Jesuitenmission

Die Jesuiten sind der größte katholische Männerorden der Welt. Die Gemeinschaft hat etwa 18.000 Mitglieder weltweit, 400 davon leben in Deutschland. Jesuiten haben keine Ordenskleidung und keine Klöster, sondern leben in kleineren Gemeinschaften und wechseln für ihre Arbeit immer wieder den Einsatzort. Aus einer langen historischen Tradition heraus arbeiten sie überwiegend im Bildungsbereich, aber auch in der Sozial- und Flüchtlingsarbeit.

Die Jesuitenmission entstand als Einrichtung des Ordens ursprünglich als Heimatstation für die Ordensmänner, die außerhalb Europas als Missionare arbeiteten. Obwohl die meisten Leute immer noch automatisch daran denken, ist die unangenehm konnotierte “Missionierung” von Menschen anderen Glaubens Geschichte. Heute verstehen die Jesuiten in aller Welt ihre “Mission” als Dienst am Glauben und als Einsatz für die Gerechtigkeit. Die deutsche Jesuitenmission hat sich “Weltweit mit den Armen” zum Leitmotiv gemacht. Ihr Sitz ist in Nürnberg neben der Kirche St. Klara.

Als kleines humanitäres Hilfswerk fördert die Jesuitenmission heute rund 600 Projekte in 50 Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika. Dabei geht es um Schul- und Berufsbildung, Armutsbekämpfung und Menschenrechtsarbeit, Katastrophen- und Flüchtlingshilfe, Seelsorge, Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft und Umweltschutz. Die Mittel stammen ausschließlich aus Spenden. Zuletzt lagen die Spendeneinnahmen bei zwölf Millionen Euro jährlich.

Im entwicklungspolitischen Freiwilligenprogramm “Jesuit Volunteers” entsendet die Jesuitenmission jährlich etwa 30 junge und jung gebliebene Menschen an unterschiedliche Projektorte. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich, eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Die meisten Freiwilligen bleiben für ein Jahr. Sie müssen sich an den Kosten für den Einsatz beteiligen. Eine gezielte Vorbereitung ist Teil des Programms.

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