Hektik, Fouls, Gelb-Rot für Schröck – und kein Derbysieger

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth2008 hat der Club zum letzten Mal gegen das Kleeblatt gewonnen. Und dabei bleibt es auch nach dem heutigen 258. Lokalderby. Das letzte Spiel vor der Winterpause endete mit einem vor allem für die Fans unbefriedigenden 0:0.
Schon morgens um 9.30 Uhr war am Fürther Hauptbahnhof die Stimmung auf dem Siedepunkt: Kleeblattfans demonstrierten mit Böllern und Pyro, dass sie auf dem Weg zum Valznerweiher schon mal Duftmarken setzen wollten. Und auch im (mit 47.500 Zuschauern) nicht ganz ausverkauften Grundig-Stadion war dann die Stimmung super: Die Choreographie der Clubfans mit einem riesigen Christknd war gelungen.
Die Partie selbst begann nervös und körperbetont. Beiden Teams war der starke Druck, der beim Lokalderby immer auf ihnen lastet, deutlich anzumerken. Schon in der 15. Minute gab es für die SpVgg eine Schrecksekunde: Stephan Schröck – wie so oft sehr engagiert für sein Team – war verletzt. Der Ex-Fürther Niklas Füllkrug war nach einem Luftduell auf der Ferse von Schröck gelandet, dessen Schuh war weg, und Schröcki wand sich vor Schmerzen auf dem Rasen. Aber: Er rappelte sich wieder auf und kam nach einigen bangen Sekunden zurück aufs Spielfeld.
In der ersten halben Stunde waren die Cluberer eher die stärkere, spielbestimmende Mannschaft. Obwohl beiden Mannschaften die Passgenauigkeit mal wieder komplett abging. Doch in den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit fanden dann die Kleeblätter zu sich und hatten die eine oder andere gute Chance, die sie allerdings nicht verwerten konnten.
Nach der Halbzeitpause wurden die Karten nicht neu gemischt. Hektik und Zerfahrenheit prägten das Spiel. Und dann in der 52. Minute der zweite “Schröck-Schock” fürs Kleeblatt: Er war schon wenige Minuten vorher – nach einem Foul an Füllkrug – mit einer Gelben Karte bestraft worden. Jetzt ließ er sein gestrecktes Bein gegen Füllkrug stehen. Damit nimmt er eine mögliche Verletzung des Gegenspielers billigend in Kauf. Und der Schiedsrichter fackelte nicht lange und ahndete das mit Gelb-Rot. Völlig konsterniert ging Schröck vom Platz.
Jetzt hätte der 1. FCN aus der Überzahl  Kapital schlagen müssen – aber mitnichten. Die Nürnberger standen sich oftmals selbst im Weg. Sie versuchten zwar Angriffe der SpVgg zu vereiteln, aber aufgrund  mangelnder Qualität konnten sie die defensiv starken Kleeblätter nicht bezwingen. Auch dank zwei, drei guter Aktionen von Keeper Wolfgang Hesl gelang einfach kein Club-Tor. Für Fürth kam kurz vor dem Abpfiff der gerade eingewechselte George Davies mit einer blitzschnellen Aktion plötzlich aus 15 Metern zum Schuss. Leider ging der am Nürnberger Tor vorbei.

Insgesamt ein enttäuschendes Lokalderby. Die SpVgg war fast 40 Minuten in Unterzahl, der Club machte in vielen Phasen den Eindruck der dominierenden Mannschaft. Aber unter dem Strich eine Partie mit viel Hektik, Ungenauigkeiten, Fouls und unfairen Attacken. Und ohne Tore. Das Kleeblatt ist inzwischen 456 Spielminuten ohne Tor!
Beide Teams gehen jetzt in die wohlverdiente Winterpause. Anfang Februar 2015 geht’s dann weiter. Im ersten Spiel empfängt die Spielvereinigung den Herbstmeister und Tabellenführer FC Ingolstadt im Ronhof. Na, dann!

Nur ein cooler Punkt zu Hause

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC HeidenheimFrostig war es gestern Abend im Stadion am Laubenweg. Zumindest was die Temperaturen anbelangt. Die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem Aufsteiger FC Heidenheim war es eher nicht. Die Fürther Mannschaft war von der ersten Minute an hellwach und versuchte mit druckvollem Spiel den Gegner zu bezwingen. Erstaunlich, denn nach dem kräftezehrenden 3:3 am Montag gegen Fortuna Düsseldorf stellte das Spiel nur vier Tage später die Fußballer vor echte konditionelle Herausforderungen.

Um es kurz zu machen: Das Endergebnis 0:0  entsprach nicht dem Spielverlauf. Aber wie so oft waren sowohl die Kleeblätter als auch die Gäste nicht in der Lage, gute spielerische Aktionen auch mit einem Tor zu verwerten. Wolfgang Hesl hatte seine Anfangsschwäche nach der Verletzungspause, die in Düsseldorf noch offensichtlich war und auch gegnerische Tore nach sich gezogen hatte, gestern voll überwunden. Er ist wieder in der Spur und hielt einige Bälle, die allerdings nicht brandgefährlich waren, ohne Probleme. Glück hatte die SpVgg allerdings schon in der 9. Minute, als ein Schuss von Julius Reinhardt vom Pfosten abprallte. Er wäre für den Fürther Keeper unhaltbar gewesen.
Stephan Schröck – gestern ein Wirbelwind mit schwarzen Handschuhen (Foto) – ackerte wieder, was das Zeug hielt. Kritisierbar ist es aber, dass er dann kurz vor dem Strafraum am Gegner hängenbleibt und so seine investierten Energien verpuffen. Tom Weilandt macht sich als strategischer Spieler im Kleeblatt-Team immer besser.

Knapp über 10.000 Zuschauer waren gestern im Ronhof. Wie gesagt: Es war kalt, und ein Freitagabend ist kein idealer Termin. Ob sich die Kleeblattfans von den Profis der SpVgg gegen den Aufsteiger FC Heidenheim mehr als eine Nullnummer erwartet hatten? Klar! Denn immerhin rangieren diese auf dem vierten Platz der Zweiten Liga. Da stehen sie auch jetzt noch – die SpVgg  bleibt im Mittelfeld. Und konnte zum dritten Mal in Folge vor eigenem Publikum nicht gewinnen. Am Nikolaus-Tag, 6. Dezember, tritt die Spielvereinigung auswärts gegen den nächsten erfolgreichen Aufsteiger – den SV Darmstadt 98 – an. Auch das wird nicht leicht. Mal sehen!

 

Tom Weilandt reißt es noch raus

SpVgg Greuther Fürth - VfR AalenEnglische Wochen, d.h. Wochen, in denen mehrere Ligaspiele anstehen (in der Bundesliga und Zweiten Liga gibt es pro Saison in der Regel ein bis drei „englische Wochen“ mit regulären Spieltagen am Dienstag und am Mittwoch), haben eine eigene Dynamik. Die Spieler werden physisch besonders gefordert. Die Fans haben “Fußball satt” (was manchmal bedeutet, dass man lieber mal ein Heimspiel auslässt). Und die Ergebnisse entsprechen nicht unbedingt den Erwartungen. So auch in dieser Woche, wo die Spielvereinigung in sieben Tagen auf den FC Kaiserslautern (2:1), den VfR Aalen und am Freitag auf den TSV 1860 München trifft.
Die Begegnung gestern Abend im Stadion am Laubenweg gegen Aalen ging unentschieden 1:1 aus. Die Kleeblätter kamen nicht so gut ins Spiel. Nein, sie wirkten in der gesamten ersten Stunde eher verschlafen. Immerhin verhinderte Keeper Wolfgang Hesl mit einem gehaltenen Elfmeter in der 3. Minute eine frühe Führung der Gäste. Trotzdem schossen dann die Aalener in der 38. Minute mit einem Fernschuss von Andreas Ludwig das Führungstor. Lange sah es so aus, als ob es dabei bleiben sollte. Daran konnte auch der (für mich) beste Kleeblatt-Spieler auf dem Platz – Stephan Schröck – nichts ändern. Es ist immer ein Genuss, zu sehen, wie er mit seiner Kämpfernatur mal rechts, mal links agiert, den Ball um seine Gegner schlenzt, dribbelt und wie ein Ballkünstler gute Möglichkeiten für seine Mannschaft herausspielt. So auch gestern Abend. Er hatte mehr als eine Torchance, z.B. in der 81. Minute, wo er mit einem Schuss aus der zweiten Reihe nur am Ex-Fürther, dem Torhüter Jasmin Fejzic scheiterte. Schön, dass “Schröcki” wieder hier im Fürther Team ist – ein echter Gewinn!

Die Spielvereinigung kam gestern gegen den VfR erst in den letzten 25 Minuten richtig auf Touren. Und da machte dann auch Tom Weilandt (auf dem Foto jubelt er nach seinem Treffer mit Niko Gießelmann) aus einer Drehung den 1:1-Ausgleich und rettete der SpVgg wenigstens einen Punkt. Schon gegen Kaiserslautern hatte der Ex-Rostocker am vergangenen Samstag ja den 2:1-Siegtreffer erzielt.
Übrigens saß gestern Abend der ehemalige Kleeblatt-Coach Mike Büskens unter den Zuschauern. Offenbar wollte er mal wieder Fürther Luft schnuppern.

Die Mannschaft hat nur wenig Zeit, um zu regenerieren, denn am Freitag steht bereits die nächste Aufgabe an: Die SpVgg reist nach München zum TSV 1860. Und wir wissen ja aus der letzten Saison, als das Kleeblatt im Aufstiegskampf in der letzten Minute zu Hause unglücklich gegen die Münchner mit 1:2 verlor, dass dieser Gegner ein schwerer ist.

Sind Derbysieger-Trikots für die Ewigkeit ?

SpVgg Greuther Fürth - FCNDer 5:1-Sieg im 257. Frankenderby ist zwar schon eine gute Woche her. Allerdings ist dieser Kantersieg gegen die Erzrivalen aus Nürnberg noch immer Dauerthema bei der Fürther Bevölkerung und in die Annalen der Vereinsgeschichte beider Mannschaften eingegangen. Vor allem für Kleeblatt-Fans war das Spiel und das tolle Ergebnis im Stadion am Laubenweg etwas ganz Besonderes.

Habt Ihr noch Platz in Eurem Kleiderschrank? Oder an der Fanwand? Wenn ja, dann haben eingefleischte Kleeblattanhänger jetzt die Chance, vier originale (natürlich getragene) Trikots aus dem Duell gegen den 1. FC Nürnberg zu ersteigern. Die weiß-grünen gestreiften Heimtrikots der Torschützen Robert Zulj, Tom Weilandt und Goran Šukalo  – alle signiert – werden garantiert einen Abnehmer finden. Und das Trikot vom heutigen Geburtstagskind Stephan Schröck (Rückenummer 10) kommt auch unter den Hammer. Die gesamte Mannschaft von Trainer Frank Kramer hat im ersten Pflichtspiel vor heimischer Kulisse mit dem neuen Heimtrikot alle sportlichen und konditionellen Reserven aus sich herausgeholt und leidenschaftlich gegen den “Club” gekämpft. Und das hat bestimmt auch auf den Trikots Spuren hinterlassen!
Das Trikot des zweifachen Torschützen Baba ist merkwürdigerweise nicht dabei. Er wird auf der Vereins-Website zwar im Bericht über das Lokalderby, aber im Infokasten darunter auch nicht mehr namentlich genannt. Was soll das eigentlich?

Also:
Wer mitsteigern möchte, sollte nicht allzu lange warten. Gebote können nur noch wenige Tage abgegeben werden. Das Höchstgebot für Schröckis Trikot liegt im Moment übrigens bei gut 250 Euro!
Zur Kleeblatt-Auktionsplattform gelangt Ihr hier.

Im DFB-Pokal eine Runde weiter – was sonst?

In Franken muss man derzeit in Sachen Fußball keine kleinen Brötchen backen. Zumindest nicht in Fürth. Die Spielvereinigung hat in der 1. Runde des DFB-Pokals mit 3:0 gegen den SV Waldkirch gewonnen. Standesgemäß, denn der SVW ist in der sechsten Liga.
Das Spiel im Kaiserstuhlstadion in Bahlingen vor knapp 4.000 Zuschauern begann aus Kleeblattsicht etwas dröge. Es ging nichts so recht zusammen. Trainer Frank Kramer hatte auf einige wichtige Derbysieger vom vergangenen Montag verzichtet und ließ mal die anderen Jungens ran. Nervig für die angereisten Kleeblattfans waren die Sprechgesänge des heimischen Publikums: “Wir sind besser als Nürnberg, olé”. Naja, beim Endergebnis 3:0 hatten sie natürlich Recht, denn immerhin haben sie beim Schlusspfiff zwei Eier weniger im Tor gehabt als der Club am Montag. Trotzdem: Die Stimmung im Stadion war ein wenig aufgeheizt.

Doch zurück zum eigentlichen Spiel: Stephan Schröck wurde für Tom Weilandt zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt und traf mit seinem ersten Ballkontakt voll ins Schwarze, genauer: ins Tor von Waldkirch-Keeper Andreas Stengel. Damit war der Knoten beim Kleeblatt offenbar geplatzt. Ognjen Mudrinski gelang schon fünf Minuten später das 2:0. Und Benedikt Röcker (Foto) erhöhte in der 82. Minute mit einem Kopfball zum 3:0-Endstand.

Sehr aussagekräftig sind übrigens noch einige Zahlen (Quelle: Matchdaten von “kicker”): Das Kleeblatt hatte 17 Torschüsse (der SVW fünf), 527 gespielte Pässe (der SVW 176) und der Ballbesitz war 75 zu 25 Prozent. Soviel für Zahlenfans.

Insgesamt kein spektakulärer Fußball. Aber was soll’s? Immerhin gibt es eine satte Prämie für die SpVgg beim Einzug in die zweite Runde. Und das tut der Vereinskasse nicht schlecht. Wer dann der nächste Gegner sein wird, wird ausgelost. Ich bin gespannt. Auf jeden Fall macht Fußball mit dem Kleeblatt im Moment einen Riesenspaß!

Vielversprechender Einstieg in die neue Zweitliga-Saison

Es war großes Glück, dass die erste Begegnung des Kleeblatts in dieser Zweitliga-Saison 2014/15 kein Heimspiel war. Denn während die Spielvereinigung in Bochum gegen den VfL spielte, war in Nürnberg und Fürth bei einem starkem Sommergewitter Land unter. Unwetterstufe “orange” und “rot” – da ging’s in Fürth ab, und das Bardentreffen in Nürnberg war für kurze Zeit wie leergefegt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Fußballspiel endete unentschieden 1:1, und so hat das Kleeblatt einen ersten Punkt eingefahren. Auf dem Platz ging es intensiv und leidenschaftlich zu, insbesondere in der ersten Halbzeit und gegen Ende der Partie. Beide Tore waren etwas kurios: Nach einem Fehler von Zsolt Korcsmár wurde er von hinten von Sestak bedrängt und verlor den Ball leichtsinnig. Diese Chance ließ sich Simon Terodde nicht nehmen und traf mit einem Linksschuss lässig zum 1:0 für den VfL. Doch drei Minuten später kam das Kleeblatt zum Zug: Der Bochumer Celozzi spielt einen viel zu kurzen Rückpass auf Keeper Andreas Luthe. Der “neue” Fürther Kacper Przybylko kamt dazwischen und machte den 1:1-Ausgleich.

VfL Bochum - SpVgg Greuther FürthDie Neuzugänge der Spielvereinigung – erfahrene Spieler und junge Wilde – machten heute eine gute Figur – in leuchtendem Orange. Vor 18.100 Zuschauern im Rewirpower-Stadion kam es zu genauem Abspiel und guten Paraden. Stephan Schröck agierte schnell, hatte echte Soli und man merkte, dass er Spaß daran hat, wieder bei seinen Kleeblättern zu sein.

Schon bei der Weltmeisterschaft in Brasilien hat mich des öfteren Torhüter Manuel Neuer Nerven gekostet. Er war in einigen Spielen weit im Sechzehnmeterraum und hat dort praktisch die Rolle eines Liberos eingenommen. Ganz so drastisch war es heute mit dem Fürther Keeper Wolfgang Hesl nicht. Aber mehr als einmal wagte er sich verdammt weit aus seinem Kasten raus – und fast wäre ihm das zum Verhängnis geworden. Nur mit einer spektakulären, echten “Hesl-Parade” gelang es ihm in der 73. Minute, den Schuss von Yusuke Tasaka zu parieren.

Insgesamt ein guter Start. Bis zum Montag, 11. August, kann das Kleeblatt jetzt Luft holen. Denn dann ist schon das Lokalderby gegen den 1. FCN im Ronhof. Und da brennt die Hütte!

 

Back to the roots: Schröcki ist zurück beim Kleeblatt!

TSV Burgfarrnbach - SpVgg Greuher FürthNach einigen Abgängen aus dem Fürther Kader gibt es jetzt eine mehr als positive Meldung: Der Fürther Publikumsliebling Stephan Schröck ist zurück beim Kleeblatt. Er hat bei der Spielvereinigung einen Vierjahresvertrag unterzeichnet. Der 27-jährige Flügelspieler war ja schon von 2001 bis 2012 hier und hat in dieser Zeit 183 Ligaspiele für die Profimannschaft bestritten. Auf der Vereins-Website äußert sich der Präsident Helmut Hack zur Rückkehr:

„Wir alle freuen uns sehr über die Rückkehr von Stephan Schröck. Diese Verpflichtung ist kein gewöhnlicher Transfer, denn Stephan ist eine absolute Identifikationsfigur und für jeden Fürther etwas ganz besonderes. Wir sind glücklich, dass wir diesen Transfer hingekriegt haben. Stephan soll bei uns langfristig eine tragende Führungsrolle einnehmen.“

Stephan Schröck wurde bei der Spielvereinigung in der Jugend ausgebildet und entwickelte sich früh zum Publikumsliebling in der Zweitligamannschaft. Im Sommer 2012 wechselte der philippinische Nationalspieler zum Leidwesen vieler Kleeblattfans  zur TSG 1899 Hoffenheim, ehe er sich zuletzt Eintracht Frankfurt anschloss. Nun freut sich „Schröcki“, zurück nach Fürth zu kommen:

„Ich bin voller Vorfreude und wahnsinnig glücklich, dass der Wechsel geklappt hat. Ich kehre zurück in meine Heimat, wo meine Karriere begonnen hat, ich die schönsten Zeiten meiner Karriere erleben durfte und die größten Erfolge erreicht habe. Meine Bindung zur Stadt und dem Verein war immer da und ich weiß, dass ich bei der Spielvereinigung einfach zuhause bin.“

Bereits morgen wird Stephan Schröck das Training beim Kleeblatt aufnehmen. Damit können die Fans zuversichtlich in die nächste Saison blicken. Waren viele doch immer mit einem weinenden Auge dabei, wenn es um das Thema “Schröcki und die Spielvereinigung” ging.

Frankfurtcup 2014 – Erster Titel fürs Kleeblatt

Von einem Spaziergang zurück schalte ich gestern Nachmittag den Fernseher – Sportfernsehen –  ein, um mir das Hallenturnier “Frankfurtcup 2014″ anzusehen, bei dem die Spielvereinigung im letzten Januar einen respektablen zweiten Platz gegen die Offenbacher Kickers belegt hatte. Doch das erste Spiel in der FraportArena vor zirka 4000 Zuschauern war schon gelaufen, und wie 2013 hatte das Kleeblatt das erste Gruppenspiel – gestern gegen den FSV Frankfurt – schon mal mit 1:2 verloren. “Das kann ja heiter werden”, denke ich mir. Nach dem “Tatort” (der witzigerweise auch in Frankfurt spielte) switche ich dann noch mal um auf  “Sport 1″ – und siehe da: Die Spielvereinigung steht im Finale gegen den Lokalmatador, den Erstligisten Eintracht Frankfurt.
Das war dann auch wirklich interessant: Anfangs vor allem wegen Stephan Schröck. Er ist ja inzwischen kein Kleeblatt mehr, sondern bei der Eintracht und mit seinem ungewöhnlichen Haarschnitt sehenswert – und torgefährlich. Aber das erste Tor fürs Kleeblatt schoss nach fünf Minuten Ilir Azemi. Das brachte die Hessen und die lautstarken Fans in Rage. Kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit (zwei Mal zehn Minuten dauert ein Spiel beim Hallenturnier) gelang ihnen dann prompt der Ausgleich. Doch in der zweiten Spielhälfte trumpfte die junge Fürther Mannschaft von Trainer Frank Kramer auf. Tom Weilandt brachte nach knapp 20 Minuten das Kleeblatt wieder in Führung. Und nur eine Minute später setzte Abdul Rahman Baba ein Bilderbuchtor zum 3:1 obendrauf. Da half es dem hessischen Erstligisten auch nichts mehr, dass “Schröcki” mit allen Mitteln und sehr wild versuchte, für sein Team den Sieg zu erzwingen.  Zwar verkürzte Kempf  in der gleichen Spielminute zum 3:2. Doch dann brachte Niclas Füllkrug  die Spielvereinigung nach 22 Minuten und wenigen Sekunden wieder mit zwei Toren in Front. Und das 4:2 blieb dann auch der verdiente Endstand.
Zum Spieler des Turniers wurde mit Stephan Schröck ein Ex-Kleblatt und aktueller Eintrachtler gewählt. Der dritte Platz ging mit einem 5:2 gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden an Vorjahressieger Kickers Offenbach.

Also: Sportlich eine guter Start für die Spielvereinigung ins Jahr 2014. Und wenn der Kommentator von “Sport1″ Recht behält, dann haben wir gestern im Finale zwei Erstligisten der Saison 2014/15 gesehen.

“Schröcki” wechselt zu Eintracht Frankfurt

Alle Mutmaßungen, dass Stephan Schröck zur Spielvereinigung zurückkommen könnte, haben sich in Luft aufgelöst. Der Erstligist Eintracht Frankfurt und die TSG 1899 Hoffenheim haben sich über einen sofortigen Wechsel des Defensivspielers zur Eintracht geeinigt. “Schröcki” – wie ihn Kleeblattfans liebevoll nennen – wurde in Schweinfurt geboren und hat philippinische Wurzeln. Von der DJK Schweinfurt, für die Schröck in der Jugend spielte, wechselte er in die B-Jugend der SpVgg und stand in der Saison 2004/05 erstmals im Kader der Fürther Profimannschaft. Zum Ärger vieler Fürther Anhänger wechselte der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler in der Saison 2012/13  nach Hoffenheim. In seiner Bilanz machen sich vor allem sieben Einsätze (ein Tor) in der philippinischen Nationalmannschaft gut. Stephan Schröck erhält bei Eintracht Frankfurt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Über die Ablösemodalitäten haben die beteiligten Vereine Stillschweigen vereinbart.
Frankfurts Trainer Armin Veh ist vermutlich von dem erfolgreichen Wechsel sehr angetan. Die Gerüchte der vergangenen Wochen, dass Schröck wie Coach Mike Büskens zu Fortuna Düsseldorf gehen könnte (wo ja jetzt auch Heinrich Schmidtgal spielt), haben sich also nicht bewahrheitet.

Schröcki verlässt das Kleeblatt!

Horrormeldung und Frust für Kleeblatt-Fans:
Stephan Schröck verlässt die Spielvereinigung am Saison-Ende. Der 25-Jährige wechselt im Sommer zur TSG 1899 Hoffenheim. Bis zuletzt hatte die SpVgg die Hoffnung, dass der Publikumsliebling seinen Vertrag beim fränkischen Traditionsverein verlängern würde. In wochenlangen Verhandlungen und zahlreichen Gesprächen war die SpVgg Greuther Fürth an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten gegangen. Dabei hatte das Kleeblatt dem gebürtigen Schweinfurter Schröck auch eine sehr lange Vertragslaufzeit angeboten.
Stephan Schröck kam im Jahr 2001 zum Kleeblatt, durchlief die Junioren-Teams und schaffte in der Saison 2004/2005 den Sprung in den Profi-Kader. Für das Kleeblatt absolvierte der philippinische Nationalspieler bis jetzt 178 Spiele in der zweiten Bundesliga.
Das ist für das Kleeblatt und insbesondere die Fans bitter. Hatte sich “Schröcki” – wie viele ihn liebevoll nennen – doch immer durch besonderes Engagement und Draufgängertum ausgezeichnet. Er avancierte in den letzten Jahren zu einem der Publikumslieblinge und suchte nach den Spielen immer engen Kontakt mit den Anhängern in der Fankurve. Außerdem ist er gerade bei uns weiblichen Fans sehr beliebt! Leider war er aber auch immer wieder vom Verletzungspech verfolgt. In unserem Greuther-Weiber-Blog haben wir erst vor kurzem darüber geschrieben.
Schade, aber Hoffenheim ist eben Bundesliga. Hoffen wir mal, dass wir in der nächsten Saison Stephan Schröck weiter im Ronhof willkommen heißen dürfen. Nämlich als Gegner im Erstligaduell der Spielvereingung mit 1899 Hoffenheim.