredigt” von Trainer Mike Büskens – hier in der “NZ” zu lesen – , der versucht, rechtzeitig seinen Profispielern zu kommunizieren, worum es beim Profi-Fußball primär geht? We hope so. Unterm Strich müssen sie einen sehr guten Tabellenplatz einnehmen, um dann am Tage X, also irgendwann im Monat Mai 2012, endlich, endlich in die erste Bundesliga aufzusteigen.

Aber machen wir uns heute keine überflüssigen Sorgen. Die Kleeblätter werden sich die harschen Worte ihres Coachs zu Herzen nehmen, spielen morgen dynamsich auf und erfreuen nicht nur die Herzen aller Fans, sondern vor allem die der Greuther-Weiber. Den FSV Frankfurt zu besiegen, dazu gehört ja wohl nicht so viel. Oder etwa doch?

Kleeblätter im DFB-Pokal eine Runde weiter

Da soll noch mal einer sagen, französische Bulldoggen seien nicht intelligent. Die (offensichtliche) Fußball-Kennerin Bubka hat den Sieg der Spielvereinigung in der zweiten Runde des DFB-Pokals richtig vorhergesagt. Die Kleeblätter gewannen in der Trolli ARENA souverän mit 4:0 gegen den SC Paderborn und haben sich so ins Achtelfinale gespielt. Die Tore erzielten Milorad Pekovic, Olivier Occean, Christopher Nöthe und Tayfun Pektürk. Erwähnenswert war die Rote Karte für den Paderborner Pallionis in der 60. Minute, der Occean böse gefoult hatte. Und die prima Leistung des Fürther Keepers Max Grün. Die schwarz-weiße Bubka hat übrigens auch den Sieg von Borussia Dortmund, dem FC Augsburg, Bochum und dem HSV treffsicher erahnt.

Das Kleeblatt-Team kann nach den beiden Spielen in zweitägigem Abstand erst mal etwas relaxen. Die nächste Bundesligabegegnung findet am Montag, 31. Oktober, um 20.15 Uhr statt. Dann empfangen die Fürther im Ronhof die Mannschaft von Eintracht Braunschweig, die momentan mit zehn Punkten Rückstand auf dem sechsten Tabellenplatz steht. Und bis zu den Achtelfinalbegegnungen im DFB-Pokal dauert es fast noch acht Wochen: Am 20. und 21. Dezember wird es sich zeigen, ob die Spielvereinigung – der Gegner wird noch ausgelost – weiterkommen wird.

Fazit: Für die Fürther Fußballer und Fans sieht zur Zeit alles entspannt aus. Die Kassen des Vereins füllen sich durch die Erfolge im DFB-Pokal. Und ob das Kleeblatt als Herbstmeister Weihnachten feiern wird? Man wird sehen…

Bulldogge Budka:Kleeblatt siegt im DFB-Pokal

YouTube Preview Image

Wer mich kennt, weiß, dass es mir Katzen und insbesondere Hunde angetan haben. Vor allem jene Rassen, die bei der Verteilung ihrer Fellmenge zwei Mal “hier” gebellt haben. Deshalb ist auch ein kleiner Videoclip in Youtube ganz nach meinem Geschmack:
Die französische Bulldogge Budka sagt die Ergebnisse des zweiten Runde im DFB-Pokal voraus. Sie meint, dass z.B. der FC Augsburg, VfL Bochum, Borussia Dortmund gewinnen. Und orakelt – ab Minute 1.40 – den Sieg der Spielvereinigung in der Partie gegen den SC Paderborn.

Sicher, die Methode, mit der die Bulldogge den jeweiligen Sieger auswählt, ist wissenschaftlich nicht ganz unangreifbar. Budka hat nämlich zwei Fressnäpfe vor sich und entscheidet sich – wohl je nach hündischer Lust und Laune – für einen Napf. Das alles erinnert mich doch frappierend an die Tipps des Kraken Paul, der bei der Fußball-WM 2010 in Deutschland die jeweiligen Sieger prophezeit hat.
Egal, mir gefällt die Bulldogge. Ich wäre mit dem vorhergesagten Resultat hochzufrieden. Und hoffe, dass die Kleeblatt-Fans am Dienstag, 25. Oktober, nach dem Schlusspfiff in der Trolli ARENA um ca. 22.15 Uhr nicht wie die geprügelten Hunde nach Hause schleichen.