Kleeblatt-Stürmer: Kommt er oder kommt er nicht?

Ante_VukusicSeit Wochen ist die Spielvereinigung auf der Suche nach einem neuen Stürmer für das Kleeblatt. Der Transfermarkt ist bekanntlich noch bis Montag, 1. Februar, 18 Uhr geöffnet – und viele Fans hatten schon die schlimmsten Befürchtungen, dass die Rückrunde im Angriff so uneffektiv bleibt wie bis zur Winterpause.

Aber es gibt gute Neuigkeiten: Seit Tagen wird der aktuell vereinslose Ante Vukušić (24, auf dem Foto links) im Probetraining auf Herz und Nieren geprüft. Und der Eindruck, den er macht, ist offenbar mehr als gut. Der 1,77 Meter große Kroate galt in seiner Heimat lange als Riesentalent und wechselte im Sommer 2012 für 3,7 Millionen Euro von Hajduk Split zu Delfino Pescara in die italienische Serie A. Es folgten Ausleihen zum FC Lausanne-Sport (Schweiz) und Waasland-Beveren (Belgien). Vukušić durchlief von der U18 an alle U-Nationalmannschaften Kroatiens. Im August hatte Vukušić seinen ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft. Seit Oktober 2015 ist der Stürmer bei keinem Verein. Bei der Leistungsdiagnostik in Fürth überzeugte er. Bereits gestern haben Präsident Helmut Hack und SpVgg-Manager Ramazan Yildirim Verhandlungen mit dem Management des Fußballprofis aufgenommen.

„Er hinterlässt einen guten Eindruck“, so der lakonische Kommentar von Yildirim. Und Kleeblatt-Coach Stefan Ruthenbeck bringt es auf den Punkt: „Er ist ein zentraler Stürmer, ein bisschen Typ Straßenfußballer, der seine Aufgaben spielerisch löst. In den Spielformen im Training hat er sein Können schon gezeigt.“
Damit würde Ante Vukušić eigentlich supergut ins Fürther Spielsystem passen. Denn gerade in der Offensive setzt Ruthenbeck auf lauf- und spielstarke Akteure.  „Eigentlich sollte er bis Freitag getestet werden“, erklärt Ruthenbeck, doch der Verein will möglichst schnell Nägel mit Köpfen machen.

Die Spielvereinigung ist außerdem nach wie vor auf der Suche nach einem Ersatz für Tom Weilandt, der unmittelbar vor dem Wechsel zum TSV 1860 München stehen soll. Und auch der Transfer des defensiven Mittelfeldspielers Tom Trybull könnte in den nächsten Tagen passieren.

Domi Kumbela verstärkt den Kleeblattsturm

Die Spielvereinigung hat den ersten Schritt in punkto Neueinkäufe gestartet – sie verpflichtete den Stürmer Domi „Dominick“ Kumbela. Der 31-Jährige hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Michael Mutzel, Direktor Profifußball auf der Vereins-Website:

„Wir sind sehr froh, dass wir Domi trotz mehrerer Anfragen von anderen Vereinen verpflichten konnten. Er ist ein Vollblutstürmer der viel Erfahrung mitbringt und seine Torgefährlichkeit in der ersten und zweiten Liga schon unter Beweis gestellt hat.“

Zuletzt spielte der in Kinshasa geborene Deutsch-Kongolese für den Erstligisten Kardemir Karabükspor in der Türkei. Domi Kumbela traf während seiner Karriere in der deutschen Zweiten Liga in 68 Spielen bislang 29 Mal. „Ich bin froh, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Ich möchte hier an meine Leistung, die ich unter anderem in Braunschweig gezeigt habe, anknüpfen und mich so schnell wie möglich in der Mannschaft integrieren und mich in Fürth einleben. Ich möchte die gemeinsamen Ziele angehen und meinen Beitrag dazu leisten“, so Domi Kumbela zu seinem Wechsel nach Fürth. Unser Foto zeigt den zukünftigen Kleeblatt-Stürmer in der Saison 2011/2012 beim Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und der Spielvereinigung. Ab sofort ist Domi Kumbela also der Vereinskamerad von Stephan Schröck, nicht mehr sein Gegner.

Im Dezember 2012 berief Nationaltrainer Claude Le Roy Domi Kumbela in den erweiterten Kader der kongolesischen A-Nationalmannschaft für den Afrika-Cup 2013. Domi entschied sich später allerdings dafür, nicht für sein Land zu spielen, um sich auf die Zweite Bundesliga zu konzentrieren.

Und: Seit 2013 engagiert sich Domi Kumbela bei „Show Racism the Red Card – Deutschland“. Im April beteiligte er sich bei einem Workshop der Bildungsinitiative und berichtete den Schülern und Schülerinnen über seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung. Außerdem nahm er an der Kampagne „Unsere Elf gegen Rassismus“ teil.

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Mehr Glück als Verstand: Kleeblatt bleibt in der Zweiten Liga!

RB Leipzig - SpVgg Greuther FürthMeine aktuellen Gefühle zu beschreiben ist nicht schwer: Es ist vor allem Erleichterung über den Verbleib der Spielvereinigung in der Zweiten Liga. Das letzte Spiel einer nicht besonders erfolgreichen Saison 2014/15 endete heute mit einer verdienten 0:2-Auswärtsniederlage gegen RB Leipzig. Das Spiel war ein Abziehbild der meisten Begegnungen und symptomatisch für die sportliche Klasse des Kleeblatts und seine Form in dieser Spielzeit: Fehlpässe en masse, ein engagierter Stephan Schröck, dem im entscheidenden Moment ein Teamkollege zum Abspielen fehlt. Eine immer wieder ratlos wirkende Mannschaft, für die Pressing ein Fremdwort zu sein scheint: Man harrt der Dinge, die da kommen, und wirkt in manchen Szenen so, als ob man mit dem Geschehen auf dem Platz rein gar nichts zu tun hätte. Und: ein überragender Torwart Wolfgang Hesl. Ohne dessen Leistung die Spielvereinigung viel mehr Gegentore bekommen hätte. Und jetzt nicht auf dem schmeichelhaften 14. Tabellenplatz, sondern noch weiter unten stünde.
RB Leipzig war heute einfach die bessere Mannschaft und spielte den effektiveren Fußball. Als gegen Ende der zweiten Halbzeit klar war, dass das Kleeblatt nicht mehr siegen würde, richtete sich die Konzentration der angereisten 2000 Fürther Fans im RB-Stadion und der Kleeblattfans zu Hause vor den Fernsehern auf die Ergebnisse der anderen potentiellen Abstiegskandidaten in der Zweiten Liga. Denn nur dank der Resultate der Konkurrenz startet die SpVgg auch in der Saison 2015/16 in der Zweiten Liga. Zu meiner großen Freude schafft der SV Darmstadt außer dem FC Ingolstadt den direkten Aufstieg in die Bundesliga, der Karlsruher SC geht in die Relegation gegen den Hamburger SV. Und die Absteiger in der Zweiten Liga heißen VfR Aalen und Erzgebirge Aue. 1860 München, mit denen man als Kleeblattanhänger so manche Rechnung offen hat, muss ebenfalls in die Releagtion – gegen Holstein Kiel. Ich persönlich hätte nichts  gegen den Erfolg des norddeutschen Vereins.

Also: Eine Saison mit vielen Tiefschlägen geht für die Spielvereinigung zu Ende. Der Verein ist letzten Endes mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt sollte man diese Spielzeit ganz schnell abhaken, sich erholen. Und bis zum Anpfiff der Spielzeit 2015/16 Ende Juli werden die Karten neu gemischt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Engagement eines guten Stürmers?

Kleeblatt startet mit Power ins Jahr 2015

Neujahrswunsch_2015Das neue Jahr 2015 ist erst wenige Tage alt – und eigentlich hat uns der Alltag fast schon wieder. Auf einen Jahresrückblick 2014 habe ich dieses Mal verzichtet, denn schon in meinem Blogbeitrag „2014 ein Annus horribilis?“ am 29. Oktober bin ich auf wichtige Aspekte in Bezug auf das Kleeblatt eingegangen. Außerdem wurde man ja überall mit Jahresrückblicken bombardiert. Den Neujahrsgruß des Vereins habe ich dessen Website entnommen – er gefällt mir ausnehmend gut!
Ich schlage vor, wir sehen jetzt optimistisch ins neue Fußball-Jahr und machen uns ein paar Gedanken darüber, was sich bei der Spielvereinigung tun könnte. Offenbar steht Stefan Thesker von Hannover 96 kurz vor einem Wechsel in die zweite Liga. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, hat die SpVgg großes Interesse am 23-jährigen Innenverteidiger und ist bereit, 250.000 Euro Ablöse zu zahlen. Vor rund zwei Wochen gab Dirk Dufner  – Manager der Hannoveraner – bekannt, dass man nicht mehr mit dem Abwehrspieler plant. Thesker wechselte erst vor der Saison von der TSG Hoffenheim nach Niedersachsen. Bei den ‚Roten‘ konnte sich der frühere U21-Nationalspieler (sieben Länderspiele) nicht durchsetzen und kam auf lediglich zwei Bundesligaeinsätze.
Für die Kleeblätter wäre eine Verstärkung in der Defensive interessant. Aber ich denke, dass Marco Caligiuri und Benedikt Röcker ihre Arbeit gut machen. Was der SpVgg wirklich fehlt, ist ein starker und vor allem durchsetzungsfähiger Stürmer. Mit Ilir Azemi ist länger nicht zu planen. Und die Erfolgsquote anderer Spieler im Fürther Angriff wie Kacper Przybylko, Johannes Wurtz und Robert Zulj ist eher vom Zufall geprägt.

Morgen beginnt bei der SpVgg die Vorbereitung auf die verbleibende Zweitliga-Saison. Nachmittags findet die erste Trainingseinheit im Jahr 2015 statt. Und dann will das Team seinen Titel beim Frankfurter Hallencup aus dem Jahr 2014 verteidigen. Am Samstag, 10. Januar, ab 17.30 Uhr startet das Kleeblatt in der Frankfurter Fraport Arena ins Turnier. Am darauffolgenden Mittwoch (14. Januar) findet dann der erste Test gegen Jahn Regensburg statt. Wo genau das Duell stattfindet, ist noch nicht festgelegt. Und nur zwei Tage später, am 16. Januar, bricht das Kleeblatt mit allem Drum und Dran ins Wintertrainingslager nach Belek auf. Bis zum 24. Januar trainiert die Elf der Spielvereinigung dann an der türkischen Riviera.
Insgesamt also ein straffer Zeitplan. Bis zum Start in die nächsten Punktspiele am 6. Februar wird es wohl weder den Kleeblättern noch ihren Fans langweilig!

Olivier Occéan ist wieder zu haben…

SpVgg Greuther Fürth - FC KaiserslauternStürmer Olivier Occéan und der 1. FC Kaiserslautern haben sich auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrages geeinigt. Der Kanadier verlässt die Pfälzer nach nur etwas mehr als einem Jahr mit sofortiger Wirkung. Der 33-Jährige wechselte zu Beginn der Saison 2013/14 aus Frankfurt an den Betzenberg und stand bei den Roten Teufeln in der letzten Spielzeit in 27 Spielen auf dem grünen Rasen. Dabei schoss er in der 2. Bundesliga und bei vier Spielen im DFB-Pokal  jeweils drei Tore. Occéan war in der aktuellen Saison beim FCK nicht mehr zum Einsatz gekommen und spielte für Trainer Kosta Runjaic keine Rolle mehr. Deshalb entschieden sich beide Seiten für eine Vertragsauflösung, die sofort Gültigkeit hat.

Für Kleeblattfans schwebt über Olivier Occéan noch immer eine Art Heiligenschein. Er debütierte für die SpVgg in der 2. Bundesliga am 15. Juli 2011 im Spiel gegen Eintracht Frankfurt, bei dem er in der Startelf stand und seinem Sturmpartner Christopher Nöthe einen Treffer auflegte. Insgesamt kam er in der Saison 2011/12 auf 33 Einsätze, in denen er 17 Treffer erzielte und zusammen mit Alexander Meier und Nick Proschwitz Torschützenkönig der Zweiten Liga wurde.

Ich wollte – als ich erfahren habe, dass Olivier Occéan wieder auf dem Transfermarkt zu haben ist – eigentlich anregen, ob Trainer Frank Kramer und die Verantwortlichen der SpVgg mal in sich gehen sollten, ob Occéan vielleicht eine Option als neuer Stürmer für die nächsten Monate wäre. Allerdings rumort es inzwischen in der Gerüchteküche: Der FC Sankt Pauli interessiert sich angeblich für den Spieler. Der Hambuger Kultverein steht zurzeit an vorletzter Stelle der Zweiten Liga. Zwar hat sich dessen personelle Situation gerade wieder eingermaßen entspannt, aber jetzt gibt es neue Sorgen: Ausgerechnet das Ex-Kleeblatt Christopher Nöthe – zusammen mit Marc Rzatkowski mit jeweils drei Treffern bester Schütze – zog sich einen Sehnenanriss im linken Oberschenkel zu. Das heißt, für ihn ist dieses Fußball-Jahr gelaufen.
Also: Falls die SpVgg tatsächlich an Olivier Occéan Interesse haben sollte: Schnell entscheiden und noch schneller handeln! Denn das nächste Spiel am 24. November gegen Fortuna Düsseldorf steht ja quasi schon vor der Tür.

Ausschau nach einem Stürmer?

Es sind zwar nur vier Punkte bis zur Tabellenspitze, aber es gibt nichts zu deuteln: Die Spielvereinigung steckt nach drei Niederlagen in Serie in einer Krise. Zum Glück haben die Verfolger 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli je nur einen Punkt geholt, sonst stünde das Kleeblatt nach dem 12. Spieltag nicht auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga, sondern weiter unten. Trainer Frank Kramer muss jetzt gut und schnell überlegen und die richtigen Maßnahmen ergreifen, um möglichst bald eine effektive Wende zum Positiven einzuleiten.
Auf jeden Fall kann er bis zur Winterpause nur mit den vorhandenen Spielern planen. Ob dann Verstärkung – vor allem im Sturm – kommt, ist nicht ausgeschlossen. Seit dem Kreuzbandriss von Nikola Djurdjic (dritter Spieltag) fehlt der SpVgg ein torgefährlicher Mittelstürmer. Ilir Azemi bemüht sich zwar, kommt aber nur selten zum Abschluss seiner Aktionen. Und der von Werder Bremen ausgeliehene Niclas Füllkrug hat zwar Chancen, vergibt diese aber bisher noch. Ognjen Mudrinski ist körperlich nicht voll fit: Der serbische Angreifer wurde im August von einer Fußprellung und einer Zahn-Operation zurückgeworfen und kam seitdem nie richtig in die Gänge.
Ein effektiver Angreifer wäre für die Rückrunde in der zweiten Liga für das Kleeblatt dringend notwendig. Das österreichische Portal “nachrichten.at” hat berichtet, dass man bei der SpVgg nicht untätig war und am vergangenen Wochenende René Gartler von der SV Ried beobachtet hat. Der 28-Jährige, dessen Vertrag ausläuft und der somit im nächsten Sommer ablösefrei wäre,  hat in 100 Spielen der österreichischen Bundesliga 32 Tore erzielt. Vielleicht wäre er eine Option?
Am Samstag, 2. November, reist die SpVgg erst mal ins Erzgebirge  und trifft dort um 13 Uhr auf den Zwölftplatzierten: den FC Erzgebirge Aue. Zeitgleich spielt der 1. FC Kaiserslautern gegen den FC St. Pauli. Und die beiden führenden Vereine – Union Berlin und der 1. FC Köln – treffen dann am nächsten Montag aufeinander. Das verspricht ein spannender 13. Spieltag zu werden!

Warten auf den neuen Kleeblatt-Stürmer

Seitdem klar ist, dass der Kleeblattstürmer Nikola Djurdjic für mehrere Monate ausfallen wird, ist die Vereinsführung der Spielvereinigung auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz. Djurdjic hatte sich im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern nach nur 16 Minuten bei einem Luftduell verletzt, am nächsten Tag wurde ein Kreuzbandriss im rechten Knie diagnostiziert.
Das Kleeblatt hat bisher alle vier Spiele der Zweitliga-Saison gewonnen. Allerdings nicht unbedingt souverän. Will heißen: Das Pech, das die Fürther in ihrer Erstliga-Saison hatten (oft gut gespielt, aber keine Tore geschossen), verkehrt sich inzwischen beinahe ins Gegenteil. Das Team zeigt manche deutliche Schwäche (nicht genug „Biss“, oft zu passiv und Fehler im direkten Zuspiel), aber immer war es möglich, den Gegner zu besiegen. Im letzten Spiel gegen den Karlsruher SC gelang es der SpVgg sogar, das Ruder noch zum 2:1-Sieg rumzureißen.
Der neue Stümer müsste sich in eine noch gar nicht so richtig zusammengewachsene Mannschaft schnell und gut integrieren. Trainer Frank Kramer sollte es gelingen, eine effektive Speerspitze aufzubauen, um Nikola Djurdjic zu ersetzen.
Mal sehen, wen uns die Verantwortlichen der Spielvereinigung heute, morgen, zumindest aber in den nächsten Tagen präsentieren werden! Ich bin mir sicher, dass ich bei meiner morgendlichen Lektüre des Sportteils der „NZ“ (Foto) bald neue Informationen erhalten werde. Und vielleicht ist ja der weiß-grüne Neuzugang am Samstag beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln schon mit dabei.

Neuer Stürmer könnte das Blatt wenden!

Jetzt wird er also kommen: Der Hoffnungsträger der Spielvereinigung. Sein Name: Nikola Djurdjic. Der Neuzugang vom norwegischen Erstligisten Haugesund soll den abschlussschwachen Sturm des Kleeblatts stärken und die Torquote massiv nach oben schnellen lassen. Coach Mike Büskens ist von der Treffer-Statistik des 26-jährigen Serben begeistert: In 41 Pflichtspielen für Haugesund und Helsingborg gelangen Djurdjic im Kalenderjahr 2012 31 Treffer. Eine Superbilanz, die er bei der kürzlich zu Ende gegangenen Gruppenphase der Europa League noch unterstreichen konnte. Er schaffte vier Treffer, davon allein drei gegen den niederländischen Spitzenklub Twente Enschede. Der Preis für den Stürmer liegt vermutlich bei zirka einer Million Euro.

Auf Nikola Djurdjic liegen die Hoffungen aller Fürther Fans. Nach dem Weggang des Torjägers Olivier Occean, der in der Aufstiegssaison 17 Tore fürs Kleeblatt erzielt hatte, spielte das Team zwar oft gut und engagiert, aber die Schwächen liegen einfach im wichtigsten Bereich eines Fußballspiels: dem Torschießen. Übrigens: Das gelingt Occean seitdem er für den Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt aufläuft, auch nicht mehr. Eigenartig. Aber für die Frankfurter ist Occeans Form derzeit nicht so existentiell wichtig, denn sie sind aktuell auf dem vierten Tabellenlatz  und schlagen sich in der ersten Liga mit Bravour.

Morgen wird Nikola Djurdjic noch nicht im Ronhof antreten. Da heißt es noch mal: Alles aufbieten, was derzeit machbar ist. Der Gegner ist der Tabellenvorletzte FC Augsburg, der genauso wie die SpVgg um jeden Punkt ringt und schon als sichere Abstiegself gehandelt wird, zusammen mit – und da müsst Ihr gar nicht groß raten: der Spielvereinigung aus Fürth. In einer repräsentativen Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid) glauben 56 Prozent der Befragten, dass die beiden bayerischen Mannschaften in die zweite Liga absteigen werden. Gerade mal 12 Prozent rechnen mit einer erfolgreichen Wende für das Kleeblatt.
Aber das hat ja noch 18 Spiele vor sich, um diesen Miesmacher-Prophezeiungen Paroli zu bieten. Und morgen kann es gleich mal losgehen mit einem Sieg gegen Augsburg zu Hause!

 

Jetzt geht’s beim Kleeblatt Schlag auf Schlag

Nachdem das Kleeblatt lange nach einem geeigneten Nachfolger für Olivier Occean gesucht und in der vergangenen Woche Djiby Fall verpflichtet hat, wurde heute die Zahl der Stürmer um einen weiteren erhöht: Die SpVgg hat Franck Ohandza (20) engagiert. Der U20-Nationalspieler Kameruns wird zunächst für ein Jahr vom thailändischen Klub Buriram United ausgeliehen. Vorausgegangen waren umfangreiche Verhandlungen über einen längeren Zeitraum, weil der Spieler auch von skandinavischen Spitzenvereinen umworben war. Ohandza erzielte für die U20 von Kamerun in zwölf Spielen acht Tore und war 2011 Torschützenkönig der Thai Premier League mit 23 Treffern in 25 Einsätzen. Einziges Handicap: Mitte Mai 2012 zog sich Franck Ohandza einen Wadenbeinbruch zu, deshalb wird er erst wieder Mitte August in den Trainingsbetrieb einsteigen. Präsident Helmut Hack ist – so der SpVgg-Homepage zu entnehmen – begeistert:

„Franck ist ohne Frage ein großes Stürmertalent. Wir werden ihn in den nächsten Monaten mit einem gezielten Programm aufbauen und ihn zunächst in der U23 mittrainieren lassen. Dafür wird er unsere volle Unterstützung und alle notwendige Zeit erhalten. Wir haben mit dem Verein und mit dem Spieler Optionsrechte ausgehandelt, die uns zu einem späteren Zeitpunkt in die Lage versetzen, den Stürmer langfristig an uns zu binden.“

 

Jetzt geht’s looos! – Der Stürmer ist da!

Die Mannschaft der Spielvereinigung wird allmählich komplett. Zwei Wochen vor dem Start der Bundesligasaison wurde man nach wochenlanger Suche nach einem geeigneten Stürmer fürs Kleeblatt jetzt endlich fündig: Die SpVgg hat den senegalesischen Stürmer Baye Djiby Fall verpflichtet. Der 1,87 Meter große Angreifer hat gestern Nachmittag die sportärztliche Untersuchung bestanden. Der 27-Jährige kommt vom belgischen Pokalsieger KSC Lokeren und hat in Fürth einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.  Präsident Helmut Hack ist – so steht es auf der Website des Vereins (daher auch unser Foto) – mit der Verpflichtung des Stürmers zufrieden:

„Nach langer, intensiver und geduldiger Suche haben wir den Spieler gefunden, der genau unserem Anforderungsprofil für diese Position entspricht.“

Djiby Fall wurde 2009 für die senegalesische Fußballnationalmannschaft nominiert und kam zu zwei Einsätzen. Er wird heute erstmals am Training der SpVgg teilnehmen und steht auch ab 19.30 Uhr beim Freundschaftspiel gegen Stoke City in der Trolli ARENA auf dem Platz. Der Verein aus der Premier League ist immerhin der zweitälteste, noch existierende Fußballverein in England. Schon seit 1863 existieren die Potters (Deutsch: Die Töpfer), ihr Heimatort ist Stoke-on-Trent. In die Schlagzeilen geriet der Verein in den letzten Tagen, weil Stoke Citys Abwehrspieler Robert Huth an einer viralen Meningitis erkrankt ist, er befindet sich aber auf dem Weg der Besserung. Huth musste am Montag nach dem Auftreten erster Symptome ins Krankenhaus gebracht werden. Man diagnostizierte dort eine leichtere Form dieser im schlimmsten Fall tödlichen Krankheit. Der 19-malige Fußball-Nationalspieler wird  noch einige Tage im Hospital mit Antibiotika behandelt.

Wir wünschen ihm gute Besserung – und hoffen, dass sich das Kleeblatt heute Abend mit dem neuen Stürmer in Topform zeigt und sich super schlägt!