Wieder Tor im Nachhinein annulliert

Tore, die nach Begutachtung des Videomaterials nicht gegeben werden, beeinträchtigen die Freude beim Ansehen eines Fußballspiels inzwischen entscheidend. So war es auch heute bei der Partie der Spielvereinigung gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit jubelte die Handvoll angereister Kleeblattfans genauso wie die Fürther Spieler: Branmir Hrgota hatte nach einer Flanke von Marco Meyerhöfer den Ball ins Tor genickt. Leider intervenierte dann der Video Assistant Referee (VAR), weiter lesen

Lila-Weiß gegen Grün-Weiß

Heute Abend geht’s wieder los: Die Spielvereinigung tritt um 18 Uhr beim VfL Osnabrück an und will – was sonst? – drei Punkte holen. Das Team aus Fürth liegt vor dem 25. Spieltag mit 43 Punkten auf Rang vier der Zweitliga-Tabelle, die Gastgeber sind Vierzehnter mit 25 Zählern. Ob es ihnen gelingt, den vermeintlich schwächeren Gegner zu bezwingen – man wird sehen. Trainer Mike Büskens kommentiert das Spiel auf der Website der Kleeblätter im Vorfeld so:

„Osnabrück hat eine kampfstarke Truppe, die von den emotionalen und enthusiastischen Zuschauern in dem engen Stadion nach vorne getrieben wird. Uns sollte diese Stimmung dort beflügeln. Wir fahren dahin um zu gewinnen! Wir müssen richtig präsent sein, durchmogeln können wir uns da nicht. Wir haben schon gezeigt, dass wir nicht das schlechteste Team sind, also müssen wir mit offenem Visier dagegenhalten.“

Nach der Roten Karte im Heimspiel gegen Bochum muss nun Miroslav Slepicka pausieren. Wer den Stürmer ersetzen wird, war auch kurz vor Spielbeginn noch nicht klar. Das Trainerteam hat verschiedene Optionen.

Auf der Homepage des VfL (der wir auch das Bild entnommen haben) sind interessante Analysen bisheriger Begegnungen mit den Kleeblättern zu lesen:

„Lila-Weiß gegen Grün-Weiß

In der osnatel ARENA kassierte die SpVgg Greuther Fürth eine der höchsten Auswärtsniederlagen ihrer Zweitligageschichte. Das 1:5 am 15. März 2009 wurde nur vom 0:5 in Hoffenheim (18. Mai 2008) und vom 0:5 in Chemnitz (3. Dezember 1999) überboten.
In den vergangenen 30 Jahren trafen Osnabrück und Fürth in Liga 2 und DFB-Pokal 14 Mal aufeinander. Der VfL konnte sieben Partien für sich entscheiden, Fürth war fünfmal erfolgreich, zuletzt im einseitigen Hinspiel dieser Saison, das die Franken mit 3:0 für sich entschieden.
In Osnabrück verloren die Lila-Weißen nur ein einziges Aufeinandertreffen. Am 14. März 2004 hatte Greuther Fürth nach einem Treffer von Florian Heller knapp die Nase vorn. Gut vier Jahre später trennten sich der VfL und die Spielvereinigung in der osnatel ARENA 0:0 unentschieden. Es war die bislang einzige Begegnung, in der die Zuschauer keine Tore sahen.“

Also gut, lassen wir uns überraschen, wie es am Freitag Abend gegen 20 Uhr aussieht, ob sich die Statistik zugunsten der Spielvereinigung verbessert hat. Die Greuther-Weiber sind zuversichtlich.

Adieu, Jan Mauersberger!

mauersbergerWer kennt nicht das Sprichwort: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“? Ich will mal hoffen, dass dieser bedeutungsschwangere Satz nicht mit der Spielvereinigung in Zusammenhang gebracht werden muss!
Wie bekannt wurde, hat der Verein den Abwehrspieler Jan Mauersberger für einen Wechsel zum VfL Osnabrück freigegeben. Der 25-Jährige steht ab dem 1. Januar 2011 in Diensten des Liga-Konkurrenten. Mauersberger war vor nunmehr vier Jahren – im Sommer 2006 – vom Topverein FC Bayern München zur SpVgg gekommen. Immerhin hat er in dieser Zeit 78 Liga-Einsätze für das Kleeblatt bestritten. Beim VfL Osnabrück erhält der gebürtige Münchener einen Vertrag bis 2013, gültig für die zweite und die dritte Liga.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack sagte auf der Homepage der Kleeblätter dazu:

Wir könnten einen Spieler wie Jan Mauersberger auch in der Rückrunde gut gebrauchen, um die Leistungsdichte hochzuhalten und für alle Fälle gut vorbereitet zu sein. Aber es ist verständlich, dass er seine Einsatzzeiten bekommen möchte.

Mal sehen, wer sich in den nächsten Tagen noch verabschieden wird. Und ich bin gespannt, ob es bald mal einige interessante Neuzugänge in Fürth geben wird!

Heute Abend: Auf in die Trolli Arena!

Die Länderspiel-Woche mit zwei EM-Qualifikationsbegegnungen ist vorbei. Aber was für den Normal-Fürther noch einschneidender ist: Auch die Kärwa haben wir hinter uns gebracht, die Innenstadt ist wieder frei befahrbar.

kleine_kaerwaFür die Kleeblätter beginnt – nach der Autogrammstunde vor Trixi’s Ochsenbraterei (auf dem Foto erfreut sich Kapitän Thomas Kleine noch bester Gesundheit!) – auch wieder der Ernst des Fußball-Lebens. Denn so richtig ernst haben sie offenbar die letzte sportliche Begegnung gegen den Drittligisten SpVgg Weiden nicht genommen: Mit 0:2 ging die Partie verloren. Shit happens.

Am Freitag ist jetzt der VfL Osnabrück um 18 Uhr in der Trolli-ARENA zu Gast. Kleeblatt-Trainer Mike Büskens sieht die Begegnung gegen den Aufsteiger, der momentan auf Tabellenplatz 14 steht, realistisch:

„Das ist ein homogenes Team, das zwar zuletzt zweimal als Verlierer vom Platz ging, aber beispielsweise in Augsburg einen Punkt entführen konnte. Wir müssen geduldig agieren, denn Osnabrück wird auf Fehler lauern. Und da dürfen wir nicht ins offene Messer laufen.“

Büskens ist allerdings zuversichtlich, auch wenn der Kader des Tabellenzweiten derzeit etwas ausgedünnt ist. Denn neben Christopher Nöthe (Reha nach Schulter-Operation) und Tayfun Pektürk (Sehnen-Anriss am Fuß) fallen Jan Mauersberger und Sercan Sararer wegen Erkrankung aus. Und auch Stefan Vogler steht wegen der im letzten Testspiel erlittenen Sprunggelenksverletzung nicht zur Verfügung.

„Wir sind ein bisschen von Verletzungen und Krankheit gebeutelt. Aber es sieht so aus, dass Thomas Kleine trotz seines Handbruches spielen kann. Er konnte heute ganz normal mit trainieren. Hier zeigt sich, dass er ein Führungsspieler ist, das stellt er jetzt wieder unter Beweis. Das gilt auch für Marino Biliskov und Asen Karaslavov, die sich trotz Verletzungen in den Dienst der Mannschaft stellen. Daran können sich die jungen Spieler orientieren“

Bei Mannschaftskapitän Kleine wurde nach seinem Mittelhandbruch eine Spezial-Schiene angepasst, um die linke Hand des 32-Jährigen auch während des Spiels zu schützen.

Wenn die SpVgg heute gewinnt, dann könnte sie sogar auf den ersten Tabellenplatz aufsteigen. Ich beklage bei den „Greuther-Weibern“  nicht zum ersten Mal die mangelnde Zahl an Zuschauern bei Heimspielen der Kleeblätter. Was – um Himmels willen – muss denn noch passieren, damit mehr Fans ihren Hintern in den Ronhof bewegen? Die Mannschaft spielt gut und hat derzeit reelle Chancen, in die erste Liga aufzusteigen. Da müßte doch etwas mehr Rückhalt von seiten der Fans möglich sein!