Historischer Vertrag im Ronhof

Supergute Nachrichten für die Fürther Fußballfans: Der Pachtvertrag des Ronhofs wird bis zum 30. Juni 2050 verlängert. Eine Entscheidung, die für Generationen von Kleeblattfans bedeutsam ist. Heute setzten OB Thomas Jung – die Stadt ist ja Hauptpächter des Geländes – und Grundstückseigentümer Conny Brandstätter ihre Unterschriften unter den fast schon historischen Vertrag. Der Pachtzins bleibt mit 420.000 Euro im Jahr unverändert. Grundstückseigentümer Conny Brandstätter hatte noch eine weitere positive Nachricht im Gepäck. Der Ronhof wird in eine Familienstiftung eingebracht, somit kann das Gelände nicht mehr verkauft werden. Mit anderen Worten: Der Ronhof wird auch in hundert Jahren noch stehen! Wenn das die Herzen der Kleeblattanhänger nicht höher schlagen lässt!

Für die Spielvereinigung ist der Vertrag besonders wichtig, da so die Modernisierung des Stadions in Angriff genommen werden kann. Der Traum vieler Kleeblatt-Fans, dass das Gelände im Ronhof noch sehr lange Zeit die Heimat der SpVgg bleiben soll, ist somit in Erfüllung gegangen. Es wird keine Pläne mehr geben, ein neues Stadion an der Peripherie der Stadt zu bauen. Dass die Verantwortlichen der Stadt Fürth hinter ihrem Kleeblatt stehen, hatte die Zweidrittel-Mehrheit im Stadtrat für die baulichen Vorhaben des Kleeblatts bewiesen. Dazu der SpVgg-Präsident Helmut Hack:

„Im Stadtrat sind die Weichen gestellt worden. Auch für dieses Vertrauen mein herzlicher Dank!… Es ist wunderschön, dass sich der Ronhof und seine große Geschichte nun weiter entwickeln. Ich weiß, ganz viele Menschen wird das sehr freuen.“

Conny Brandstätter machte aus seiner Freude über diesen Vertrag und die Partnerschaft mit dem Verein keinen Hehl. Für ihn ist der Umbau der Haupttribüne des „Stadions am Laubenweg“ ein Parameter für der Wettbewerbsfähigkeit des Vereins.

„Ich habe die Pläne für die Modernisierung gesehen und bin begeistert. Ich bin sicher, dass wir hier in der Zukunft noch viele tolle Fußballfeste feiern werden.“

Dem können wir Greuther-Weiber uns natürlich nur anschließen!

Erleichterung in Fürth : Mike Büskens bleibt

Die Spielvereinigung und Trainer Mike Büskens haben sich heute auf eine Verlängerung des Vertrags um ein Jahr bis zum 30. Juni 2013 verständigt. Eine tolle Nachricht für die SpVgg und alle Fürther Fans, die seit Wochen gefürchtet haben, dass der Kleeblatt-Coach sich einen Verein sucht, mit dem er näher bei seiner Familie ist.
Mit Bujo Büskens als Coach spielte das Kleeblatt die erfolgreichste Saison in der 15-jährigen Zugehörigkeit zur zweiten Liga, machte vorzeitig den direkten Aufstieg klar und krönte die Spielzeit mit Tabellenplatz eins und der Meisterschaft der zweiten Bundesliga.
Auf der Website der SpVgg bittet er um Verständnis, dass er sich für seine Entscheidung etwas Zeit genommen hat:

„Es war wichtig, nach einer auch kräftezehrenden Serie, die Saison zu analysieren und einen perspektivischen Blick nach vorne zu werfen. Meine Familie musste sich wiederfinden und sie steht voll hinter meiner Entscheidung, den erfolgreichen Weg mit der SpVgg weiterzugehen. Beeinflusst hat uns dabei natürlich auch die Wärme und Begeisterung, die wir bei der Aufstiegsfeier am Fürther Rathaus gespürt haben. Wir haben eine schwierige Aufgabe in der Bundesliga vor uns, die wir gemeinsam für die Fürther, den Verein und die Menschen, die das Kleeblatt im Herzen tragen, angehen wollen.“

Vielleicht haben sich Mike Büskens und seine Frau bei ihrer Entscheidung ja auch ein kleines bisschen von den Argumenten der Greuther-Weiber beeinflussen lassen? Schön wär’s!

Liebe Frau Büskens, haben Sie doch ein Herz für Fürth!

Liebe Simone Büskens,
heute möchte ich mich als Greuther-Weib ganz persönlich an Sie wenden. Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist in dieser Saison endlich in die erste Bundesliga aufgestiegen. Die große Feier gestern vor dem Fürther Rathaus – es waren fast 30 000 Menschen da – hat gezeigt, dass auch eine fränkische Stadt Emotionen zeigen kann und sich für ihren Fußball-Verein unbändig freut. Dass die Mannschaft jetzt erstklassig wird, hat sie in erster Linie Ihrem Mann, dem Trainer Mike Büskens, zu verdanken.

„Trainer, Trainer – bleibst Du bei uns in Fürth?“ hat Gerald Asamoah auf dem Rathausbalkon über das Mikrophon Ihren Mann gefragt. Und er wiederholte die Frage mehrmals. Mike Büskens antwortete auf diese Gretchenfrage eher ausweichend, nach dem Motto: „Feiert heute erst mal den Aufstieg, morgen sehen wir weiter.“
Ihr Mann hat bisher seinen auslaufenden Vertrag (noch) nicht verlängert. In seiner Brust schlagen mit Sicherheit zwei Seelen: Einerseits die Liebe zur Spielvereingung, zu „seiner“ Mannschaft, zu seinem Erfolg. Und der Spaß, jetzt in der Bundesliga zu beweisen, dass das Kleebatt nicht zufallig aufgestiegen ist, sondern sich auch in der ersten Klasse halten wird.
Andererseits hat er gute Gründe, in den Westen zurückzukehren: Seine Familie  – Sie und Ihre beiden Töchter Laura und Kiara – wohnt in Gelsenkirchen. Dorthin fährt Mike Büskens so oft er kann. Er sagt von sich selbst, er sei ein „Familienmensch“. Sympathisch, aber uns Fürthern nützt das in der momentanen Situation wenig.
Deshalb der Vorschlag von einem Greuther-Weib, das seinem Bauchgefühl meistens vertraut, das aber auch dafür plädiert, dass man alle Argumente auf den Tisch legen sollte, bevor man eine (wichtige) Entscheidung trifft: Lassen Sie Ihren Familienrat noch mal zusammenkommen. Besprechen Sie alles in Ruhe. Und wägen Sie Pro und Contra gegeneinander ab.
Aber denken Sie auch daran, dass Sie den vielen Kleeblattfans, ach was, der gesamten Stadt Fürth eine große Freude machen, wenn Sie Ihren Mann Mike Büskens motivieren, erst mal als Trainer hier zu bleiben.
Danke für Ihr Verständnis. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.
Herzliche Grüße aus Fürth
Greuther-Weib Kiki

Fürth oder Familie – das ist hier die Frage!

Ein Ruck ging durch Fürth – vor allem durch die Profi-Mannschaft der Spielvereinigung – als Michael „Mike“ Büskens im Dezember vergangenen Jahres Benno Möhlmann als Trainer ablöste.  Die Kleeblätter waren im Vorfeld von Tabellenplatz zu Tabellenplatz weitergereicht worden, und die Chancen für einen potentiellen Aufstieg drohten gen Null zu gehen.

Mike Büskens war und ist die Lichtgestalt am Fürther Fußballhimmel. Mit dem Team ging’s sportlich und vor allem mental bergauf. Der Vertrag des Coachs läuft allerdings nur bis Mitte nächsten Jahres. Ob er auch nach dem 1. Juli 2011 noch die Fürther traineren wird, weiß im Moment niemand – wohl auch nicht Michael Büskens selbst. Für ihn ist die Entscheidung, in Franken zu bleiben. schwierig. Denn seine Familie  – Frau Simone und die beiden Töchter Laura und Kiara – wohnen nach wie vor im Ruhrgebiet und wollen da auch bleiben. Wer schon mal eine solche Beziehung auf Distanz geführt hat, der weiß, was es heißt, sich nicht regelmäßig zu sehen. Man gibt Gastspiele im eigenen Zuhause und hat mit dem Alltagsleben der Menschen, die einem am wichtigsten sind, wenig zu tun. Mike Büskens ist offenbar das, was man gemeinhin unter einer „treuen Seele“ versteht. Er hat Spaß am Kochen (auf dem Foto serviert er beim Sponsorenessen auf der Alten Veste seine Currywurst). Und er stellt seine Familie über alles. Im Zweifelsfall dann auch über seinen Beruf und seinen Job als Fußballtrainer.

Wie auch immer er sich entscheiden wird, ob für (hoffentlich) oder gegen sein Engagement in Fürth: Wir sollten es respektieren und es Büskens hoch anrechnen, dass seine Familie und seine Gefühle in seinem Leben oberste Priorität haben. Wenn die Erfolge der Kleeblätter für ihn motivierend genug sind und SpVgg-Präsident Helmut Hack es schafft, Büskens hier zu binden, wären die Fans mehr als happy.