You’ve Got no Friend In Me

Morgen ist die Winterpause für die Zweite Liga vorbei. Das Kleeblatt tritt um 18.30 Uhr auswärts beim nicht allzu geliebten bayerischen Rivalen TSV 1860 München an. Der Tabellenvierzehnte liegt fünf Punkte hinter den Fürthern (21 Punkte) und will mit seinem neuen portugiesischen Trainer Vitor Pereira die Rückrunde natürlich mit einem Sieg starten.

Nachdem sich bei der SpVgg in der Winterpause wenig wirklich Vielversprechendes getan hat, bin ich auf das morgige Spiel gespannt. Trainer Janos Radoki hat bei seinen Spielern einige krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen: Mittelfeldspieler Jurgen Gjasula arbeitet nach dem Achillessehnenriss mit Power an seinem Comeback. Zlatko Tripic wird beim Kleeblatt noch mehrere Wochen fehlen, der Flügelspieler musste sich einer Operation an der rechten Leiste unterziehen. Schon früher ist mit der Rückkehr von Veton Berisha zu rechnen: Nach einer Entzündung der Fußsehne ist der Norweger schon wieder im Lauftraining und hat auch schon erste Übungen am Ball absolviert. Und Sercan Sararer musste aufgrund eines starken Infektes mit dem Training am Mittwoch aussetzen.
Der Transfermarkt ist noch bis 31. Januar 2017, 18 Uhr, geöffnet. Ob sich der Verein bis dahin entschließt, Verstärkung für die Mannschaft einzukaufen, wird sich zeigen. Eigentlich wollte das Kleeblatt ja noch einen Stürmer und einen weiteren Torwart verpflichten. Im Moment werden die beiden Trainingsgäste Abdisalam Abdulkadir Ibrahim und Sergiy Politylo getestet. Es bleibt also spannend.

Wie gesagt: Freunde werden die Kleeblätter und die Löwen in diesem Leben nicht mehr. Sonst könnten die Fans vor dem morgigen Spiel ja gemeinsam folgenden Song von Randy Newman mit diesem Text anstimmen:

„Du hast in mir einen Freund
Du hast in mir einen Freund
Du hast Schwierigkeiten und ich habe sie auch
Es gibt nichts, was ich nicht für dich tun würde
Wir halten zusammen, wir können es durchstehen.“

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Musikclip über Homophobie im Fußball

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Seit dem 8. September steht ein Videoclip im Internet, der – wie ich finde – ein brisantes gesellschaftliches Thema filmisch hervorragend umsetzt: Marcus Wiebusch hat einen Song über das Thema homosexuelle Fußballer geschrieben, der jetzt verfilmt wurde. Der Song „Der Tag wird kommen“ des Frontmanns der Indie-Rockband „Kettcar“ Wiebusch ist ein siebenminütiges Werk von seinem Solo-Album „Konfetti“. Realisiert wurde der Film mit einem modernen Mittel der Finanzierung: 1048 Crowdfunding-Unterstützer machten es möglich, dass der Kurzfilm zum Lied entstand. Mehr als 55.000 Euro kamen innerhalb weniger Tage für die Produktion des Filmes so zusammen.

Das Video zu „Der Tag wird kommen“ ist ein visuell ergreifendes Statement, in dem das immer noch tabuisierte Thema Homophobie im Fußball in einer bisher noch nicht gezeigten Weise dargestellt wird. Analog zum Song „Der Tag wird kommen“ ist der Film grob in drei Blöcken aufgeteilt. Alle drei Blöcke werden zusammengehalten durch eine Erzähllinie, welche die Geschichte eines homosexuellen Fußballprofis vom kleinen Jungen zum gestandenen Fußballprofi zeigt.
„Der Tag wird kommen“ behandelt in über sieben Minuten das Spannungsfeld zwischen Homophobie und Fußball. Hauptdarsteller sind Stephan Waak und Nils B. Höddinghaus. Gedreht wurde der Film in mehreren Fußballstadien. Fans von Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, FC St. Pauli, 1. FC Köln, Schalke 04, HSV, FC Augsburg, Bayern München und 1. FC Nürnberg sind in dem Video zu sehen. Dennis Dirksen und Björn Lingner setzen als Regisseure das Projekt um, das Drehbuch schrieb Marcus Wiebusch selbst. Das Lied „Der Tag wird kommen“ wird inzwischen z.B. in den Fußballstadien von Fortuna Düsseldorf und des FC St. Pauli präsentiert und auf CSD-Paraden von Fans aufgeführt. Das Musikvideo wurde bislang über 1.300 mal auf Facebook geteilt und erreichte mehr als 1.300.000 Personen.

Ich finde das Musikvideo gut gemacht – und es geht unter die Haut. Immer noch haben es homophile Fußballerinnen und Fußballer schwer, sich in ihren Vereinen, Mannschaften, Teams und unter Freunden zu outen. Eigentlich schade, im Jahr 2014. Oder was meint Ihr?

Das macht den Kleeblattfans Hoffnung

Eine den Greuther-Weibern wohl gesonnene Kleeblattanhängerin hat uns den Tipp gegeben, dass man auf „Youtube“ ein Video mit Fürths Mittelstürmer Nikola Djurdjic finden kann. Ich habe mir das mal angesehen, und muss sagen, dass es offenbar aktuell ist und tatsächlich den „Hoffnungs-Stürmer“ beim Training zeigt. Er scheint sich deutlich erholt zu haben, macht einen quirligen, fitten und schnellen Eindruck.

Bekanntlich hatte sich Nikola Djurdjic beim dritten Spieltag am 13. August 2013 (was für ein Datum!) im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel seitdem für das Profiteam der Spielvereinigung aus. Das waren damals wirklich „bad news“ für Trainer Frank Kramer, die Mannschaft und alle Fans. Ende der letzten Saison hatten ja viele Vereine Interesse an Djurdjic gezeigt; er selbst schien auch nicht abgeneigt, in der Ersten Liga zu bleiben. Aber er hielt der Spielvereinigung die Treue und galt bzw. gilt hier als wichtiger Spieler beim Projekt Klassenerhalt. Vielleicht ist er nach seiner Genesung ab der Rückrunde sogar wieder der Joker für den Wiederaufstieg?
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…und schießen auch Tore damit!

Eigentlich habe ich mich nur über den geposteten Youtube-Link eines Facebook-Freundes amüsiert und wollte nichts in meinem Blog darüber schreiben. Denn das Video kann ja wohl nur eine Montage sein. Aber der Blogbeitrag von Greuther-Weib uwo, die ja vor allem Autorin des NZ-Blogs „Achtung, Wolf!“ ist, war für mich eine echte Steilvorlage: „Männer denken mit dem…“.
In der (Video-)Begegnung zwischen zwei ungenannten Mannschaften kommt es auf dem Fußballfeld aus unerfindlichen Gründen dazu, dass die Hose eines Spielers nach unten rutscht, und er dann mit seinem besten Körperteil ein Tor schießt.
In der Trolli ARENA würde es zu solch skandalösen Szenen nicht kommen. Denn erstens wissen Fürther Spieler, was sich gehört. Und zweitens würde das Kleeblatt-Publikum solche peinlichen Eskapaden nicht bejubeln – oder?
Hier also die bitte nicht ernst zu nehmende Begebenheit mit aufgeregtem französischem Kommentatorentext unterlegt.

 

 

Kleebätter bei Kärwaumzug im Video

Der Erntedankfestzug ist eine feste Größe auf der Fürther Kärwa. Am zweiten Kirchweihwochenende lockt er seit Jahren zigtausende Zuschauer auf die Straße, die vom Spielmannszug über Trachtenvereine, Metzger und regionale Brauereien alles bejubeln, was zur fränkischen Tradition gehört.
Auch heuer war wieder die Spielvereinigung Greuther Fürth dabei. An 44. Stelle – lange nach „Ihren Majestäten“ Volker Heißmann und Martin Rassau und direkt nach dem Oldtimer-Müllauto aus dem Jahr 1956 – war es so weit: Voran maschierten Fahnenträger mit den typisch weiß-grünen Flaggen, dahinter dann Trainer Mike Büskens, Betreuer und zuguterletzt die Profis. Die Begeisterung bei den Neugierigen am Straßenrand hielt sich – bis auf wenige Ausnahmen – in Grenzen. Die kühlen acht Grad Außentemperatur hatten das Fürther Temperament wohl zu sehr auf Eis gelegt.
Ein wenig mehr Begeisterung wäre auf jeden Fall angebracht gewesen: Denn immerhin konnte man hier den aktuellen Tabellenführer der zweiten Bundesliga bewundern. Die Kleeblätter hatten ja pünktlich zur Kärwa mit einem 2:2 bei Karlsruher SC die Tabellenspitze zurückerobert. Aber die echten Kleeblatt-Fans waren wohl zu Hause geblieben.
Wer heute keine Zeit hatte, beim Erntedankfestzug dabei zu sein: Die Greutherweiber haben ein kleines Video vom Triumphlauf der Kleeblätter (kurz vorm Eintreffen am Rathaus) für Youtube gedreht.YouTube Preview Image

Widerlich: Fußballgegner mit Kot beworfen

YouTube Preview ImageIm Fußball geht es manchmal rüde zu. Gerade für uns Frauen sind derbe Verhaltensweisen in diesem Männersport oft nicht nachvollziehbar. Besonders die Begegnungen zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04 sind oft von Hass und unschönen Gesängen begleitet. Deutlich wird das in diesem Youtube-Video, wo Schalker Fans die „Scheiß-Kölner“ wüst niederbrüllen.

Noch krasser und handfester ging es am vergangenen Samstag in der ausverkauften VELTINS-Arena von Schalke 04 zu: Einige Anhänger des 1. FC Köln bewarfen beim Spiel ihres Vereins Anhänger des FC Schalke 04 mit Fäkalien. Inzwischen hat die Polizei in Gelsenkirchen den widerlichen Vorfall bestätigt, über den Kölner Zeitungen berichtet hatten. Offenbar gibt es einen Zeugen, der beobachtete, wie eine Person Kot in einen Bierbecher füllte und in Richtung des Schalke-Blocks schleuderte. Später wurden zwei mit Urin gefüllte Bierbecher auf die Schalker Fans geworfen. Die Polizei hielt die Vorgänge «beweissicher» fest und stellte die Personalien dreier Tatverdächtiger fest.

Aber nicht genug damit. Laut Informationen von sport.de soll es im Gästeblock zu einem weiteren geschmacklosen Vorfall gekommen sein, als ein Kölner Fan einem Eisverkäufer sein entblößtes Glied auf die Bauchtheke legte. Sportlich gesehen war es nach diesen Vorfällen nur gerecht, dass Schalke nach einem 0:1-Rückstand die Begegnung noch mit 5:1 für sich entscheiden konnte. Gut, dass wir hier in Fürth – wie es unser OB Thomas Jung einmal formuliert hat – auf der „Insel der Glückseligen“ leben. Auch, was Ereignisse rund um den Fußball anbelangt!

Kriegen die Kleeblätter das kalte Grausen?

Am kommenden Sonntag, 31. Juli, steht für das Team von Trainer Mike Büskens die erste Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs auf dem Programm. Um 14.30 Uhr wird die Partie gegen den Eimsbütteler TV im Hamburger Stadion Hoheluft angepfiffen.

In allen Medien wurde schon im Vorfeld dieser Begegnung über skurrile Ereignisse beim Eimsbütteler TV berichtet: Nach dem Scheitern eines Gesprächs zwischen der ETV-Fußballabteilung und dem Vereinsvorstand über die Verteilung der zusätzlichen Einnahmen aus den gewonnenen Oddset-Pokalspielen traten im Juni alle anwesenden Spieler und Trainer der 1. Herrenmannschaft geschlossen aus dem Verein aus. Sie wollten den vom Vorstand vorgeschlagenen Kompromiss zur Verteilung der Gelder nicht akzeptieren. Keine Mannschaft, kein Pokalspiel?

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Die Kleeblätter fürchteten zuerst um ihren Pokalgegner, man munkelte von einem „Phantomspiel“, aber das Spiel wird stattfinden. Die neue 1. Mannschaft des ETV setzt sich weitgehend aus dem Nachwuchs des eigenen Vereins zusammen. So verfügt der ETV über eine sehr erfolgreiche U-19-Auswahl, die in der abgelaufenen Saison Hamburger Meister wurde. Darüber hinaus gibt es Spieler der bisherigen 1. und 2. Mannschaft, die im Verein verbleiben und zur Verfügung stehen.

Also: Der Hamburger Verein wird – so auf seiner Website zu lesen – „für das DFB-Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, die auch in der kommenden Landesliga-Saison konkurrenzfähig und erfolgreich sein wird. Das DFB-Pokalspiel wird mit großem Engagement und sehr professionell vorbereitet.“

Damit sich die Spielvereinigung richtig warm anzieht, hat der ETV schon mal einen Videoclip online gestellt, dessen Inhalt das Kleeblatt-Team und auch uns „Greuther-Weiber“ schaudern lässt.
Übrigens: Karten im Vorverkauf für das Pokalspiel gibt es noch bis Donnerstagmittag im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“, am Spieltag sind die Tickets für die Fürther Anhänger natürlich auch an der Tageskasse in Hamburg erhältlich.