Fürther Spaßvogel mit an der Vereinsspitze

Heute wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Volker Heißmann ist neuer Vizepräsident bei der SpVgg Greuther Fürth (das Foto von Sportfoto Zink zeigt ihn mit dem Präsidenten der Spielvereinigung, Fred Höfler, und Oberbürgermeister Thomas Jung). Ehrlich gesagt, hat mich diese Nachricht heute Mittag durchaus etwas überrascht. Aber schon nach wenigen Minuten dachte ich mir: Klasse! Der Mann hat jede Menge Humor. So einen kann die Spielvereinigung in jedem Fall gut gebrauchen! Er wird nicht alles nur bierernst nehmen wie manch anderer in dieser Position bei bestimmten Vereinen 😉 Und: Heißmann ist ein waschechter Fürther, dessen weiß-grünes Herz schon immer für unsere Spielvereinigung schlägt. Er ist auch viel mehr als ein Komödiant. Das hat er in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, indem er in seiner Heimatstadt verschiedene soziale Projekte unterstützte. Nun kann er – als Nachfolger von Holger Schwiewagner – mit dem Kleeblatt so etwas wie ein sportliches Projekt fördern.

Nachdem die Mannschaft 2012 den Sprung in die Erste Liga geschafft hatte, schmetterte Heißmann bei der Aufstiegsfeier unsere Ronhof-Hymne vom Rathausbalkon: „Dass wir vom Ronhof sind – hallihallo -, das weiß ein jedes Kind!“. Tausende auf den Straßen darunter bejubelten den Auftritt. Als einer der Väter der „Comödie“ Fürth holte Heißmann damals die Fernsehsendung „Blickpunkt Sport“ in das ehemalige Berolzheimeranium. Ein Coup, über den man beim Verein in der östlichen Vorstadt ganz und gar nicht „amused“ war. Heißmann zeigte sich großzügig und lud Vertreter des Erzrivalen ein, in der Sendung aus der „Comödie“ auch aufzutreten. Und die Glubberer? Sie schafften es nicht, ausnahmsweise mal über ihren eigenen Schatten zu springen. Naja, Souveränität war ja noch niemals ihre Stärke!  Volker Heißmann ließ sich jedenfalls auch da nicht die gute Laune verderben.

Wir Greuther-Weiber freuen uns jedenfalls auf die neue Rolle von Volker Heißmann und wünschen uns, dass er ab und zu auch für Riesenstimmung im Ronhof sorgt. So wie früher mal. Dass er nicht nur Vize-, sondern sogar „President“ kann, hat er ja vergangenes Jahr schon bewiesen – wenn auch nur in einer Film-Satire.

Nach dieser guten Nachricht von heute wird das Kleeblatt am Abend gegen den 1. FC Magdeburg bestimmt noch besser gelaunt auftreten als sonst bei Heimspielen.

P.S.: Ob die Laune im Ronhof ein paar Stunden später wirklich gut war, sei mal dahingestellt. Schließlich sah es ja eine Zeitlang so aus, als könnte die Elf aus Sachsen-Anhalt die Partie für sich entscheiden. Aber die Spielvereinigung hat nicht aufgegeben und alles ins Zeug geworfen, was sie aufzubieten hatte. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit sah es noch nach einem 2:2-Remis aus. Die Schlussminuten zeichneten sich dann durch eine gewisse Dramatik aus: Das 3:2 lag spürbar in der Luft. Zum Glück ließ der Unparteiische drei Minuten nachspielen. Und das Kleeblatt machte es bis zur allerletzten Minute spannend. Ganz nach früherer FC Bayern-München-Art (die hatten bekanntlich in der vergangenen Saison dauernd einen solchen Dusel!) fiel in der 93. Minute das heiß ersehnte Siegestor. Jubel auf dem Spielfeld und im Stadion!

Volker Heißmann hat sich also gleich als Glücksbringer für die Fürther erwiesen – vielleicht ist er ja so etwas wie das 4. Blatt im eigentlich dreiblättrigen Kleeblatt.

Gegen Dynamo ausgerechnet am Kärwamontag

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat heute die Spieltage 8 bis 15 der 2. Bundesliga zeitgenau angesetzt. Dabei war eine Terminierung alles andere als eine gute Wahl: Das 9. Saisonspiel zwischen der Spielvereinigung und Dynamo Dresden findet am Montag, 30. September, um 20.15 Uhr im Fürther Ronhof statt. Ausgerechnet am ersten Montag der Fürther Kirchweih. Die Fans von Dynamo Dresden sind ja wegen ihres oft inakzeptablen Verhaltens vor, während und nach Spielen berühmt-berüchtigt. Ich erinnere z.B. an die Begegnung im Februar 2012, als Dynamo-Fans Kleeblattfahnen gestohlen haben und die Fürther Fans damit provozierten (Foto).
Sollten viele sächsische Anhänger nach der Begegnung durch das Gelände der Kärwa laufen, ist Ärger eigentlich schon programmiert.
In Facebook haben sich heute kritische Kommentare direkt nach Bekanntgabe des Termins überschlagen. Man hätte doch ohne Probleme den Freitag davor, den 27. September, als Spieltag wählen können, ist dort zu lesen. Da hätte die Kirchweih noch nicht begonnen, und die Gefahr von Ausschreitungen wäre gen Null gegangen. Volker Heißmann, selbst eingefleischter SpVgg-Fan, schreibt: „Hoffentlich geht das gut, und die Chaoten aus Dresden bleiben der Kirchweih fern“.

Bleibt zu hoffen, dass Fürther Fans und „normale“ Kirchweihbesucher den Abend am 30. September genießen können und nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf jeden Fall wird ein großes Aufgebot an Polizisten notwendig sein, um zu garantieren, dass im Umfeld des Zweitligaspieles alles friedlich bleibt. Ganz egal, ob das Kleeblatt oder Dynamo das Spiel gewinnt.

Kommentar-Gottesdienst mit Benno Möhlmann

Morgen ist Buß- und Bettag und der Trainer der Spielvereinigung, Benno Möhlmann, ist zu Gast in der Hugenottenkirche in Erlangen. Die evangelisch-reformierte Gemeinde Erlangen veranstaltet auch in diesem Jahr wieder einen Kommentar-Gottesdienst, zu dem eine bekannte Persönlichkeit eingeladen wird, um Fragen der Gegenwart und des Glaubens zu kommentieren. Im vergangenen Jahr war der Kabarettist Volker Heißmann in Erlangen zu Gast.

Der morgige Gottesdienst steht unter dem Motto „Fußball trifft Kirche“. Zusammen mit Pfarrer Johannes Mann wird Benno Möhlmann in einem Dialoggespräch während des Gottesdienstes unter anderem über Menschlichkeit im Fußball sprechen. Ein Thema, das gerade durch den tragischen Tod von Robert Enke aktuell sehr stark im Mittelpunkt des Interesses steht. Aber auch der Umgang mit anderen Religionen im Fußball – wie dem Islam – wird zur Sprache kommen.

Der Kommentar-Gottesdienst beginnt um 19 Uhr in der Hugenottenkirche am Hugenottenplatz in Erlangen. Mein Tipp: Wer sich nicht mit dem Auto nach Erlangen aufmachen möchte, der fährt mit der Regionalbahn bzw. -express in maximal 16 Minuten vom Fürther zum Erlanger Hauptbahnhof. Von dort sind es dann nur noch ein paar Schritte zum Hugenottenplatz.