Der Kinderalltag in Juarez

Ciudad Juarez ist die Grenzstadt zu El Paso. Nur eine Brücke trennt die beiden Städte. Hier die zweitsicherste amerikanische Großstadt, dort die gefährlichste Stadt der Welt. Alleine in diesem Jahr sind schon über 2100 Menschen in Juarez ermordet worden. Am vergangenen Donnerstag war es wieder mal besonders blutig. 25 Menschen starben, der jüngste gerade mal 15 Jahre alt.

Mord in JuarezDie 1,5 Millionen Stadt gleicht einer Kriegszone. Ein normales Leben ist schon lange nicht mehr möglich. Schießereien, „Drive-by shootings“, gezielte Morde, Entführungen, Vergewaltigungen und nun auch immer öfters Autobomben, der Alltag in Juarez wird mit Blut gemalt. Die Polizei und das Militär zeigen Präsenz, bekommen die Situation aber nicht unter Kontrolle. Die Kartelle und die ihnen angegliederten Banden bekriegen sich bis zum bitteren Ende. Drogen, Waffen, Respektlosigkeit vor einem menschlichen Leben, Juarez ist zum einem Höllenplatz geworden.

Und die Kinder, die in Familien geboren wurden, die nicht einfach wegziehen können, sie wachsen mit der täglichen Gewalt auf, den täglichen Bildern in den Zeitungen und im Fernsehen und in der Nachbarschaft. Mit der Angst selbst davon betroffen zu sein. Dieses Bild zeigt genau das, was in Juarez tagtäglich passiert. Ein kleines Mädchen schaut durch ein Gitter zum Nachbargrundstück. Dort liegen nach einer Schiesserei gleich mehrere Tote auf dem Asphalt. Der Drogenkrieg hat viele Opfer.

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