Übermorgen geht’s endlich wieder los!

So eine Winterpause kann einem schon sehr lange vorkommen. Die Bundesliga spielt schon wieder seit vergangener Woche. Und die Zweite Liga startet morgen Abend mit Spielen z.B. des VfL Bochum oder Union Berlin. Am Mittwoch, 24. Januar, ist dann die Spielvereinigung dran. Der erste Auswärtsgegner heißt Arminia Bielefeld. Es gibt noch die Möglichkeit, mit Fanbussen nach Ostwestfalen zu fahren (hier der Link zur Fanbus-Seite auf der SpVgg-Homepage). Aber – mal ehrlich: Wer hat schon unter der Woche Zeit, ein Fußballspiel in Norddeutschland zu besuchen, das um 20.30 Uhr angepfiffen wird?

So geht’s auch mir. Ich werde mir das Spiel zu Hause ansehen und bin gespannt, was uns das Kleeblatt sportlich zu bieten hat. Ein vielversprechender Neuzugang könnte Fabian Reese sein. Der Stürmer kommt für ein halbes Jahr vom FC Schalke 04 zu den Weiß-Grünen. „Fabian hat nicht nur viel Talent, sondern bringt zudem die richtige Mentalität mit. Sein großes Potential hat man auch schon bei der U20-Nationalmannschaft gesehen. Er stellt für uns eine weitere Option in unserer Offensivreihe dar“, erklärt Sportdirektor Rachid Azzouzi. Gestern unterschrieb der 20-Jährige Reese seinen Vertrag beim Kleeblatt und nahm bereits am Training teil (Foto: Sportfoto Zink). weiter lesen

„Heute bin ich blond“

Das erste Training des Kleeblatts im neuen Jahr 2018 fand statt und sportlich war eigentlich alles wie 2017. Trainer Damir Buric freute sich über engagierte Spieler, die „mit Freude“ den Trainingsbetrieb wieder aufnahmen. „Intensive Einheiten in Verbindung mit Fußball“, beschrieb der Coach das Programm, das auf seine Spieler wartete.

Auffallend waren allerdings eher optische Veränderungen. Schon 2016 gab es bei prominenten Fußballern einen Trend zu blonden Haaren. Lionel Messi, Neymar und Mats Hummels färbten sich ihre Haare. Und auch 2017 griffen Robert Lewandowski und Rafinha tief in den Wasserstoffperoxid-Topf. Zur Freude oder dem Leidwesen ihrer weiblichen Fans. Ich persönlich finde dunkelhaarige Sportler bzw. Männer (bis auf wenige Ausnahmen) attraktiver.

Jetzt – Monate später – ist die Welle in Franken, sprich: Fürth, angekommen: Außer Ersatztormann Timo Königsmann ist offenbar auch Maximilian Wittek in den Weihnachtsferien zum Friseur gegangen und entschied sich dafür, aus seiner dunklen Haarpracht eine helle zu machen (Foto: Sportfoto Zink). Vielleicht hat er sich ja auch den Titel der Tragikomödie des Regisseurs Marc Rothemund zu Herzen genommen: „Heute bin ich blond“.

Und noch etwas: Vom 6. bis 13. Januar 2018 geht’s – jetzt doch!!! – für die Profis der Spielvereinigung ins Trainingslager. Ziel ist die spanische Stadt Jerez de la Frontera – kurz Jerez – in der Region Andalusien. Jerez ist bekanntlich die Heimatstadt des berühmten Sherry. Die SpVgg ist dort im Hotel Barceló Montecastillo Golf untergebracht. Zuvor wartet am morgigen Freitag bereits das erste Vorbereitungsspiel. Das Kleeblatt ist um 14 Uhr zu Gast bei Bayer 04 Leverkusen.

Hier findet Ihr eine Bilderstrecke auf ran.de zum Thema „Hummels und Co: Die Top-Elf der Blondgefärbten 2016“.

Last-Second-Tor für die Lilien

Wie kann das sein? Die Kleeblattfans wähnten sich mit einem 1:0-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 schon auf dem Relegationsplatz in der Winterpause, da passiert es: Drei Minuten Nachspielzeit, Schiedsrichter Tobias Reichel lässt einfach noch weiter spielen (3:15, 3:20), er pfeift und pfeift nicht ab. Da gelingt Hamit Altintop aus 25 Metern eine wunderschöne Flanke, die der Fürther Keeper Sascha Burchert nicht halten kann. Der Ball schlägt ins Fürther Tor! Da ist der Ausgleich zum 1:1, Spieler, Trainer und Fans sind wie gelähmt. Aber das Leben ist kein Ponyhof, und eine Partie läuft eben leider so lange, wie der Schiedsrichter es möchte.

Das Spiel vor rund 9000 Zuschauern war von Beginn an qualitativ eher mittelprächtig. Dass die Kleeblattfans vor dem Pausenpfiff doch einen Grund zum Jubeln hatten, konnten sie Maximilian Wittek verdanken. Er verwandelte in der 45. Minute einen direkten Freistoß mit einem Linksschuss zur 1:0-Führung fürs Kleeblatt. Wittek ließ sich zu Recht von den begeisterten Zuschauern feiern (Foto: Sportfoto Zink).

Nach der Pause verbesserte sich das Niveau der Partie deutlich, beide Seiten hatten gute Torchancen, die allerdings weder die Kleeblätter noch die Lilien in Tore umsetzen konnten. Der Mann des Tages im Fürther Team (zumindest bis zur Nachspielzeit) war eindeutig Torwart Burchert, der seinen Kasten mit souveränen Paraden sauber hielt. Vielversprechende Konterchancen versemmelten sowohl Fürths Kapitän Marco Caligiuri (82. Minute ) als auch der kurz vorher eingewechselte Daniel Steininger (85. Minute). Eine fatale Nachlässigkeit, die die Fürther am Ende teuer bezahlen mussten.

Die Spielvereinigung muss durch diesen Last-Minute-Ausgleich auf einem direkten Abstiegsplatz (17. Rang) überwintern. Sie hat 18 Punkte nach 18 Spielen und muss sich an Silvester für das Jahr 2018 mehr Erfolg wünschen. Zur Winterpause sieht es jedenfalls zappenduster aus. Im neuen Jahr spielt das Kleeblatt am Mittwoch, 24. Januar, in Bielefeld. Neues Jahr, neues Glück? Das kann man nur hoffen.

Lilien auf dem Weg zum Fürther Ronhof

Vor wenigen Minuten sind die Fans von Darmstadt 98 durch die Königstraße in Richtung Fürther Ronhof marschiert. Eine nicht allzu große Gruppe – das nasskalte Winterwetter ist nicht gerade einladend für die Zuschauer, heute um 13.30 Uhr das Stadion zu füllen.
Das Pflichtspieljahr 2017 erreicht an diesem Wochenende seine Ziellinie. Die Begegnung mit der Spielvereinigung ist für die Lilien etwas Besonderes: Sie bildet nicht nur den Rückrundenauftakt der laufenden Saison. Nein, es ist gleichzeitig auch das erste Pflichtspiel von Cheftrainer Dirk Schuster seit seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl des SV 98. Bekanntlich wurde Torsten Frings nach einer Serie von elf sieglosen Spielen am 8. Dezember 2017 als Coach freigestellt. Mit „riesiger Vorfreude“ blickt der 49-Jährige Schuster – so die Vereins-Website – diesem Startschuss entgegen, wohl wissend, dass die 90 Minuten am Sonntag nur die ersten Meter eines „langen und steinigen Weges“ darstellen.

Darmstadt 98 liegt aktuell (nach seinem Bundesligabstieg Ende der letzten Saison) mit 18 Punkten auf dem 16. Rang der Zweiten Liga. Das Kleeblatt ist den Lilien mit nur einem Punkt Abstand dicht auf den Fersen. Wenn die SpVgg heute gewinnt und drei Punkte holt, dann kann sie die Winterpause immerhin auf dem Relegationsplatz verbringen. Das wäre mal ein kleines Trostpflaster – für Spieler, den Verein und vor allem die Fans. Denn die Punkte-Abstände zu den anderen Plätzen sind nicht allzu groß und keinesfalls unüberwindbar. Ein Freund meinte gestern, dass das Kleeblatt heute mit 4:0 gegen Darmstadt 98 siegen wird. Lieber Pit, Dein Wort in Gottes Ohr!

Hallenturnier: Kleeblatt will Titel verteidigen

Das neue Jahr 2017 startet mit Kälte und Schnee. Die Spielvereinigung verzichtet in dieser Winterpause auf ihre Reise in ein Trainingslager und versucht, sich zu Hause mit Trainingseinheiten auf die Rückrunde der Zweiten Liga vorzubereiten und eventuell sportlich zu neuen Höhenflügen aufzuschwingen.
Eine kleine Abwechslung und ein witziger Event ist der Bandenkick am kommenden Donnerstag, 5. Januar, beim AL-KO-Cup 2017 in Neu-Ulm ab 17.30 Uhr. Das Kleeblatt geht als Titelverteidiger in das Hallenturnier. Die SpVgg hatte sich vor einem Jahr im Finale gegen Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern mit 4:1 durchgesetzt. Und auch schon im Januar 2014 gewann das Kleeblatt souverän den Frankfurtcup – damals noch unter Trainer Frank Kramer, die Tore schossen u.a. Ilir Azemi, Niclas Füllkrug und Abdul Rahman Baba. Das war unser Blogbeitrag.

In der „ratiopharm arena“, wo sonst die Ulmer Basketballer auf Korbjagd gehen, tritt am Donnerstag mit dem „AL-KO Cup“ bereits zum zweiten Mal für einen Tag König Fußball in Aktion. Bei dem Hallenfußball-Turnier treffen sechs Teams auf einem Kunstrasen der neuesten Generation im Turniermodus mit zwei 3er-Gruppen (die noch vor Weihnachten per Losverfahren ermittelt wurden) aufeinander. Die Mannschaften spielen insgesamt zehn Kurzmatches à zweimal zehn Minuten (ab dem Halbfinale zweimal 12 Minuten). Das Finale mit anschließender Siegerehrung startet um 22.15 Uhr. Aus der Zweiten Bundesliga ist außer der Spielvereinigung der 1. FC Kaiserslautern zu Gast. Aus der dritten Liga stammt die SG Sonnenhof-Großaspach, dazu gesellen sich die Regionalligisten FV Illertissen,  SV Stuttgarter Kickers und Gastgeber SSV Ulm 1846 Fußball.
Sport1 überträgt die Spiele live im TV und im Livestream.

Furioses Finale im Ronhof – trotzdem verloren!

SpVgg Greuther Fürth - RB LeipzigSpannung pur bis zum letzten Wimpernschlag! Unglücklich verlor heute die Spielvereinigung zu Hause gegen Tabellenführer RB Leipzig. Mit 1:2. Wie es dazu kam? So: Strukturiert und kreativ begannen die Kleeblätter die letzte Partie vor der Winterpause. Die schlechteste Mannschaft der letzten acht Spieltage (acht Punkte) gegen die beste (24 Punkte). Aber so deutlich war der sportliche Klassenunterschied nicht. Ein paar mittelprächtige  Möglichkeiten für die SpVgg, gute Chancen für die qualitativ besseren Leipziger. Störend waren Beschimpfungen von Seiten der Kleeblatt-Fankurve („Alle Bullen sind Schweine“), die unnötig und unfair sind. Offerbar stößt es vielen Fußballanhängern (nicht nur in Fürth) sauer auf, dass in Leipzig mit viel Geld und Risikofreude auf den Bundesligaaufstieg hingearbeitet wird. Noch dazu erfolgreich.

In der Pause konnte ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass die ersten fünf, zehn Minuten der zweiten Halbzeit für das Kleeblatt oft verhängnisvoll sind. Nach einer weiß-grünen Konfettidusche auf den Leipziger Keeper Coltorti begannen die zweiten 45 Minuten dann auch mit einer Dreifachchance für RB: Mielitz parierte einen Schuss von Emil Forsberg, den Abpraller bekam Sabitzer, Franke konnte blocken, und den anschließenden Kopfball von Yussuf Poulsen hielt Sebastian Mielitz souverän. Doch nur eine Minute später stand es dann tatsächlich 1:0 für die Gäste: Forsberg spielte einen perfekten Pass auf Poulsen, der Mielitz umging und das Tor machte. Es war nur eine kurze Schrecksekunde für die Kleeblätter, aber die Moral war heute groß, und alle versuchten, mit einer Teamleistung den Rückstand aufzuholen.

Aber damit sah es bis zur 90. Minute nicht gut aus. Doch dann: Benedikt Röcker, der in dieser Saison zwischenzeitlich nur wenig Fortune hatte, traf in das Leipziger Tor. Nico Gießelmann hatte in die Mitte auf ihn geflankt, Röcker sprang am höchsten und verlängerte den Ball über den herauseilenden Keeper Coltorti ins Tor (Foto). Riesenfreude bei den Kleeblattfans, der heiß ersehnte Ausgleich war geschafft! Aber es blieben immer noch wenige Sekunden zuspielen, und unglücklicherweise gelang es den Roten Bullen, nach einem Freistoß den Ball vom linken Flügel ins Zentrum zu bugsieren, wo Ilsanker das Leder ins Fürther Tor schoss, zum 1:2 . Damit nicht genug: Veton Berisha kam noch einmal rechts vor den Strafraum, aber sein toller Schuss ging am Leipziger Tor vorbei.

Die Spielzeit 2015/16 war bislang für die Spielvereinigung ein Wechselbad der Gefühle. Die Winterpause dauert bis zum 7. Februar 2016. Dann geht’s weiter. Man wird sehen…

Da hilft auch kein Glühwein: Niederlage beim KSC

Schroeck_KSCWeihnachtsbaum gekauft – Gans bestellt – Spiel angesehen – geärgert: So ungefähr ist die Bilanz meines heutigen Tages. Die Spielvereinigung hat das erste Rückrundenspiel gegen den Karlsruher SC mit 0:1 verloren. Oder anders gesagt: Das sportliche Gestopsele geht offenbar genau so weiter, wie wir es von der Hinrunde kennen.

Dabei waren viele Kleeblattfans vor der heutigen Begegnung recht zuversichtlich gewesen. Auf dem Mittelaltermarkt auf der Fürther Freiheit fachsimpelte man am Abend vorher und tippte auf einen (wenn auch knappen) Sieg der Spielvereinigung. Und zu Beginn waren die Kleeblatt-Profis im Karlsruher Wildparkstadion auch tatsächlich offensiv und dominierend. Der KSC konzentrierte sich aufs Verteidigen und hoffte auf Kontermöglichkeiten. Nach knapp 20 Minuten kamen dann auch die Karlsruher ins Spiel, doch es fielen zum Leidwesen der knapp 12 400 Zuschauer (noch) keine Tore. Halbzeitpause.

Wie fast immer in den letzten Partien befürchtet man als Kleeblattanhänger, dass es zu Beginn der zweiten Halbzeit zum schnellen gegnerischen Tor kommt. Denn da war die SpVgg zuletzt mehrfach in Rückstand geraten. Und auch heute passierte es dann prompt in der 51. Minute: Dennis Kempe hatte ungestört von links auf Manuel Torres geflankt, der aus acht Metern zum Schuss kam. Fürths Keeper Sebastian Mielitz reagierte zwar mit einem starken Reflex, aber Dimitris Diamantakos – was für ein Name!!! – stand perfekt und schob den Ball zum 1:0 ins Fürther Tor.

Frust im Kleeblattteam, die Partie drohte zur Niederlage zu werden. Daraufhin wechselte Trainer Stephan Ruthenbeck nach und nach Schröck, Maderer und Tripic ein – in der Hoffnung, das Spiel zu drehen. Stephan Schröck gelang das, was er einfach gut kann: Mit wirbeligen Aktionen Tempo ins Spiel zu bringen und den Ball durch Karlsruher Beine zu schlenzen. Doch meist ohne nachhaltigen Erfolg, denn entweder wird er dann vom Gegner gefoult (Foto). Oder er spielt den Ball ab – und keiner seiner Teamkollegen macht aus der Chance einen Treffer.

So musste die SpVgg im ersten Rückrundenspiel eine bittere Auswärtsniederlage einstecken. Am nächsten Samstag, 19. Dezember, empfängt das Kleeblatt um 13 Uhr den brandgefährlichen RB Leipzig im Ronhof. Wenn da, im letzten Spiel vor der Winterpause, ein Sieg gelänge – das wäre doch ein versöhnliches Weihnachtsgeschenk für alle Kleeblattfans, oder?

Heute war nur eine Handvoll Kleeblattanhänger im Wildparkstadion im Gästeblock. Offenbar hatten Polizeikräfte SpVgg-Fans den Zutritt verweigert. Angeblich kam es zu Zusammenstößen zwischen den Ordnungshütern und Fans. Weitere Infos dazu findet Ihr bei nordbayern.de hier.

Ausschau nach einem Stürmer?

Es sind zwar nur vier Punkte bis zur Tabellenspitze, aber es gibt nichts zu deuteln: Die Spielvereinigung steckt nach drei Niederlagen in Serie in einer Krise. Zum Glück haben die Verfolger 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli je nur einen Punkt geholt, sonst stünde das Kleeblatt nach dem 12. Spieltag nicht auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga, sondern weiter unten. Trainer Frank Kramer muss jetzt gut und schnell überlegen und die richtigen Maßnahmen ergreifen, um möglichst bald eine effektive Wende zum Positiven einzuleiten.
Auf jeden Fall kann er bis zur Winterpause nur mit den vorhandenen Spielern planen. Ob dann Verstärkung – vor allem im Sturm – kommt, ist nicht ausgeschlossen. Seit dem Kreuzbandriss von Nikola Djurdjic (dritter Spieltag) fehlt der SpVgg ein torgefährlicher Mittelstürmer. Ilir Azemi bemüht sich zwar, kommt aber nur selten zum Abschluss seiner Aktionen. Und der von Werder Bremen ausgeliehene Niclas Füllkrug hat zwar Chancen, vergibt diese aber bisher noch. Ognjen Mudrinski ist körperlich nicht voll fit: Der serbische Angreifer wurde im August von einer Fußprellung und einer Zahn-Operation zurückgeworfen und kam seitdem nie richtig in die Gänge.
Ein effektiver Angreifer wäre für die Rückrunde in der zweiten Liga für das Kleeblatt dringend notwendig. Das österreichische Portal “nachrichten.at” hat berichtet, dass man bei der SpVgg nicht untätig war und am vergangenen Wochenende René Gartler von der SV Ried beobachtet hat. Der 28-Jährige, dessen Vertrag ausläuft und der somit im nächsten Sommer ablösefrei wäre,  hat in 100 Spielen der österreichischen Bundesliga 32 Tore erzielt. Vielleicht wäre er eine Option?
Am Samstag, 2. November, reist die SpVgg erst mal ins Erzgebirge  und trifft dort um 13 Uhr auf den Zwölftplatzierten: den FC Erzgebirge Aue. Zeitgleich spielt der 1. FC Kaiserslautern gegen den FC St. Pauli. Und die beiden führenden Vereine – Union Berlin und der 1. FC Köln – treffen dann am nächsten Montag aufeinander. Das verspricht ein spannender 13. Spieltag zu werden!

Ups und Downs beim Kleeblatt

Vier Spiele absolvierte die Spielvereinigung im Winterlager im türkischen Belek – und drei Mal ging sie als siegreiche Mannschaft vom Platz. Gegen Austria Wien und Admira Wacker schoss das Kleeblatt sogar jeweils vier Tore. Die Partie gegen Red Bull Salzburg  – hier steht der „Übergangs-Fürther“ Alexander Walke zwischen den Pfosten, der musste aber mit Platzwunde verletzt vom Spielfeld (Foto) – verlor sie mit 0:1. Beim letzten Spiel gegen Sturm Graz sah es lange nach einem torlosen Unentschieden aus, bis die SpVgg in der Schlussminute noch einen Freistoß bekam und Johannes Geis zum 1:0-Siegtreffer für das Kleeblatt-Team traf. Ein Match – so wurde kolportiert – bei nahezu unzumutbaren Platzverhältnissen.
Insgesamt hat das Trainingslager der Mannschaft einiges an Spielpraxis und positiven Erlebnissen gebracht. Andererseits gibt es in bezug auf Gerald Asamoah wenig Gutes zu berichten: Der SpVgg-Neuzugang wurde zur Halbzeit in die Partie gegen Austria Wien eingewechselt, musste jedoch den Platz schon in der 60. Minute wieder verletzungsbedingt verlassen. Vorangegangen waren ein heftiger Schlag gegen den unteren Bereich der Wirbelsäule und kurz darauf ein Tritt mit dem Knie von hinten in die Oberschenkel-Muskulatur. Nach einer ersten Diagnose sah es so aus, dass sich Asamoah „nur“ eine Muskel-Zerrung oder -Prellung zugezogen hat. Sollte der Hoffnungsträger wirklich länger ausfallen, frage ich mich, ob wir das seelisch nach den hohen Erwartungen packen?

Am Freitag, 3. Februar, beginnt für das Kleeblatt die Rückrunde in der zweiten Bundesliga nach der langen Winterpause. Erster Gegner ist Dynamo Dresden, das Spiel im glücksgas Stadion wird gleich mal zur Bewährungsprobe. Dresden liegt mit nur 22 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz und sollte für das Kleeblatt kein unüberwindbarer Gegner sein. Aber der Druck auf die Spielvereinigung ist größer denn je. Das Aufstiegsgespenst ist bei vielen präsent, alle Fans in der Stadt fiebern diesem Freitag entgegen, wenn es endlich wieder ernst wird.
Noch spannender ist jedoch  – für die Greuther-Weiber und alle anderen Anhänger – der 8. Februar. Da trifft das Kleeblatt in Sinsheim im DFB-Viertelfinale auf den Erstligisten 1899 Hoffenheim. Wer keine Karte mehr im Gästebereich der Rhein-Neckar-Arena ergattern konnte und wenig Lust hat, zwischen Hoffenheim-Fans bei den Gastgebern zu sitzen, der sollte – mit einem Grüner-Bier bewaffnet – das Spiel hier in Fürth anschauen. Hat jemand für mich einen interessanten Tipp, wo das Spiel öffentlich gemeinsam mit begeisterten Kleeblatt-Anhänger zu sehen ist?

Endspurt für die Kleeblätter

Ganz Deutschland ist ein Wintermärchen, viele Gegenden ertrinken im Schnee. Auch hier in Fürth kämpfen wir mit bzw. erfreuen wir uns an Unmengen von Schnee. Die Spielvereinigung kann ein Lied davon singen. Letzte Woche mussten Spieler, Trainer und Fans die Trolli ARENA freischaufeln, damit das Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen auch stattfinden konnte. spvgg_oberhausenHat leider alles nichts gebracht, die Partie ging bekanntlich torlos 0:0 aus. Und auch in den letzten Tagen wurde auf Schnee trainiert.

Und beim letzten Spiel vor der Winterpause treten die Kleeblätter morgen, 18.12., um 13 Uhr, bei Fortuna Düsseldorf an. Die Stadt ist eine der Karneval-Hochburgen und die Heimatstadt von Trainer Mike Büskens. Er sieht darin sicher einen Vorteil, denn seine Familie lebt noch immer im Ruhrgebiet. Und er hat nach dem – gewonnenen? – Spiel dann  Gelegenheit, mit Frau und Kindern ein gemütliches Wochenende zu verleben.

Werden die Kleeblätter morgen noch mal drei Punkte verbuchen können? Ich weiß es nicht. Die Mannschaft liegt im Moment mit 30 Punkten auf Tabellenplatz 5 und hätte noch alle Optionen, sich nach oben zu katapultieren. Ein gutes Vorzeichen ist, dass die beiden Tabellenvorderen FC Augsburg und Hertha BSC gegeneinander antreten – da hätten die Fürther sogar die Chance, die Tabellenspitze zu ergattern. Aber oft fehlt ja ein letztes Quäntchen Glück, um trotz Engagement und Kampfgeist dann doch die Partie für sich zu entscheiden.

Die „Greuther-Weiber“ sind zuversichtlich. Sprechen wir uns morgen Nachmittag wieder, wenn die Spielvereinigung einen Sprung nach oben gemacht hat!