Der Esel wird bockig

Präsident Barack Obama ist 50 geworden, doch so richtig wollte die Partystimmung nicht aufkommen. Hatte er doch gerade erst einen Deal mit dem politischen Erzfeind, den Republikanern unterzeichnet, der ihm noch lange aufstoßen wird. Obama, das kann man deutlich sehen, hat in den letzten Monaten einige graue Haare bekommen.

Und nun stellt sich auch noch ein Teil seiner Partei quer. Die Demokraten, die ihn im Wahlkampf 2008 enthusiastisch zum Sieg über John McCain gepusht haben, reiben sich derzeit verwundert die Augen: „War es das, was wir wollten?“ Obama hat weiterhin Kriege an der Backe, die keiner mehr so richtig will. Das Gefangenenlager  Guantanamo Bay und weitere geheime CIA Gefängnisse sind noch immer in Betrieb. Die Bürgerrechte sind nach wie vor erheblich beschnitten. Nicht er, sondern die Republikaner bestimmen in Washington den Gang der Dinge. Ganz zu schweigen von der katastrophalen Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosigkeit. Nichts läuft so, wie das der Visionär Obama im Wahlkampf versprach. Und nun auch noch das, Barack Obama verkauft den amerikanischen Sozialstaat mit einem Federstrich und reduziert die öffentlichen Ausgaben auf ein Niveau, das zuletzt Präsident Eisenhower gesehen hat….und der ist schon lange tot.

Die Reihen der Demokraten bröckeln, das hat man auch schon bei den Abstimmungen im Kongress und im Senat gesehen, wo etliche der Abgeordneten dem Ruf der Parteiführung nicht folgten. Doch auch ausserhalb des Parlaments rührt sich Widerstand. Der progressive Flügel der demokratischen Partei in Kalifornien hat nun angekündigt auszuloten, ob man für die bevorstehende Wahl 2012 einen eigenen demokratischen Präsidentschaftskandidaten ins Rennen schickt. Man wolle nun Kontakt mit demokratischen Verbänden in anderen Bundesstaaten aufnehmen, um das ganze zu evaluieren. Auch wenn dieses Unterfangen wenig Chancen hat, so zeigt es doch, dass es an der Basis der Partei brodelt. Barack Obama hat enttäuscht und das auf ganzer Flur. Der Hoffnungsträger ist zum Quasselkaspar verkommen.

Obama hat ein großes Problem, denn wenn die Basis nicht die notwendige Laufarbeit im Wahlkampf macht, wenn die Schecks von einstigen Unterstützern ausbleiben, dann wird eine zweite Amtszeit für ihn mehr als unwahrscheinlich. Das einzige, was derzeit noch für Obama spricht ist die Radikalisierung der republikanischen Partei. Falls – was unwahrscheinlich ist – doch falls sich zum Beispiel die Tea-Party Kandidatin Michelle Bachmann im Vorwahlkampf der Republikaner durchsetzen sollte, dann hätte Obama ein leichtes, den Amtssitz zu verteidigen. Denn solch einen Rechtsruck würden noch nicht einmal gestandene GOPler mitmachen. Barack Obama jedoch wird in den nächsten Monaten mit Sicherheit noch mehr graue Haare bekommen.

0 Kommentare in “Der Esel wird bockig

  1. Standart & Poors will heute noch das Rating der US Staatsanleihen herabsetzen. Sagen jedenfalls manche.

    Und wegen der grauen Haare hilft es einfach mehr Golf zu spielen. Habe ich mir sagen lassen. Vom Goalgetter.

  2. Noch neun Stunden, dann machen die Märkte in Ostasien auf. Mal schauen ob es ein Blutbad wird. Bis jetzt wirkt die Politik in Amerika und Europa wie paralysiert. Cash ist wieder King, wie 2008.

  3. Übrigens, der israelische Aktienindex TA-25, der ja heute gehandelt wird ist um, 7 Prozent abgestürzt. Ich denke mal ähnlich wird es morgen auch an den Weltbörsen ablaufen. Crash, crash, crash.

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