Bye, bye Hillary

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Das war es dann wohl für Hillary. Noch am Montag zeigte sie sich siegessicher, Indiana deutlich zu gewinnen und ihrem Kontrahenten in North Carolina einen harten Kampf zu liefern. Doch daraus wurde nichts. NC war ein Desaster für die frühere First Lady und Indiana mehr Niederlage als Sieg.

Hillary Clinton baute in den Tagen und Wochen vor dem Wahltag auf ihr dusseliges Argument, die Wähler mit einem „Benzinsteuerfeiertag“ ködern zu können. „Die Menschen in Indiana verdienen eine Verschnaufpause“, begründete sie ihre Initiative über die Sommermonate die Benzinsteuer von 18 Cent pro Gallone auszusetzen. Damit, so Hillary, könnten die Menschen richtig gut was einsparen und ihren Familien ein warmes Essen auf den Abendtisch stellen.

Das ganze sah so nach einem billigen Wahlversprechen aus, dass sogar der letzte Sojabohnenfarmer in Indiana ihr das nicht abnahm. Der Vorschlag war als solcher schon aus wirtschaftlichen Gründen kurzsichtig, ganz zu schweigen davon, dass die Wahlen im November und der Amtsantritt im Januar sind. Eine Steuerbefreiung in den Sommermonaten 2008 steht also gar nicht für eine mögliche Präsidentin Clinton auf der Tagesordnung.

Doch die Gedankenspiele, ob die US-Senatorin zurück ins Weisse Haus ziehen wird, sind am Dienstag wohl endgültig ad acta gelegt worden. Nachdem die Wahlergebnisse über die Bildschirme tickerten, sagte das Wahlkampfteam Hillary ’08 erst einmal alle Fernsehauftritte für den Mittwochmorgen ab. Klar, nun muss man sehen, wie und ob es überhaupt noch weiter geht. Der Druck aus der eigenen Partei wird nun heftiger. Die Stimmen sind schon lange da, die von Hillary verlangen, sich aus dem Rennen zu verabschieden. Bislang konnte sie noch erklären, dass sie ja eigentlich die bessere Wahl ist, weil sie blablabla… Aber damit wird nun Schluss sein. Die verbliebenen Super-Delegierten, um die eigentlich noch gekämpft wurde, werden nun ihre Entscheidung treffen, und das wohl zugunsten von Barack Obama.

Am Morgen danach dreht sich die Diskussion darum, wie Hillary ohne Ansehen zu verlieren aus dem Wahlkampf ausscheiden kann. Könnte sie als Vize-Präsidentschaftskandidatin antreten? Ausgeschlossen ist das nicht, aber eher sehr unwahrscheinlich. Zuviel böses Blut ist im Zweikampf Clinton-Obama geflossen.

Hillary Clinton hat am Dienstagabend nicht gerade eine überschwengliche Siegesrede in Indiana gehalten. Man konnte es auch als den Beginn eines geordneten Rückzuges sehen. Immerhin erklärte sie, sie werde den demokratischen Kandidaten im November unterstützen…und das klingt nach einem Eingeständnis einer Niederlage.

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0 Kommentare in “Bye, bye Hillary

  1. Danke für das posting des amerik. videos, da bekommt man doch gleich einen besseren Endruck von der Stimmung. Ich schließe mich Ihrer Meinung an.

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