Grausamer Brutbetrieb

Ein geheim aufgenommes Video in einem Brutbetrieb erregt derzeit die Gemüter in den USA. Hier Tierschutzorganisationen, die von Supermärkten umgehende Kennzeichnungen auf Eierverpackungen verlangen, dort die Produzenten, die alles nur als Einzelfall abtun.

Tatsache ist, dass in Brutbetrieben männliche Küken ausgemustert werden, weil sie keine Eier legen können und es zu lange dauert, bis das Fleisch gewinnbringend verkauft werden kann. Und die Aussonderung geschieht auf brutalste Weise, sie werden einfach lebendig in einen Häcksler geschmissen, was im Fachjargon „instantaneous euthanasia“, also „augenblickliche Euthanasie“ bedeutet. Die Tierschutzorganisation „Mercy for Animals“, die auch dieses Video „undercover“ aufnahm, bezeichnet die Brutbetriebe als „wohl brutalste Industrie der Welt“. Das Video wurde in einem Betrieb von „Hy-Line North America“ aufgenommen, die gleich mehrere Standorte in Iowa, dem grössten Eier Produzenten in den USA, unterhalten. Die Massenproduktion von Eiern verlange nach solchen abartigen Sortiermassnahmen, heisst es von Seiten der Tierschützer. Wenn man das schon nicht stoppen könnte, so „Mercy for Animals“, sollte man zumindest auf den Eierverpackungen in den Supermärkten die Kunden darauf hinweisen.

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