Plädoyer für den Sand

schuhAls NZ-Redakteurin hat man schon ein schlimmes Leben. Während Menschen mit normalen Jobs nämlich im Büro sitzen dürfen, muss ich zu so schlimmen Terminen wie der Stadtstrand-Vorstellung. Anstrengend, wirklich….. Wenigstens musste ich dort keine Cocktails trinken. Aber aufregen, das muss ich mich. Nämlich darüber, dass der Strand Ende Juli versandet. Im umgedrehten Wortsinn zumindet. Er muss nämlich weg, Platz machen für das Bardentreffen. Pünktlich zu den Sommerferien. Klar, könnte man da sagen. Was soll so eine kommerzielle Veranstaltung auch Vorrang haben vor einem Kulturevent mit großer Strahlkraft? Nein, sag ich. Und schlage mich damit auf die Seite der Kommerz-Fans. Ich mag den Strand nämlich. Gern sogar.

Warum? Ganz einfach: Weil es ein Treffpunkt für so viele Menschen ist. Jung, Alt, Männlein, Weiblein, Nürnberger, Fürther, Forchheimer, Kulturfans, Banausen, Singles, Familien – alle haben dort Platz, wollen gern ihr Geld am Strand ausgeben. Und könnten dort auch das Bardentreffen genießen. Die Stadt aber stellt sich quer. Internationale Stars brauchen schließlich eine große Bühne, einen tollen Backstage-Bereich, tolles Catering – und damit so viel Platz am Pegnitzufer, dass da kein Sand sein darf (heißt es seitens der Stadtverantwortlichen). Meine Güte, was soll das? Lasst die Beachboys doch einfach dort, feiert mit ihnen und baut die Riesenbühne einfach an einem anderen Ort auf – kann doch nicht so schwer sein.