Faulheit im Fasching
8. Februar 2010 von erik
Sie: Männer haben viel zu gucken und wenig zu tun
Fasching ist für Männer eine einfache Geschichte: Sie ziehen sich einfach bekloppt an, setzen vielleicht noch eine Sonnenbrille auf, und das war’s. Beneidenswert! Wenn Frauen sich verkleiden, wird es kompliziert. Erstens muss so ein Kostüm natürlich vor allem sexy sein und die weiblichen Vorzüge betonen. Da fallen schon mal viele Verkleidungsmöglichkeiten weg.
Zweitens geht es ja nicht nur darum, ein Kostüm auszuwählen. Haare, Make-Up und, ganz wichtig, Schuhwerk, das sexy aussieht und trotzdem die Füße nicht allzu sehr strapaziert: Das alles muss sorgfältig ausgewählt werden.
Männer dagegen ziehen die gleichen Schuhe an wie immer, die gleiche Frisur wie immer (oder ziehen Mütze bzw. Hut über den Kopf) – und an Make-Up wagen sie sich schon gar nicht.
Das Ergebnis: Auf der Tanzfläche tummeln sich jede Menge scharfer Bräute und jede Menge Kerle, die sich für scharf halten. Für die Männer ist Fasching somit ein Fest: Sie haben viel zu gucken und wenig zu tun. Schließlich brauchen sie für die Faschingsvorbereitung etwa eine Viertelstunde – inklusive zwei Flaschen Bier zum Vorglühen. Frauen brauchen ungefähr zwei Stunden – allerdings sind dann auch zwei Flaschen Prosecco geleert.
Denn zugegeben: Wir lieben es. Die ewige Vorbereitungszeit, das Shoppen mit Freundinnen, das gemeinsame Anziehen, Schminken, Frisieren, dazu laute Musik und jede Menge Prosecco. Auch, wenn Männer es an Fasching auf jeden Fall leichter haben – mehr Spaß haben wir.
Solltet ihr auch mal ausprobieren, Männer! Und dann hätten wir vielleicht ein bisschen mehr zu gucken. Wir leihen euch auch Wimperntusche und Lockenstab. Stephanie Siebert
Er: Wenn’s um Spaß geht, geben sich Männer auch Mühe
Danke für das Angebot mit dem Lockenstab, der ist aber nicht nötig. Ich habe nämlich Naturlocken. Allerdings recht kurze, drum kommt an Fasching ein Hut drauf. Meine Verkleidung werde ich aber noch nicht verraten, nur soviel: Sie ist ziemlich schräg. Make-Up kommt möglicherweise auch hinzu. Und sei es nur, um die Behauptungen der Kollegin zu widerlegen!
Männer geben sich nämlich durchaus Mühe bei der Verkleidung. Letztes Jahr ging ein Kollege zum Beispiel als Thomas Anders (für Spätgeborene: Dieter Bohlens Goldkehlchen bei „Modern Talking“). Für seinen großen Auftritt hat er nicht nur einen potthässlichen Overall gekauft und eine massive Nora-Kette gebastelt: Er trennte sich sogar von seinem geliebten Bärtchen – und legte sich, wie der echte Anders, auf die Sonnenbank. Das nenne ich Einsatz!
Ein anderer Kollege hatte sich sogar geschminkt, und zwar den ganzen Kopf. Denn er war als afrikanischer Diktator unterwegs, mit Aktentasche und langem Gewand. Und noch ein Beweis dafür, dass Männer zu durchaus aufwändigen Verkleidungen in der Lage sind: Ich kenne etliche Jungs, die sich mal als Mädchen verkleidet haben. Welche Frau gibt sich denn bitteschön so viel Mühe, für einen Abend das Geschlecht zu wechseln? Keine.
Auch sonst haben die Damen an Fasching keinen Grund zur Klage. Das weiß ich eben von den Jungs, die als Mädels gingen: Ständig wurden ihnen Getränke spendiert! Obwohl sie nicht alle sooo attraktiv aussahen. Was wiederum zeigt: Ihr müsstet euch gar nicht so irre sexy zurechtmachen. Aber sicher ist sicher. Erik Stecher
