Obama Osama

Ach wie peinlich…und schon wieder musste sich der Fernsehsender MSNBC öffentlich entschuldigen. In der Sendung „Hardball“ mit Moderator Chris Matthews wurde ein Bild von Osama bin Laden eingespielt, als Matthews über Barack Obama sprach. Obamas Mitarbeiter riefen umgehend beim Sender an und protestierten, der Moderator entschuldigte sich noch in der Sendung, doch kurz darauf gab ein Sprecher für NBC bekannt, dass der zuständige Mitarbeiter entlassen wurde. Das sei ein „unentschuldbarer Fehler“ gewesen. 

Stimmt, aber leider nicht das erste mal . Im vergangenen Jahr warb der Nachrichtenkanal CNN für eine Sendung mit dem Titel „Where’s Obama?“, gemeint war allerdins Osama. Auch versprachen sich schon mehrmals Moderatoren und sogar andere Präsidentschaftsanwärter, wie Mitt Romney. Obama wurde zu Osama. Sicherlich sind viele dieser Versprecher nicht beabsichtigt, doch in Teilen der amerikanischen Bevölkerung stösst das auf Resonanz. Barack Obama, der als Kind in eine muslimische Schule ging, wird skeptisch betrachtet und als Islam freundlich eingestuft. Ist das der richtige Kandidat im Kampf gegen den internationalen islamischen Terror, wird immer wieder in Talk Sendungen gefragt.  

Barack Obamas Popularität scheint das nicht zu schaden. Die jüngsten Umfragen sehen ihn sogar in Texas und Ohio weit vor seiner Konkurrentin Hillary Clinton, Staaten die die einstige First Lady im Kampf ums Weisse Haus stets für sich beanspruchte. Und auch die einflussreiche Gewerkschaft der Teamsters mit rund 1,4 Millionen Mitgliedern will nun Obama unterstützen. Obama wird am Mittwoch in Austin mit Teamsters Präsident James P. Hoffa zusammen treffen. Die Tage für Hillary scheinen gezählt zu sein.

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