Knoten bei Reese endlich geplatzt?

Fabian Reese in Aktion (Foto: Sportfoto Zink)

Die Spielvereinigung hat die Länderspielpause überbrückt und ein nicht-öffentliches Testspiel gegen den Tabellenletzten der Zweiten Liga, den FC Ingolstadt, absolviert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: ein deutlicher 4:0-Erfolg.

Die größte Überraschung bei diesem eigentlich unwichtigen Spiel war Fabian Reese: Er erzielte einen lupenreinen Hattrick. Innerhalb von nur zehn Minuten (53., 57. und 62. Spielminute) traf Reese drei Mal in den Ingolstädter Kasten. Vielleicht wäre noch mehr möglich gewesen, aber für Reese wurde dann in der 65. Minute Kenny Prince Redondo eingewechselt.

Ich finde die drei Tore von Fabian Reese bemerkenswert. Der ursprünglich aus Kiel stammmende Stürmer steht ja als Leihgabe des FC Schalke 04 bei der SpVgg unter Vertrag. Im Januar 2018 wurde er zunächst bis zum Saisonende an Fürth verliehen. Er etablierte sich von Beginn an als Stammspieler. Seine erste Begegnung für die Kleeblätter absolvierte er nach der Winterpause 2018 am 19. Spieltag bei Arminia Bielefeld. Am 27. Juni 2018 wurde sein Vertrag beim FC Schalke bis zum 30. Juni 2020 verlängert, sein Leihvertrag mit Fürth um eine weitere Saison. Am 20. Oktober 2018, dem 10. Spieltag der Saison 2018/19, erzielte er beim 3:2-Auswärtssieg gegen Arminia Bielefeld nach 23 Einsätzen für Fürth sein erstes Profitor. Seitdem ist Reese zwar engagiert und kommt oftmals bis in den gegnerischen Strafraum, aber die echten Chancen konnte er bisher einfach (noch) nicht verwerten. Die Konsequenz bei ihm sind oft Enttäuschung oder wutentbrannte Reaktionen.

Deshalb freut es mich umso mehr, dass jetzt bei ihm der Knoten geplatzt sein könnte. Wenn sich Fabian Reese zukünftig zum Torjäger entwickelt, dann sieht es fürs Kleeblatt gut aus. Auf jeden Fall war der Hattrick ein gutes Omen, denn am kommenden Sonntag, 31. März, heißt der Gegner des Kleeblatts im Fürther Ronhof wie? Arminia Bielefeld!

Asamoahs aktive Fußballer-Karriere ist zu Ende

Asamoah - LesungGerald Asamoah, eine der Galionsfiguren der Kleeblatt-Aufstiegstour 2011/12 in die Bundesliga hat seine Profi-Karriere nach 18 Jahren definitiv beendet. Am Samstag vor einer Woche stand Asa zum letzten Mal als aktiver Spieler auf dem grünen Rasen, der ihm so viel bedeutet und sein Leben bestimmt hat: Beim Regionalliga-Spiel zwischen der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach II, das Asa’s Mannschaft mit 2:1 gewann.

„Es war eine geile Zeit“, blickt der 36-Jährige in einem Interview des Sportmagazins „kicker“ auf seine Karriere zurück.

„Schalke ist eine Religion, eine große Familie. Und ich bin ein Teil davon geworden. Ich wusste in diesem Verein zu jeder Zeit, dass alle hinter mir stehen und mein Herz hier hingehört. Die Fans haben mich im Laufe der Jahre in ihr Herz geschlossen. Andersherum ist das genauso der Fall. Im Nachhinein kann ich meine Spielzeiten bei anderen Klubs nur als Ausflüge bezeichnen.“

Unvergesslich ist für Kleeblattfans allerdings sein „Ausflug“ zur Spielvereinigung: Asamaoh kam im Januar 2012 nach Fürth und war im Team des damaligen Trainers Mike Büskens einer der Motoren, als es galt, das Image der „Unaufsteigbaren“zu widerlegen. Die SpVgg verpflichtete den Vater von drei Kindern (darunter Zwillinge), und bereits bei seinem Ligapflichtspieldebüt – am 12. Februar 2012 gegen den SC Paderborn – konnte Asamoah zwei Tore zum 5:1-Endstand beitragen. Am Ende dieser Spielzeit gelang dann der heißersehnte Aufstieg der SpVgg in die Erste Liga. Obwohl Asamoah nach dem schnellen Abstieg der SpVgg nach nur einer Saison in der Zweiten Liga oft nur auf der Bank Platz nehmen durfte, war er in der Hinrunde der Spielzeit 2012/13 Stammspieler. Sein zum 30. Juni 2013 auslaufender Vertrag hier in Fürth wurde jedoch nicht verlängert. Schade, dass die Spielvereinigung ihn eher sang- und klanglos verabschiedete. Immerhin hatte Asa in 27 Spielen fünf Tore geschossen.

Wir haben im Greuther-Weiber-Blog mehrmals über Gerald Asamoah geschrieben. zum Beispiel über seinen Auftritt in der Fürther Cömodie, wo er sein Buch „Diese Weg wird kein leichter sein“ vorstellte (Foto). Das war genauso ungewöhnlich wie sein Engagement bei einer Gedenkfeier zur Reichspogromnacht in der Fürther Geleitsgasse. Asamoah wurde in der „Nacht aller Nächte “ in der Fürther Gustavstraße – als im April 2012 klar war, dass die Spielvereinigung in die Erste Liga aufsteigt, und er im Fenster des „Gelben Löwen“ stand  – zur Stimmungskanone schlechthin. „Derbysieger, Derbysieger“ rief er in die Menge, die vor ihm in die Hocke ging. Gänsehaut pur! Wie sehnen sich die Kleeblattfans heute nach solchen Momenten!

Der 43-malige Nationalspieler, WM-Zweite 2002 und WM-Dritte 2006, läuft am 14. November unter dem Motto „Asa seine letzte Schicht“ zu seinem Abschiedsspiel auf Schalke ein allerletztes Mal auf.
Das ganze Interview mit Gerald Asamoah ist auf kicker-online zu lesen mit – wie ich finde – interessanten Fotos von Asamoahs Karriere.

Was ist bloß mit Asamoah los?

Das Ex-Kleeblatt Gerald Asamoah hat mehr als Glück gehabt: Er kam am frühen Sonntagmorgen mit seinem VW Phaeton in Nordrhein-Westfalen von der Straße ab, raste gegen einen Baum und schleuderte zurück auf die Straße. Am Auto entstand Totalschaden – und der Führerschein ist weg. Wie die „BILD“ gestern berichtete, war der 35-Jährige unter Alkoholeinfluss auf der Bahnhofstraße von Ratingen im Kreis Mettmann (Nordrhein-Westfalen) unterwegs, als er auf der langen und abschüssigen Geraden aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam. Asamoah ist mit der linken Wagenfront gegen eine Kastanie geprallt und zurück auf die Straße geschleudert worden. Bei dem Aufprall wurden das linke Rad von der Achse sowie die Fahrertür abgerissen. Asamoah kam offenbar mit leichten Verletzungen und Schnittwunden davon. Die Polizei soll eine Blutprobe von Asamoah genommen sowie Asas Führerschein und den demolierten, nicht mehr fahrbereiten Wagen beschlagnahmt haben. Der Gesamtschaden beläuft sich angeblich auf etwa 80.000 Euro.

Viele Kleeblattfans sind ja nach wie vor gefühlsmäßig eng mit dem Vize-Weltmeister Gerald Asamoah verbunden. Wir haben auch in unserem Blog während seiner Zeit bei der Spielvereinigung oft und gerne über ihn geschrieben. Gemeinsam mit dem damaligen Coach Mike Büskens war Asamoah eine Schlüsselfigur beim Aufstieg des Kleeblatts in die Bundesliga. Auf unserem Foto sieht man Asa bei der Aufstiegsfeier im April 2012 mit zwei Flaschen Bier, die er später bei der traditionellen „Bierdusche“ über seinen Teamkollegen verteilte.
Asamoah spielt in dieser Saison für die  zweite Mannschaft von Schalke 04 in der Regionalliga. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass er durch fragwürdiges Fahrverhalten auf sich aufmerksam macht. Im Februar 2007 war er in einem Baustellenbereich 105 km/h zu schnell gefahren. Dafür musste er sich vor Gericht verantworten und 2009 einen Monat lang auf den Führerschein verzichten. Gut, dass bei dem Unfall am Wochenende wenigstens keine Personen zu Schaden kamen.

Asamoah heute Abend beim DFB-Pokal dabei?

Vielleicht erleben Fürther Fußballfans heute Abend ein Wiedersehen mit Gerald Asamoah? Schalke 04 muss im DFB-Pokalspiel beim Drittligisten SV Darmstadt 98 auf Nationalspieler Julian Draxler und den neuen Starspieler Kevin-Prince Boateng genauso verzichten wie auf Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. Dafür könnte vermutlich ein alter Held sein Comeback feiern: Gerald Asamoah. Gestern trainierte er, der normalerweise in der Schalke-Reserve mitwirkt, überraschend mit und rückte in den Kader der Königsblauen für das Darmstadt-Spiel. „Er ist aufgrund der dünnen Personaldecke eine zusätzliche Option für uns“, so Trainer Jens Keller. Der Schalke-Coach ist sich bewusst, dass die Darmstädter auf eine Sensation heiß sind. Es ist ja in der Vergangenheit schon mehrfach passiert, dass gute Erstligamannschaften im Pokal von Underdogs im wahrsten Sinne des Wortes „rausgekickt“ wurden. So haben die Hessen in der ersten Runde den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen besiegt. Derzeit rangiert SV Darmstadt 98 in der dritten Liga auf Platz 7.

Die Partie beginnt um 20.30 Uhr und ist mit 17 000 Zuschauern bereits längst ausverkauft. Für Fürther TV-Zuschauer (das Spiel wird ab 20.15 Uhr live in der ARD übertragen) wäre es auf jeden Fall interessant, zu sehen, wie sich der bald 35-jährige Gerald Asamoah macht. Seine Stimmung ist – sofern er im Laufe des Spiels tatsächlich eingewechselt werden sollte – dann bestimmt besser als auf unserem Foto: Da war er nämlich bei seiner Verabschiedung im Mai in Fürth mehr als frustriert.

NACHTRAG: Gerald Asamoah wurde beim Stand von 3:1 für Schalke 04 in der Nachspielzeit (90.+1) für Farfan eingewechselt. Die ohnehin schon bestens aufgelegten Schalke-Fans waren von seinem Comeback im königsblauen Dress begeistert.

Spielt da Schalke gegen Schalke?

Am Samstag, 15. September, wird ab 18.30 Uhr die Spielvereinigung in der wieder ausverkauften (!) Trolli ARENA auf Schalke 04 treffen. Eine tolle Begegnung, die von vielen Fans mit Spannung erwartet wird.
Besonders pikant ist das Aufeinandertreffen der Kleeblättern mit den Schalkern, weil sowohl Trainer Mike Büskens als auch Gerald Asamoah eine ganz besondere Beziehung zu dem Verein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil haben. Büskens ist als junger Spieler 1992 von Düsseldorf in die 1. Bundesliga zu Schalke gekommen und hat 1997 den UEFA-Cup-Sieg miterlebt. Und vier Jahre später – gemeinsam mit Gerald Asamoah – den Sieg im DFB-Pokal. Das konnte das Team dann 2002 wiederholen. Büskens war bis 2009 als Amateur-, Co- und Interimstrainer auf Schalke tätig und kam am 27. Dezember 2009 als Nachfolger von Benno Möhlmann nach Fürth.
Mit ihm begann die Erfolgsstory des Kleeblatts. Ein genialer Schachzug von Büskens und den Verantwortlichen der Spielvereinigung war das Engagement von Gerald Asamoah im Januar 2012. Asamoah hatte von 1999 bis 2010 bei Schalke 04 gespielt. Asa brachte es fertig, mit seiner Lockerheit und Erfahrung, die er in der 1. Bundesliga gesammelt hatte, den nur Zweit-Liga-erfahrenen Kleeblättern beizubringen, was es heißt, selbstbewusst und erfolgreich gegen Top-Mannschaften zu spielen.
Für beide – Büskens und Asamoah – war der Aufstieg mit Fürth in die Erste Liga nicht nur sportlich ein Highlight ihrer Karriere. Nein, beide betonen immer wieder, wie sehr ihnen die Begeisterung der Fürther Bürger und Fans ans Herz ging.
Mehr Infos dazu findet Ihr in Ausgabe 74 des Kicker-Sportmagazins. Da ist ein interessantes Interview mit beiden zu lesen unter der Überschrift „Königsgrün“.
Also: Am Samstag trifft gewissermaßen ein bisschen Schalke auf Schalke. Und nicht nur die Greuther-Weiber wünschen sich ein gutes Spiel – und den Sieg der Spielvereinigung im Ronhof.

Felix macht das Kleeblatt glücklich

So sieht er aus: Der Schütze des Tores, das sicher in die Geschichte der Spielvereinigung eingeht. Felix Klaus hat dem Kleeblatt zum ersten, also historischen Sieg nach dem Aufstieg in die erste Bundesliga verholfen. Er traf in der 67. Minute ins Tor vom FSV Mainz o5. Das weiß-grüne Team konnte das Ergebnis bis zum Schluss halten und steht – zumindest bis heute Nachmittag – in der Tabelle auf Platz acht. Nach der glücklosen Niederlage am ersten Spieltag gegen Bayern München tut dieser Auswärtssieg der Mannschaft, dem Verein und vor allem den Fürther Fans richtig gut. Die Kleeblätter kämpften mit ihrer ganzen Leidenschaft und können sich über ihren ersten Erfolg freuen. Die nächste Herausforderung ist in zwei Wochen – am 15. September – im Fürther Ronhof gegen den FC Schalke 04.

Onuegbu geht – Edu kommt

Am letzten Tag der Transferperiode, die noch bis heute Nacht 24 Uhr geht, hat die Spielvereinigung Nägel mit Köpfen gemacht: Der Verein leiht den lange verletzten Kingsley Onuegbu bis Ende dieses Jahres an den Zweitliga-Neuling SV Sandhausen aus. Nach seiner mehr als einjährigen Verletzungspause hat sich Onuegbu in der Vorbereitung wieder in eine sehr gute körperliche Verfassung gebracht. Dem Stürmer fehlt allerdings die Wettkampfpraxis, um den erhöhten Anforderungen der 1. Bundesliga zu genügen. Also: Kingsley wird erst mal das Kleeblatt-Trikot ausziehen müssen. Die Spielroutine – so der Website des Kleeblatts zu entnehmen – soll Onuegbu sich jetzt in der 2. Bundesliga holen. Dazu Präsident Helmut Hack:

„Wir sind von der Qualität von Kingsley überzeugt. Deshalb haben wir ihn auch nur für ein halbes Jahr ausgeliehen, damit er uns in der Rückrunde mit Spielpraxis wieder zur Verfügung steht.“

Auf der anderen Seite hat man den Kleeblatt-Angriff verstärkt. Ebenfalls bis Ende 2012 wird der 30-jährige brasilianische Stürmer Edu vom FC Schalke 04 ausgeborgt. Der Spieler hat internationale Erfahrung. Dazu Coach Mike Büskens:

„Ich bin sehr froh, dass dieser Transfer in letzter Minute geklappt hat. Edu bringt große internationale Erfahrung mit und kennt die Bundesliga aus dem Effeff. Er kann dazu beitragen, unsere junge, teilweise noch Bundesliga unerfahrene Mannschaft zu stabilisieren.“

Heute Abend ist ja die nächste Bewährungsprobe für der Spielvereinigung: Das Team wird versuchen, die bislang gute Bilanz gegen Mainz 05 um einen weiteren Sieg zu verbessern. Anstoß in der Coface-Arena ist um 20.30 Uhr.

Widerlich: Fußballgegner mit Kot beworfen

YouTube Preview ImageIm Fußball geht es manchmal rüde zu. Gerade für uns Frauen sind derbe Verhaltensweisen in diesem Männersport oft nicht nachvollziehbar. Besonders die Begegnungen zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04 sind oft von Hass und unschönen Gesängen begleitet. Deutlich wird das in diesem Youtube-Video, wo Schalker Fans die „Scheiß-Kölner“ wüst niederbrüllen.

Noch krasser und handfester ging es am vergangenen Samstag in der ausverkauften VELTINS-Arena von Schalke 04 zu: Einige Anhänger des 1. FC Köln bewarfen beim Spiel ihres Vereins Anhänger des FC Schalke 04 mit Fäkalien. Inzwischen hat die Polizei in Gelsenkirchen den widerlichen Vorfall bestätigt, über den Kölner Zeitungen berichtet hatten. Offenbar gibt es einen Zeugen, der beobachtete, wie eine Person Kot in einen Bierbecher füllte und in Richtung des Schalke-Blocks schleuderte. Später wurden zwei mit Urin gefüllte Bierbecher auf die Schalker Fans geworfen. Die Polizei hielt die Vorgänge «beweissicher» fest und stellte die Personalien dreier Tatverdächtiger fest.

Aber nicht genug damit. Laut Informationen von sport.de soll es im Gästeblock zu einem weiteren geschmacklosen Vorfall gekommen sein, als ein Kölner Fan einem Eisverkäufer sein entblößtes Glied auf die Bauchtheke legte. Sportlich gesehen war es nach diesen Vorfällen nur gerecht, dass Schalke nach einem 0:1-Rückstand die Begegnung noch mit 5:1 für sich entscheiden konnte. Gut, dass wir hier in Fürth – wie es unser OB Thomas Jung einmal formuliert hat – auf der „Insel der Glückseligen“ leben. Auch, was Ereignisse rund um den Fußball anbelangt!

Büskens bleibt uns wohl erhalten – oder?

Dieser Kelch ist also an den Fürthern vorbei gegangen: Nicht Mike Büskens – wie immer wieder spekuliert -, sondern Ralf Rangnick wird der neue Trainer von Schalke 04. Viel sprach dafür, dass Büskens nicht ganz abgeneigt wäre, das Gelsenkirchener Team zu trainieren. Er hat selbst lange aktiv bei Schalke gespielt und auch so manchen Erfolg miterlebt. Außerdem hat er die Mannschaft schon trainiert. Weiterhin wohnt seine Familie nach wie vor dort. Und: Lieber eine Erstligamannschaft coachen, die gerade schwächelt, als eine Zweitligamannschaft, die es unter Umständen wieder nicht schafft, erstklassig zu werden?

Der Spielvereinigung wird ein Stein vom Herzen fallen. Denn Büskens wird von seinen Spielern genauso geschätzt wie von der Vereinsführung. Und auch die Fans im Ronhof stehen voll hinter dem meist ruhigen Trainer, der bei gegebenem Anlass aber auch mal so richtig ausrasten kann. Beispiele dafür gibt es einige. Zuletzt hat ihn der Schiedsrichter Tobias Welz beim Spiel gegen den VfL Bochum des Platzes verwiesen und auf die Tribüne verbannt. Grund: Büskens hatte sich über das Ausgleichstor deutlich sichtbar gefreut.

Rangnick geht also zu Schalke, Magath zum VfL Wolfsburg, Jupp Heynckes zum FC Bayern München, und Jogi Löw bleibt uns als Nationalcaoch bis mindestens 2014 erhalten. Das Trainerkarussell ist immer wieder amüsant. Solange es das Kleeblatt nicht nachhaltig tangiert, sehen wir uns das auch in aller Seelenruhe an! Aber nicht vergessen: Die Gefahr, das Mike Büskens die SpVgg verlässt, ist noch akut. Also: Mal sehen, was uns die nächsten Tage an Überraschungen bringen werden!

Neuer Fürther Trainer ist ein Schalker

urn:newsml:dpa.com:20090101:091227-99-01926Die Greuther-Weiber haben Neuigkeiten zu vermelden: Noch vor dem Start ins neue Jahr hat die Spielvereinigung einen Nachfolger für Benno Möhlmann gefunden. Der Ex-Schalker Michael Büskens hat das Rennen gemacht und einen Vertrag als Chef-Trainer bis zum 30. Juni 2011 unterschrieben. Am Sonntagnachmittag fiel die Entscheidung für den 41-jährigen.  Eine Ablösesumme muss der Verein offenbar nicht bezahlen. Der Fußball-Lehrer wird bereits am Montag um 14 Uhr das erste Training nach der kurzen Weihnachtspause im Ronhof leiten und damit der Öffentlichkeit vorgestellt.

Michael Büskens – besser bekannt als „Mike“ – bestritt 370 Bundesligaspiele, davon 257 für Schalke 04. Nach seiner aktiven Zeit als Profi war er seit 2002 als Amateurtrainer und später als Co-Trainer der Bundesligamannschaft von Schalke 04 tätig. Ab 13. April 2008 hat Büskens zusammen mit Youri Mulder – nach der Entlassung von Mirko Slomka – bis zum Saisonende die Bundesligamannschaft von Schalke 04 trainiert. Dann arbeitete er als Co-Trainer von Fred Rutten. Nach der Beurlaubung des Niederländers betreute Büskens ab dem 26. März 2009 erneut mit Mulder die Lizenzmannschaft bis zum Ende der Saison 2008/09 und dem Arbeitsbeginn von Felix Magath auf Schalke.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack hofft auf die Power von Büskens: „Es steckt viel Kraft in ihm. Er ist leidenschaftlich und enorm willensstark. Das war in den Gesprächen spürbar. Ich gehe davon aus, dass er das auf die Mannschaft übertragen kann.“ Des Präsidenten Wort in Gottes Ohr! Denn wenn sich bei den Fürthern nicht bald was tut, können wir nicht nur den Aufstieg in der Pfeife rauchen. Nein, wir müssen ja fast schon um den Klassenerhalt bangen!

Hack hofft, dass der freie Fall des Zweitligisten mit dem Trainerwechsel gestoppt ist. „Er muss der Mannschaft wieder Leben einhauchen. Sie muss ihre Möglichkeiten wieder abrufen und zu alter Körpersprache finden“, so seine Erwartungen an den ehemaligen Linksverteidiger. Büskens will mit dem Team „schnellstmöglich in die Regionen kommen, in die der Verein gehört“. Auch im personellen Bereich werde es Veränderungen geben. Speziell für die anfällige linke Abwehrseite fahndet man bei der Spielvereinigung nach Verstärkung.

Also, Mike, ran an die Buletten und mach‘ aus unseren frustrierten Kleeblättern wieder echte Siegertypen! Die Stadt Fürth und alle Fans werden es dir danken. Und die Greuther-Weiber möchten doch auch gerne viel Positives über den neuen Coach berichten.