Ausschau nach einem Stürmer?

Es sind zwar nur vier Punkte bis zur Tabellenspitze, aber es gibt nichts zu deuteln: Die Spielvereinigung steckt nach drei Niederlagen in Serie in einer Krise. Zum Glück haben die Verfolger 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli je nur einen Punkt geholt, sonst stünde das Kleeblatt nach dem 12. Spieltag nicht auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga, sondern weiter unten. Trainer Frank Kramer muss jetzt gut und schnell überlegen und die richtigen Maßnahmen ergreifen, um möglichst bald eine effektive Wende zum Positiven einzuleiten.
Auf jeden Fall kann er bis zur Winterpause nur mit den vorhandenen Spielern planen. Ob dann Verstärkung – vor allem im Sturm – kommt, ist nicht ausgeschlossen. Seit dem Kreuzbandriss von Nikola Djurdjic (dritter Spieltag) fehlt der SpVgg ein torgefährlicher Mittelstürmer. Ilir Azemi bemüht sich zwar, kommt aber nur selten zum Abschluss seiner Aktionen. Und der von Werder Bremen ausgeliehene Niclas Füllkrug hat zwar Chancen, vergibt diese aber bisher noch. Ognjen Mudrinski ist körperlich nicht voll fit: Der serbische Angreifer wurde im August von einer Fußprellung und einer Zahn-Operation zurückgeworfen und kam seitdem nie richtig in die Gänge.
Ein effektiver Angreifer wäre für die Rückrunde in der zweiten Liga für das Kleeblatt dringend notwendig. Das österreichische Portal “nachrichten.at” hat berichtet, dass man bei der SpVgg nicht untätig war und am vergangenen Wochenende René Gartler von der SV Ried beobachtet hat. Der 28-Jährige, dessen Vertrag ausläuft und der somit im nächsten Sommer ablösefrei wäre,  hat in 100 Spielen der österreichischen Bundesliga 32 Tore erzielt. Vielleicht wäre er eine Option?
Am Samstag, 2. November, reist die SpVgg erst mal ins Erzgebirge  und trifft dort um 13 Uhr auf den Zwölftplatzierten: den FC Erzgebirge Aue. Zeitgleich spielt der 1. FC Kaiserslautern gegen den FC St. Pauli. Und die beiden führenden Vereine – Union Berlin und der 1. FC Köln – treffen dann am nächsten Montag aufeinander. Das verspricht ein spannender 13. Spieltag zu werden!

Ups und Downs beim Kleeblatt

Vier Spiele absolvierte die Spielvereinigung im Winterlager im türkischen Belek – und drei Mal ging sie als siegreiche Mannschaft vom Platz. Gegen Austria Wien und Admira Wacker schoss das Kleeblatt sogar jeweils vier Tore. Die Partie gegen Red Bull Salzburg  – hier steht der „Übergangs-Fürther“ Alexander Walke zwischen den Pfosten, der musste aber mit Platzwunde verletzt vom Spielfeld (Foto) – verlor sie mit 0:1. Beim letzten Spiel gegen Sturm Graz sah es lange nach einem torlosen Unentschieden aus, bis die SpVgg in der Schlussminute noch einen Freistoß bekam und Johannes Geis zum 1:0-Siegtreffer für das Kleeblatt-Team traf. Ein Match – so wurde kolportiert – bei nahezu unzumutbaren Platzverhältnissen.
Insgesamt hat das Trainingslager der Mannschaft einiges an Spielpraxis und positiven Erlebnissen gebracht. Andererseits gibt es in bezug auf Gerald Asamoah wenig Gutes zu berichten: Der SpVgg-Neuzugang wurde zur Halbzeit in die Partie gegen Austria Wien eingewechselt, musste jedoch den Platz schon in der 60. Minute wieder verletzungsbedingt verlassen. Vorangegangen waren ein heftiger Schlag gegen den unteren Bereich der Wirbelsäule und kurz darauf ein Tritt mit dem Knie von hinten in die Oberschenkel-Muskulatur. Nach einer ersten Diagnose sah es so aus, dass sich Asamoah „nur“ eine Muskel-Zerrung oder -Prellung zugezogen hat. Sollte der Hoffnungsträger wirklich länger ausfallen, frage ich mich, ob wir das seelisch nach den hohen Erwartungen packen?

Am Freitag, 3. Februar, beginnt für das Kleeblatt die Rückrunde in der zweiten Bundesliga nach der langen Winterpause. Erster Gegner ist Dynamo Dresden, das Spiel im glücksgas Stadion wird gleich mal zur Bewährungsprobe. Dresden liegt mit nur 22 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz und sollte für das Kleeblatt kein unüberwindbarer Gegner sein. Aber der Druck auf die Spielvereinigung ist größer denn je. Das Aufstiegsgespenst ist bei vielen präsent, alle Fans in der Stadt fiebern diesem Freitag entgegen, wenn es endlich wieder ernst wird.
Noch spannender ist jedoch  – für die Greuther-Weiber und alle anderen Anhänger – der 8. Februar. Da trifft das Kleeblatt in Sinsheim im DFB-Viertelfinale auf den Erstligisten 1899 Hoffenheim. Wer keine Karte mehr im Gästebereich der Rhein-Neckar-Arena ergattern konnte und wenig Lust hat, zwischen Hoffenheim-Fans bei den Gastgebern zu sitzen, der sollte – mit einem Grüner-Bier bewaffnet – das Spiel hier in Fürth anschauen. Hat jemand für mich einen interessanten Tipp, wo das Spiel öffentlich gemeinsam mit begeisterten Kleeblatt-Anhänger zu sehen ist?

Endspurt für die Kleeblätter

Ganz Deutschland ist ein Wintermärchen, viele Gegenden ertrinken im Schnee. Auch hier in Fürth kämpfen wir mit bzw. erfreuen wir uns an Unmengen von Schnee. Die Spielvereinigung kann ein Lied davon singen. Letzte Woche mussten Spieler, Trainer und Fans die Trolli ARENA freischaufeln, damit das Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen auch stattfinden konnte. spvgg_oberhausenHat leider alles nichts gebracht, die Partie ging bekanntlich torlos 0:0 aus. Und auch in den letzten Tagen wurde auf Schnee trainiert.

Und beim letzten Spiel vor der Winterpause treten die Kleeblätter morgen, 18.12., um 13 Uhr, bei Fortuna Düsseldorf an. Die Stadt ist eine der Karneval-Hochburgen und die Heimatstadt von Trainer Mike Büskens. Er sieht darin sicher einen Vorteil, denn seine Familie lebt noch immer im Ruhrgebiet. Und er hat nach dem – gewonnenen? – Spiel dann  Gelegenheit, mit Frau und Kindern ein gemütliches Wochenende zu verleben.

Werden die Kleeblätter morgen noch mal drei Punkte verbuchen können? Ich weiß es nicht. Die Mannschaft liegt im Moment mit 30 Punkten auf Tabellenplatz 5 und hätte noch alle Optionen, sich nach oben zu katapultieren. Ein gutes Vorzeichen ist, dass die beiden Tabellenvorderen FC Augsburg und Hertha BSC gegeneinander antreten – da hätten die Fürther sogar die Chance, die Tabellenspitze zu ergattern. Aber oft fehlt ja ein letztes Quäntchen Glück, um trotz Engagement und Kampfgeist dann doch die Partie für sich zu entscheiden.

Die „Greuther-Weiber“ sind zuversichtlich. Sprechen wir uns morgen Nachmittag wieder, wenn die Spielvereinigung einen Sprung nach oben gemacht hat!

Endspurt vor der Winterpause

Am Samstag müssen die Kleeblätter zum letzten Mal vor Weihnachten beweisen, dass sie nicht umsonst einmal heiße Anwärter auf einen Auftstiegsplatz in die erste Bundesliga waren. Die Spielvereinigung empfängt zum Abschluss der Hinrunde in der zweiten Liga um 13 Uhr die Mannschaft von Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC. Das Spiel im Playmobil-Stadion wird – hoffentlich – auch trotz der frostigen Temperaturen gut besucht sein.

Nach mehreren Flops in den letzten Wochen war ja die Begegnung bei St. Pauli am vergangenen Wochenende für die Fürther wieder ein Lichtblick. Spielerisch und kämpferisch zeigte die Mannschaft, aus welchem Holz sie eigentlich geschnitzt ist. Trainer Möhlmann hofft deshalb auch auf eine positive Teamleistung gegen den Tabellenzehnten KSC. Der Start im neuen Jahr wäre nach einem gewonnenen Spiel und weitab vom Abstiegsplatz bestimmt einfacher. 

Vor dem Spiel gegen den KSC sind noch Restkarten für das DFB-Pokal-Viertelfinalspiel am 10. Februar 2010 beim FC Bayern München zu bekommen – ein Tipp für alle, die noch nach einem „Last-Minute-Weihnachtsgeschenk“ suchen. Das Ticket kostet 20,50 Euro und ist nur an der Stadion-Kasse 9 erhältlich. Wer also die Kleeblätter im DFB-Pokal gegen die Bayern lautstark unterstützen möchte, der sollte zuschlagen und Tickets kaufen!