Sind stille Feiertage noch zeitgemäß?

resi„Bitterböse“ – so nennt Mauro Russo die stillen Feiertage. Dem Geschäft im „Mach1“, „Gemein und Gefährlich“, „Rosi Schulz“ und der „Bombe“ tut es weh, wenn Öffnungstage beschränkt werden oder gar ganz wegfallen. Vor allem im November mit gleich vier stillen Feiertagen sei es schwierig – schließlich ist das die Zeit, in der Clubs den meist schlechter laufenden Sommer wieder wettmachen müssen. Für Diskothekenbetreiber seien stille Feiertage in etwa so, als würde man den Christkindlesmarkt zwischendurch für fünf Tage schließen, so Russo.

Während es in den Clubs der Stadt an stillen Feiertagen ruhiger ist, wird auf dem Volksfestplatz dagegen so richtig losgelegt. Das Frühlingsfest eröffnet ausgerechnet am Karsamstag. Für Schaustellerchef Lorenz Kalb ist das in Ordnung. Schließlich geht es dabei um eine „gute alte Tradition“.

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Stinkbomben-Alarm in der Disco

indabahnNormalerweise riecht es dort nach Parfum, manchmal vielleicht auch nach Knoblauch. Knoblauch ist aber nichts gegen das, wonach es in der Nacht zum Sonntag in der Indabahn gerochen hat. Der Club feierte sein siebenjähriges Bestehen – und die Party wurde zerbombt. Wie? Mit Stinkbomben. Jetzt hat der Club 3000 Euro Belohnung ausgesetzt. Wer Hinweise auf die Übeltäter geben kann, soll sich melden.

Ein einmaliger Streich kann es nicht gewesen sein. Schon zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen ist die Disco mit Stinkbomben attackiert worden. Auf der Facebook-Seite „Schwarzes Brett Nürnberg“ sucht DJ Gunther Göbbel nun nach den Übeltätern. „Dieses asoziale und mit Vorsatz geplante Vorgehen schädigt nicht nur unseren Betrieb, sondern ist ebenso für alle im Club anwesenden Gäste und Mitarbeiter äüßerst unangenehm“, schreibt er dazu. Für einen Hinweis oder eine Information, die den oder die potenziellen Täter überführt, bezahle der Club 3000 Euro Belohnung. Tipps könne man auch anonym hinterlassen. Taschenkontrollen können das Problem indes auch nicht lösen. Die Stinkbomben haben gerade einmal die Größe eines Lippenstiftes. Sie in Hand- oder Hosentaschen ausfindig zu machen ist schwierig.

Die Indabahn ist übrigens nicht die erste Disco in der Region, die mit derartigen Attacken zu kämpfen hat. An Heiligabend 2014 mussten 300 Gäste eine Schweinfurter Disco verlassen, weil dort mit Stinkbomben hantiert wurde. Die Gäste klagten nach der Evakuierung über Unwohlsein. In München hat ein Stammgast einer Nobeldisco vor fünf Jahren gleich elf Mal zugeschlagen, bis die Polizei eingeschalten wurde.

Bei der Disco hat sich bislang übrigens noch niemand gemeldet und einen entscheidenden Tipp gegeben. „Wir hoffen aber, dass die Belohnung den Druck auf den oder die Täter erhöht“, heißt es auf Anfrage der NZ.

Kneipenklub nicht nur für Hinz und Kunz

IMG_1529Da isser, der „aus der Redaktion raus und in den Club rein“-Laden. Vom Schreibtisch bis ins „Hinz X Kunz“ am Marientorgraben ist es nämlich nur ein Katzensprung. Vor der offiziellen Eröffnung am Samstagabend ist der Club am Freitag schon einmal eingeweiht worden. Freunde, Familie, Geschäftskumpels waren da. Und die Pressetante natürlich. Und was soll man sagen? Das, was sich am Donnerstag noch hinter Zeitungsverklebten Fenstern versteckt hat, kann sich echt sehen lassen.

Vom ehemaligen Raumausstatter „Jean Pitteroff“ ist außer einem Schild am Eingang nichts mehr übrig. Statt Tapeten gibt es jetzt Industrie-Chic. Der kommt aber nicht kühl daher, sondern wirkt dank raffiniert ausgesuchter Extras immer noch charmant. Filigrane Hocker (Handarbeit aus Griechenland) und Sofas im Schaufenster, kuschelige Kissen (aus den Niederlanden), an der Bar gibt es sogar ein Einhorn – und sowas mögen wir Mädchen ja sowieso. Bis zuletzt hatte „Hinz X Kunz“-Chef Evangelos Koliousis ein Geheimnis um seinen Laden gemacht, hat niemanden einen Blick auf die Baustelle werfen lassen. „Ich wollte die Gäste überraschen“, sagt er. Das ist ihm gelungen. So gut sogar, dass selbst auch die Konkurrenz begeistert ist.

Vorne sieht es gemütlich aus, man kann sich auf ein Sofa fallen lassen und quatschen. Schlendert man weiter nach hinten, kommt man zur Tanzfläche. Das „Hinz X Kunz“ soll schließlich keine gewöhnliche Disco sein, sondern ein 340 Quadratmeter großer Kneipenclub, eben eine Mischung aus Kneipe und Club. Und gemischt, das sollen auch die Gäste sein. „Hier sind Anzugtypen genauso willkommen wie Gäste, die von oben bis unten tätowiert sind“, sagt der Chef. Hauptsache, man ist authentisch. „Wer Champagner trinken will, der bekommt ihn, wer ein Bier möchte, trinkt halt ein Bier“, so Koliousis. Das kommt übrigens aus der Region. „Grüner“ etwa, „Löschzwerge“ gibt es auch. Den Kaffee bezieht der 28-Jährige von „Machhörndl“. „Support your local Dealer – da steh ich dahinter“, sagt er.

Was er aber nicht sagen will: Was der ganze Umbau-Spaß gekostet hat. „Über Geld spricht man nicht“, sagt er. Dafür aber über das Programm, dass er sich für seinen Kneipenklub ausgedacht hat. Donnerstags gibt es ein „After Work“-Konzept mit gemischert Musik, freitags wechselnde Veranstaltungen und samstags Hip Hop. Bis fünf Uhr morgens ist geöffnet. Aber zum Glück arbeiten wir Journalisten nur selten vor zehn Uhr.

 

Die Tanzpause ist beendet

11elfSteakhaus, Bar und Club – mit dieser Mischung ist das „11“ Ende vergangenen Jahres an den Start gegangen. Ein paar Wochen später wurde der „Club“ schon wieder aus dem Konzept gestrichen. Vorübergehend zumindest. Jetzt hat Nürnberg die Tanzfläche in der Nähe des Hauptbahnhofes nämlich zurück. Am Wochenende wurde der Clubbetrieb dort wieder aufgenommen – mit einigen Veränderungen.

Ursprünglich war geplant, dass jeden Samstag ein anderer DJ im Club auflegen wird. Nachdem aber der für Ende Januar geplante Auftritt einer DJ-Größe geplatzt war, gab es eine Pause. Jetzt hat man sich – nach einer Phase der Umstrukturierung – doch feste Männer ins Boot geholt. Greg Gelis und DJ Rockwell dürfen nun jeden Samstag ein „Heimspiel“ feiern. Jeden ersten Freitag im Monat legt Greg Gelis zusammen mit einem anderen DJ auf. Was der Spaß kostet? Nix. Der Eintritt ist frei. Neben dem Clubbetrieb will das „11“ auch weiterhin mit Fleisch punkten. Wenn nämlich gerade mal kein DJ auflegt, werden dort weiterhin Steaks serviert.

Innenstadtclub steht zum Verkauf

Ü30-PartyUnd schon wieder tut sich was in der Innenstadt. Seit längerem schon wird das „Marquee“ auf dem Klingenhofgelände im Internet angeboten. Im Sommer stand dann plötzlich die „Nachtschicht“ zum Verkauf. Wem die damals angebotenen 1000 Quadratmeter Gastraumfläche eine Nummer zu viel waren, bietet sich jetzt eine neue Chance. Schon wieder wird im Internet ein Club angeboten – kleiner als die „Nachtschicht“, aber mindestens genauso bekannt. weiter lesen

Einstand in der Resi

imageLange hat es gedauert, nun gibt es am Klingenhof wieder eine Resi. Vier Millionen Euro hat Helmuth Rower investiert, um die ehemalige Rockfabrik in eine neue Heimat für rund 2500 Nachtschwärmer umzubauen. Entsprechend groß waren die Erwartungen bei der Eröffnungsparty.

Gegen halb zwölf am Abend sah es so aus, als könnte der erste Abend für die neue Disco ein voller Erfolg werden. Nach einem Parkplatz musste man um diese Uhrzeit schon lang suchen. Vor der Resi standen die Leute in der Kälte Schlange. Für einen Donnerstag schon mal gar nicht schlecht. Was es drinnen Neues gibt? Eine riesige Videoleinwand etwa. Plus Lichtinstallation natürlich. Startschwierigkeiten gab es aber natürlich auch (kann man bei der Premiere auch keinem verübeln). Weil etwa das Garderobenpersonal nicht nachkam, sah man an allen Ecken Menschen mit ihren Jacken in der Hand im Club rumstehen. Auch etwas schwierig: ein Getränk ergattern. Aber das spielt sich ein. Bestimmt.

Vor der Premiere hatte Betreiber Rower angekündigt, mit dem neuen Club ein gehobeneres Publikum ansprechen zu wollen als in seinem zweiten Club, dem „Won“ an der Regensburger Straße. Das ist schließlich bekannt dafür, dass jeder an den Türstehern vorbeikommt um dort billigen Alkohol in sich hinein zu schütten. An der Einlasskontrolle der „Resi“ war das anders. Immer wieder konnte beobachtet werden, dass Menschen, die zu sehr nach „Won“ aussehen, abgewiesen wurden. Solange der Laden auch so voll wird, kann man das machen. Am Donnerstag war er gut besucht. Voll war er nicht. Ab etwa ein Uhr wurde es auf der großen Tanzfläche überschaubar. Im „Down Deep Club“ gab es den ganzen Abend schon reichlich Platz zum Tanzen. Lediglich der „Backstage Club“ (Musik wie im „Won“) brummte. Ob sich da jemand selbst Konkurrenz macht? Abwarten.

Die Nachbarschaft war zumindest zufrieden mit dem Ablauf des ersten Abends. Bislang gibt es noch keine Beschwerden von Anwohnern. „Wir werden das aber im Auge behalten“, sagt Tobias Schmidt vom Vorstadtverein Nürnberg-Nord. Rower hatte vorab ein Konzept vorgelegt, das für ein friedliches Miteinander mit den Anwohnern sorgen soll. „Sollte das nicht reichen, muss er nachbessern“, so Schmidt. Zufrieden mit der Eröffnungsparty war auch die Polizei, schließlich ist nichts vorgefallen. „Es war ein ordentlicher Start“, so ein Pressesprecher, „wir hoffen, es bleibt so.“

Auf gute Nachbarschaft

IMG_1478Wenn 2500 Leute zum Feiern kommen, dann geht das nicht lautlos an der Nachbarschaft vorüber. Die neue Disco auf dem Klingenhofgelände hat die Anwohner logischerweise aufhorchen lassen. Damit Club und Anwohner trotz etlicher möglicher Reibungspunkte gute Nachbarn werden, hat der Betreiber der Resi auf Initiative des Vorstadtvereins Nürnberg Nord nun zum Gespräch auf die Baustelle geladen.

„Ich will mich als neuer Nachbar hier vorstellen“, sagt Helmuth Rower den rund 200 Nachbarn, die in einen der noch nicht ganz fertigen Barbereiche gekommen sind. Und wie das gute Nachbarn so machen, will er von Anfang an dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu Problemen kommt. Helfen soll dabei folgendes Konzept (in Auszügen):

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Endgültiges Aus für die Zwingerbar

zwingerEigentlich hätte die Zwingerbar schon vor einem Jahr schließen sollen. Nach einem Sturm der Entrüstung gab es nun doch eine Verlängerung. Jetzt steht das Aus für die beliebte Kneipe aber endgültig kurz bevor. Am Wochenende wird dort zum letzten Mal gefeiert.

„Der letzte Schwindel“ heißt die Feier, die dort am Freitag über die Bühne geht. „Trinkt ein Abschiedsbier“, heißt es dazu bei Facebook. Wer es am Freitag nicht schafft, der bekommt am Samstag eine allerletzte Chance: zur „Dernière, unsere letzte Vorstellung“. Anschließend macht die Kneipe endgültig zu. Der Grund: Die Brauerei Tucher hatte den Pachtvertrag nicht verlängert. Der war nach 20 Jahren ausgelaufen und die Wirtin sollte raus. Nach anfänglichen Querelen haben sich alle Beteiligten auf einen Kompromiss geeinigt und die Bar konnte noch ein Jahr bleiben. Die Schonfrist ist nun aber vorbei.

Wenn die letzte Party gefeiert ist, wird die Bar komplett entkernt und saniert. Toiletten und Böden werden erneuert, die Wände werden aufgeschlagen und ein fester Tresen eingebaut (die mobile Bar ist nicht mehr erlaubt). Was sonst noch neu sein wird: die Chefs. Künftig hat die Enchilada-Gruppe in der Bar das sagen.

Tim Hartinger, der auch schon den Marientorzwinger führt, verspricht, dass die Bar auch in Zukunft gemütlich sein wird. Am beliebten Konzept der Zwingerbar will man auch künftig nichts verändern. Dass die Zwingerbar im Kern erhalten bleibt, ist auch den Verantwortlichen der Tucher-Brauerei sehr wichtig. „Die Inneneinrichtung bleibt“, heißt es. Im Frühjahr darf man mit der Neueröffnung rechnen. Ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest. Da bei einem alten Gebäude immer wieder Überraschungen passieren können, will man sich nicht festlegen.

Es hat sich schon wieder ausgetanzt

elf Ups, was ist denn da passiert? Da hat das „11“ gerade erst vor ein paar Wochen die große Eröffnungssause gefeiert, jetzt streicht die Steak-Cocktail-Disco die „Disco“ vorläufig schon wieder aus dem Programm. Während am Donnerstag auf Facebook noch um Reservierungen gebeten worden war, ist dort jetzt plötzlich zu lesen: „Aufgrund von verschiedenen Umstrukturierungsmaßnahmen wird unser Club-Betrieb bis einschließlich 20. Februar eingestellt werden.“ Wie aber kommt es dazu, dass schon wieder umstrukturiert werden muss?

Aus Branchenkreisen war schon seit Wochen zu hören, dass die ersten Wochen des neuen Clubs, der nach einigen Monaten Stillstand in den Räumlichkeiten des früheren „Goija“ an der Bahnhofstraße eröffnet worden war, wohl nicht ganz so reibungslos gelaufen sind, wie es sich die Betreiber erhofft hatten. So sollen etwa die Handwerker mit ihren Arbeiten nicht ganz fertig geworden sein. Später gab es Irritationen um einen groß angekündigten Promi-DJ. Der sollte eigentlich am 30. Januar auflegen. Kurz nachdem die Veranstaltung bei Facebook beworben worden war, wurde sie jedoch schon wieder abgesagt. Während die „11“-Betreiber die Absage mit familiären Gründen des DJs erklären, wird in Branchenkreisen heftig diskutiert, ob es nicht vielleicht auch andere Gründe dafür geben könnte. Von Szenekennern wurde zumindest berichtet, dass mittlerweile bereits die halbe Belegschaft gefeuert wurde. Von den ursprünglich vier Köpfen hinter dem Steak-Disco-Cocktail-Konzept sind auch nur noch zwei dabei.

Ganz schließen wird der Club in den kommenden Wochen dennoch nicht. Der Restaurant-Betrieb läuft wie gewohnt von Montag bis Samstag ab 17 Uhr weiter. Am Wochenende kann man zudem an der Galerie-Bar bis 2 Uhr nachts Cocktails schlürfen.

Keine Chance dem Kater

schlafischlafDas mit Silvester ist ja immer so eine Sache. Da feiert man, trinkt, böllert, trinkt wieder, gönnt sich einen Absacker, dann noch einen, dann trinkt man wieder. Naja, irgendwann ist dann Neujahr – und der Schädel brummt. Australier müsste man dann sein. Die haben es gut. In Sydney gibt es nämlich neuerdings eine Kater-Klinik. Da geht man hin, macht es sich gemütlich und wird intravenös mit all dem versorgt, was die Spuren der vergangenen Nacht beseitigt. Das Ergebnis: Die Welt ist wieder in Ordnung. Nun sind wir aber nicht in Sydney und einen Arzt-Kumpel, der die Kater-Versorgung unter der Hand erledigt, hat auch nicht jeder. Mit ein paar Tipps wird der Kater aber gar nicht so schlimm: weiter lesen

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