Norweger liefen den Weltmeistern nur hinterher

Norway - GermanyGestern Abend haben sich die Greuther-Weiber mit guten Freunden im Fürther „Babylon“ getroffen (das übrigens ab heute mit großem Jubiläums-Programm seine 10-jährige Eröffnung mit neuer Leitung und Konzept 2006 feiert). Wir saßen also bei Orecchiette mit Kirschtomaten und Kapern in der Kneipe und haben uns über das Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen unterhalten, das abends stattfand. Ich wies mit dem Stolz einer Fürther Fußballanhängerin darauf hin, dass der Stürmer der Spielvereinigung Veton Berisha bei der WM-Qualifikationsbegegnung im norwegischen Kader steht. Und wir waren gespannt, ob er im Laufe der Partie eingewechselt würde.

Nein, wurde er nicht. Er stand nämlich schon von Beginn an auf dem Platz. Veton sang die norwegische Nationalhymne mit. Und die Vorfreude war groß, wie er sich gegen Cracks wie Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos bewähren würde. Um es kurz zu machen: Die Aktionen zwischen den Weltmeistern 2014 und der norwegischen Nationalmannschaft erinnerte mich an das Märchen von Hase und Igel. Wenn sich die einen auf den Weg zum deutschen Strafraum machten, waren ihnen die Gegner schon um Längen voraus. Die Norweger versuchten zwar, im Osloer Stadion vor heimischem Publikum eine gute Figur zu machen. Aber sie hatten einfach zu viel Respekt vor den deutschen Profis. Die skandinavischen Aktionen – wenn sie denn mal stattfanden – wirkten desorientiert, waren zaghaft und ohne Pep. Man traute sich kaum, einen Angriff zu riskieren. Der einzige Norweger mit einer akzeptablen Leistung war der Tormann Rune Jarstein. Und Veton Berisha, der ja bei der Spielvereinigung immer mit viel Elan und Laufwegen punktet (aber selten zum Abschluss, sprich zum Torschuss kommt), lief dem Geschehen hinterher und ins Leere. Seine direkten Gegenspieler waren Berisha haushoch überlegen. Auch optisch, denn Veton Berisha ist mit seiner Körpergröße von 1,72 Metern z.B. Mats Hummels (1,91 Meter), Benedikt Höwedes (1,87 Meter) oder Jonas Hector (Foto, 1,85 Meter) deutlich unterlegen.

Das Spiel ging dann (nur) 3:0 für die deutsche Nationalmannschaft aus, endlich hat Thomas Müller mit zwei Treffern seine alte Klasse wieder gefunden. Für Kleeblattfans war der Abend trotz der Niederlage ein sportliches Erlebnis, denn wie oft kommt es schon vor, dass ein SpVgg-Profi bei einem internationalen Länderspiel auf dem Platz steht?

Berisha-Brüder gehen international getrennte Wege

Die erste Länderspielpause in der Saison 2016/17 ist schon in dieser Woche. Die Profis der Spielvereinigung sind mit insgesamt drei Spielern international vertreten. Die interessanteste Herausforderung hat der Kleeblatt-Stürmer Veton Berisha: Mit der norwegischen Auswahl trifft er am Sonntag, 4. September, um 20.45 Uhr zu Hause in Oslo auf die deutsche Fußballnationalmannschaft. Bei dem Duell geht es ja schon um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Beide Nationalteams sind in der Gruppe C. Vetons fußballspielender (ein Jahr älterer) Bruder Valon Berisha wird in Zukunft allerdings nicht mehr gemeinsam mit Veton für Norwegen auflaufen. Valon Berisha, der im zentralen Mittelfeld spielt, verkündete am Donnerstag seinen Wechsel zur Nationalmannschaft des Kosovo.
Valon Berisha wurde 1993 in Malmö geboren und besitzt neben der kosovarischen auch die norwegische Staatsbürgerschaft. Er absolvierte insgesamt 56 Spiele für norwegische Nachwuchsteams und erzielte dabei sechs Tore. Beim King’s Cup 2012 in Thailand gab er sein Debüt für die A-Nationalmannschaft. Mit der U-21-Nationalmannschaft erreichte er das Halbfinale der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2013 in Israel. Valon Berisha ist seit Ende Juli 2012 bei Red Bull Salzburg unter Vertrag.
Veton Berisha durchlief von der U-15 an alle Jugendnationalmannschaften des norwegischen Fußballbundes. Von August 2013 bis März 2016 kam er 15-mal für die U-21-Auswahl zum Einsatz und erzielte insgesamt zwei Tore. Am 29. Mai 2016 debütierte Berisha bei der 0:3-Niederlage gegen Portugal in der A-Nationalmannschaft. Eine Woche später erzielte er bei einer 2:3-Niederlage gegen Belgien sein erstes A-Länderspieltor.
Neben Veton Berisha steht am Wochenende übrigens auch Nürnbergs Innenverteidiger Even Hovland im norwegischen Kader.
Die aktuelle Nummer 1 im Fürther Tor – Balázs Megyeri – reist mit dem ungarischen Nationalteam auf die Färöer Inseln. Das Qualifikationsspiel der Ungarn findet am 6. September statt. Last but not least: Auch das Kleeblatt George Davies wurde für sein Land berufen: Der Mittelfeldspieler tritt am Samstag, 3. September, mit der Nationalelf Sierra Leones zum Qualifikationsspiel für den Afrika Cup gegen die Elfenbeinküste an.

„Hulk“ Schmidtgal stutzt Nationalmannschaft zurecht

Ein Greuther-Weib interessiert sich in erster Linie für das Fürther Kleeblatt – und dann – viel später – für die deutsche Fußballnationalmannschaft. So auch gestern Abend bei der WM-Qualifikation gegen Kasachstan im Nürnberger Grundig-Stadion. Souverän führte das DFB-Team nach 45 Minuten mit 3:0, und man vermittelte den Zuschauern das Gefühl, den Sieg gegen die Mannschaft auf Bezirksliga-Niveau ohne Gegentor nach Hause zu bringen. Doch unmittelbar nach der Pause geschah Überraschendes: Der deutsche Keeper Manuel Neuer war geistig wohl noch in der Kabine und patzte – und Heinrich Schmidtgal schoss den Ball ins deutsche Tor. Das war natürlich ein Riesenjubel bei allen Kleeblattfans, die nach Nürnberg in Feindesland gefahren waren. Ihr Kleeblatt „Hulk“ hat den Anschlusstreffer geschafft und den arroganten Fußball-Überfliegern gezeigt, dass er wirklich was drauf hat. Und noch zwei Mal hätte es fast geklappt und Schmidtgal hätte auf 3:2 verkürzen können. Aber so viel Glück war den Kasachen leider nicht beschieden. In der letzten Minute versenkte vielmehr Marco Reus den Ball ins gegnerische Tor, das Endergebnis lautete 4:1.
Doch nicht nur all jene, deren Herz weiß-grün schlägt, dachten nach dem Spiel bei sich: Ach, würde Heinrich „Hulk“ Schmidtgal doch genauso erfolgreich für die Spielvereinigung spielen und Tore schießen. Die nächste Gelegenheit dazu hat er übrigens am Ostersonntag, 31. März, ab 17.30 Uhr beim Heimspiel gegen die Frankfurter Eintracht.
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Kleeblatt Schmidtgal bei WM-Quali dabei!

Am Freitagabend findet das WM-Qualifikationsspiel zwischen Kasachstan und Deutschland in Astana statt – und ein Kleeblatt steht auf dem Spielfeld: Heinrich Schmidtgal. Der 27-Jährige wird für die Nationalmannschaft von Kasachstan auflaufen. Das Duell mit der DFB-Elf von Jogi Löw wird also nicht nur aus deutscher, sondern speziell auch aus Fürther Sicht interessant und spannend.
Nach dreimonatiger Verletzungspause hatte Schmidtgal am letzten Wochenende gegen Werder Bremen sein Comeback und bereitete beim 2:2 einen Treffer vor.
Als zweiter Bundesligaprofi ist übrigens Konstantin Engel von Energie Cottbus mit von der Partie. Sowohl Schmidtgal als auch Engel wurden im kasachischen Teil der damaligen UdSSR geboren, wuchsen aber seit ihrer frühen Kindheit in Deutschland auf. Die defensiven Außenspieler sind die beiden einzigen Legionäre im 24-köpfigen Kader von Trainer Miroslav Beranek für die beiden WM-Quali-Duelle mit Deutschland.
Und wer das WM-Quali-Rückspiel live sehen will, der hat – sofern er Tickets bekommt – schon am nächsten Dienstag, 26. März, im Grundig Stadion in Nürnberg Gelegenheit dazu. Ich könnte darauf wetten, dass viele Kleeblattfans im Stadion sind, die nicht nur das DFB-Team, sondern bei guten Aktionen auch das Kleeblatt Heinrich Schmidgal anfeuern werden.

Mike Büskens, der Faire!

Spielerisch sind die Zeiten für die Spielvereinigung im Moment nicht allzu rosig, dafür ist eine andere Meldung umso positiver: Coach Mike Büskens erhält am Rande des WM-Qualifikationsspiels Deutschland – Schweden am Dienstagabend in Berlin den DFB-Preis „Fair ist mehr“. Er wird wegen seines respektvollen Umgangs mit gegnerischen Mannschaften ausgezeichnet.
Im Gegensatz zum rüden Umgangston manch anderer Bundesliga-Trainer nimmt sich Büskens seit Jahren direkt vor Anpfiff immer die Zeit, alle Spieler und die Vereinsverantwortlichen des Gegners persönlich mit Handschlag zu begrüßen. Auf unserem Foto begrüßt er z. B. beim DFB-Pokalspiel im März den Trainer von Borussia Dortmund, Jürgen Klopp.
Für den Kleeblatt-Coach ist das eine Selbstverständlichkeit. Er wird bei Bild so zitiert:

„Mich hat die Auszeichnung selbst überrascht. Der respektvolle Umgang mit Gegnern hatte früher sicher einen höheren Stellenwert, er verliert leider immer mehr an Wert.“

Allerdings muss Mike Büskens für die Auszeichnung erstmals seit knapp drei Jahren das Training schwänzen. Naja, da kann man doch mal Opfer bringen!

 

Heinrich Schmidtgal und die WM-Quali

Die deutsche Nationalmannschaft hat gestern Abend in Hannover das Team der Färöer-Inseln nicht gerade souverän mit 3:0 besiegt. Viel mehr beeindruckt hat in einem anderen Qualifikationsspiel Heinrich Schmidtgal. In der Partie zwischen Kasachstan und Irland war der Profi von der Spielvereinigung ohne Übertreibung bester Mann auf dem Platz.
Schmidtgal agierte aktiv, phantasievoll und spielte strategisch. Seine Pässe trafen auf den Punkt. Und seinen Freistoß konnte Kairat Nurdauletov in der 37. Minute zur verdienten Führung für die Nummer 142 der Fifa-Weltrangliste nutzen. Lange sah es dann so aus, als ob die Mannschaft um Schmidtgal als Sieger vom Platz gehen sollte, denn das Team des tschechischen Trainers Miroslav Beranek präsentierte sich läuferisch und kämpferisch in starker Verfassung. Doch dann trafen die Iren unter ihrem Coach Giovanni Trapattoni nach einem Foulelfmeter in der 89. Minute ins Tor und machten in der allerletzten Minute mit einem weiteren Treffer den Sack zu.
Kompliment an den 26-jährigen Deutsch-Kasachen Heinrich Schmidtgal, der auch in der Fernseh-Berichterstattung im ZDF mehrfach positiv erwähnt wurde. Kasachstan ist in der WM-Quali-Gruppe C, in der auch Deutschland ist. Wann die deutsche Mannschaft auf Kasachstan trifft, ist noch nicht klar, auf jeden Fall erst im neuen Jahr. Mal sehen, wie sich „Hulk“ – das ist ja Schmidtgals Spitzname – gegen die Kollegen aus der Bundesliga dann behaupten wird!

Occean’s Knie

Oh wei, Olivier Occean kann nicht seinem geplanten Einsatz als kanadischer Nationalspieler nachkommen. Wie würde der bayerische Kabarettist Georg Ringsgwandl sagen? „Beim Olivier kommt des Knie daher“. Ursprünglich sollte Occean in dieser Woche zu den WM-Qualifikationsspielen nach Toronto fliegen. Darüber habe ich im Greuther-Weiber-Blog berichtet. Allerdings macht ihm jetzt eine schmerzhafte Knieprellung, die er sich beim Spiel gegen den VfL Bochum zugezogen hat, zu schaffen. Wird der Torjäger der zweiten Bundesliga –  fünf Treffer in sechs Spielen (genauso erfolgreich wie Christopher Nöthe!) – am Freitag, 9. September, beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg dabei sein? Im Moment sieht es ganz gut aus. Bis dahin sind die Physiotherapeuten der Spielvereinigung gefragt. Es wäre schade, wenn Occean nicht antreten könnte, denn er ist für das Kleeblatt-Team inzwischen ein sichere Bank in der Verwertung von Torchancen.
Am Dienstagabend beim „Tuesdays after work – Turn Out 4“ in der vollbesetzten Grünen Halle im Fürther Südstadtpark hat es ein Freund von mir auf den Punkt gebracht: „Euch wäre es doch recht, wenn die Fußball-Saison schon zu Ende wäre“. Stimmt, denn dann hätte Greuther-Weib uwo ihre Wette, dass die SpVgg eben nicht „unaufsteigbar“ ist, schon gewonnen!