Kleeblatt trotzt Bochum einen Punkt ab

Knapp zwei Stunden nach dem Schlusspfiff bei der heutigen Auswärtsbegegnung zwischen der Spielvereinigung und dem VfL Bochum saß ich mit Tierorakel Daisy im Auto und stand bei der Ampel der A73-Ausfahrt Poppenreuth an der roten Ampel. „Heute haben beide fränkischen Vereine leider nur unentschieden gespielt“, lauteten die Sport-News auf Bayern 3. Dem 1. FC Nürnberg habe ein 2:o-Vorsprung gegen Holstein Kiel nichts geholfen, die Clubberer beendeten das Spiel mit 2:2. Und die Spielvereinigung Greuther Fürth kam leider auch nicht über ein Remis hinaus. Wobei – so der vermeintlich fachmännische Kommentator im Radio – „nach einem frühen Treffer des Kleeblattspielers Daniel Caligiuri“ alles drin gewesen wäre. Tja, dachte ich mir, ein böser Schnitzer! Da müsste man eben wissen, dass der Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri beim FC Schalke 04 unter Vertrag steht. Und dass Daniel Caligiuri der jüngere Bruder von Marco Caligiuri ist, der für die SpVgg kickt.

Der heutige 14. Spieltag war fürs Kleeblatt zumindest kein sportliches Fiasko. Trainer Damir Buric hatte sich dafür entschieden, den „Spielmacher“ Jurgen Gjasula nach der 2:3-Niederlage bei Jahn Regensburg erst mal auf der Bank zu belassen. Auch Manuel Torres schaffte es nicht in die Startformation. Dafür konnte Maximilian Wittek nach seiner Gelbsperre wieder antreten.

Der Ruhrpott-Verein Bochum rangiert nur wenige Plätze vor der SpVgg in der Tabelle – und kassierte heute mit der ersten Standardsituation nach acht Minuten ein schnelles 0:1! An Witteks Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld kam Serdar Dursun nicht ran, aber Caligiuri fackelte nicht lange und schob den Ball aus wenigen Metern flach ins Bochumer Netz. Sein drittes Saisontor! Nur zehn Minuten später glich der VfL dann aber aus – ebenfalls nach einer Standardsituation. In dem Stil hätte es für die Zuschauer und angereisten Kleeblattfans weitergehen können: Viele Tore erfreuen jeden Fußballfan. Aber leider war die zweite Halbzeit von taktischem Spiel geprägt. Das Kleeblatt machte seine Sache recht gut, es stand in der Defensive kontrolliert und setzte auf schnelles Umschaltspiel. Spannend wurde es noch mal ganz am Schluss, als Khaled Narey in der 90. Minute in Richtung Tor abzog, nachdem ein Bochumer Abwehrspieler ausgerutscht war. Leider wurde Narey im letzten Moment noch beim Schuss geblockt. So blieb es beim 1:1.

Unsere Bilanz: Auch im 18. Spiel in Folge hat die Spielvereinigung heute kein Gegentor vermeiden können und damit den Vereins-Negativrekord eingestellt. Trotz 13 Schüssen aufs Bochumer Tor und mit einem Ballbesitz von nur 38 Prozent war das heute das zweite Unentschieden des Kleeblatts in dieser Saison. Mit elf Punkten liegt die Mannschaft immer noch auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand zum Relegationsplatz sind drei Punkte. Am nächsten Sonntag, 26. November, empfangen die Fürther zu Hause den FC St. Pauli. Zwar ein Gegner, dem man emotional positiv gegenübersteht. Aber das Aufeinandertreffen wird dennoch kein leichtes sein. Wie wäre es deshalb mal mit vielen Zuschauern im Ronhof? Damit das Kleeblatt die kraftvolle Unterstützung bekommt, die es dringendst braucht!

Götterdämmerung im Ronhof?

Heute musste ich mich nach dem verlorenen Spiel gestern Abend im Ronhof erst mal entspannen. In der zweiten Runde des DFB-Pokals traf die Spielvereinigung auf den Ligakonkurrenten FC Ingolstadt. Zuletzt war das Kleeblatt im Jahr 2011 mit einem Sieg gegen die „Schanzer“ vom Platz gegangen. Die letzten Partien waren fast immer Niederlagen, ein Unentschieden. Mal sehen…Aber beim Pokal spricht man ja oft davon, dass es hier „eigene Gesetze“ gäbe. Und an dieser schwachen Hoffnung hielten sich auch die Fürther Zuschauer im Stadion fest. Apropos Zuschauer: 4925 waren gekommen, davon ca. 600 Gastfans aus Ingolstadt. Das magere Interesse war vor allem der späten Anstoßzeit geschuldet: 20.45 Uhr ist für normal arbeitende Fußballfans einfach zu spät. Mit Nachspielzeit und Elfmeterschießen ist es möglich, dass man sich erst gegen 23.30 Uhr auf den Heimweg machen kann.

Trainer Damir Buric musste gestern auf eine ganze Reihe wichtiger Spieler verzichten. Sascha Burchert lag z.B. mit einem Magen-Darm-Virus im Bett, so kam Marius Funk in den Genuss seines Startelfdebüts. Viel Druck auf dem 21-Jährigen. Pech hatte die Spielvereinigung, die – und das muss ich ganz deutlich sagen – gestern die eindeutig bessere Mannschaft war, mit einem Tor in der 32. Spielminute. Der Treffer von Mario Maloca wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben. Eine knappe Entscheidung, weil der nahe zur Eckfahne postierte Ingolstädter Sekine die Abseitsstellung aufgehoben hatte. Also eigentlich ein regulärer Treffer.
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Beim Fan-Stammtisch endlich mal Tacheles reden

Habt Ihr morgen Abend schon etwas vor? Wenn nicht: Echte Kleeblattanhänger sollten sich auf keinen Fall den ersten Fan-Stammtisch dieser Saison am Dienstag, 17. Oktober 2017, entgehen lassen. Da kann man mal frei von der Leber weg das schlechte Abschneiden der Mannschaft in der laufenden Spielzeit und die gesamte Entwicklung der Spielvereinigung diskutieren. Beginn ist – wie immer zur symbolträchtigen Uhrzeit – um 19.03 Uhr. Zu der Veranstaltung im 2. Obergeschoss des neuen STECHERT Business- und Tagungszentrums sind alle Anhänger der SpVgg herzlich eingeladen.
Trainer Damir Buric wird sich morgen allen Besuchern persönlich vorstellen und Rede und Antwort stehen. Beim gestrigen Sieg gegen den FC Erzgebirge Aue hat der Kleeblatt-Coach ein gutes Händchen bei der Aufstellung bewiesen: Die beiden spät eingewechselten Joker Daniel Steininger und David Raum haben nach dem wunderschönen Führungstor von Khaled Narey (40. Minute) und dem Anschlußtreffer der Veilchen (78.) – kurz vor dem Abpfiff noch den 2:1-Heimsieg perfekt gemacht. Selbstverständlich wird sich der Kleeblatt-Coach morgen nicht nur zur aktuellen sportlichen Situation, sondern auch zu seinen persönlichen Eindrücken nach dem ersten Monat als Trainer der Spielvereinigung äußern.
Wer Lust hat, kann seine Fragen schon mal vorab der Spielvereinigung zukommen lassen. Dazu schickt man die Fragen mit seinem Namen per Mail einfach an folgende E-Mail-Adresse: fanstammtisch@greuther-fuerth.de. Die vorab eingegangenen Fragen werden beim Stammtisch als erstes berücksichtigt. Alle weiteren Nachfragen können im Anschluss daran gestellt werden.

Kleeblatt behält die Rote Laterne

Ich glaube, das Kleeblatt-Maskottchen Eddy – ein grüner Drache – hat es schon kommen sehen. Ab der 56. Minute lief er völlig niedergeschlagen und bedröppelt am Spielfeldrand entlang. Mit gutem Grund: Eine Minute vorher hatte der FC Ingolstadt das Führungstor geschossen. Wahrscheinlich ahnte Eddy schon, was noch kommen sollte.

Die Begegnung der beiden „Kellerkinder“ der Zweiten Liga – die Spielvereinigung und Erstliga-Absteiger FC Ingolstadt – im Ronhof startete bei besten (Wetter-)Bedingungen. Erst vor zwei Tagen hatten sich die Schanzer ihres bisherigen Trainers Maik Walpurgis „entledigt“ und ihn gegen Stefan Leitl ausgetauscht. Der stand heute natürlich gewaltig unter Druck.
Die Partie startete ganz vielversprechend, beide Teams spielten schnell und passgenau. Die 8655 Zuschauer hofften auf viele Tore, sahen sich aber bald enttäuscht. Keine der Mannschaften zeigte wirklich Klasse. In der Halbzeitpause hatte Leitl seinen Schanzern wohl eingeheizt. Denn sie gingen nach zehn Minuten in Führung: Nach einem Abspielfehler von Marco Caligiuri (der bis dahin routiniert und eiskalt verteidigt hatte) gibt Marvin Matip den Ball zu Sonny Kittel in den Strafraum, und dieser knallt die Kugel ins „kurze“ Eck. Fürths Torwart Balazs Megyeri machte dabei keine allzu gute Figur. Nach dieser Führung der Gäste bekam Eddy (siehe oben) die Krise. Zu Recht, denn wenig später foulte Fürths neuer Innenverteidiger Matti Langer bei seinem Debüt – schon mit einer Gelben Karte verwarnt – Stefan Lex und handelte sich einen Platzverweis ein (58.). Die Spielvereinigung musste ab jetzt in Unterzahl gegen den Rückstand kämpfen.
Weiterhin waren die Aktionen des Kleeblatts konfus und hektisch: hier ein Fehlpass, da ein unnötiges Foul, Torschüsse weit am Ziel vorbei, kein Konzept, kein Plan. Trainer Janos Radoki wechselte Sebastian Ernst und Philipp Hofmann ein, zwei offensive Kräfte, die es aber auch nicht mehr herausreißen konnten. Kurz vor Spielende blieb Sebastian Ernst mit einer Einzelaktion im Strafraum hängen (87.). Und Khaled Narey – wie so oft der Unermüdliche im Kleeblatt-Team – fasste sich in der Nachspielzeit ein Herz und schoss aus dem Stand heraus in die Arme von Ingolstadts Keeper Örjan Nyland.

Die Spielvereinigung rangiert nach dem vierten Spieltag und der zweiten Heimniederlage mit null Punkten allein auf dem letzten Platz der Zweiten Liga. Sie gastiert nach der Länderspielpause am Freitag, 8. September, 18.30 Uhr, bei Dynamo Dresden. Bis dahin muss sich Janos Radoki etwas einfallen lassen!

Ex-Kleeblätter im Kader der Störche

Nächsten Sonntag, 20. August (Anpfiff: 13.30 Uhr), bestreitet die Spielvereinigung das dritte Saisonspiel beim Aufsteiger Holstein Kiel. Der Ostsee-Verein hat drei Ex-Kleeblätter im Kader, die für Fürther Fußballfans von Bedeutung waren:

Sebastian Heidinger (Foto: links): Der Mittelfeldspieler wechselte in der Winterpause 2016 vom 1. FC Heidenheim zum Ligakonkurrenten nach Fürth. In der Winterpause der Saison 2016/17 lösten Heidinger und die SpVgg den Vertrag wieder auf, Heidinger ging zum Drittligisten SC Paderborn, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag erhielt. Der wurde jedoch 2017 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Zur Saison 2017/18 wurde der Spieler vom Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel verpflichtet. Heidinger stand vergangenen Freitag im Kader, als die „Störche“ in der ersten DFB-Pokal-Runde Eintracht Braunschweig mit 2:1 besiegten.

Ilir Azemi (Foto: Mitte) Azemis Karriere bei der SpVgg war von Höhen und Tiefen geprägt. Am 25. August 2012 gab er für die Profis sein Bundesligadebüt gegen den FC Bayern München. Sein erstes Tor erzielte er am 4. Mai 2013 im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart, am 25. März 2014 beim 4:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf gelang ihm sein erster Doppelpack. Durch einen schweren Autounfall im August 2014 wurde Azemis Karriere eineinhalb Jahre unterbrochen. Erst im Januar 2016 konnte er an einem Testspiel der Kleeblatt-Reserve teilnehmen. Im Januar 2017 wurde er bis zum Saisonende an den damaligen Drittligisten Holstein Kiel ausgeliehen, im Mai 2017 wurde Azemi fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2018 ausgestattet.

Tom Weilandt (Foto: rechts) Im Juni 2013 verpflichtete die erst kurz zuvor aus der Ersten in die Zweite Bundesliga abgestiegene SpVgg Tom Weilandt, die einen Vertrag über drei Jahre mit ihm abschloss. Sein Ligadebüt für Fürth krönte er beim ersten Spieltag  (2:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld) mit seinem ersten Tor. Nach Ablauf des Vertrages verließ Weilandt den Verein zum Ende der Saison 2015/16. Beim VfL Bochum unterschrieb er im Sommer 2016 einen Vertrag über zwei Jahre. Dort erzielte er in 22 Ligapartien drei Tore, sieben weitere legte er für seine Kollegen auf. Doch in den letzten Wochen reifte bei dem Mittelfeldspieler der starke Wunsch nach einem Vereinswechsel. Denn unter Bochums neuem Coach Ismail Atalan begann Weilandts Stern in Bochum zu sinken: Er gehörte weder im DFB-Pokal noch in den bisherigen zwei Ligapartien zum Kader. Der 25-Jährige wird bis zum Saisonende an die Kieler Sportvereinigung Holstein ausgeliehen. Für den gebürtigen Rostocker ist der Wechsel an die Ostsee auch persönlich von Bedeutung. Denn der Sohn des ehemaligen Fußballprofis Hilmar Weilandt wurde beim F.C. Hansa Rostock ausgebildet.

Wird Robert Zulj ein „Schanzer“?

Das Thema „Robert Zulj“ ist für die Spielvereinigung definitiv Vergangenheit. Seit vergangenem Wochenende ist klar, dass der offensive Mittelfeldspieler aus Österreich seinen Vertrag beim Kleeblatt, der bis zum 30. Juni 2017 geht, nicht verlängert wird.

Wohin er wechselt? Die Gerüchteküche brodelt. Zur Diskussion stand nach den beiden Bundesligaclubs Hamburger SV und Mainz 05 in der letzten Woche der Zweitliga-Verein Eintracht Braunschweig. Seit gestern ist jetzt der FC Ingolstadt 04 im Gespräch. Der bayerische Verein stieg 2015 in die Erste Liga auf und hat sich dort zwei Spielzeiten halten können. Dann sind die Schanzer mit Ende dieser Saison (Tabellenrang 17, 32 Punkte) abgestiegen und werden in der Saison 2017/18 wieder die Zweite Liga beehren.

Robert Zuljs Marktwert liegt aktuell bei ca. 1,2 Millionen Euro. Angeblich bemüht sich der Bundesliga-Absteiger bereits seit über zwei Wochen um den ablösefreien Fußballer. Zulj war ja beim Kleeblatt recht erfolgreich: Er hat immerhin sechs Tore in 23 Spielen in der letzten Spielzeit erzielt und im kicker-Ranking eine tolle Bewertung erhalten.

kicker-Ranking: Robert Zulj „Herausragend“

Große Ehre für Robert Zulj – den (Noch?)-Mittelfeldspieler der Spielvereinigung: In der „kicker-Rangliste des deutschen Fußballs“ wurde er in der Position „Mittelfeld offensiv“ der Zweiten Liga auf den ersten Platz gesetzt und mit „Herausragend“ bewertet. Damit liegt er vor Damir Kreilach von Union Berlin und Kevin Möhwald vom 1. FC Nürnberg.
Es gibt sie seit über 60 Jahren, diese kicker-Rankingliste. Seitdem bewertet die kicker-Redaktion im Halbjahres-Rhythmus die Bundesliga-Profis und die deutschen Spieler im Ausland in vier Kategorien. Insgesamt haben es im zweiten Halbjahr der Saison 2016/17 genau 143 Spieler in die kicker-Rangliste geschafft. Fünf davon wurden in die Weltklasse, die höchste Kategorie, eingestuft. 28 landeten in der Internationalen Klasse, 59 im weiteren Kreis und 51 im Blickfeld. Diese Begriffe stammen aus der Anfangszeit der Rangliste, dem Jahr 1956. Im weiteren Kreis hieß, zum größeren Kader der Nationalelf zu gehören. Besonders wichtig damals wie heute: Nicht das Potenzial eines Spielers ist bei seiner Einordnung entscheidend, sondern seine im Bewertungszeitraum – in diesem Fall also im ersten Halbjahr 2017 – in allen Wettbewerben erbrachten Leistungen. Nötig waren diesmal von Januar bis zum Champions-League-Finale Anfang Juni neun benotete Pflichtspiele, egal ob in der Liga, im Pokal (gegen einen Erstligisten) oder international. Gelistet werden die Akteure auf der Position, auf der sie am häufigsten in der Startelf standen.

Analoges gibt es auch für das Bundesliga-Unterhaus: In der 2. Bundesliga schafften es elf Akteure des offensiven Mittelfelds in die kicker-Rangliste Sommer 2017. Drei davon verdienten sich sogar das Prädikat „Herausragend“. An der Spitze rangiert Robert Zulj. In der Hinrunde der Saison 2016/17 unter Trainer Stefan Ruthenbeck machte er seine Sache gut. Dann fand er sich am Ende der Hinrunde plötzlich auf der Ersatzbank wieder. Der neue Trainer des Kleeblatts – Janos Radoki – war mit der Defensivarbeit seines Zehners nicht einverstanden und verordnete ihm kurzerhand eine Zwangspause. Doch in der Rückrunde startete der 25-jährige Österreicher voll durch, erzielte fünf Tore und gab zwei Assists. „Das Gesamtpaket stimmt bei Zulj. Der offensive Mittelfeldmann spielt kluge Pässe, hat viel Ruhe am Ball, eine gute Übersicht, eine starke Technik und einen guten Schuss“, lautet die Einschätzung der kicker-Redaktion.Weitere Informationen dazu findet Ihr auf der Website des Kicker (der wir auch die Rangliste entnommen haben).

Als SpVgg-Fan muss man allerdings hoffen, dass die gute kicker-Bewertung von Robert Zulj nicht nach hinten losgeht und das Interesse anderer Vereine an Zulj dadurch noch stärker wird. Denn noch immer ist es ja ungewiss, wie die sportliche Zukunft des Kleeblatt-Profis aussieht.

Lieber Fünfter als Sechster!

„Das ist doch egal, ob das Kleeblatt am Ende der Saison auf dem fünften oder sechsten Tabellenplatz der Zweiten Liga steht“. Das hört man öfters – allerdings ist diese Behauptung einfach falsch. Wieso? Ganz einfach: Weil die Höhe der Fernsehgelder, die ein Verein in der Bundesliga und Zweiten Liga bekommt, abhängig vom Erfolg in der Liga ist. Die Verteilung der TV-Rechte in der Bundesliga ist zentral geregelt. Das bedeutet, dass die Deutsche Fußball Liga einen Gesamtbetrag für die Rechtepakete der Bundesliga bekommt und diese dann nach einem bestimmten Schlüssel verteilt. Den einzigen Einfluss, den ein Verein auf die Verteilung hat, ist die Platzierung in der Liga.

In der Bundesliga läuft seit der Saison 2013/2014 ein Fernsehvertrag für vier Jahre bis zum Ende der Spielzeit 2016/2017. Die jährlichen Beiträge steigen dabei von Jahr zu Jahr kontinuierlich an.
Es gilt folgende Verteilung:

  • 2013/2014: 560 Millionen
  • 2014/2015: 615 Millionen
  • 2015/2016: 663 Millionen
  • 2016/2017: 673 Millionen

Das Rechtepaket besteht aus der Verwertung der 1. und 2. Bundesliga, die Vereine der 1. Bundesliga bekommen 80Prozent, die Vereine der 2. Bundesliga 20Prozent der gesamten Erlöse. Zu dem verkauften Rechtepaket kommen 2016/2017 weitere 36 Millionen Euro aus der Sponsoring-Gruppenvermarktung hinzu.

Bei der Verteilung der Fernsehgelder zählen zunächst die letzten fünf SpielzeitenDabei zählt die laufende Saison mit dem Faktor 5, die am weitesten zurückliegende Saison mit dem Faktor 1. Die Faktoren ändern sich also entsprechend im Verhältnis 5:4:3:2:1. Auf die aktuelle Saison 2016/17 angewandt, bedeutet das: 2015/2016 (Faktor 5), 2014/2015 (Faktor 4), 2013/2014 (Faktor 3), 2012/2013 (Faktor 2) und 2011/2012 (Faktor 1). Für den ersten Platz in der 1. Bundesliga gibt es 36 Punkte, für den letzten Platz in der 2. Bundesliga 1 Punkt. Spielzeiten unterhalb der 2. Bundesliga werden mit 0 bewertet. Dabei zählt immer der Wert am 34.Spieltag.

Also: Die Spielvereinigung erhält für die jetzt zu Ende gehende Saison 8.765.150 Euro, das sind 410.750 Euro mehr als im Vorjahr (siehe Grafik – zum Vergrößern anklicken – , die wir der Website Fußball-Geld entnommen haben) – und steht im Ranking auf dem 7. Platz. Damit dieser Betrag im nächsten Jahr weiter ansteigt, sollten die Kleeblätter alles daran setzen, die verbleibenden beiden Spiele der Spielzeit 2016/17 gegen den FC St. Pauli und Union Berlin zu gewinnen. Denn dann haben sie gute Chancen, am 21. Mai und dem letzten Abpfiff in dieser Saison doch noch auf dem fünften Tabellenplatz zu stehen. Und mal abgesehen davon: Vor dem Club zu rangieren, wäre doch auch ganz nett, oder?

Kleeblatt-Osterhase erobert nicht nur Kinderherzen

Ausgerechnet am Ostersonntag findet das nächste Zweitligaspiel des Kleeblatts statt. Gegner ist der VfL Bochum, ein Verein, für den ich ja bekanntlich besondere Sympathie habe, weil einer meiner Lieblingssänger, Herbert Grönemeyer, aus der Ruhrpottstadt kommt.
Ein Highlight für viele Kinder ist der Ostersonntag, weil man versteckte Ostereier sucht und vielleicht auch so noch das eine oder andere Geschenk absahnt. Für Kleeblatt-Fans sollte es nicht schwer sein, dieses Jahr für ihre Kids etwas Passendes zu finden. Ich spreche vom Kleeblatt-Osterhasen (Foto). Ich finde ihn supersüß, er hat doch Charisma, oder? Nach dem Weihnachtsmann und den Kleeblatt-Adventskalendern, über die wir schon in unserem Greuther-Weiber-Blog geschrieben haben, kommt jetzt also der nächste weiß-grüne Typ zu besonderen Ehren. In den Fanshops und dem einen oder anderen Supermarkt ist er (noch) zu haben.

Für alle Mitglieder des Stammtisch Ronhof und der Ronhof Racker gibt´s eine perfekte Kombination im Angebot: Stammtisch Ronhof-Mitglieder und Racker, die sich in Kleeblatt-Fanshops auf die Suche nach einem Ostergeschenk begeben, sollten das ab sofort im Franken Ticket oder im Fanshop Greuther Teeladen tun. Dort bekommen sie ab einem Einkaufswert von 20 Euro einen Kleeblatt-Osterhasen gratis dazu. Die Aktion gilt nur gegen Vorlage des Mitgliedsausweises des Stammtisch Ronhof beziehungsweise der Bestätigungsmail der Ronhof Racker bis einschließlich Ostersamstag.

Am Sonntag ist wieder Kleeblatt-Time

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Am nächsten Sonntag ist endlich wieder „Kleeblatt-Time“. Die Länderspielpause seit dem Heimsieg gegen den VfB Stuttgart ist dann vorbei. Allerdings – und da werde ich vielen Fußballfans aus dem Herzen sprechen: Die beiden Länderspiele waren unterhaltsam. Vor allem das Frendschaftsspiel gegen England war teilweise hoch emotional. Als Lukas Podolski bei seinem Abschiedsspiel in der Nationalmannschaft seine Begrüßungsworte sprach, das hatte was. Und nach seinem Traumtor in der 69. Minute – das 49. in seiner Länderspiellaufbahn – schwappten die Gefühle im Dortmunder Stadion und bei den Zuschauern vor den Fernsehgeräten über. Poldi – Du hast die Fußballszene bereichert und bist ein echt toller Typ! (Angeblich will Poldi, bevor er nach Japan geht, im Sommer noch eine Eisdiele eröffnen. Dazu wünschen wir ihm eine Extra-Portion Glück!)

Ob die Auswärtspartie der Spielvereinigung am 2. April gegen den 1. FC Heidenheim ähnlich spannend wird, muss man sehen. Das Kleeblatt ist immerhin seit sieben Spielen ungeschlagen und steht momentan auf dem sechsten Tabellenplatz. Der 1:0-Sieg gegen den (damaligen) Tabellenführer VfB Stuttgart war Balsam auf die Seelen vieler Fürther Kleeblattfans. Die sportliche Leistung verbessert sich kontinuierlich. Die Mannschaft hat sich inzwischen mehr und mehr aufeinander eingespielt, das Konzept von Trainer Janos Radoki geht offensichtlich auf. Er gibt immer wieder auch jungen Spielern die Chance, sich in einem Zweitligaspiel zu bewähren. „Alte Hasen“ wie Robert Zulj, Niko Gießelmann und Marco Caligiuri sind eine sichere Bank. Und die (hoffentlich) baldige Rückkehr von Jurgen Gjasula (nach langem krankheitsbedingtem Ausfall) könnte dem Team einen Schub geben.
Es sind noch neun Spiele bis zum Saisonende am 21. Mai im Fürther Ronhof, wenn das Kleeblatt zum krönenden Abschluss gegen Union Berlin antritt – den aktuellen Tabellenführer. Die Gegner bis dahin sind mit z.B. Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden keine leichten, aber äußerst attraktiv. Vielleicht – und da werden so manche wieder sagen, wir Greuther-Weiber sehen die SpVgg manchmal zu sehr durch die rosarote Brille – wird nach dem Abpfiff des letzten Spiels der Saison 2016/17 der Berliner Kiezverein in die Bundesliga aufsteigen. Und das Kleeblatt steht dann womöglich wieder einmal auf dem Relegationsplatz…