HSV entlässt Trainer – Gutes Omen fürs Kleeblatt?

Vielleicht ist das ein Pluspunkt im Vorfeld des DFB-Pokalspieles am nächsten Dienstag? Da spielt das Kleeblatt in Runde zwei gegen den Hamburger SV. Und die haben heute ihren Trainer Thorsten Fink an die Luft gesetzt. Nach dem schlechten Ergebnis gegen 1899 Hoffenheim – 1:5 im eigenen Stadion in Hamburg – hatte sich in Dortmund das sportliche Debakel wiederholt. 2:6 endete die Begegnung. Der Schwachpunkt des hanseatischen Vereins ist eindeutig die Defensive: 15 Gegentreffer in fünf Spielen sind einfach zu viel. So droht dem HSV in der momentanen desolaten Verfassung schon nach fünf Saisonspielen der Abstiegskampf.

Neben den schlechten Ergebnissen in den Spielen hat die Vereinsführung des HSV vor allem auch das persönliche Verhalten von Trainer Fink kritisiert. Er flog nach einem Gespräch mit Sportdirektor Oliver Kreuzer am Sonntagvormittag zu seiner Familie nach München, anstatt das Auslaufen der Mannschaft zu betreuen. Und bereits nach dem Hoffenheim-Spiel hatte Fink den Unmut des Vorstands auf sich gezogen, als er seinen Spielern zwei Tage frei gab. Auch das Hin und Her um die aussortierten Slobodan Rajkovic und Michael Mancienne hat die Position des Trainers nicht gestärkt. Der Begnadigung der beiden Innenverteidiger durch Fink folgte am Wochenende das Machtwort von Oliver Kreuzer.
Thorsten Fink war am 17. Oktober 2011 als großer Hoffnungsträger vom FC Basel nach Hamburg gekommen. In seiner ersten Saison rettete der ehemalige Profi von Bayern München die Hanseaten vor dem Abstieg. In der darauffolgenden Spielzeit verfehlte er mit Platz sieben knapp die Europa League.

Der Spielvereinigung tut mental vor dem Pokalspiel die Unruhe in der Mannschaft des HSV ganz gut. Sie könnten davon profitieren, dass ein neuer Trainer erst anfangen muss, sein Team auf sich einzuschwören und als geschlossene Mannschaft zu formieren. Mit ein wenig Glück und beherztem Auftreten haben die Kleeblätter gute Chancen, nach dem Spiel in Hamburg am 24. September, 20.30 Uhr, eine Runde weiter zu sein.