Endgültiges Aus für die Zwingerbar

zwingerEigentlich hätte die Zwingerbar schon vor einem Jahr schließen sollen. Nach einem Sturm der Entrüstung gab es nun doch eine Verlängerung. Jetzt steht das Aus für die beliebte Kneipe aber endgültig kurz bevor. Am Wochenende wird dort zum letzten Mal gefeiert.

„Der letzte Schwindel“ heißt die Feier, die dort am Freitag über die Bühne geht. „Trinkt ein Abschiedsbier“, heißt es dazu bei Facebook. Wer es am Freitag nicht schafft, der bekommt am Samstag eine allerletzte Chance: zur „Dernière, unsere letzte Vorstellung“. Anschließend macht die Kneipe endgültig zu. Der Grund: Die Brauerei Tucher hatte den Pachtvertrag nicht verlängert. Der war nach 20 Jahren ausgelaufen und die Wirtin sollte raus. Nach anfänglichen Querelen haben sich alle Beteiligten auf einen Kompromiss geeinigt und die Bar konnte noch ein Jahr bleiben. Die Schonfrist ist nun aber vorbei.

Wenn die letzte Party gefeiert ist, wird die Bar komplett entkernt und saniert. Toiletten und Böden werden erneuert, die Wände werden aufgeschlagen und ein fester Tresen eingebaut (die mobile Bar ist nicht mehr erlaubt). Was sonst noch neu sein wird: die Chefs. Künftig hat die Enchilada-Gruppe in der Bar das sagen.

Tim Hartinger, der auch schon den Marientorzwinger führt, verspricht, dass die Bar auch in Zukunft gemütlich sein wird. Am beliebten Konzept der Zwingerbar will man auch künftig nichts verändern. Dass die Zwingerbar im Kern erhalten bleibt, ist auch den Verantwortlichen der Tucher-Brauerei sehr wichtig. „Die Inneneinrichtung bleibt“, heißt es. Im Frühjahr darf man mit der Neueröffnung rechnen. Ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest. Da bei einem alten Gebäude immer wieder Überraschungen passieren können, will man sich nicht festlegen.

Es hat sich schon wieder ausgetanzt

elf Ups, was ist denn da passiert? Da hat das „11“ gerade erst vor ein paar Wochen die große Eröffnungssause gefeiert, jetzt streicht die Steak-Cocktail-Disco die „Disco“ vorläufig schon wieder aus dem Programm. Während am Donnerstag auf Facebook noch um Reservierungen gebeten worden war, ist dort jetzt plötzlich zu lesen: „Aufgrund von verschiedenen Umstrukturierungsmaßnahmen wird unser Club-Betrieb bis einschließlich 20. Februar eingestellt werden.“ Wie aber kommt es dazu, dass schon wieder umstrukturiert werden muss?

Aus Branchenkreisen war schon seit Wochen zu hören, dass die ersten Wochen des neuen Clubs, der nach einigen Monaten Stillstand in den Räumlichkeiten des früheren „Goija“ an der Bahnhofstraße eröffnet worden war, wohl nicht ganz so reibungslos gelaufen sind, wie es sich die Betreiber erhofft hatten. So sollen etwa die Handwerker mit ihren Arbeiten nicht ganz fertig geworden sein. Später gab es Irritationen um einen groß angekündigten Promi-DJ. Der sollte eigentlich am 30. Januar auflegen. Kurz nachdem die Veranstaltung bei Facebook beworben worden war, wurde sie jedoch schon wieder abgesagt. Während die „11“-Betreiber die Absage mit familiären Gründen des DJs erklären, wird in Branchenkreisen heftig diskutiert, ob es nicht vielleicht auch andere Gründe dafür geben könnte. Von Szenekennern wurde zumindest berichtet, dass mittlerweile bereits die halbe Belegschaft gefeuert wurde. Von den ursprünglich vier Köpfen hinter dem Steak-Disco-Cocktail-Konzept sind auch nur noch zwei dabei.

Ganz schließen wird der Club in den kommenden Wochen dennoch nicht. Der Restaurant-Betrieb läuft wie gewohnt von Montag bis Samstag ab 17 Uhr weiter. Am Wochenende kann man zudem an der Galerie-Bar bis 2 Uhr nachts Cocktails schlürfen.