Ein rosa Wochenende mit Sonnenschein

Die Nachricht am Freitag verbreitete sich blitzartig. Der Senat im Bundesstaat New York stimmte nach langer Debatte endlich der sogenannten „Homo Ehe“ zu, also der Ehe gleichgeschlechtlicher Partner. Und am Wochenende wurden in Queens und Brooklyn, im Village und auf Long Island Heiratspläne gemacht. Ab dem 24. Juli wird New York zum Mekka der heiratswilligen Schwulen und Lesben im ganzen Land. Zwar kann man(n) auch schon legal in Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire, Vermont  und Washington, D.C heiraten, doch New York ist über Nacht zum Vorreiter der Gay-Bewegung geworden, im Kampf um Gleichberechtigung. Der Bundesstaat New York hat mit seinen 22 Millionen Einwohnern soviele wie die anderen Bundesstaaten gemeinsam. Die politische Entscheidung in New York hat deshalb auch politische Auswirkungen.

Und das spürte man auch gleich am Wochenende in Kalifornien und San Francisco. Am Gay Pride Weekend. Zehntausende kamen zur jährlichen Parade auf der Market Street, um zu zeigen, das die Gay Community präsent und aktiv ist. Doch im Mittelpunkt stand die Entscheidung aus New York. Es wurde gefeiert und getanzt, gesungen und gejubelt. Hier in San Francisco hofft man auf einen positiven Effekt. Denn schon vor Jahren hatte San Francisco quasi im Alleingang die Homo-Ehe eingeführt, wurde jedoch von den Gerichten ausgebremst. Die Entscheidung liegt nun noch immer beim kalifornischen Verfassungsgericht. Damals erklärte mir Bürgermeister Gavin Newsom, dass man die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner nicht aufhalten könne. Es sei eine Frage der Gleichberechtigung. Der Kampf um die „Gay Marriage“ sei gleichzusetzen mit der Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre.

Der Bürgermeister von New York City Michael Bloomberg sieht schon die Kassen klingeln und hat bereits angekündigt, New York City zur besten Hochzeitsstadt der Welt zu machen.

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