Oakland, Kampfgrund gegen die Wall Street

Nun also marschieren und demonstrieren sie auch in Oakland gegen die Wall Street. Am gestrigen Montag kamen in Downtown rund ein paar Hundert Protestiertende vor dem Rathaus zusammen. Auf Schildern und in Sprechchören forderten sie die Besteuerung der Wall Street, Wohnungen für alle und mehr wirtschaftliche Gleichberechtigung.

Oakland, wo sonst eigentlich nicht viel geht, ist auf einmal am Nabel der „Occupy“ Bewegung, die von New York ausgehend, sich so langsam durchs ganze Land schleicht. Republikaner tun die Proteste als linkes Sozialistengeschrei ab. Demokraten wissen auch nicht so recht, was sie dazu sagen sollen, denn der Großteil der Politiker ist ja selber auf die Unterstützung all der bösen Großunternehmen angewiesen. Also hält man sich etwas zurück, auch, wenn Vize-Präsident Joe Biden schon eine linke „Tea-Party“ Bewegung erkennen will.

Die Frage ist nur, was so ein Protest in Oakland bringt, hier passiert wahrlich nicht viel. Der Hafen ist der größte Arbeitgeber in der 400.000 Einwohnerstadt. Potentielle Investoren werden vor allem durch ein politisches Bananensystem abgeschreckt, bei dem hier jeder Hausmeister und Parkwächter mitbestimmen und mitreden will und eine Bürgermeisterin, die bei ihrer Wahl noch nicht mal die meisten Erststimmen erhielt, mit äußerst seltsamen Forderungen aufwartet. Dazu noch die nach wie vor hohe Mordrate in Oakland, die nicht gerade werbewirksam für ein Unternehmen ist.

Ach ja, und dann war da noch der Protest am Montag vor einem leeren Rathaus: Es war Columbus Day, alle öffentlichen Einrichtungen hatten geschlossen, damit sich die Beamten an die Segelschifffahrt des berühmtesten Einwanderers Amerikas erinnern können. Frei nach Homer Simpson: „D’oh!“.

Und hier noch ein passender Song der Deutschen Digital-Hardcore Formation Atari Teenage Riot, quasi die Hymne der „Occupy“-Bewegung:

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