Des Teufels Liebling

„The devil’s darling“, so hat ein Kommentator nun die republikanische Präsidentschaftskandidatin Michelle Bachmann umschrieben. Unterstützt von der christlichen Basis und dem Tea-Party Flügel der Partei ist sie eigentlich gegen alles und jeden, was den Demokraten und Präsident Obama lieb und recht ist. Jüngst hat auch Der Spiegel ein größeres Portrait von Bachmann veröffentlich und sie als ernstzunehmende Kandidatin dargestellt.

Ich seh‘ es einfach nicht…Klar, man kann mir vorwerfen, ich wolle es nicht sehen, doch dem ist echt nicht so. Michelle Bachmann trompetet, die Tea-Party applaudiert dazu, FOXNews berichtet darüber, aber das war es dann auch schon. Sie hat weder die Erfahrungen, um als sichere Kandidatin aufzutreten, noch das Wissen, mit dem sie Wähler überzeugen könnte, zumindest Wähler ausserhalb ihrer Stammklientel. Beides wird von ihren Verwechslungen und Versprechern, ihrem hilflosen Phrasendreschen und ihrer politischen Schwarz-Weiß-Malerei nur unterstrichen. Bachmann lächelt, doch Antworten auf drängende Fragen gibt sie keine.

Und, was ganz wichtig ist, die Tea-Party ist NICHT die republikanische Partei. Im Wahlkampf geht es für die GOP darum, sich möglichst Mitte-Rechts zu positionieren. Doch das ist für eine mögliche Kandidatin Bachmann unmöglich. Sie wird nie die Mehrheit der eigenen Partei in der Vorwahl erhalten, und schon gar nicht die Mehrheit bei einer allgemeinem Wahl. Falls Bachmann wider Erwarten doch zur Kandidatin der Republikaner gekrönt werden sollte, dann wäre das nur gut für Präsident Barack Obama. Denn eine „radikale“ Herausforderin, wie Michelle Bachmann es ohne Zweifel ist, würde nur die Reihen der Demokraten schließen. Die Partei stände dann geeint hinter Obama.

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