Multimediaprojekt mit Kleeblatt Stephen Sama

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Stephen Sama, seit Januar im Kader des Kleeblatts, kommt zu besonderen Ehren: Für das Projekt „Refugee Eleven“ stand der 24-jährige Abwehrspieler vor der Kamera – gemeinsam mit Vedad Ibisevic, Kapitän von Hertha BSC, Neven Subotic, der im Januar von Borussia Dortmund zum 1. FC Köln wechselte, dem ehemaligen Nationalstürmer und Mitglied der SpVgg-Aufstiegself Gerald Asamoah u.a. Elf Profi-Fußballer sind Teil der zwischen September und Dezember gedrehten Webvideo-Serie „Refugee Eleven“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die heute in Berlin vorgestellt wurde. „Refugee Eleven“ ist ein multimediales Bildungsprojekt zum Thema Flucht und Asyl und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren.

In elf Videos sprechen junge Amateurfußballer – alle Geflüchtete – mit etablierten Fußballprofis über das Thema Flucht – ein Austausch über Ursachen, Erfahrungen und Folgen. Neben Stephen Sama, Ibisevic und Gerald Asamoah wirken Eroll Zejnullahu (1. FC Union Berlin), Mario Vrancic (Darmstadt 98), Enis Alushi (Maccabi Haifa, früher u.a. Nürnberg, Kaiserslautern, St. Pauli), Milad Salem (FSV Frankfurt),  Aisas Aosman (Dynamo Dresden), José Pierre Vunguidica (SV Sandhausen) und Nationalspielerin Fatmire Alushi (zuletzt Paris St. Germain) an der Serie mit. Fast alle blicken auf eine eigene Historie als Flüchtling zurück.
Die Ursprünge des Multimediaprojekts liegen im Jahr 2015, als beim Landesligisten SC Germania Erftstadt-Lechenich (20 Kilometer westlich von Köln) eine Flüchtlings-Mannschaft entstand. In dem Team spielen unter Anleitung von Trainer Alois Görgen Geflüchtete aus 15 Nationen, es firmiert als Vierte Mannschaft des SC Germania und nimmt im Rhein-Erft-Kreis am Spielbetrieb in der Kreisliga C teil.

In der ersten Folge der Videoclips treffen Subotic und der Germania-Mittelstürmer Abdulla Youla Daffe (23) aus Guinea aufeinander. Das Video wird am 7. April auf YouTube und Facebook gepostet. Alle weiteren Filme werden bis Mitte Mai in regelmäßigen Abständen über die sozialen Netzwerke veröffentlicht. Die Videos sind Grundlage für eine unkonventionelle Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Asyl in der schulischen und außerschulischen Bildung.
Hier geht’s zur Website über das Projekt.

300. Blogbeitrag der Greuther-Weiber

Mein Vater fragt mich nach einschneidenden Situationen oft: „Würdest Du noch mal zurückdrehen?“ Das fragen wir Greuther-Weiber uns heute auch. Denn mit diesem Blogbeitrag feiern wir ein Jubiläum: Es ist der 300. Am 17. Juli 2009 haben wir drei Autorinnen – uwo, sabbel und ich – begonnen, über interessante Ereignisse und Begebenheiten rund um die Spielvereinigung Greuther Fürth zu schreiben. Wir sind mit Leib und Seele dabei und versuchen immer, das Thema Fußball und Fußballer aus unserer persönlichen Perspektive zu beleuchten. Wichtig waren z.B. der Trainerwechsel von Benno Möhlmann zu Mike Büskens, das Auf und Ab an der Tabellenspitze und die umstrittenen Aktionen der Münchner Polizei beim DFB-Pokalspiel in der Allianz Arena im Februar 2010. Zu den Highlights gehören der Erfolg des Vereins in dieser Zweitliga-Spielzeit und der Sieg gegen den Erzfeind 1. FC Nürnberg im Pokal-Achtelfinale kurz vor Weihnachten. Besonderen Spaß macht mir die Recherche und das Drehen der Videointerviews mit stadtbekannten Fürther Persönlichkeiten zum Thema „Unser Kleeblatt“. So das Statement des Fischmannes auf dem Fürther Wochenmarkt oder die Interviews mit der Mosaikkünstlerin Iris Rauh und dem Direktor des Schliemann-Gymnasiums, Reinhard Heydenreich.

Und auch wenn wir jetzt erst mal die Ruhe vor dem Sturm (dem Start der der Bundesliga-Rückrunde am 3. Februar gegen Dynamo Dresden) genießen können: Wir werden natürlich auch in den nächsten Wochen über das Kleeblatt schreiben. Sollte jemand von Euch ein Thema haben, das wir im Greuther-Weiber-Blog aufgreifen sollen: nur zu! Schreibt uns einen Kommentar – wir sind für alle Themen offen.

Kleebätter bei Kärwaumzug im Video

Der Erntedankfestzug ist eine feste Größe auf der Fürther Kärwa. Am zweiten Kirchweihwochenende lockt er seit Jahren zigtausende Zuschauer auf die Straße, die vom Spielmannszug über Trachtenvereine, Metzger und regionale Brauereien alles bejubeln, was zur fränkischen Tradition gehört.
Auch heuer war wieder die Spielvereinigung Greuther Fürth dabei. An 44. Stelle – lange nach „Ihren Majestäten“ Volker Heißmann und Martin Rassau und direkt nach dem Oldtimer-Müllauto aus dem Jahr 1956 – war es so weit: Voran maschierten Fahnenträger mit den typisch weiß-grünen Flaggen, dahinter dann Trainer Mike Büskens, Betreuer und zuguterletzt die Profis. Die Begeisterung bei den Neugierigen am Straßenrand hielt sich – bis auf wenige Ausnahmen – in Grenzen. Die kühlen acht Grad Außentemperatur hatten das Fürther Temperament wohl zu sehr auf Eis gelegt.
Ein wenig mehr Begeisterung wäre auf jeden Fall angebracht gewesen: Denn immerhin konnte man hier den aktuellen Tabellenführer der zweiten Bundesliga bewundern. Die Kleeblätter hatten ja pünktlich zur Kärwa mit einem 2:2 bei Karlsruher SC die Tabellenspitze zurückerobert. Aber die echten Kleeblatt-Fans waren wohl zu Hause geblieben.
Wer heute keine Zeit hatte, beim Erntedankfestzug dabei zu sein: Die Greutherweiber haben ein kleines Video vom Triumphlauf der Kleeblätter (kurz vorm Eintreffen am Rathaus) für Youtube gedreht.YouTube Preview Image