Ein Punkt in Bremen – aber Augsburg gewinnt!

Das Kleeblatt bei Werder Bremen. „Sie können nur noch mit Anstand absteigen“ – so der Kommentar vieler Fans, mit denen ich im Laufe dieser Woche gesprochen habe. Naja, so pessimistisch muss man nicht sein.

Die erste Partie mit dem neuen Coach Frank Kramer begann vielversprechend mit zwei Superchancen für die SpVgg, die allerdings weder von Bernd Nehrig noch von Stephan Fürstner verwandelt werden konnten. Dann nichts wirklich Erwähneswertes in der ersten Halbzeit. Anpfiff zu den zweiten 45 Minuten: Der gerade von Bremen eingewechselte Aaron Hunt trifft nach fragwürdigem Elfmeter ins Tor von Max Grün. Und schon steht es 0:1. Die Kleeblätter (wie so oft) geschockt, waren sie doch eigentlich die bessere Mannschaft in der ersten Hälfte gewesen. Ein couragierter, offensiver Auftritt vor fast 40 000 Zuschauern, aber einmal mehr ohne Fortune. Dann das heiß ersehnte Tor in der  55. Minute durch Stephan Fürstner. Und die SpVgg dreht sieben Minuten später tatsächlich das Spiel: Durch einen direkten Freistoß aus 30 Metern Distanz trifft Thanos Petsos (Foto) mit einem sagenhaften Tor zum 2:1.
Aber wo Glück ist, kommt Pech schnell hinterhergetigert. Nach einem weiteren Foulelfmeter legt sich der Torschütze des ersten Bremer Tors – Aaron Hunt – zehn Minuten vor Ende der Partie den Ball zurecht, schießt dieses Mal ins andere Eck und schon ist die Partie wieder ausgeglichen. Grün war zwar dran, aber …
Und so endete das Spiel, das zwischenzeitlich viele Fürther Fans hoffen ließ, mit einem 2:2-Unentschieden. Dieses Ergebnis, das zum Teil aufgrund nicht nachvollziehbarer  Schiedsrichterentscheidungen zustandekam, bringt dem Kleeblatt unterm Strich nichts. Denn der FC Augsburg gewann gleichzeitig beim Hamburger SV und konnte seinen Relegationsplatz verteidigen. Der Abstand zwischen Kleeblatt und FCA ist auf neun Punkte angewachsen. Nicht mehr einzuholen?

Kleeblatt-Kader wird aufgestockt

Die Spielvereinigung steigt in die Bundesliga auf, die Spieler relaxen im Moment im wohlverdienten Urlaub. Das heißt allerdings nicht, dass die Verantwortlichen im Verein derzeit im Frühlingsschlaf liegen. Nein, seit gestern treffen täglich Informationen ein, dass der Kader des Kleeblatts erweitert wird. Nach dem Weggang des zweiten Torwarts Jasmin Fejzic war dessen Position vakant. Deshalb hat die SpVgg jetzt Wolfgang Hesl (im Foto) verpflichtet. Der Torwart kommt ablösefrei von Dynamo Dresden. Für die Dresdener hat Hesl in der letzten Saison 13 Zweitliga-Spiele bestritten. In der Spielzeit 2010/2011 gewann Hesl mit dem SV Ried den österreichischen Pokal-Wettbewerb. Der 26-jährige Oberpfälzer erhält beim Kleeblatt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Wolfgang Hesls sportliches Vorbild ist übrigens Oliver Kahn!

Schon gestern wurde der Zugang von Thanos Petsos gemeldet. Der Grieche erhält einen Drei-Jahres-Vertrag. Petsos feiert am 5. Juni seinen 21. Geburtstag, er wechselt von Bayer Leverkusen nach Franken. In den letzten beiden Spielzeiten war der griechische U21-Nationalspieler von der Werks-Elf an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen. Der zentrale Mittelfeldspieler, der auch auf der rechten Verteidiger-Position eingesetzt werden kann, bestritt für den FCK 39 Erstliga-Begegnungen.

Ich bin mal gespannt, wer für die nächste Saison noch vom Fürther Aufsteiger verpflichtet wird. Jetzt ist das Kleeblatt für viele Profi-Fußballer interessant und attraktiv. Denn es wird eine sportliche Herausforderung, nicht nur eine Spielzeit erstklassig zu sein. Spannung pur!