Gute Nachricht zu Weihnachten

Die frohe Weihnachtsbotschaft kommt aus Kalifornien. Alles sieht nach dem Ende der Todesstrafe im Sonnenstaat aus. Am Wahltag im kommenden November soll nicht nur der neue Präsident und der gesamte Kongreß neu bestimmt werden. Die Kalifornier werden dann auch über die Zukunft der „Capital Punishment“ abstimmen. Und alles sieht derzeit danach aus, als ob die Volksbefragung gute Chancen auf Erfolg hat.

In einem Interview mit der NZ erklärte Jeanne Woodford, die frühere Gefängnisleitung von San Quentin und jetzige Direktorin von Death Penalty Focus, dass sie davon ausgehe, dass die Kalifornier die vernünftigste Entscheidung treffen werden. Was für eine Abschaffung der Todesstrafe spreche, ist, so Woodford, dass eine lebenslange Haftstrafe dem Staat weitaus billiger komme als die Todesstrafe mit all ihren Sicherheitsbestimmungen und Einspruchmöglichkeiten. Und, Strafe müsse „schnell, um abschreckend zu sein“. Doch genau das sei die Todesstrafe nicht. Einige der Häftlinge auf der kalifornischen „Death Row“ warten bereits seit Ende der 70er Jahre auf ihre Hinrichtung.

Woodford und Death Penalty Focus bekommen immer mehr Unterstützung. Gouverneur Jerry Brown ist genauso ein erklärter Gegner der Todesstrafe, wie die kalifornische Generalstaatsanwältin Kamala Harris, die trotz ihrer erklärten Ablehnung der „Death Penalty“ 2008 gewählt wurde. Und nun meldet sich auch die höchste Richterin im Bundesstaat, Tani Cantil-Sakauye, zu Wort. In einem Interview mit der Los Angeles Times erklärte sie, dass die Todesstrafe „nicht effektiv“ sei und der Staat sich eine Reform der Höchststrafe finanziell nicht leisten könne. Tani Cantil-Sakauye ist eine frühere Staatsanwältin und wurde 1990 vom republikanischen Gouverneur Pete Wilson ernannt.

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