Stinkbomben-Alarm in der Disco

indabahnNormalerweise riecht es dort nach Parfum, manchmal vielleicht auch nach Knoblauch. Knoblauch ist aber nichts gegen das, wonach es in der Nacht zum Sonntag in der Indabahn gerochen hat. Der Club feierte sein siebenjähriges Bestehen – und die Party wurde zerbombt. Wie? Mit Stinkbomben. Jetzt hat der Club 3000 Euro Belohnung ausgesetzt. Wer Hinweise auf die Übeltäter geben kann, soll sich melden.

Ein einmaliger Streich kann es nicht gewesen sein. Schon zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen ist die Disco mit Stinkbomben attackiert worden. Auf der Facebook-Seite „Schwarzes Brett Nürnberg“ sucht DJ Gunther Göbbel nun nach den Übeltätern. „Dieses asoziale und mit Vorsatz geplante Vorgehen schädigt nicht nur unseren Betrieb, sondern ist ebenso für alle im Club anwesenden Gäste und Mitarbeiter äüßerst unangenehm“, schreibt er dazu. Für einen Hinweis oder eine Information, die den oder die potenziellen Täter überführt, bezahle der Club 3000 Euro Belohnung. Tipps könne man auch anonym hinterlassen. Taschenkontrollen können das Problem indes auch nicht lösen. Die Stinkbomben haben gerade einmal die Größe eines Lippenstiftes. Sie in Hand- oder Hosentaschen ausfindig zu machen ist schwierig.

Die Indabahn ist übrigens nicht die erste Disco in der Region, die mit derartigen Attacken zu kämpfen hat. An Heiligabend 2014 mussten 300 Gäste eine Schweinfurter Disco verlassen, weil dort mit Stinkbomben hantiert wurde. Die Gäste klagten nach der Evakuierung über Unwohlsein. In München hat ein Stammgast einer Nobeldisco vor fünf Jahren gleich elf Mal zugeschlagen, bis die Polizei eingeschalten wurde.

Bei der Disco hat sich bislang übrigens noch niemand gemeldet und einen entscheidenden Tipp gegeben. „Wir hoffen aber, dass die Belohnung den Druck auf den oder die Täter erhöht“, heißt es auf Anfrage der NZ.