Wer will die Disco kaufen?

Ü30-PartyIhr wolltet schon immer mal eine eigene Disco haben, habt bislang aber noch kein eigenes Objekt gefunden? Wie wäre es mit 1000 Quadratmetern Gastraumfläche, 1250 Quadratmetern Gesamtfläche, das Ganze noch mit 600 Parkplätzen garniert? Und natürlich nicht zu vergessen: zentale Innenstadtlage. Was der Spaß kostet? 14500 Euro im Monat, plus 1,5 Millionen Euro Ablöse. Dafür gibt es aber auch drei Areas mit gehobener Ausstattung. Frisch modernisiert ist die Diskothek auch noch. Erst im vergangenen Jahr wurde das Objekt aufgehübscht. Wie man an die Disco kommt? Über ein Immobilienportal, in dem neben diesem auch noch das „Marquee“ am Klingenhof angeboten wird...
Jetzt kann man natürlich rätseln, um welchen Club es sich handelt. Die Lösung: es ist die „Nachtschicht“. Zwar steht das bei dem Angebot nicht direkt dabei, der Branche ist das jedoch bekannt – außerdem treffen die im Angebot genannten Kriterien perfekt auf die Disco zu.

Gerüchte über einen möglichen Verkauf existieren indes auch bei einer weiteren Nürnberger Diskothek: der „Indabahn“. 800000 soll der Club dem Vernehmen nach kosten. „Das stimmt nicht“, sagt Betriebsleiterin Elena Xanthas. Unter einer Million gehe gar nichts. Außerdem steht ein Verkauf akut gar nicht an. „Wir planen weit im Voraus“, sagt Xanthas, „die Arbeit würden wir uns doch gar nicht machen, wenn wir die Disco verkaufen wollen würden.“ Außerdem, müsse man bei jedem Club in der Gegend nur das nötige Kleingeld auf den Tisch legen – solange das Angebot stimmt, kann man alles kaufen. Derzeit, sagt Xanthas, stehe die Indabahn von all den Clubs mit am besten da. „Wir haben unsere Zahlen im vergangenen Jahr verdoppelt“, sagt sie. Nicht zuletzt profitiere man auch vom Aus für das „Goija“.

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