Merry Christmas, Kleeblatt!

Die Spielvereinigung kann gelassen und optimistisch Weihnachten feiern. Das letzte Spiel gegen Düsseldorf war mit der 0:1-Niederlage zwar kein Erfolg, aber immerhin liegt die Mannschaft mit 30 Punkten auf einem sechsten Tabellenplatz. Das wirkt auf den ersten Blick nicht allzu gut, aber die Kleeblätter sind nur drei Punkte von der Tabellenspitze – die gerade der FC Augsburg inne hat – entfernt.

Unsere geliebte Nachbarmannschaft und unsere Blog-Kollegen von den „3 Clubfreunden“ in der östlichen Vorstadt von Fürth sind ja schon mit 22 Punkten und Platz 11 zufrieden. Als Indiz dafür lese man mal den Blogbeitrag „Fröhliche Weihnachten!“. Da kann man mal sehen, wie bescheiden Nürnberger sein müssen.

Die Kleeblätter sollten den Heiligen Abend und die Feiertage genießen. Schon am 2. Januar werden sie beim 33. Frankfurter Hallenturnier antreten und sich hoffentlich sportlich von ihrer besten Seite zeigen. Danach geht’s ab in die Türkei ins Trainingslager. Um dann in die zweite Hälfte der Bundesligasaison am 14. Januar 2011 mit dem Spiel gegen den Karlsruher SC zu starten.

Vor ziemlich genau einem Jahr war der Verein in einer Umbruchphase:  Trainer Benno Möhlmann hatte sich aus Fürth verabschiedet. Sein Nachfolger Michael „Mike“ Büskens hat es peu à peu geschafft, mit Konsequenz und Ruhe die Mannschaft neu zu motivieren. Einige Spieler werden die SpVgg zum Jahresende verlassen (z.B. Kevin Kampl). Ich denke, die Kleeblatt-Profis haben auf jeden Fall genug Substanz, um sich in den nächsten Monaten wacker zu schlagen.

Die „Greuther-Weiber“ wünschen allen Fans, der Mannschaft der SpVgg und dem Verein ein frohes Weihnachtsfest.
Und den „3 Clubfreunden“ übrigens auch. Wir sind ja nicht so!

Das Kleeblatt auf dem Weg nach oben

Na also, wer sagt’s denn? Die Spielvereinigung hat ihre Schwächephase überstanden und ist auf dem (sicheren?) Weg an die Tabellenspitze der zweiten Liga. Sie konnte gestern einen verdienten 4:1-Sieg bei Arminia Bielefeld verbuchen und rangiert auf Platz vier. Die Teams auf den Plätzen zwei bis fünf haben übrigens alle 29 Punkte und liegen damit nur läppische zwei Punkte hinter dem Tabellenführer Erzgebirge Aue.
Die Bedingungen im Bielefelder Stadion waren wetterbedingt nicht gut: Teilweise war der Boden gefroren, der Rest war Matsch und Schnee.
Nach einem Foul an Leo Haas in der achten Minuten gab es einen verdienten Freistoß für Fürth, den Edgar Prib aus 22 Metern zum 0:1 verwandeln konnte.
bielefeld_fueDie Gastgeber hatten ihre Mühe, ins Spiel zurückzufinden und scheiterten das eine ums andere Mal am Fürther Keeper Max Grün.
Erst nach der Pause in der 53. Minute war es dann Nicolai Müller, der sich auf links durchsetzte. Seinen Pass schoss Haas aus kurzer Entfernung zum 0:2 ein.
Bielefeld kämpfte daraufhin, um wenigstens einen Anschlusstreffer zu erzielen. Das gelang in der 63. Minute, als di Gregorio frei zum Kopfball kam. Grün hatte keine Abwehrchance gegen den ungehindert köpfenden Stürmer.
Danach hatte das Kleeblatt einige Male Glück. Grün reagierte nach einem Kopfball Bollmanns in Anschluss an einen Freistoß hervorragend. Dann hatten die Mittelfranken wieder Oberwasser: Mit einem abgefälschten Linksschuss setzte Haas in der 80. Minute mit dem 1:3 ein deutliches Zeichen.  Und Sercan Sararer machte nach einem Kopfball-Zuspiel von Christopher Nöthe den Sack zu. Die Partie ging mit einem 1:4-Ergebnis für Fürth erfolgreich zu Ende.

Nach den Siegen gegen Paderborn und 1860 München sind die Kleeblätter wieder in der Spur. Am Freitag, 10. Dezember, findet um 18 Uhr das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen Rot-Weiß Oberhausen in der Trolli ARENA statt. Und am 18. Dezember muss die Spielvereinigung dann in Düsseldorf antreten. Vielleicht macht die weiß-grüne Mannschaft ihren Fans ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk?