Protest am Grab

Über ihr iPhone (!) twitterte Margie Phelps, dass Steve Jobs nun in der Hölle sei, da wo er hingehöre. Jobs hätte nur sich selbst gedient und nicht Gott und dabei auch noch andere zur Sünde verführt. Aus diesem Grund werde sie und ihre Westboro Baptist Church an der Beerdigung des Apple Gründers lautstark protestieren. Margie Phelps ist die Tochter des selbsternannten Pastors Fred Phelps, der vor allem dafür bekannt wurde, an den Begräbnissen für gefallene GIs zu protestieren und die Toten als Gottes Rache für Homosexualität und Lotterleben zu beschimpfen.

Nun also ist es Steve Jobs. Die Nation, die gesamte Welt trauert über den Verlust des Computervisionärs und diese Splittergruppe von Hohlköpfen im Mantel der Religion läßt mal wieder von sich hören. Interessant ist dabei, dass Phelps selbst iPhone User ist und so quasi den angeblichen Höllenritt von Jobs mit unterstützt hat. Das schlimme bei allem ist, dass diese Gruppe von Extremisten vom höchsten Gericht der USA geschützt wird. Die hasserfüllten Aussagen, die Präsenz an Beerdigungen, das bewußte Herumtrampeln auf den Gefühlen anderer ist laut Verfassungsgericht als „Free Speech“ geschützt.

Wenn überhaupt einer bei Luzifer vorbeischaut, dann ist es wohl Phelps und seine Sprösslinge, die verblendet von einem Rachegott sprechen, als ob wir hier noch in der griechischen Mythologie lebten

 

 

2 Kommentare in “Protest am Grab

  1. Wie kommen Sie darauf, dass die gesamte Welt um Herrn Jobs trauert? Und seit wann war Jobs ein Computervisionär? So etwas können ja nur I-Irgendwas-Abhängige behaupten.

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