Eine Klatsche, aber ein Ansporn fürs nächste Spiel

SC Freiburg - SpVgg Greuther FürthMuss ich, müssen Kleeblattfans im Allgemeinen, jetzt die Krise kriegen? Zum zweiten Mal in Folge hat die Spielvereinigung eine Partie hoch verloren. Bei beiden Spielen stand die „5“ auf dem Konto der Gegner, und das riecht verdammt nach einer Klatsche.

Wir haben in unserem Blog das 5:0 beim Kärwa-Eröffnungsspiel kommentiert.Und heute hat der SC Freiburg, der in der letzten Saison aus der Bundesliga abgestiegen ist, aber eigentlich Erstliga-tauglich agiert – das Kleeblatt mit 5:2 geschlagen. Das Tierorakel Daisy hatte optimistisch den Fürther Sieg vorhergesagt, aber auch Tiere können (mal) irren. Und das Spiel fing eigentlich auch vielversprechend an für die SpVgg. Sebastian Freis, der vom SC Freiburg kommt, und Jurgen Gjasula, der früher dort für die 2. Mannschaft auflief, hatten sich einiges vorgenommen. Wobei Gjasula in den ersten 30 Minuten keinerlei Präsenz zeigte. Dafür ging vom Freiburger Vincente Grifo höchste Gefahr aus. Immer wieder stürmte er mit schnellen und raffinierten Paraden aufs Tor von Sebastian Mielitz. Ich wunderte mich schon, dass er in der ersten Halbzeit nicht reintraf. Das gelang dafür in der Nachspielzeit Immanuel Höhn.

Pause – Atemholen und eine Strategie entwickeln. Das nahmen sie sich wohl vor, die Kleeblätter unter der trainerischen Führung von Stefan Ruthenbeck. Pustekuchen. Zwischen der 55. und der 61. Minute fielen Freiburger Tore quasi im Minutentakt: Philipp, Grifo, Grifo. Auf unserem Foto greift der Fürther Keeper Sebastian Mielitz vergeblich in die Luft, um Grifos Tor zu verhindern. Da war es dann fast schon eine Erleichterung, als Freis in der 66. Minute der Anschlusstreffer gelang. Das 4:1 – ein vorläufiges Resultat, das nicht der Leistung der Kleeblätter entsprach.

Doch es kam noch schlimmer: Nils Petersen machte das fünfte Breisgauer Tor. Aber – und das muss man der Spielvereinigung immer wieder hoch anrechnen: Die reagierte nicht mit Fouls und Angriffen unter der Gürtellinie, sondern versuchten mit ruhigem Spiel das Ergebnis kosmetisch aufzuhübschen. Und Veton Berisha belohnte dann die Mühe seiner Teamkollegen: Er übernahm eine Flanke von Niko Gießelmann und traf kurz vor dem Abpfiff zum 2:5 ins gegnerische Tor .

Fazit: Zum zweiten Mal sahen wir heute eine hohe Niederlage der Spielvereinigung. Sie liegt aktuell auf dem achten Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga. Der SC Freiburg ist vor dem VfL Bochum und RB Leipzig Tabellenführer. Die Breisgauer Fans träumen garantiert schon vom Wiederaufstieg in die Erste Liga. Das Kleeblatt empfängt am nächsten Freitag, 23.Oktober, den ungeliebten Gegner 1860 München zu Hause im Stadion am Laubenweg. Da geht der Spaß dann weiter.