Weiner’s Wiener Wienereien

Anthony Weiner sollte eigentlich Bürgermeister von New York City werden. So zumindest stellte sich das die Elite der Demokraten in den USA vor. Der Kongressabgeordnete war beliebt, hatte Charme und sah auch noch ganz passabel aus. Doch nun stolperte Weiner (wird wie das Wienerle ausgesprochen und ist im Amerikanischen auch noch eine Umschreibung für das bestimmte männliche Teil) über sein „Unterhosengate“.

Vor ein paar Wochen wurde bekannt, dass „irgendjemand“ Unterhosenbilder mit einem Mann darin an eine junge Frau in Seattle geschickt hatte…und das vom Twitter Account Anthony Weiners. Der Politiker stritt vehement ab, dass er der Spargeltarzan im Höschen war und ließ sogar eine Untersuchung über mögliche Sabotageakte anlaufen. Doch nun ist Schluß mit lustig. Am Montag mußte Weiner nun eingestehen, dass er selber die Bilder verschickt hat. Und nicht nur das, in den vergangenen Jahren hatte er über Twitter, facebook und Email einige eindeutige Photos an weibliche Empfänger versendet.

Die Demokraten sind entsetzt. Nicht nur, dass sie anfangs noch zu ihm standen und nun wie ein begossener Deppenhaufen dastehen, der Wahlkampf 2012 hat bereits begonnen. Die Republikaner stürzen sich wie ein Haufen Moralapostel auf diesen schlüpfrigen Skandal. Sie kosten ihn aus, auf FOXNews werden die „speziellen“ Bilder mit Jugendwarnung und Balken gezeigt, die konservativen Radio Moderatoren berichten gekonnt anzüglich und unterhaltsam über Weiner’s Wiener.

Die eigenen Parteikollegen von Anthony Weiner haben ihn nun im Regen stehen lassen und fordern ihn unmißverständlich dazu auf, seinen Rücktritt einzureichen. Denn auf den Kongressabgeordneten kommen nun größere legale Probleme zu. Auch das Abgeordnetenhaus wird sich mit der Causa Weiner ausführlich beschäftigen. Der Übeltäter selbst erklärt, er werde nicht zurücktreten. Für ihn ist die Affäre mit einer Entschuldigung vom Tisch…doch darauf kann er in den USA lange warten. Der Wahlkampf wird nun auf Unterhosenniveau geführt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *