Radio tut gut

KUSFWenn man von Metallica, Tom Waits, Nirvana oder R.E.M. spricht, muss man auch College Radio erwähnen. Denn ohne die Uniradios in den USA wären all diese Bands und Musiker niemals bekannt geworden. Eine der bekanntesten und auch wichtigsten Collegestationen in Nordamerika ist KUSF in San Francisco, der Sender, auf dem ich vor 13 Jahren mit Radio Goethe angefangen habe. KUSF ist die Alternative im Grossraum San Francisco. Die zahlreichen Gold Records im Büro der kleinen Station belegen das, Bands haben so dem Sender ihren Dank ausgesprochen, nachdem sie gross rausgekommen sind. Wer weg will vom Kommerzfunk und Einheitsbrei streng formatierter Sender schaltet in San Francisco die 90,3 UKW ein. Hier hört man alles, was es woanders nicht gibt und man entdeckt die ganze Bandbreite des musikalischen Angebots. Manchmal ist das stressig und nervig, aber Musik ist ohne Grenzen und so ist KUSF. Das ganze nennt sich Freeform Radio.

Auf einer Photowand sieht man sie alle im Studio C sitzen, bevor sie die Charts eroberten. Kurt Cobain und PJ Harvey, Nick Cave und die Melvins. Collegeradio in den USA ist anders als das Uniradio in Deutschland. Zumeist hat man starke UKW-Frequenzen, wie beim Beispiel KUSF eine potentielle Hörerreichweite von 1,5 Millionen Hörern. Und viele der Universitätsstationen haben die Aufgabe des Community Radios übernommen und binden die verschiedensten Gruppen mit ein. Bei KUSF sind es etliche Fremdsprachenprogramme, dazu Kulturprogramme und Spezialsendungen. Und das beste an allem ist, KUSF ist schon lange keine Lokalstation mehr nur für San Francisco. Per Mausklick schalten sich Hörer von überallher zu. Wie wäre es also mit einer transkontinentalen Radiobrücke zwischen Nürnberg und der Bay Area? Kommentare und Hörerwünsche zum Programm sind immer willkommen. Und wem der Sound nicht gleich gefällt, keine Sorge, einfach dranbleiben. Freeform Radio heisst auch, dass mehrere Genres und Sounds in einer Stunde gespielt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *