Trainingslager wird zum Lazarett

Bei der Wahl ihres Trainingslagers haben sich die Fürther nicht lumpen lassen. Nach Tirol hat es das Kleeblatt verschlagen, ins malerische Kitzbühel. Trainiert wird auf einem wunderschönen Rasenplatz mit direktem Blick auf die Berge, man schläft und speist im Vier-Sterne Hotel Kitzhof. Klingt irgendwie mehr nach Aktivurlaub als nach knallharter Saisonvorbereitung, oder?
Bislang allerdings scheint sich das Trainingslager eher zum Lazarett zu entwickeln. Von Anfang an war der Kader ja schon nicht gerade groß, der nach Österreich mitkam. Nur 16 Feldspieler konnte Möhlmann für die acht Tage in Tirol einchecken; das war eigentlich anders geplant, zumal er bei den insgesamt drei anberaumten Testspielen gerne personell ein bisschen durchgemischt hätte. Doch wie das häufig so ist im Leben, kam zum fehlenden Glück auch noch Pech dazu. Nachdem Innenverteidiger Martin Meichelbeck aus familiären Gründen wie es heißt, zwischenzeitlich abreisen musste, droht Thomas Wörle, der ja schon seit längerem an einer Erkrankung des Immunsystems leidet, gar der Totalausfall. Und dann hat es jetzt auch noch Bernd Nehrig erwischt, der einen Schlag aufs Sprunggelenk verpasst bekam. Beim Testspiel gegen Panathinaikos Athen (Endstand 1:2) zogen sich außerdem Kim Falkenberg als auch Sami Allagui einige Blessuren zu.
Bleibt nur zu hoffen, dass alle Kränkelnden und Verletzten bis zur Heimreise noch ganz viel frische Tiroler Luft einatmen und sich im sicherlich luxuriösen Wellnessbereich des Hotels schnell wieder aufpäppeln lassen. Lange ist es schließlich nicht mehr hin bis zum Saisonstart.