Götterdämmerung im Ronhof?

Heute musste ich mich nach dem verlorenen Spiel gestern Abend im Ronhof erst mal entspannen. In der zweiten Runde des DFB-Pokals traf die Spielvereinigung auf den Ligakonkurrenten FC Ingolstadt. Zuletzt war das Kleeblatt im Jahr 2011 mit einem Sieg gegen die „Schanzer“ vom Platz gegangen. Die letzten Partien waren fast immer Niederlagen, ein Unentschieden. Mal sehen…Aber beim Pokal spricht man ja oft davon, dass es hier „eigene Gesetze“ gäbe. Und an dieser schwachen Hoffnung hielten sich auch die Fürther Zuschauer im Stadion fest. Apropos Zuschauer: 4925 waren gekommen, davon ca. 600 Gastfans aus Ingolstadt. Das magere Interesse war vor allem der späten Anstoßzeit geschuldet: 20.45 Uhr ist für normal arbeitende Fußballfans einfach zu spät. Mit Nachspielzeit und Elfmeterschießen ist es möglich, dass man sich erst gegen 23.30 Uhr auf den Heimweg machen kann.

Trainer Damir Buric musste gestern auf eine ganze Reihe wichtiger Spieler verzichten. Sascha Burchert lag z.B. mit einem Magen-Darm-Virus im Bett, so kam Marius Funk in den Genuss seines Startelfdebüts. Viel Druck auf dem 21-Jährigen. Pech hatte die Spielvereinigung, die – und das muss ich ganz deutlich sagen – gestern die eindeutig bessere Mannschaft war, mit einem Tor in der 32. Spielminute. Der Treffer von Mario Maloca wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben. Eine knappe Entscheidung, weil der nahe zur Eckfahne postierte Ingolstädter Sekine die Abseitsstellung aufgehoben hatte. Also eigentlich ein regulärer Treffer.
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„Kleeblatt-Attest“ von Chefcoach Radoki

Seit acht Spielen in Folge ist das Kleeblatt ungeschlagen. Fünf davon endeten sogar mit einem Sieg. Das einzige Manko bei der Spielvereinigung ist derzeit die geringe Zuschauerzahl. Die dümpelt vor sich hin, egal, welcher Gegner im Ronhof aufläuft. Beim Spiel Mitte März gegen den Zweitligaersten VfB Stuttgart waren beispielsweise nur 12 660 Gäste im Stadion. Und auch morgen könnte es mau werden, die frühe Anstoßzeit um 17.30 Uhr macht es nicht einfacher, das Kleeblatt zu unterstützen. Um potenzielle Besucher zu motivieren, sich für das morgige Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig ein Ticket zu kaufen, hat sich der Verein eine witzige Aktion einfallen lassen:

Acht gute Gründe gegen Eintracht Braunschweig ins Stadion zu kommen:
1. Läuft gerade beim Kleeblatt! Mit fünf Siegen aus neun Rückrundenspielen und insgesamt 18 Punkten ist die SpVgg Greuther Fürth das zweitbeste Team der Rückrunde. Nur der 1. FC Union Berlin ist besser.

2. Gute Aussichten im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer! Vor allem vor heimischer Kulisse ist die Mannschaft von Janos Radoki stark. Die letzte Heimniederlage datiert von Anfang Dezember 2016 gegen den FC St. Pauli. Seitdem trat die SpVgg weitere vier Mal zu Hause an – und konnte alle Partien für sich entscheiden.
3. Tore garantiert! Das Kleeblatt präsentiert sich zuletzt effektiv und treffsicher. Das letzte Heimspiel ohne Kleeblatt-Tor war ebenfalls die Begegnung gegen die Mannschaft vom Millerntor im Dezember. Seitdem brachte die Spielvereinigung im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer die Kugel immer im Tor unter.
4. Die weißeste Weste der Rückrunde: Erst fünf Tore musste die Radoki-Elf in der Rückrunde hinnehmen – so wenig wie kein anderes Team. Außerdem schaffte es seit Dezember nur Hannover 96, in Fürth ein Tor zu schießen. Beim 4:1-Kleeblattsieg. Die letzten drei Heimspiele stand bei Torhüter Balazs Megyeri die Null.
5. Radoki macht Spaß! Seitdem dem Amtsantritt des 45-Jährigen steht sein Motto: „Wir müssen mit Leidenschaft auf dem Platz unsere Fans mitreißen.“ Das haben auch alle seine Jungs verinnerlicht und zeigen sich in jeder Partie zweikampfstark, mit Wille, Emotionen und Leidenschaft.
6. Abendessen steht bereit: Dank dem neuen Kleeblatt-Caterer El Paradiso muss sich kein Stadionbesucher Gedanken um das Abendessen machen. Ob „Bratwurst-Schaschlik“, „Lachssemmerla“ oder andere Stadion-Köstlichkeiten – jeder wird im Angebot an den Kiosken bestimmt fündig werden.
7. Das Wetter spielt mit! Zwar soll es gegen Ende der Woche wieder etwas kälter werden, aber Mittwoch ist ja zum Glück noch nicht Ende der Woche. Zum Anstoß um 17.30 Uhr werden es um die 14 Grad mit der Chance auf noch ein paar Abend-Sonnenstrahlen.

Und das achte Argument gefällt mir besonders gut:

Das „Kleeblatt-Attest“ vom Chefcoach:
Wer noch Überzeugungsarbeit beim Vorgesetzten leisten muss, dem hilft vielleicht das Kleeblatt-Attest für das Mittwochabend-Spiel, unterschrieben vom Cheftrainer Janos Radoki höchstpersönlich.

Hier könnt Ihr Euch das Attest runterladen und ausfüllen. Also: Nichts wie hin morgen Abend zum Topspiel gegen Eintracht Braunschweig. Auf dass das Stadion voll wird und das Kleeblatt auch in der neunten Begegnung in Folge ungeschlagen bleibt!

Ticket kaufen – Spiel ansehen – Feiern!

Die gute Nachricht vorneweg: Entgegen pessimistischer Meldungen in lokalen Medien gibt es noch (wenige) Karten für das Topspiel am Freitag Abend in der Trolli Arena gegen den TSV 1860 München. Ich habe heute noch zwei Plätze in der Südkurve ergattert (zugegeben, ich war spät dran!) und bin auf dieses Spiel sehr gespannt. Mehr Zuschauer – so die Analyse der Spielvereinigung – waren in dieser Saison noch nicht im Ronhof. Aber nicht nur einen Saisonbestwert, sondern auch einen Zuschauerrekord in der Zweiten Liga erwartet das Kleeblatt im Heimspiel gegen den TSV 1860 München. Denn: Es waren in der Zweiten Liga noch nie mehr als 15.500 Besucher in der Trolli ARENA.

Ich denke, das Spiel gegen die Münchner Löwen wird wieder etwas ganz Besonderes. Bislang waren die Partien immer von einem guten Schuss Extrem-Engagement (das kann man interpretieren, wie man will) und besonderem Kampfgeist geprägt. Ich will nur an die Begegnung im September 2011 erinnern, als die Münchner Fans mit martialischem Auftreten durch die Fürther Innenstadt in Richtung Stadion marschiert sind.
Also: Ihr habt morgen noch den ganzen Tag Zeit, Euch ein Ticket für das Spiel zu kaufen. Es geht für das Kleeblatt um viel: Gewinnt es morgen Abend, dann stehen die Chancen, wieder in die Bundesliga aufzusteigen, super gut. Für Kurzentschlossene gibt es für das Duell ab 17 Uhr übrigens auch noch Tickets an der Tageskasse.
Und wenn die Spielvereinigung morgen gewinnen sollte, dann werden sich danach viele Fans in der Fürther Gustavstraße treffen, um dort die immer wahrscheinlichere Rückkehr ihres Vereins in die Bundesliga zu feiern. Ich bin auf jeden Fall dabei. Und Greutherweib uwo wird im italienischen Bolsena mit dem Kleeblatt fiebern und dort bestimmt ein Glas Vino Rosso auf das Wohl des Kleeblatts trinken. Salute, Ute!

Sieg zwischen Pfefferkarpfen und „Club“-Mitleid

Unser gemeinsames Pfefferkarpfen-Essen in einem zünftigen Wirtshaus in der Nähe von Hirschaid hat schon Tradition: Man trifft sich mit guten Freunden und jeder bestellt seinen Karpfen mit der individuellen Schärfenote (ich natürlich super-extrem-sauscharf). Hauptthema beim Essen war die gestrige 0:4-Pleite des Clubs gegen Schalke O4. Sogar wir Greuther-Weiber hatten Worte des Bedauerns und Trostes. Wird der Club ab-, die Spielvereinigung aufsteigen? Spekulation pur!
Pünklich zur Halbzeitpause kam der Wirt und schaltete den Videotext des Fernsehers (glücklicherweise direkt über unserem Tisch) ein. Es stand schon 1:0 für die Spielvereinigung gegen den FSV Frankfurt. Die Clubfans am Tisch zuckten in sich zusammen, und zwischen Gesprächen über arabische Vokabeln und Origami hatten wir Fürth-Fans bis zum Spielende noch drei Mal Grund zur Freude. Die Spielvereinigung gewann das Spiel letztlich mit 4:0 und kletterte damit – aufgrund des ärgerlichen Last-Minute-Sieges der Frankfurter Eintracht – wieder auf Tabellenplatz drei.
Nachher erfuhren wir: Erst in der 41. Minute hatte Stephan Schröck das erste Tor erzielt – in einer vom Niveau her eher gemischten Begegnung. Nach einem verwandelten Foulelfmeter von Bernd Nehrig erzielten Edgar Prib und – wie so oft – Olivier Occean (mit seinem neunten Saisontor) die anderen Treffer fürs Kleeblatt. Coach Mike Büskens‘ Strafpredigt hatte offensichtlich ihre Wirkung nicht verfehlt.
Leider kann ich mich einmal mehr nicht zurückhalten und die niedrige Zuschauerzahl  kritisieren. Gerade mal 7000 Besucher in der Trolli ARENA – das ist nun ganz und gar nicht zweitligawürdig (Beweis: leere Zuschauerreihen auf unserem Foto). In der Frankfurter Commerzbank Arena waren z.B. 38 500 Zuschauer, viele andere Partien waren ausverkauft. Aber in Fürth? Erklärungen gibt es zuhauf, aber die Zuschauerzahl lässt oft zu wünschen übrig.
Beim 16. Spieltag wird die Spielvereinigung am Montag, 28. November, um 20.15 Uhr auf den mit Frankfurt punktgleichen Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf treffen. Vielleicht fahren wenigstens viele Kleeblattanhänger in die ESPRIT Arena, um ihre Mannschaft lauthals zu unterstützen? Aber nein, Düsseldorf ist weit und die ersten Weihnachtsfeiern stehen an…

 

Ein Wort mit „x“ – das war wohl nix!

Der Abend fing gut an: Mein (ehemaliger) Lieblingstorwart Jens Lehmann fasst sich mit seinen 41 Jahren noch mal ein Herz und wird wieder aktiv. Als Keeper Nummer Zwei bei seinem ehemaligen Verein Arsenal London. Die haben gerade einen Engpass und verpflichten den gutaussehenden Torwart bis zum Saisonende.

Gut ging es dann weiter: Knapp 13.000 Zuschauer in der Trolli ARENA, in dieser Saison der absolute Spitzenwert. Über 1500 Fans aus Berlin. Aber die Kulisse, die die Kleeblattfans boten – dagegen hatten die Gäste aus der Hauptstadt nicht mal den Hauch einer Chance.
Hochachtung vor den Fürther Spielern, die in Anbetracht der furchtbaren Ereignisse in Japan mit einem Trauerflor aufliefen. Das nenne ich Stil, den man gerade beim Fußball oft vermissen muss.

Weniger Stil bewiesen dann die Spieler des Tabellenführers. Da wurden die Kleeblätter ohne Rücksicht auf Verluste gefoult, es gab einige grobe Aktionen der Berliner, die auch Mike Büskens sauer werden ließen. Gott sei Dank wurden die primär taktischen Fouls – wie auf dem Foto bei Nikita Rukavytsya – mit Gelben Karten geahndet.

Das Tor von Hertha in der 40. Minute durch Ramos war kaum zu halten. Keeper Alex Walke wirkte nervös, und das 0:1 war dann auch der Anfang vom Ende. Das 0:2 kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit durch Niemeyer machte die Partie für die Spielvereinigung zu etwas, über das man schnell wieder Gras wachsen lassen sollte.

Aktuell steht das Fürther Team jetzt auf Tabellenplatz 5, der nächste Gegner ist am Sonntag, 20. März, um 13.30 Uhr Erzgebirge Aue, die im Moment einen Punkt und einen Rang vor den Kleeblättern rangieren. Jetzt heißt es für die SpVgg so allmählich: Konzentration und Power, sonst geht die Saison 2010/11 so zu Ende wie die letzten auch. Und das wär‘ ja wohl nix!

 

Volles Haus beim heutigen Spitzenspiel im Ronhof?

Ganz Fürth ist gespannt auf die heutige Begegnung im Ronhof: Ab 20.15 Uhr empfängt das Kleeblatt in der Trolli ARENA den (favorisierten?) Tabellenführer Hertha BSC Berlin. Plätze im Stadion sind schon seit Freitag Mangelware: Die Gegentribüne ist restlos ausverkauft. Und auch die Hauptbühne wird vermutlich vollständig besetzt sein. Zudem wird die Südkurve der Trolli ARENA mit Hertha-Fans gut ausgelastet sein. Bei der SpVgg erwartet man etwa 1300 Berliner Fans. Das Spitzenspiel sorgt für die bisher beste Zuschauer-Kulisse in der laufenden Saison. Die SpVgg Greuther Fürth rechnet am Montag mit ungefähr 11 000 Besuchern. Die Stadionkassen im Laubenweg öffnen um 17 Uhr.
Das klingt doch super. Immer wieder wird – nicht nur von den „Greuther-Weibern“  – die oft mickrige Zuschauerkulisse bei Kleeblatt-Heimspielen kritisiert. Und das Argument, dass für eine „kleine“ Großstadt (Fürth zählt gut 110 000 Einwohner) eine Zuschauerzahl von 6000 oder 7000 doch relativ viel sei, hat mich noch nie überzeugt.
Aufgrund des erhöhten Zuschaueraufkommens empfiehlt die SpVgg die frühzeitige Anreise und weist darauf hin, dass die Eintrittskarten – wie immer – als Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr im gesamten Verbundgebiet des VGN gültig sind. Es wäre also angeraten, zum Spitzenspiel mit den „Öffentlichen“ zu kommen.

Mal sehen, ob ich morgen bei meinem nächsten Blogbeitrag was Positives kommentieren kann!?! Zum Beispiel den Sieg der Kleeblätter über die alte Dame aus der Hauptstadt?