Kleeblatt lädt zur Saisoneröffnungs-Feier

Nur noch wenige Wochen müssen Kleeblattfans warten, bis die neue Zweitliga-Saison 2017/18 startet. Das erste Spiel wird auswärts am 29. Juli um 15.30 Uhr gegen den SV Darmstadt 98 angepfiffen. Doch vorher stimmen sich alle schon stilecht auf Fußball ein: Die Saisoneröffnungs-Feier der Spielvereinigung findet am Sonntag, 23. Juli 2017, zwischen 11.00 Uhr und 17.00 Uhr statt. Ort des Geschehens: Das Sportzentrum Kleeblatt in der Kronacher Straße 154 in Fürth.

Während des gesamten Tages können sich Besucher beim kurzweiligen Rahmenprogramm vergnügen. Bei Kindern wird der Spaß bestimmt nicht zu kurz kommen: Kleine Kleeblatt-Kids stürmen die Hüpfburg. Wer Lust hat, kann sich im „Bubble-Soccer“ versuchen. Bei der lustigen Funsportart stülpen sich die Teilnehmer 1,5 m große aufblasbare, meist transparente Kugeln (die so genannten Bubblebälle oder Bumperbälle) über ihren Oberkörper und spielen damit Fußball. Ähnlich wie beim American Football stürmen die Spieler aufeinander zu und versuchen, ihre Gegenspieler umzuwerfen und sich so einen Weg zum Tor zu bahnen. Die Bubblebälle haben praktisch die Funktion eines Airbags, sie schützen die Spieler bei Zusammenstößen.

Bei der Eröffnungsfeier wird natürlich auch kulinarisch wieder einiges geboten. An mehreren Foodtrucks kann man sich mit unterschiedlichsten Essensangeboten verköstigen.

Das Highlight des Nachmittags wird mit Sicherheit die Präsentation der neuen Mannschaft sein (Foto: Spielervorstellung 2016). Bei der anschließenden Autogrammstunde lernt man die Neuzügänge dann noch besser kennen.

Und: Wer interessiert ist, kann mit dem Kleeblatt-Busservice zum Trainingszentrum der Profis und ins Stadion fahren. Im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer werden Führungen durch die neue Haupttribüne (das neue STECHERT Business- und Tagungszentrum) angeboten und man erhält so spannende Einblicke in das neue Herzstück des Stadions.

Saisonstart auswärts gegen Darmstadt

Am kommenden Samstag startet offiziell die neue Saison 2017/18. Heute wurde der Spielplan der Deutschen Fußball Liga veröffentlicht. Spannend: Mit einem Livestream konnte man sich das pünktlich um 12 Uhr im Internet ansehen. Der erste Spieltag findet vom 28. bis 31. Juli 2017 statt (die Spielpaarungen sind noch nicht genau terminiert). Die Verantwortlichen bei der Spielvereinigung hatten auf ein Auswärtsspiel gehofft. Und es hat geklappt: Zum Saisonauftakt fährt das Kleeblatt zum Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt 98. Das erste Heimspiel gibt es dann eine Woche später gegen Arminia Bielefeld.

Besonders interessant ist für fränkische Fußballfans der Termin des Frankenderbys. Das erste Derby gegen den Lokalrivalen 1. FC Nürnberg steigt am 8. Spieltag (22. – 25. September) zu Hause im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer. Kleeblatt-Trainer Janos Radoki freut sich – so der Vereins-Webseite zu entnehmen – über den Spielplan:

„Mit Darmstadt erwartet uns natürlich gleich eine interessante Aufgabe zum Auftakt. Und dann geht es gleich zu Hause gegen einen uns bekannten Verein aus der vergangenen Saison. Für uns sind das gleich zu Beginn schöne Spiele. Wir freuen uns, wenn es endlich losgeht und am 8. Spieltag dann auch das Frankenderby bei uns vor eigenem Publikum ansteht.“

Der Gastgeber der ersten Begegnung – SV Darmstadt 98 – geht übrigens auch in der Saison 2017/18 mit einem außergewöhnlichen Projekt an den Start: Die Lilien verschenken Dauerkarten an einkommensschwache Menschen und ermöglichen ihnen einen kostenlosen Zutritt zu den Heimspielen am Böllenfalltor. Die Verteilung der personalisierten Dauerkarten an die jeweiligen Empfänger erfolgt über das Sozialdezernat der Stadt Darmstadt. Normalerweise kostet beim SV Darmstadt die günstigste Dauerkarte für einen Vollzahler 182 Euro. Ich finde diese Aktion nachahmenswert.

Das Kleeblatt gewinnt – aber das Zittern geht weiter!

SpVgg Greuther Fürth - SV Darmstadt 98„Das hat sich heute voll rentiert“, meinte eine Stadionbesucherin nach dem Spiel – und damit hat sie total recht. Die Spielvereinigung gewann das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt mit 1:0. Für viele Kleeblattfans war das – trotz allem Optimismus – ein unerwartetes, überraschendes Resultat.
Was hatte man in den vergangenen Tagen nicht alles möglich gemacht, um heute das Stadion voll zu kriegen. Fürther Fimen hatten 3000 Eintrittskarten gekauft und sie kostenlos an Dauerkartenbesitzer verschenkt. Und so konnte sich die Zuschauerkulisse sehen lassen: Mit 17 500 Zuschauern war der Ronhof ausverkauft. In unmittelbarer Nähe des Gästeblocks saßen viele Fans des SV Darmstadt und machten mächtig Stimmung. Aber – in aller Bescheidenheit – gegen die lautstarken Kleeblattanhänger hatten sie keine Chance!
Das Spiel begann eher zaghaft und war von Defensivaktionen beider Mannschaften geprägt. Die Kleeblätter zeigten sich im Gegensatz zum letzten Spiel gegen den 1. FC Heidenheim (0:3) heute aktiver und kampfbetonter. Ihre größte Schwäche ist aber nach wie vor das ungenaue Passspiel. Stephan Schröck, der immer als Motor und quirliger Spieler das Fürther Spiel am Laufen hielt, verstand es nur selten, einen gerade eroberten Ball an einen Fürther Mitspieler abzugeben. Der Pass ging entweder ins Leere, oder Schröcki verlor die Kugel an den Gegner.

Bis eine Viertelstunde nach der Halbzeitpause war kein Tor gefallen. Trainer Mike Büskens hatte Marco Stiepermann für Goran Sukalo eingewechselt, und das sollte sich als goldrichtige Entscheidung erweisen. Stiepermann (Foto) schoss in der 61. Minute einen 25-Meter-Freistoß direkt ins linke Darmstädter Eck. Und machte aus dem Ronhof eine fußballerisches Tollhaus. Die Darmstädter Lilien versuchten daraufhin, druckvoller nach vorne zu spielen, um sich ihren zweiten Tabellen- und direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga zu erhalten. Aber sie bissen beim Kleeblatt auf Granit.

Spannend wurde es noch mal, als der oft konfus wirkende Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer entschied, fünf (und letztlich waren es dann sechs) Minuten nachspielen zu lassen. Aber er hatte seine Rechnung ohne Stephan Schröck gemacht, der taktisch klug handelte: Er verzettelte das Spiel absichtlich in die gegnerische Hälfte. Und so gelang es den Darmstädtern nicht mehr, den erhofften Ausgleich zu machen.

Ein wichtiger Sieg für die Spielvereinigung in dieser Saison. Das waren heute die sogenannten Big Points. Trotzdem: Alles hängt vom letzten Spiel am kommenden Sonntag, 24. Mai, bei RB Leipzig ab. Denn die Verfolger in der Zweiten Liga sind dem Kleeblatt nach wie vor dicht auf den Fersen.

PS: Unser Orakel Daisy hat auf Sieg des SV Darmstadt getippt und heute daneben gelegen. Ihre Trefferquote hat sich damit auf 50 Prozent verschlechtert. Aber: Daisy, alle Kleeblattfans sind Dir für Deinen Fehltipp dankbar. Und damit hast Du Dir ein Leckerli zusätzlich verdient!

In den letzten beiden Spielen alles geben!

Klassenerhalt_2015Jetzt auf „Endzeit-Stimmung“ zu machen – das hat gar keinen Sinn. Die Spielvereinigung steht aktuell auf dem 14. Tabellenplatz der Zweiten Liga und hat nur noch zwei Spiele vor sich. Problematisch ist nicht der 14. Platz (man wird ja bescheiden mit der Zeit!), sondern die Anzahl der Punkte der letzten fünf Mannschaften. Mit dem Kleeblatt haben noch St. Pauli und Erzgebirge Aue 34 Punkte, der Tabellenvorletzte, 1860 München, 33 Punkte. Und das Schlusslicht – der VfR Aalen – verfügt über 31 Punkte. Mit anderen Worten: Nachdem schon die letzten Spieltage für Überraschungen gesorgt haben, weil vermeintlich schlechte Mannschsften Spiele gewannen und damit der SpVgg immer näher kamen, geht es jetzt um jeden Punkt fürs Kleeblatt.
Die beiden letzten Gegner der Spielvereinigung sind am Sonntag, 17. Mai, zu Hause der SV Darmstadt, der im Moment auf dem zweiten Tabellenplatz, also einem direkten Aufstiegsplatz rangiert. Die „Lilien“ werden sich hüten, eine Schwäche zu zeigen, und ihren Aufstieg in die Bundesliga zu gefährden. Und der Gegner am letzten Spieltag heißt RB Leipzig. Dieses Auswärtsspiel wird bestimmt nicht leicht, denn der Verein hat schon das Hinspiel in Fürth mit 1:0 gewonnen.

Trotzdem: Jetzt sind alle gefordert, sich noch mal zu konzentrieren und vor allem zu motivieren. Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall noch möglich. Deshalb: Liebe Kleeblattfans, engagiert Euch am Sonntag lautstark für das Kleeblatt, schüchtert die Lilien mit Euren Fangesängen ein. Und, liebe SpVgg-Profis: Realisiert endlich, um was es geht. Und reißt Euch am Sonntag am Riemen.

Noch ein Satz zum Foto oben: Wenn man in das schwarze Loch sieht, was ist da in der Tiefe? Schaut genau hin: Die Worte „Hoffnung auf den Klassenerhalt“. Na, also!

Der Abstieg ist fürs Kleeblatt verdammt nah!

1. FC Heidenheim - SpVgg Greuther Fürth„Was vom Tage übrig blieb“ ist ein Roman des britischen Schriftstellers Kazuo Ishiguro aus dem Jahre 1989, Mitte der 90er Jahre von James Ivory mit Emma Thompson und Anthony Hopkins verfilmt. Was für Kleeblattfans zu Hause und 1500 angereiste Anhänger heute vom Tage übrig bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass die Spielvereinigung nach der verdienten 0:3-Niederlage gegen den FC Heidenheim am tiefen Abgrund des Abstiegs in die Dritte Liga steht.

Nach dem 3:0-Sieg in der letzten Woche gegen Fortuna Düsseldorf waren so etwas wie optimistische Impulse durch die Mannschaft und die Anhänger der SpVgg gegangen. Das Kleeblatt kann es noch: Fußball spielen, Tore schießen und siegen. Aber heute war alles wieder wie in den vergangenen Monaten. Nach einer einigermaßen guten ersten halben Stunde gelang den Heidenheimern aus dem Nichts das 0:1: Eine ziemlich konfuse Szene vor Wolfgang Hesls Tor, Robert Zulj klärte noch auf der Linie, aber Tim Göhlert machte dann doch den Treffer. Und drei Minuten vor der Halbzeitpause erhöhten die Zweitliga-Aufsteiger zum 2:0! Drei Fürther Spieler bekamen den Heidenheimer Kapitän Schnatterer in der Mitte nicht unter Kontrolle, der spielte den Pass auf den mitgelaufenen Heise. Und der Verteidiger machte den Treffer.

Wie so oft in dieser Saison ging die SpVgg mit einem Rückstand in die Pause. Aber es sollte noch dicker kommen: In der 48. Minute zog Robert Zulj die Notbremse und wurde postwendend mit der Roten Karte bestraft. Schlimmer noch: Die Heidenheimer verwandelten den verhängten Foulelfmeter. So lag das Kleeblatt innerhalb von knapp 50 Minuten mit 0:3 zurück. Auch Trainer Mike Büskens (Foto) muss sich jetzt ernsthaft Sorgen machen.
Bis zum Schlusspfiff fiel den Kleebläattern dann nicht mehr viel ein. Zu harmlos, zu schlapp und ohne Kampfkraft spulten sie die Minuten runter. Stephan Fürstner, der bekanntlich in der nächsten Spielzeit zu Union Berlin wechseln wird, bäumte sich als einer der wenigen verzweifelt gegen einen weitere Niederlage auf. Und Torwart Wolfgang Hesl war es letztlich zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

Ohne schwarz malen zu wollen: Die SpVgg hat es im letzten Heimspiel am Sonntag, 17. Mai, mit dem Aufsteiger SV Darmstadt zu tun. Die wollen unbedingt in die Erste Bundesliga aufsteigen, sei es direkt oder zumindest über den Relegationsplatz. Das heißt: Sie werden dem Kleeblatt nichts schenken! Und das letzte Auswärtsspiel bei RB Leipzig wird mit Sicherheit auch kein Zuckerschlecken. Wie gesagt: Ich male nicht gerne schwarz. Aber das Kleeblatt war dem Abstieg schon lange nicht mehr so nahe wie heute.
Und noch eine Hiobsbotschaft. Das Tierorakel Daisy lag heute nach zwei richtigen Tipps auch voll daneben!