Ein Stück Geschichte ist zu Ende

Herbert Hamrol ist tot. Im Alter von 106 Jahren verstarb er am Mittwoch in einem Krankenhaus südlich von San Francisco. Hamrol war der letzte Überlebende des 1906er Erdbebens, das San Francisco dem Erdboden gleich machte. Er konnte sich noch daran erinnern, wie seine Mutter ihn an diesem Schicksalstag in Sicherheit brachte.

Bis ins hohe Alter rauchte er Zigarren und erklärte jedem, der es hören wollte, sein Geheimnis für ein langes Leben seien „wilde Frauen und guter Alkohol“. Nachdem er 1967 (da war ich noch nicht mal geboren) in Rente ging, nahm er einen neuen Job in einer Supermarktkette an und füllte dort bis letzen Monat zweimal die Woche die Regale auf.

Am jüngsten Jahrestag des Erdbebens, dem 18. April, war er der letzte Überlebende, der in den frühen Morgenstunden in Downtown San Francisco an der jährlichen Gedenkveranstaltung teilnahm. Seine Freunde kannten ihn als jemanden, der keiner Party aus dem Weg ging. Von daher wunderte es niemanden, als er waehrend der Zeremonie erklärte: „Man bekommt nicht jeden Tag ein Erdbeben. Also feiern wir das, was wir hatten. Es war ein wunderschönes Beben, wenn man das mal anders betrachtet“.

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