Feed on
Beiträge
Kommentare

Richtig cool mit Valium

Ja, also, dieses Hip-Sein ist anstrengend: Hungern, immer gut drauf sein, volles Sport-Programm, immer die neuesten Klamotten, cooler Job mit Karriere-Faktor und After-Work ab in die coolen Clubs.

In einer der weltweiten Trendmetropole haben die Leute die Schnauze voll davon: In London sind so genannte Slow-Partys in. Da wird gemütlich gechillt by Dub-Klängen, die einen hypnotisch einschläfern, es gibt Anti-Energy-Drinks und wer will, kann sich eine Valium dazu bestellen.

Das wird es in Deutschland nie geben, aber ich hoffe auf einen Sommer mit extrem entspanntem Style und Locations, die einem Kraft und Ruhe schenken.  No Show any more!

  • Share/Bookmark

Nürnberg ist dabei bei Jimmy Choo @ H&M – aber schön shoppen geht anders. Die ersten 160 Leute vor Ort sollen ein Bändchen bekommen, VIP-Access sozusagen, allerdings wird auch noch nach Kleidern und Schuhen aufgeteilt, da muss man sich eben entscheiden.

Wer dann in den jeweiligen Bereich vorgedrungen ist, hat zehn Minuten Zeit, sich pro Teil ein Stück zu krallen…also nichts mit “Ich nehm das Kleid in zwei Größen und probier dann daheim”. Wenn es nicht passt – Pech gehabt. Auch der Freundin/Mutter/Schwester etwas mitzubringen, ist damit unmöglich, jedenfalls, wenn es sich um das gleiche Teil handelt.

Bei allem Verständnis, dass die Schweden Mord und Totschlag verhindern wollen (bei der Lagerfeld-Kollektion gingen einige Stücke im Kampf kaputt), wird einem der Spaß an der Sache doch mächtig verdorben. Ich bin jedenfalls gespannt, wie viele Franken wirklich Lust haben, so ein Theater mitzumachen, für das man sich vermutlich auch noch eine Stunde oder länger anstellen darf. Wir werden es beobachten – und berichten.

  • Share/Bookmark

Jimmy Choo bei H&M in Nürnberg

Also, aufgepasst: Die Jimmy-Choo-Kollektion bei H&M wird es auch in Nürnberg geben, in der Filiale in der Breiten Gasse. Am 14. November wird da die Hölle los sein, denn es sind ein paar coole Teile dabei. Beispielsweise eine Zebra-Clutch, ein Lederkleid und natürlich vor allem Schuhe, die für 99 Euro zu haben sein werden. Auf lange Warteschlangen einstellen!

  • Share/Bookmark

Bezahlbarer Luxus

Es herrscht immer noch Finanzkrise, deshalb hat das Schlagwort vom “demokratischen Luxus” mal wieder Konjunktur. Jimmy Choo fällt da normalerweise nicht darunter, aber: Am 14.11. kommt die erste Jimmy-Choo-Kollektion für H&M in die Filialen, weltweit 200 werden mit der günstigen Accessoires-Kollektion befüllt.

Jimmy_klein

Jimmy Choos für 99 Euro, das ist wirklich ein Argument, sich früh an die Ladentüren zu stellen, denn: Diese Schuhe sind definitv sexy und glamourös. Taschen und andere Accessoires (auch für Männer) wird es auch geben – ob Nürnberg bei diesen 200 Filialen dabei ist, weiß selbst die Pressestelle von H&M nicht, erst Mitte bis Ende Oktober werde das bekannt gegeben, heißt es aus Hamburg. Wir hoffen es. Gilt Nürnberg doch als Mittelmaß: Modisch, finanziell und kulturell. Das lassen wir nicht auf uns sitzen und fordern: Wir zeigen der Welt, wie sexy Nürnberg stöckeln kann!

  • Share/Bookmark

Schreikrampf am Prenzlberg

Irgendetwas mache ich falsch: Neulich war ich in Berlin und durfte am Prenzlauer Berg logieren, mittenmang im Szeneviertel. Da schlenderte ich vormittags bei Sonnenschein die Straßen entlang – und alle Cafes waren voll. Jeder besprach sein “aktuelles Projekt”, sein “neues Biz”. Vor winzigen Läden, in denen drei Röcke, fünf Hosen und zwei Blusen hingen, saßen trendige Prenzlberg-Frauen, rauchten und tranken Latte Macchiato. Wie können sich solche Leute die horrende Miete leisten? Ich mache definitiv etwas falsch.

Überhaupt sind die Menschen aus PB ja total anders: Sie tragen Leggings, darüber ein Fetzenkleidchen, einen langen Schal, Stiefelchen (Frauen), löchrig-labbrige Jeans, Kapuzenpullis und knallbunte Turnschuhe (Männer). Allen gemeinsam sind Pilotenbrillen mit farbigem Gestell – am besten in Neonfarben. Nach zwei Stunden Spaziergang hätte ich jedem mit dieser Brille dieselbe am liebsten von der Nase geschlagen. SIE SEHEN ALLE GLEICH AUS! Fällt das niemandem dieser super-alternativen Szene auf? Wenn ich dort hinziehen würde, würde ich mir erstmal ein rosafarbenes Lacoste-Poloshirt, eine Perlenkette, Joker-Jeans und Tod`s-Loafer zulegen, wenn ich dann noch in einem schwarzen Mini-Cabrio mit Starnberger Kennzeichen vorfahren würde, wäre ich sozial erledigt. Aber anders. Wirklich alternativ.

Manchmal wird es auch richtig peinlich: Die erfreuliche Anzahl vegetarischer und veganer Lokale treibt ihre Blüten. Eine Kollegin berichtete mir, dass auf einem Schild “veganes Zitronensorbet” angepriesen wurde. Aber das ist doch immer vegan! Ist aber irgendwie cooler, wenn man das nochmal betont. Natürlich wollte auch ich dort shoppen, es gibt ja viele coole Läden. Allerdings ist das oft mehr Schein als Sein: Schaut man sich die Ware genauer an, ist das oft Plunder, nur auf retrocool getrimmt. “Nanunana für Besserverdienende” nannte das ein Kollege.

Was war ich froh, als ich endlich die Kiezgrenze zu Kreuzberg überschritt: Leute mit Aldi-Tüten in Jogginghosen, das ganze Wende-Unglück im Gesicht. Menschen mit echten Problemen! Oder in Mitte: Menschen in Anzügen, mit richtigen Jobs. Ganz normale Menschen! Naja, in Mitte gibt es noch Reste der megacoolen Szene, aber die fallen da nicht mehr so auf.

Für alle, die wissen wollen, wie es ist: das Video von den Durags. Danke, Leute! Ditt is Berlin! YouTube Preview Image

  • Share/Bookmark

Heidi kann`s

Heidi kann nerven, keine Frage. Ihre Stimme ist schrill, sie sieht tatsächlich – wie von Wolfgang Joop verächtlich bemerkt – eher aus wie ein frisches US-Werbegirl. Aber sie ist nicht ohne Grund an die Weltspitze der Models gekommen. Warum sie das geschafft hat, zeigt die Modebibel “Vogue” in ihrer aktuellen Ausgabe, die schlicht “Heidi by Vogue” heißt.

Darin ist eine andere Heidi Klum zu sehen, als man sie von Victoria`s Secrets-Shows kannt. Wundervoll in Szene gesetzt, ist eine Frau zu sehen, die nachdenklich, lasziv, sinnlich und humorvoll sein kann. Gerade letzteres hat sie bei ihrer Model-Show bewiesen: Sie ist eine gute Komödiantin – da denke ich nur an ihre Wonderbra-Werbung, die leider nur in den USA zu sehen war. Sehr witzig.

Anhand dieser Vogue-Ausgabe sind jedenfalls eherne Mediengesetze zu erkennen: Erst gibt es Jubel, wenn jemand hochkommt, dann kommen die ersten, die einen “Nervfaktor” feststellen und den Promi zeigen, “wie er/sie wirklich ist” – und wenn jemand wirklich berühmt und gut ist, dann steuert irgendjemand dagegen. Bei Heidi Klum hat das funktioniert: Während bunte und billige Boulevardblätter gescheiterte Möchtegern-Topmodels zum Ablästern über die Chefin bitten, organisiert Heidi mal eben eine eigene Vogue-Ausgabe. Ob man sie nun mag oder nicht: Sie hat es und sie kann es.

  • Share/Bookmark

Nackte Gesichter

Auf der heute erschienenen Modeseite der NZ haben wir uns dem Thema günstige Kosmetik in Krisenzeiten gewidmet – und die These aufgestellt, dass es fast egal sei, was man sich ins Gesicht schmiere, wenn man nur gut esse, nicht rauche und ausreichend schlafe. Das kann ich aus eigener Erfahrung absolut bestätigen.

Kürzlich war ich eine Woche in einem französischen Bergdorf, 45 Leute wohnen da. Eine Woche keinen Fernseher, kein Radio, keine Zeitung, keine mails, keine Telefonate. Nichts außer Ruhe. Das führt schnell zu entspannten Gesichtszügen, vor allem, weil um 22 Uhr die Nacht anbricht. Was sollte man auch machen, allein in einem Bauernhaus, außer schlafen zu gehen? Ein liebeskranker Kater – ein vierbeiniger natürlich – war die einzige abendliche Unterhaltung.

Nach ein paar Tagen schon erkannte ich mich im Spiegel kaum wieder: Das Make-Up hatte ich im Koffer gelassen, wer sollte sich auch über mein Aussehen wundern?  Und ich fand mich schöner und schöner. Die Stressfalten verschwanden, die Augenringe gingen vom Schlaf weg, die Wangen rötetetn sich durch klare Luft und gutes Essen.  Ein so entspanntes Aussehen hat keine Creme, kein Serum und keine Maske in den letzten Monaten hinbekommen.

Und es scheint in Frankreich, wo sich die Frauen ohnehin sehr verhalten schminken, zur Zeit Trend zu sein, das “nackte Gesicht” zu zeigen: Am Flughafen sah ich das “Elle”-Cover mit der ungeschminkten Sophie Marceau darauf. Die verehre ich seit “La Boum”, schätze aber vor allem, dass sie mit den Jahren immer besser wird. Vielleicht ist sie oft in den Pyrenäen. Ganz ohne Make-Up. Die beste Schönheitsfarm.

  • Share/Bookmark

Skihaserl auf Ecstasy

 

 

 

 

 

 

Mode ist eine schnelllebige Sache, jedenfalls, wenn es um Trends geht. Und wer sich gerade über den beginnenden Frühling freut, der kann gleich die Sonnenbrille abnehmen und sich mit den Modetrends des kommenden Winters befassen.

Besonders kreativ sind da die russischen Designer, die verstärkt auf den internationalen Markt drängen. Sie sind jedenfalls kalte Winter gewöhnt, das wird schnell klar: Man hat dann die Wahl, sich mit einem Muppet-Show-Tier zum Affen zu machen oder mit übertriebenen Pelzmützen Tierschützer aller Welt gegen sich aufzubringen. Warum soll man sich eigentlich als Mörder bloßstellen lassen, wenn man dabei auch noch aussieht wie ein St. Moritzer Skihaserl auf Drogen?

 

Aus Deutschland kommt die Idee für den Gentleman-Reiter-Look, der was hat, aber hat “Wunderkind” (die neue Linie von Wolfgang Joop) da nicht ein bisschen von der Hermès-Kollektion von vor zwei Jahren abgekuckt? Schon da wurde versucht, Reiterkappen und den dazugehörigen Look auf die Straßen (zumindest auf die Luxusmeilen) zu bringen. Hat nicht so funktioniert.

Aber wir Kunden können genduldig sein, es ist ja noch ein bisschen hin bis zum nächsten Frieren, vielleicht kommt ja noch Besseres nach. Unterhaltsam ist es allemal.

  • Share/Bookmark

Kaufrausch

Eigentlich ist ja Krise und jeder sollte sparen: Falls das Aktienpaket hops geht, der Job flöten usw. Mein Vermögen steckt in meinem Kleiderschrank – und das war bis jetzt eine krisensichere Anlage, denn der Wertverlust wurde stets mit jeder Menge Spaß ausgeglichen. Eine Bombenwährung.

Schon als es noch schneite, bin ich deshalb mit meiner allerliebsten Freundin und Herzensschwester losgezogen, um unser ganz persönliches Frühjahr einzuläuten. In vielen Läden haben wir nichts gefunden, das unseren Geschmack befriedigt; aber die beiden, in denen das geklappt hat, sind der Krise schon ein klein wenig entkommen.

Im Benetton-Shop im City Point gibt es eine Sisley-Abteilung, die gerade super Sachen hat. Das ist nicht immer der Fall, wie meine Freundin scharfsinnig bemerkte: “Manchmal gibt`s nur Scheiß”. Jetzt aber schnappten wir und zwei gegenüberliegende Umkleiden, teilten uns eine Verkäuferin und arbeiteten uns hochkonzentriert durch Berge von Kleidung – mit immer röteren Gesichtern und immer knapperen Anweisungen. “Süße, hast Du das braune Top schon? Gib mir mal die graue Hose. Schaust Du, schau mal, seh ich darin schwanger aus?” Das ging zackzack, wie sich das gehört.

Die Ausbeute war beträchtlich, unsere Lieblinge sind lange Tops mit U-Boot-Ausschnitt, die in der Hüfte geschoppt werden. Leicht, ultrabequem und superschick! Apropos Liebling. Diesen Namen trägt eine Boutique am Egidienplatz, die von außen ganz klein und unscheinbar wirkt, auf dem wenigen Raum aber Labels wie S`nob, Dept oder Personal Affairs führt. Eine tolle Auswahl an trendigen Sachen, die man trotzdem lange tragen kann. Auch dort waren wir zwei Stunden beschäftigt – von wegen Shoppen ist Entspannung. Da ist Konzentration und Beweglichkeit angesagt. Unsere Lieblingsteile dort? Eine schwarze Pump-Satinhose, rattenscharfe Pumps mit Applikationen auf dem Absatz, ein grau-lila gemustertes schulterfreies Kleid, das eine Traumfigur macht und ein leichter Strickpulli im Missoni-Look: Bunt und fröhlich.

Jetzt freuen wir uns auf die kommenden schönen Tage, um das alles auszuführen. Vorher steht natürlich Kleiderschrank ausmisten auf dem Programm: Wenn Neues kommt, muss Altes raus. So einfach ist das. Und dann wird der Krise die schicke Seite gezeigt, gell Petra?

  • Share/Bookmark

Es gibt eine Folge von “Sex And The City”, in der die Hauptfigur Carrie Bradshaw als Autorin einer Kult-Kolumne im “New York Star” als Model für eine hippe New Yorker Modenschau gebucht wird. Motto: Models treffen echte Menschen. Es ist witzig, wie Carrie bei ihrem großen Auftritt über ihre Super-High-Heels stolpert, Heidi Klum über sie drüber steigt – aber Carrie sich sagt: Ich mache es wie echte Menschen, die wieder aufstehen und weitergehen, wenn sie hinfallen.

Warum Designer nicht öfter darauf kommen, echte Typen auf den Catwalk zu holen, fragt man sich, wenn man die Fotos vom Auftritt des Schauspielers Jürgen Vogel auf der Modemesse Igedo in Düsseldorf sieht. Da ist ein Charakter unterwegs, der viel zu bieten hat. Gut, er ist zu klein, er ist nicht dünn genug und das Gesicht ist nicht Hugo-Boss-tauglich. Aber: Er ist DER Hingucker bei dieser Show. Witzig, mit Lebensfreude und HUmor – und das soll Mode ja schließlich bringen, oder?

Also bitte mehr von solchen Models, auch wenn Sandy Meyer-Wölden (z.K.: Die sms-Ex von Boris Becker) dürr und verkniffen auf und ab wackelt. Sie bezeichnet sich selber ja auch als Model, vielleicht sollte sie mal lieber als sie selbst den Laufsteg betreten.

  • Share/Bookmark

Nächste »