Mund abwischen und weiter kämpfen!

Serien sind dafür da, irgendwann auch mal durchbrochen zu werden. So passierte es beim Auswärtsspiel des Fürther Kleeblatts gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Spielvereinigung verlor nach neun Partien ohne Niederlage, Lautern gewann nach sechs Spielen ohne Sieg. 2:0 war der Endstand für die Gastgeber. Eine Serie hat jedoch weiter Bestand: Seit über acht Jahren holte die Spielvereinigung keinen einzigen Punkt auf dem Betzenberg.

Die beiden Tore für die Roten Teufel waren schon (in der 20. und 39. Minute) gefallen, als David Raum (Foto) zu Beginn der zweiten Halbzeit für Johannes van den Bergh auf den Platz kam. Der 18-jährige Mittelfeldspieler ist ein vielversprechendes Talent aus dem eigenen Nachwuchs und bestritt sein zweites Zweitligaspiel. Coach Janos Radoki hatte bereits kurz vor der Pause taktisch auf das bewährte 3-4-1-2-System umgeswitcht und hoffte nun, mit Einwechslungen ein wenig mehr Power und Durchschlagskraft ins Team zu bringen. Nach Raum kam dann Sercan Sararer (54.) für Veton Berisha. Aber die heutige Krux des Kleeblatts – geringe Präzision im Zuspiel und zu wenig Biss – konnte auch mit den frischen Spielern nicht therapiert werden. Wie es eben manchmal ist, wenn man drei Spiele in sieben Tagen hat: Diese Englischen Wochen zehren an den Kräften und haben es definitiv in sich.
Erst in der Schlussphase kam die Spielvereinigung zu einer (ersten) erwähnenswerten Torchance: Khaled Narey gelang aus 14 Metern in zentraler Position ein Abschluss, er zielte aber exakt auf den Lauterer Keeper Julian Pollersbeck. Deshalb blieb es vor 21 812 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion beim 2:0 für die Roten Teufel.
Das Kleeblatt rangiert weiterhin mit 40 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Am Ostersonntag, 16. April, tritt die SpVgg um 13.30 Uhr erneut auswärts an, sie spielt gegen den (aktuell) Tabellenzehnten VfL Bochum.

Gjasulas Comeback und Zuljs Doppelpack

Ich hatte vor dem heutigen Auswärtsspiel gegen den FC Heidenheim optimistisch einen 3:1-Sieg des Kleeblatts vorhergesagt. Greuterweib uwo war jedoch eher skeptisch. Wir sollten beide nicht Recht behalten. Die Spielvereinigung hat gewonnen, aber „nur“ mit einem 2:0. Beide Treffer machte Robert Zulj, der nach Vorlagen von Veton Berisha und Khaled Narey den gegnerischen Torwart schlecht aussehen ließ.

In der ersten Halbzeit war das Kleeblatt eindeutig die dominierende Mannschaft. Nach einer guten Chance von Niko Gießelmann in der 7. Minute fiel eine Viertelstunde später das 1:0 durch Zulj. Die Gastgeber wussten mit dem Rückstand nicht umzugehen, sie leisteten sich viele Fehlpässe, was nicht gerade zur Qualität des Spiels beitrug. Kapitän Marc Schnatterer war während der gesamten 93 Minuten der mit Abstand beste Spieler im Team der Ostalbstädter. Nur: Er konnte keinen Ball im Fürther Tor unterbringen.

Nach der Halbzeitpause drehte sich die Situation allerdings um: Die Gastgeber agierten offensiver und souveräner, Schnatterer machte dem Kleeblatt das Leben weiter schwer: Einmal musste Balazs Megyeri sensationell mit den Fingerspitzen retten, dann setzte Schnatterer (Gott sei Dank!) knapp über die Latte (62., 63.). Glück für die Spielvereinigung!
Die angereisten Kleeblattfans jubelten, als in der 65. Minute Jurgen Gjasula nach langer Ausfallzeit (wegen eines Achillessehnenrisses) sein Comeback feiern konnte. Vielleicht war das der Kick für das Kleeblatt-Team? Denn schon drei Minuten später gibt Serdar Dursun den Ball an Narey, der an Zulj weiterleitet. Und der erhöht völlig ungestört den Fürther Vorsprung auf 2:0. Gjasula jubelt mit dem Torschützen (Foto). Vier Minuten später hat dann Khaled Narey noch mal ein tolle Chance, aber – wie so oft – schwächelt er im Abschluss und zielt aus spitzem Winkel links am Heidenheimer Tor vorbei (72.).

Mit dem heutigen Sieg kann das Kleeblatt seine Erfolgsserie fortsetzen: Für die Mannschaft von Trainer Janos Radoki war das bereits das achte Ligaspiel in Folge ohne Niederlage. Chapeau! Ausruhen kann man sich in dieser englischen Woche allerdings nicht. Am Mittwoch, 5. April, empfängt das Kleeblatt um 17.30 Uhr zu Hause im Fürther Ronhof Eintracht Braunschweig. Die rangiert mit 50 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und könnte für die Spielvereinigung eine echt harte Nuss werden!