• Startseite
  • Über diese Seite

PAARadox

Warum sie nicht schweigen und er nicht zuhören kann

Feed on
Beiträge
Kommentare

Die fiese Frage: Was denkst du gerade?

2. Februar 2010 von erik

Er: Es bleibt dabei – die Gedanken sind frei!

Es gibt typische Frauen-Sätze, bei denen Männer wissen: Jetzt wird’s ungemütlich. Am gefährlichsten ist die berühmte Frage: „Was denkst du gerade?“

Es gibt nur eine einzige Situation, in der ein Mann ehrlich antworten sollte: Wenn er gerade an ein Geschenk oder einen anderen Liebesbeweis denkt. In allen anderen Fällen wird die Antwort nur unzählige neue Fragen hervorbringen. Auch, wenn man wahrheitsgemäß sagt, dass man an gar nichts gedacht hat. Das glauben sie einem nicht!

Angeblich können sie das selbst nämlich nicht: Einfach mal an nichts denken. Das muss ja furchtbar sein, wenn man niemals loslassen kann. Es würde auch erklären, warum Frauen uns ständig mit Fragen löchern: Die ärmsten sind gehetzte Geschöpfe! Getrieben von ihren eigenen Gedanken, die einfach nicht abgestellt werden können. Sie selbst behaupten natürlich, dass die Fragerei nur einem Ziel dient: Anteil zu nehmen an unserer Welt.

Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Zu Beginn der Fragestunde mag es vielleicht sogar stimmen, aber ab dem dritten Nachhaken sind Zweifel angebracht. Warum wollen sie mit ihrer Detailversessenheit mehr über unsere Welt wissen als wir selbst? Und dann kommt ja auch meist noch Kritik hinzu. Weil nicht nur Interesse im Spiel ist – es geht auch um Einfluss und Kontrolle. Selbst wenn viele Frauen sich das selbst nicht eingestehen wollen. Wie ja auch so mancher Herrscher sich einredet, dass sein Überwachungsapparat nur wissen will, ob’s dem Volk gut geht.
Erik Stecher

Sie: Wir wollen aber trotzdem alles wissen!

Es gibt Tage, da merkt man einfach, dass was im Busch ist. Die Stirn des Liebsten ist umwölkt, sein Blick geht ins Leere. Eine Frau würde an seiner Stelle einfach drauflosplappern: „Also heute in der Firma, da hat mein Chef was gesagt, das war….“ etc. Alle Männer, die bei diesen Worten reflexartig abgeschaltet haben, können jetzt wieder einsteigen.

Der Mann – schweigt. Und grübelt, ganz offensichtlich. Er will manche Dinge vielleicht mit sich selbst ausmachen. Die Frau – fragt. Für sie ist es das Natürlichste der Welt. Er hat Sorgen, sie interessiert sich dafür. Wer das als diktatorische Überwachung interpretiert, missversteht das Wesen der Frau. Manche Männer verschließen nur allzu gern ihre Welt vor ihrer Liebsten. Die Folge: Missverständnisse und Streit, weil man die gegenseitigen Wünsche und Sorgen nicht kennt.

Natürlich ist auch eine gehörige Portion Neugier mit im Spiel. Die nicht befriedigt wird, wenn der Mann die beliebte Antwort „An nichts“ gibt. Damit können Frauen sich nur schwer zufrieden geben. Was wiederum Männer nervt. Manchmal denken sie ja vielleicht wirklich an nichts. Das aber ist für uns genauso unvorstellbar wie es für euch unvorstellbar ist, dass unsere Fragerei wirklich auf Anteilnahme begründet ist.

Eine Lösung für dieses Dilemma gibt es wohl nicht. Zwar können sich Frauen immer wieder mantramäßig sagen: „Männer sind einfache Wesen, sie denken nicht so viel“ und Männer „Frauen meinen es gut, sie sind keine bösen Diktatoren“. Nerven wird es beide immer. Aber wir lieben euch trotzdem. Stephanie Siebert

  • Share/Bookmark

Veröffentlicht in Allgemein | Kein Kommentar

Kommentare nicht erlaubt.

  • Links

    • Blogroll

      • Alle NZ-Blogs
      • Die 3 Clubfreunde
      • If You´re going to San Francisco
      • Mode-Blog
      • Senf dazu
      • Tiergarten-Blog
      • Vip-Raum
  • Letzte Einträge

    • Schatz, lass uns Freunde bleiben!
    • Das Ende ist nah!
    • Faulheit im Fasching
    • Die fiese Frage: Was denkst du gerade?
    • Zurück an der Geschlechterfront
  • Neueste Kommentare

    • Heidi on Schatz, lass uns Freunde bleiben!
    • stephanie on Zurück an der Geschlechterfront
    • Jens on Zurück an der Geschlechterfront
    • Horst on Hohe Absätze: Wer schön sein will, muss leiden
    • erik on Nachgetreten: Die verbitterte Frau
  •  

    Februar 2010
    M D M D F S S
    « Jan   Mrz »
    1234567
    891011121314
    15161718192021
    22232425262728
  • Zum Franken-Wiki

PAARadox © 2010 Nürnberger Zeitung