Ab morgen geht’s bergauf!

SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtMorgen hat das Warten auf das nächste Zweitligaspiel des Kleeblatts ein Ende – nach der Länderspiel-Pause geht es nach Düsseldorf zur Fortuna. Im letzten Herbst war diese Begegnung noch besonders pikant – wurden die Nordrhein-Westfalen damals doch vom „Aufstiegsmacher“ des Kleeblatts – Mike Büskens – trainiert. Er hatte zur Saison 2013/14 die Zweitligaelf übernommen und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieben. Am 30. November 2013 wurde er „nach einer Analyse der aktuellen sportlichen Situation“ beurlaubt. Die Fortuna stand zu diesem Zeitpunkt auf dem 15. Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. Das Spiel am 7. Oktober 2013 hat die SpVgg leider mit 1:2 verloren. Aber das ist Vergangenheit.

Das morgige Spiel könnte für die Spielvereinigung wie eine Kehrtwende bei einer Schussfahrt ins Tal werden. Denn nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC würden der SpVgg ein Auswärtssieg und drei Punkte gut zu Gesichte stehen. Wieso Kehrtwende? Kapitän Wolfgang Hesl steht morgen wieder im Fürther Tor. Er hatte sich in der Begegnung gegen 1860 München am 26. September verletzt – Bruch der Mittelhand – und fiel seitdem aus. Für ihn stand Tom Mickel im Fürther Tor – mit wenig Fortune. Zehn Gegentore in fünf Zweitliga-Spielen – wahrlich keine gute Bilanz.

Wolfgang Hesls Job wird es morgen sein, keine Tore der Gegner zuzulassen. Logisch! Aber vor allem hoffe ich darauf, dass er es mit seiner selbstbewussten und nachdrücklichen Art schafft, sein Team wieder zu mehr Konsequenz und spielerischer Klasse zu motivieren. Das ist dringend notwendig, denn die letzten Spiele waren mehr als dürftig. Das 14. Saisonspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf in der „Esprit Arena“ wird also spannend. Wer nicht nach D-Town fahren kann oder will – die Partie wird ab 20.15 Uhr auf Sport1 live übertragen.

Ein Silberstreif am Horizont

Kramer_PrzybylkoVermutlich mit gemischten Gefühlen fuhr die Spielvereinigung nach Berlin ins „Stadion an der Alten Försterei“. Obwohl die Bilanz gegen den 1. FC Union Berlin sehr gut aussieht: Sieben Mal hat das Kleeblatt gegen den Berliner Verein gewonnen, sieben Mal war es unentschieden ausgegangen, nur eine Niederlage. Die SpVgg ist seit dem Wiederaufstieg der „Eisernen“ im Jahr 2009 praktisch der Angstgegner, denn seitdem haben die Kleeblätter bei jedem Spiel in der Hauptstadt gesiegt.
Mit „gemischten Gefühlen“ deshalb, weil  die vergangenen Partien dieser Saison für die vermeintlichen Aufstiegsaspiranten aus Fürth ja eher sportliche Katastrophen waren. Am Dienstag mussten sie sich gegen den FC Kaiserslauten aus dem DFB-Pokal verabschieden, am Wochenende davor hatte es eine 2:5-Niederlage gegen den FSV Frankfurt gegeben.

Doch Schluss mit dem Blick auf Vergangenes: Das Spiel gegen Union Berlin startete voller Leidenschaft, und der Druck der Fürther auf das gegnerische Tor war immens. Als Belohnung machte Kacper Przybylko in der 3. Minute ein Kopfballtor: Marco Stiepermann hatte den Ball an die Grundlinie zu Benedikt Röcker gespielt, der nach innen köpfte. Dort stand Przybylko allein auf weiter Flur und köpfte aus sechs Metern mit einem Aufsetzer zum 1:0 ein. Das war für die Mannschaft und vor allem die Kleeblattfans im Stadion und zu Hause am Fernseher wie ein Befreiungsschlag. Und man war gespannt auf die nächsten 87 Minuten und ein schönes Spiel.
Das sollte allerdings ein Trugschluss sein. Durch viele unnötige Fouls wurde der Spielfluss immer wieder unterbrochen. Schon im Mittelfeld stoppten beide Teams ihre Gegner. Vor allem Stephan Schröck zeigte seine körperbetonte Seite und ging seine Kontrahenten immer wieder ruppig an. Das bestrafte der Schiedsrichter – der Akademische Rat Dr. Martin Thomsen – in der 51. Minute  mit einer Gelben Karte.

Das Stadion im Berliner Stadtteil Köpenick war mit über 18. 700 Zuschauern gut besucht, die hatten allerdings nicht viel Freude am Spiel ihrer Profis. Die Defensivleistung unserer Kleeblätter war dafür zu sicher und beinahe undurchlässig. Entsprechend ereignislos verlief die zweite Hälfte nach der Halbzeitpause. Kleeblatt-Keeper Tom Mickel, der gegen den FSV Frankfurt noch fünf Mal hinter sich greifen musste, überzeugte mit sicherem Halten und erstickte die eine oder andere Chance der Berliner schon im Keim. Er war aber als „mitspielender Tormann“ für meinen Geschmack manchmal zu weit aus seinem Kasten draußen. Das kann – Beispiele kennen wir ja – leicht ins Auge gehen.

Am 12. Spieltag hat die SpVgg also ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Saison feiern können. Auf jeden Fall sind die drei Punkte für das Kleeblatt wichtig. Vor allem für das Selbstbewusstsein.  Am Sonntag, 9. November, empfängt das Kleeblatt um 13.30 Uhr im Ronhof den Karlsruher SC, der in der Tabelle einen Platz hinter der SpVgg liegt.

Kärwa-Spiel mit 2:0 gewonnen

SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge AueAlso – um ganz ehrlich zu sein – ich habe heute in der zweiten Halbzeit sehr zittern müssen. Aber aufgrund der beiden frühen Tore durch Tom Weilandt (Foto) hat die Spielvereinigung den vierten Heimsieg erzielt. Und den zahlreichen Fans – insgesamt 12.690 Zuschauer im Stadion am Laubenweg – eine gelungene Kirchweih-Eröffnung geschenkt. Die drei Punkte gegen den FC Erzgebirge Aue sind mehr als wichtig. Für einen besseren Tabellenplatz und vor allem für die  – nach dem Spiel gegen die Münchner Löwen – angeschlagene Psyche. Und auch den Ausfall von Wolfgang Hesl gilt es erst mal für die kommenden Wochen zu verkraften.

Weilandt nutzte in der achten Minute einen gravierenden Fehler des sächsichen Keepers Martin Männel für den frühen Führungstreffer. Die Vorlage hatte ihm Stephan Schröck spendiert. Und schon neun Minuten später gelang ihm das zweite Tor. Das war die Basis für einen weiteren Kleeblatt-Erfolg im Ronhof. Nach den beiden Toren konnte man sich dann allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Spielvereinigung die Luft etwas draußen war. Wollte man das Ergebnis einfach nur halten? Da hatte man offenbar nicht mit dem Team aus Aue gerechnet, das sich immer wieder mit guten Aktionen gegen die weiß-grünen Kleeblätter aufbäumte.
Souverän hatte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie im Griff. Es kam mehrfach zu heißen Diskussionen. Und Spieler beider Mannschaften forderten mit Fouls, unfairen Attacken und einer „Schwalbe“ die erfolgreiche Unparteiische heraus. Aber Frau Steinhaus behielt die Ruhe und die Übersicht.
Tom Mickel stand heute – er war beim 1860er-Spiel nach Wolfgang Hesls Handverletzung eingewechselt worden – zum zweiten Mal für die SpVgg im Tor, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Einen Kopfball von Romario Kortzorg rettete Kapitän Stephan Fürstner für den Keeper kurz vor der Halbzeitpause auf der Linie. Und in der Schlussphase der Begegnung drängten alle Spieler von Erzgebirge Aue in Richtung Tor. Tom Mickel, der lange Zeit nicht gefordert worden war, schwächelte auch jetzt wieder im entscheidenden Moment: Eine gefährliche Aktion von Stipe Vucur in der 83. Minute klärte Goran Sukalo, der vor der Linie richtig stand. Sonst wäre es mit der 2:0-Führung doch noch vorbei gewesen. Dann retteten die Fürther das Ergebnis bis zum Abpfiff.
Das Kleeblatt steht am heutigen Feiertag erst mal auf Tabellenplatz fünf. Nach der Länderspielpause gastiert die Spielvereinigung am Samstag, 18. Oktober, bei Eintracht Braunschweig.

Nach Hesls OP wird Mickel im Tor stehen

TSV 1860 München - SpVgg Greuther FürthDas waren schlechte Nachrichten für das Kleeblatt und seinen Kapitän Wolfgang Hesl: Beim verlorenen Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München hat sich der Fürther Keeper einen Bruch der rechten Mittelhand zugezogen. Dies haben die Untersuchungen im Uni-Klinikum Erlangen ergeben. Hesl fiel bei seinem Versuch, das zweite Löwentor zu verhindern, unglücklich mit der Hand auf das Torgestänge. Martin Meichelbeck, Leiter des Lizenzbereichs der SpVgg, infomiert auf der Vereins-Website, dass man sich gemeinsam mit Wolfgang Hesl und den Spezialisten der Uni-Klinik dafür entschieden habe, die Verletzung operativ zu behandeln. Vor allem, um zu gewährleisten, dass die Hand auch für die Zukunft bestmöglich stabilisiert ist. Diese Operation findet am Mittwoch, 1.Oktober, in Erlangen statt. Die Ausfallzeit beträgt  – je nach Heilungsverlauf – mehrere Wochen.
Jetzt wird also Tom Mickel die erste Wahl im Kleeblatt-Tor sein. Tom Mickel ist seit der Winterpause 2012/2013 beim Kleeblatt. Der 25-jährige Torhüter kam damals vom Hamburger SV zur SpVgg. Tom Mickel durchlief von der U16 bis zur U20 alle deutschen Junioren-Nationalmannschaften – bei Energie Cottbus. Witzig ist die Selbsteinschätzung des geborenen Lausitzers:

„Torhüter sind schon irgendwie spezielle Typen, da nehme ich mich nicht aus. Wenn wir ein Tor kriegen, sind wir manchmal auch ein bisschen überdreht. Aber das liegt daran, dass wir eine ganz andere Einstellung zu Gegentoren haben als Feldspieler. Für sie ist es egal, ob sie 3:0 oder 3:1 gewinnen, doch für uns ist es das oberste Ziel, zu Null zu spielen.“

Mickel wird also in Zukunft im Fürther Tor stehen und Wolfgang Hesl vertreten. Das kann er gleich beim nächsten Spiel zeigen: Das Kleeblatt empfängt am nächsten Freitag, 3. Oktober, ab 18.30 Uhr den FC Erzgebirge Aue im Stadion am Laubenweg. Und: Dieser Freitag ist nicht nur Feiertag, sondern außerdem der Eröffnungstag der Fürther Kärwa. Man kann als relaxt über die Kirchweih laufen und dann gleich weiter zum Ronhof gehen. Und diese Partie – da bin ich mir sicher – widmen die Kleeblätter ihrem verletzten Keeper Wolle Hesl.

Diverse Geschenke zu Weihnachten

Vieles hat sich in den letzten Tagen ereignet, allerdings war dieses Mal nicht das Fürther Kleeblatt betroffen. Nein, der Bundesliga-Verein unserer östlichen Vorstadt wurde noch kurz vor den Feiertagen vom plötzlichen Wechsel seines Trainers Dieter Hecking zum VfL Wolfsburg überrascht und geschockt. Sogar einige eingefleischte Spielvereinigungsfans und erklärte Clubgegner diskutierten über Heckings abrupten Weggang und Michael Wiesingers Berufung und brachten ein klein wenig Mitleid für den Club und seine Fans auf.
Wir Greuther-Weiber konzentrieren uns auf lieber auf Wesentliches: Wir freuen uns über die Kleeblatt-Weihnachtskugeln, die uns gute Freunde geschenkt haben (und die nachher einen besonders exponierten Platz am Christbaum bekommen werden). Und wir sind gespannt auf den neuen Torhüter, der mit sofortiger Wirkung zum Kleeblatt wechselt: Tom Mickel (23) kommt vom Hamburger SV. In Fürth wird der ablösefreie Keeper einen Vertrag bis 2015 erhalten. Mickel spielte ursprünglich bei Energie Cottbus und war bei den Hanseaten zuletzt nur die Nummer drei. Damit hat die Vereinsführung der SpVgg auf die Verletzung von Issa Ndoye reagiert, der frühestens im März wieder fit sein wird. Der Senegalese hatte sich im Oktober das Syndesmoseband gerissen. Nach dem Stürmer Nikola Djurdjic und dem Abwehrspieler Matthias Zimmermann ist Tom Mickel also der dritte Neuzugang in der Winterpause. Vielleicht kommt in den nächsten Wochen noch der eine oder andere Spieler, um das Kleeblatt im neuen Jahr beim Klassenerhalt tatkräftig zu unterstützen? Mal sehen…