Supernasen im Einsatz

Jährlich erkranken rund 9000 Frauen in Deutschland an Eierstockkrebs. Das Problem ist oftmals dabei, dass diese Form des Krebses erst zu spät entdeckt wird und sich bereits Metastasen gebildet haben. Im kleinen San Anselmo in Kalifornien, nördlich von San Francisco, hat sich die Pine Street Stiftung der Aufklärung und Früherkennung des Krebes verschrieben. Und dafür hat man ein paar empfindliche Nasen angeheuert

Auf die Idee, Hunde als wissenschaftliche Mitarbeiter einzusetzen, kam man über einen Artikel im englischen Medical Journal „Lancet“. Darin wurde eine Frau beschrieben, deren Hund immer wieder ein Bein der Frau anbellte, daran kratzte und auch biss…Immer an der gleichen Stelle. Schliesslich ging die Frau zum Arzt und es stellte sich heraus, dass sie genau dort Hautkrebs hatte.

Die Forscher der Pine Street Klinik dachten sich, wenn Hunde das schon ohne Ausbildung könnten, dann sollte man mal versuchen sie gezielt auf den Geruch von Krebs zu trainieren. Vor drei Jahren gab es die ersten sehr positiven Ergebnisse beim Lungen- und Brustkrebs. Nun wendet man sich dem Eierstockkrebs zu. Bis zum Ende des Jahres werden noch Frauen in das Projekt aufgenommen, die einfach nur in einen Behälter mit Fasern ausatmen müssen. Man geht davon aus, dass diese Fasern den Geruch des Krebses auffangen. Anschliessend werden die Hunde darauf trainiert.

Wer das nun einfach so als Blödsinn oder Humbug abtut, der sollte bedenken, dass der Geruchssinn von Hunden phänomenal ist. Sie werden in der Drogen- und Bombensuche eingesetzt, sind im Einsatz um Verschüttete zu finden und können sogar von einem Boot aus Ertrunkene am Grund eines Sees erschnüffeln. Warum also nicht auch Krebs?

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