Wird Sascha Burchert ein Terrier?

Marco Caligiuri würde Sascha Burchert wohl gerne im Team behalten (Foto: Sportfoto Zink)

Die Saison 2018/19 ist zu Ende, die beiden Underdogs 1. FC Union Berlin und SV Wehen Wiesbaden sind nach den Relegationsspielen in die Bundesliga bzw. Zweite Liga aufgestiegen. Und die Traditionsvereine VfB Stuttgart sowie FC Ingolstadt müssen sich ab dem Sommer jeweils eine Liga tiefer „vergnügen“.

Die Spielvereinigung lag am Ende der vergangenen Spielzeit mit 42 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Wilde Spekulationen, wo es mit dem Kleeblatt sportlich hingehen wird, liegen aktuell ein wenig auf Eis. Kleeblattfans und Spieler erholen sich. Aber: Personell wird sich einiges tun. Ob Fabian Reese zurück zu Schalke 04 geht weiter lesen

Im Kleeblatt-Tor hat’s zu oft geklingelt

Teamkreis der Mannschaft vor Spielbeginn gegen Union Berlin (Foto: Sportfoto Zink)

Am kommenden Sonntag, 19. Mai, ist um 17.30 Uhr die Spielzeit 2018/19 für die Zweite Liga Geschichte. Der letzte Gegner der Spielvereinigung heißt FC St. Pauli. Der Ronhof wird aller Voraussicht nach super besucht sein, es gibt aber natürlich noch Karten. Übrigens: Das Wetter ist auch gut vorhergesagt.

Die Saison war für das Kleeblatt – dezent formuliert – eher durchwachsen. Es startete einigermaßen vielversprechend, gewann nie hoch, spielte mehrmals unentschieden. Kleeblattfans kamen erstmalig etwas ins Grübeln, als Mitte November… weiter lesen

Klassenerhalt endlich geschafft!

Die Mannschaft vor dem in grünen Rauch getauchten Kleeblatt-Fanblock (Foto: Sportfoto Zink)

Um es gleich vorwegzunehmen. Die Spielvereinigung hat heute den Klassenerhalt in der Zweiten Liga geschafft. Das 1:1-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue bescherte dem Kleeblatt 39 Punkte, da kann jetzt am letzten Spieltag zu Hause nichts mehr passieren.

Dass Grün die Farbe von Fürth und des Vereins ist, das demonstrierten die angereisten Fans eindrucksvoll vor dem Spiel. Und dann startete die Partie vielversprechend, ein Tor von Julian Green in der 16. Minute ließ die Herzen der Kleeblattanhänger höher schlagen. Aber der schnelle Ausgleich der Veilchen (20. Spielminute) holte alle auf den Boden der Tatsachen zurück. weiter lesen

Kölner Wiederaufstiegsparty im Ronhof

Es hätte so ein schönes Fußball-Fest werden können: Trotz des unwirtlichen Wetters herrschte gute Laune im Ronhof vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga, den 1. FC Köln. Was auch daran lag, dass die Gäste aus der Domstadt in Scharen angereist waren und schon vor der Partie Karnevalsstimmung verbreiteten. Für die meisten von ihnen stand von vornherein fest: Ihr „Effzeh“ würde am Ende des Abends als Wiederaufsteiger in Liga Nummer eins nach Hause fahren. Da dem Favoriten dafür aber auch ein Unentschieden gereicht hätte, konnte man sich als Kleeblattfan  zumindest Hoffnungen auf ein Remis machen, das der Spielvereinigung schließlich den Verbleib in der Zweiten Liga gesichert hätte. Und wer weiß – manchmal hat ja auch der Underdog Chancen auf einen Sieg, wenn es gut läuft.

Doch das tat es von der ersten Spielminute an nicht. Stefan Leitl konnte eigentlich nur eine zweite Garnitur gegen die Rheinländer aufbieten. Das Kleeblatt ohne Maxi Wittek, ohne die gesperrten Fabian Reese und Daniel Keita-Ruel – das verhieß nichts Gutes. Und so kam es, wie es kommen musste: Schon in der 8. Spielminute geriet Fürth durch einen Treffer von Jhon Cordoba (Foto: Sportfoto Zink) in Rückstand. Eine unglückliche Aktion von Daniel Steininger bescherte den Gästen das 2:0 (20.), und Cordoba gelang per Kopfball noch kurz vor dem Pausenpfiff das 3:0 (41.). Da war die Sache eigentlich schon gegessen.

Der Spielvereinigung gelang praktisch nichts an diesem Abend, die 12.500 Zuschauer – von denen ein Großteil aus Köln-Fans bestand – konnten von Beginn an verfolgen, wie eine Spitzenmannschaft der Zweiten Liga ein ersatzgeschwächtes Team nach allen Regeln der Kunst vorführt. Der Fürther Keeper Sascha Burchert verhinderte letztlich, dass es nach einem dritten Treffer von Cordoba (65.) beim 4:0 für Köln blieb und dessen Triumph nicht noch höher ausfiel.

Während von den Rängen Kölner Karnevalslieder zu hören waren und „Nie mehr Zweite Liga, nie mehr, nie mehr“ erklang, musste sich das Kleeblatt nach dem schwächsten Auftritt seit Wochen am Ende Pfiffe von den eigenen Fans gefallen lassen. Und: Es muss weiter zittern – das Gespenst eines drohenden Abstiegs geht noch immer um. Deshalb braucht es beim Auswärtsspiel am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr gegen Erzgebirge Aue unbedingt einen Sieg!

Viele Fehler kosteten dringend nötigen Punkt

Torjubel nach dem Treffer zum 0:1 durch Daniel Steininger (Foto: Sportfoto Zink)

Der Zweitliga-Aufsteiger und potenzielle Absteiger 1. FC Magdeburg konnte heute seinen zweiten Heimsieg in dieser Saison feiern. Leider hieß der Gegner Spielvereinigung Greuther Fürth. Sonst wären der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt die drei Punkte durchaus zu gönnen gewesen.

Nach einem Bilderbuchtor von Daniel Steininger in der 11. Minute – der heute von Anfang an auf dem Platz stand – war die Stimmung bei den (mit einem Sonderzug angereisten) 850 Kleeblattfans hervorragend. Steininger durfte für Daniel Keita-Ruel auflaufen, der nach seiner Tätlichkeit und der Roten Karte im letzten Spiel für drei Begegnungen gesperrt ist. weiter lesen

Verlustreiches Unentschieden im Ronhof

Marco Caligiuris Jubel nach seinem dritten Saisontreffer (Foto: Sportfoto Zink)

Die Greuther-Weiber mussten letzte Woche zwangsweise eine kleine Pause einlegen – das Spiel gegen den VfL Bochum konnten wir nicht sehen. Aber jetzt ist die Blogwelt (für uns) wieder in Ordnung.

Kurios war das heutige Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten 1. FC Union Berlin. Und vor allem in der ersten Halbzeit eine Aneinanderreihung von Fouls, Verletzungen und Ausrastern. Schon in der zweiten Minute grätscht Sebastian Polter unnötig brutal in den gerade wieder fitten Maxi Wittek, der liegt am Boden, man musste bangen, ob er sich Schlimmeres getan hat. Gott sei Dank nicht. Dann kurz darauf eine tolle Chance fürs Kleeblatt: Daniel Keita-Ruel verlängert einen weiten Einwurf, Julian Green steht frei vor dem Berliner Tor und schießt den Ball volley dem Keeper der Eisernen, Rafal Gikiewicz, aus drei Metern Entfernung voll ins Gesicht. Der ist benommen, kann aber weiter spielen.

Im weiteren Verlauf gelingen der Spielvereinigung gute Aktionen, aber unnötige Fouls der Berliner lassen keinen echten Spielfluss aufkommen. Dann in der 35. Minute das (unverdiente) Tor für Union: Mehrere Fehler in der Fürther Abwehr nutzt Joshua Mees gnadenlos aus, Union Berlin geht damit in Führung. Die Stimmung bei den Weiß-Grünen war aufgeheizt, die Folge eine Tätlichkeit von Daniel Keita-Ruel: Nach einem harten Foulspiel von Felix Kroos an David Atanga stürmt Keita-Ruel auf ihn zu und stößt ihn mit beiden Händen um. Mit einer Hand trifft er ihn am Hals. Rudelbildung vor den Trainerbänken. Und Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen zeigt Keita-Ruel die Rote Karte. Ein herber Verlust, nicht nur im heutigen Spiel, sondern auch (aufgrund der Sperre) für die nächsten Begegnungen.

Wer befürchtet hatte, dass die Kleeblätter in Unterzahl schwächeln, der irrte gewaltig! Mit viel Schwung und Angriffslust kommen sie aus der Pause auf den Rasen. Viele Szenen spielen sich im Berliner Stafraum ab. Und der Einsatz wird belohnt: Kapitän Marco Caligiuri läuft bei einer punktgenauen Ecke von Julian Green mit vollem Tempo auf das Tor zu und köpft den Ball in die Maschen. Ausgleich im Ronhof.
Turbulent geht’s weiter. Nicolai Rapp säbelt Green an der Strafraumkante rücksichtslos um – und sieht auch die Rote Karte. Damit haben beide Teams nur noch zehn Mann auf dem Feld. Die letzte Viertelstunde verläuft wild und bleibt für die 9650 Zuschauer (davon rund 1000 Gäste aus Berlin) spannend. Fabian Reese – heute (neben Green) sicherlich eines der besten Kleeblätter – ackert und hat gute Möglichkeiten, die aber leider nicht zum Siegtor führen. Reese ist inzwischen deutlich entschlossener und hat sich bei den Kleeblattfans zur beliebten Figur entwickelt.

Das Spiel gegen Union Berlin endet unentschieden mit 1:1. Es war kurzweilig, wie auch schon beim Hinspiel im November (die SpVgg verlor in Berlin mit 0:4) teilweise äußerst ruppig und verlustreich (Rote Karte an Keita-Ruel, die jedoch berechtigt gegeben wurde). Das Kleeblatt steht mit 38 Punkten aktuell auf dem 11. Rang. Es folgen noch vier Spiele, dann ist die Spielzeit 2018/19 in der Zweiten Liga Geschichte.

Endlich wieder ein Heimsieg!

Paul Seguin erzielt per Elfmeter das 1:0 fürs Kleeblatt (Foto: Sportfoto Zink)

Endlich wieder ein Heimsieg für die Spielvereinigung! Nach zwei Unentschieden in der Englischen Woche – gegen Arminia Bielefeld und beim Nachholspiel gegen Dynamo Dresden – konnten die Kleeblattfans heute ein 2:1 feiern. Gegner war der SV Darmstadt 98.
Fürths Trainer Stefan Leitl hatte heute personell große Sorgen: Maximilian Wittek und Tobias Mohr sind verletzt und nicht einsatzfähig, genauso wenig wie Julian Green. Noch dazu hatte sich Daniel Keita-Ruel beim Aufwärmen vor dem Spiel am linken Sprunggelenk verletzt und musste in der 43. Spielminute ausgewechselt werden. Drei Ex-Kleeblätter standen für die Darmstädter auf dem grünen Rasen: Serdar Dursun, Marcel Franke und Johannes Wurtz.

In der ersten Halbzeit war die Partie für die Zuschauer unspannend und eher mittelmäßig. Noch dazu war Schiedsrichter René Rohde aus Rostock mit Gelben Karten nicht geizig. Nach der Halbzeitpause machten die Kleeblätter dann deutlich mehr Druck. David Atanga versuchte (für Keita-Ruel) immer wieder, vor das Tor der Lilien zu kommen, allerdings waren seine Abspielmöglichkeiten eher suboptimal. Das erste Tor für die SpVgg fiel dann aufgrund einer – meiner Ansicht nach – ungerechten Entscheidung des Referées. Er hatte bei Franke ein Handspiel gesehen und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Die undankbare Aufgabe des Schützen übernahm Paul Seguin, der trocken und souverän ins Tor von Daniel Heuer Fernandes traf. 1:0 im Ronhof – endlich mal die Heimführung!
Fabian Reese war heute in der Startelf und rackerte, was das Zeug hielt. Er hatte ja im Testspiel gegen Ingolstadt sein Potenzial gezeigt und einen Hattrick gelandet. Und endlich wurde sein Engagement in der Zweiten Liga belohnt: In der 83. Minute war er mit dem Ball bis zur Strafraumgrenze vorgestoßen, zögerte – wie so oft – lange, fasste sich ein Herz und schoss dann doch mit dem rechten Fuß. Der Ball war eher harmlos, aber Heuer Fernandes konnte auch diesen Teffer nicht parieren: 2:0!
Vier Minuten Nachspielzeit waren dann auch wieder ein Tick zu viel. Die Kleeblätter – erschöpft und ausgepumpt – hofften auf den erlösenden Schlusspfiff. Doch mit einem Standard verkürzten die Darmstädter noch zum 2:1.

Nach diesem Heimsieg gegen den SV Darmstadt hat die Spielvereinigung mit einem drohenden Abstieg nichts mehr zu tun. Am 29. Spieltag fährt das Kleeblatt am kommenden Sonntag, 14. April, zum VfL Bochum. Der liegt mit nur einem Punkt weniger direkt hinter der SpVgg auf Tabellenplatz elf.

Kapitän Caligiuri im Pech

Einmal mehr der beste im Team: Marco Caligiuri.   (Foto: Sportfoto Zink)

3:1 hatte ich getippt – das Nachhol-Spiel gegen Dynamo Dresden erschien mir machbar. Viele Faktoren sprachen auch für einen Kleeblattsieg: Es war ein Heimspiel, das Wetter war angenehm und die Sachsen hatten erst drei Tage vorher beim Derbyrivalen Erzgebirge Aue eine kräftezehrende Aufholjagd hingelegt. Sie machten dort aus einem 0:1-Rückstand noch einen 3:1-Sieg.

Trotzdem gab es gestern Abend im Ronhof nur eine Nullnummer. Die Fans auf beiden Seiten waren hochmotiviert. Immerhin 12.590 Zuschauer waren im Stadion, rund 1700 SGD-Fans hatten zum zweiten Mal die Reise nach Fürth angetreten (knapp 650 Kilometer Hin- und Rückweg), um beim Nachholspiel des 25. Spieltages dabei zu sein. Vor dem Spiel verteilte die SGD am Gästeblock gelbe T-Shirts mit der Aufschrift „Überall und nirgendwo – immer wieder Dynamo“.

Das Spiel war geprägt vom Pressing der Sachsen, die viele Konter starteten, aber nicht erfolgreich waren. Das Spiel der Dresdner wurde gen Ende der Begegnung zunehmend ruppiger: Caligiuri bekam einen Schlag auf die Wange (trotz Maske), Julian Green war nach mehreren Fouls und einem Zusammenprall mit Atik eine Zeitlang benommen und musste später vom Platz.

Die Spielvereinigung vermittelte den Eindruck, dass sie strukturiert und konzentriert, jedoch zeitweise ein wenig lauflahm war. Sie hatte dennoch weitaus mehr Torschüsse, die Hausherren verbuchten über 60 Prozent des Ballbesitzes für sich. Die beste Chance gab es auf der Kleeblattseite: Nach einer Dynamo-Ecke schaltet Julian Green blitzschnell um, Daniel Keita-Ruel gibt auf David Atanga, und der nimmt Sebastian Ernst in der Mitte mit. Ernst hat Platz, wird beim Schuss aber geblockt. Doch Kapitän Marco Caligiuri bekommt den Ball und schießt ihn volley auf das Tor des Gästekeepers Markus Schubert. Leider prallt der Ball vom Alupfosten zurück.

Ganz deutlich war während des gesamten Spiels zu spüren, dass Maximilian Wittek (wegen seines Handbruches) fehlte. Er ist der Motor der Mannschaft, und seine Freistöße sind einfach die besten.

Mit einem Punkt aus dem 0:0-Endstand rangiert die SpVgg aktuell (mit zehn Punkten Abstand zum Relegationsplatz) auf dem 11. Tabellenplatz. In der Englischen Woche empfängt das Kleeblatt am Sonntag, 7. April, um 13.30 Uhr den SV Darmstadt 98 im Ronhof. Hoffen wir auf einen Heimsieg. Der war ja eigentlich gegen Dresden schon angesagt!

2:0-Führung doch noch verspielt

Jubel nach dem Torschuss zum 1:0 durch Julian Green (Foto: Sportfoto Zink)

Superwetter in Fürth – Frühlingsfest – Heimspiel im Ronhof. Ideale Rahmenbedingungen für Kleeblattfans, die (für hiesige Verhältnisse) zahlreich im Ronhof vertreten waren (9440 Zuschauer). Arminia Bielefeld hieß der Gegner der Spielvereinigung – ein Verein, der für Fürth in der Vergangenheit immer wieder interessant war. Wolfgang Hesl wechselte 2015 zu den Ost-Westfalen. Und das letzte Spiel in dieser Spielzeit konnte das Kleeblatt nach einem 2:0-Rückstand noch zum 2:3-Auswärtssieg herumreißen.

Heute hatte Arminia die erste gute Chance im Spiel, aber das Kleeblatt ging nach zehn Minuten durch ein ungewöhliches Tor in Führung: Julian Green schoss einen starken Schuss (nach Pass von Atanga) an den rechten Innenpfosten, von dort prallte der Ball an den Rücken des Bielefelder Keepers Stefan Ortega und ins Tor. Das erinnerte mich fatal an die unglückliche Niederlage der Spielvereinigung im Halbfinale des DFB-Pokals im März 2012 gegen Borussia Dortmund, als der gerade von Mike Büskens eingewechselte Tormann Jasmin Fejzic ganz ähnlich eine Art Eigentor verursachte.

Heute also die schnelle Führung der Spielvereinigung. Und dabei sollte es nicht bleiben. Kapitän Marco Caligiuri leitete einen Konter ein, spielte auf Fabian Reese ab. Der gab an den freistehenden Daniel Keita-Ruel, und der erzielte souverän das 2:0 (23. Spielminute) – sein zehntes Saisontor. Ein hoffnungsvoller Start!

Warum Fürths Trainer Stefan Leitl nach der Pause auf die Tribüne verbannt wurde, war dem Stadionzuschauer nicht ganz klar. Offenbar hatte er sich in der Halbzeitpause ein verbales Duell mit dem Schiedsrichter Alexander Sather geliefert. Kaum hatte Leitl auf der Tribüne Platz genommen, gelang Arminia Bielefeld mit einem Kopfballtor von Fabian Klos in der 47. Minute der Anschlusstreffer. Trotz bester Stimmung im Stadion – beide Fankurven feuerten ihre Teams engagiert und lautstark an – war beim Kleeblatt etwas die Luft raus. Nicht ohne Folgen: Torschütze Klos köpfte eine Freistoßflanke zum (leider) verdienten 2:2 ein (65.).

Marco Caligiuri versuchte mit sehenswerten Aktionen doch noch einen Sieg zu erlangen. Nach einer Verletzung von Maxi Wittek waren die Kleeblätter noch dazu in Unterzahl. Trotz Kampfeswille blieb es beim 2:2-Endstand.

Die Spielvereinigung bestreitet gerade eine kräftezehrende Englische Woche: Am Donnerstag, 4. April, kommt Dynamo Dresden für das Nachholspiel in den Ronhof. Die Sachsen sind zu bedauern, weil sie morgen noch gegen Erzgebirge Aue spielen müssen. Und am nächsten Sonntag empfängt das Kleeblatt – ebenfalls zu Hause – den SV Darmstadt 98.

Knoten bei Reese endlich geplatzt?

Fabian Reese in Aktion (Foto: Sportfoto Zink)

Die Spielvereinigung hat die Länderspielpause überbrückt und ein nicht-öffentliches Testspiel gegen den Tabellenletzten der Zweiten Liga, den FC Ingolstadt, absolviert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: ein deutlicher 4:0-Erfolg.

Die größte Überraschung bei diesem eigentlich unwichtigen Spiel war Fabian Reese: Er erzielte einen lupenreinen Hattrick. Innerhalb von nur zehn Minuten (53., 57. und 62. Spielminute) traf Reese drei Mal in den Ingolstädter Kasten. Vielleicht wäre noch mehr möglich gewesen, aber für Reese wurde dann in der 65. Minute Kenny Prince Redondo eingewechselt.

Ich finde die drei Tore von Fabian Reese bemerkenswert. Der ursprünglich aus Kiel stammmende Stürmer steht ja als Leihgabe des FC Schalke 04 bei der SpVgg unter Vertrag. Im Januar 2018 wurde er zunächst bis zum Saisonende an Fürth verliehen. Er etablierte sich von Beginn an als Stammspieler. Seine erste Begegnung für die Kleeblätter absolvierte er nach der Winterpause 2018 am 19. Spieltag bei Arminia Bielefeld. Am 27. Juni 2018 wurde sein Vertrag beim FC Schalke bis zum 30. Juni 2020 verlängert, sein Leihvertrag mit Fürth um eine weitere Saison. Am 20. Oktober 2018, dem 10. Spieltag der Saison 2018/19, erzielte er beim 3:2-Auswärtssieg gegen Arminia Bielefeld nach 23 Einsätzen für Fürth sein erstes Profitor. Seitdem ist Reese zwar engagiert und kommt oftmals bis in den gegnerischen Strafraum, aber die echten Chancen konnte er bisher einfach (noch) nicht verwerten. Die Konsequenz bei ihm sind oft Enttäuschung oder wutentbrannte Reaktionen.

Deshalb freut es mich umso mehr, dass jetzt bei ihm der Knoten geplatzt sein könnte. Wenn sich Fabian Reese zukünftig zum Torjäger entwickelt, dann sieht es fürs Kleeblatt gut aus. Auf jeden Fall war der Hattrick ein gutes Omen, denn am kommenden Sonntag, 31. März, heißt der Gegner des Kleeblatts im Fürther Ronhof wie? Arminia Bielefeld!